Dr. Stefanie von Berg (GRÜNE)
Abgeordnete Landtag Hamburg

Grunddaten
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Promotion und Staatsexamen
Ausgeübte Tätigkeit
MdHB, Berufsschullehrerin, Landesschulbehörde Lüneburg
Wohnort
Hamburg
Wahlkreis
Stellingen - Eimsbüttel-West , über Wahlkreis eingezogen
Landeslistenplatz
19
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(...) Ich führe meinen Wahlerfolg auf folgende zwei Faktoren zurück:
  • engagierter persönlicher Wahlkampf
  • überdurchschnittlicher Bekanntheitsgrad aufgrund meines Engagements während der Schulreform.
(...)
Parlamentarische Arbeit
Ordentliches Mitglied
Schulausschuss
Stellvertretendes Mitglied
Justiz, Datenschutz und Gleichstellung
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.03.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. von Berg,

Sie gehören zu den 23 neugewählten Abgeordneten der Bürgerschaft, die ihr gewonnenes Mandat auch dem neuen Wahlrecht zu verdanken haben (insofern Sie bei "starren" Landes- oder Wahlkreislisten nicht zum Zuge gekommen wären).

Zu Ihrer Wahl gratuliere ich Ihnen sehr herzlich!

Ich darf mich kurz vorstellen: Mein Name ist Dr. , ich bin Politikwissenschaftler (wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl für Politikwissenschaft der Universität Passau, Lehrbeauftragter in Hamburg) und befasse mich intensiver mit dem neuen Hamburger Wahlrecht. Dazu habe ich mir gedacht, über "abgeordnetenwatch.de" eine kleine Umfrage unter den 23 "Nutznießern" des neuen Wahlrechts bei der diesjährigen Bürgerschaftswahl zu machen. Um Ihre Zeit nicht über Gebühr zu beanspruchen, beschränke ich mich auf eine Frage mit vorgegebenen Antwortmöglichkeiten.

Sie lautet:

Auf welche Faktoren führen Sie Ihren Wahlerfolg hauptsächlich zurück?
(bitte maximal drei einschließlich sonstiger Faktoren nennen!)

? engagierter persönlicher Wahlkampf

? Unbeliebtheit eines aussichtsreichen Mitbewerbers

? überdurchschnittlicher Bekanntheitsgrad aufgrund ________________________________

? überdurchschnittliche soziale Vernetzung durch __________________________________

? besonderes soziales Merkmal (z.B. Alter, Geschlecht, Beruf, Wohnort, ethnische bzw. religiöse Zugehörigkeit): _______________________________________________________

? Landeslistenposition 31

? Zufall

? kann ich mir nicht erklären

? Sonstiges: ________________________________________________________________


Vielen Dank für Ihre Kooperation!

Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr.
Antwort von Dr. Stefanie von Berg
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09.03.2011
Dr. Stefanie von Berg
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihren Glückwunsch.
Ich führe meinen Wahlerfolg auf folgende zwei Faktoren zurück:
  • engagierter persönlicher Wahlkampf
  • überdurchschnittlicher Bekanntheitsgrad aufgrund meines Engagements während der Schulreform.
Falls Sie noch weitere Erläuterungen dazu benötigen, so werde ich diese gerne liefern.

Freundliche Grüße,

Stefanie v. Berg
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Frage zum Thema Schulen
26.05.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. von Berg,

am vergangenen Dienstag wurden Sie im Hamburger Abendblatt bezüglich der möglichen Offenlegung der Berichte der Schulinspektion zitiert. Demnach halten Sie eine Veröffentlichung von insbesonderen schlechten Ergebnisse für nicht sinnhaft, damit Schulen nicht unter Druck geraten. Mich würde interessieren, ob Sie einer grundsätzlichen freiwilligen Veröffentlichung zustimmen und ob interessierte Eltern, bzw. Elternvertreter Einsicht erhalten dürften. Ich war vor gut einem Jahr stellvertretender Vorsitzender eines Elternrates, einer Hamburger Grundschule. Dort war es nur unter starken Druck möglich als gewählter Vertreter Einblick in einen Schulinspektionsbericht zu erhalten. Dies auch nur mit Voranmeldung im Schulbüro und örtlicher Lesung. Dieses Vorgehen hatte mich sehr beeindruckt, da ich immer dachte, man würde wichtige Informationen für sein Amt auch ohne wochenlange Auseinandersetzungen erhalten, zumindest wenn man aktiv und interessiert mitwirken möchte. Als Elternteil bin ich derzeitig meinen beiden Töchtern verpflichtet, damit sie eine gute Bildung erhalten, ihre Talente entwickeln und in diese Gesellschaft einbringen können. Aufgrund der derzeitigen Schulpflicht habe ich ja noch die Wahl des Schulortes, wenn ich denn wohnlich mobil bin. Wie es in einer Schule strukturell und inhaltlich aussieht erkenne ich häufig nicht sofort, sondern manchmal erst im Umgang mit miteinander. Da es nun um die Zukunft meiner Töchter geht, frage ich mich, warum ich nicht vorher wichtige Informationen zu dieser Schule, auch öffentlich, erhalten sollte? Aus meinen bisherigen Erkenntnissen entstehen aus negativen Inspektionsergebnissen ja auch nicht zwingend Veränderungzwänge. Schulen würden bei einer Veröffentlichung unter Druck geraten. Ja, warum nicht ? Es geht um Zunkunftperspektiven meiner Töchter, der Gesellschaft, gestaltet durch steuerfinanzierte Systeme. Zu manch anderen "Dingen" erhalte ich einfacher umfassende Infos.

Grüße von
T.
Antwort von Dr. Stefanie von Berg
1Empfehlung
26.05.2011
Dr. Stefanie von Berg
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage. Wie Sie sicherlich wissen, sind Zitate in den Printmedien immer stark verkürzt. Es ist schön, dass Sie mir nun die Chance geben, meinen Standpunkt ausführlich zu erläutern.

Zunächst: Ich bin gegen eine hamburgweite Veröffentlichung der ersten Tranche der Schulinspektion. Die Schulinspektion soll jetzt in der ersten Runde den Schulen sozusagen einen Spiegel vorhalten, damit sie ihre Stärken und Schwächen erkennen. Und die Schwächen natürlich gezielt beseitigen - das muss man verlangen dürfen. Ich verstehe aber überhaupt nicht, wenn Schulleitungen das Ergebnis vor der Schulöffentlichkeit verbergen. Ich bin selber auch ER-Vorsitzende - unser Inspektionsergebnis wurde vor der GESAMTEN interessierten Schulöffentlichkeit vorgestellt (Eltern, Lehrkräfte, Kinder).

Ich habe aber nichts gegen eine breite Veröffentlichung der Ergebnisse der zweiten Tranche nach vier Jahren. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das Ranking, wie es bei Hochschulen üblich ist, geeignet ist. Ich weiß, dass die Veröffentlichung der Ergebnisse in den Niederlanden zu einem Steigen bzw. Fallen der Immobilienpreise führt...
Fazit: Die Art der Veröffentlichung der Ergebnisse der zweiten Tranche muss sehr gut überlegt werden. Ich empfinde es dahingegen als populistisch, ein Benchmarking der Ergebnisse in den öffentlichen Ring zu schmeißen.

Ich hoffe, diese Antwort hat Ihnen geholfen. Sonst fragen Sie gerne nach oder schreiben Sie mir direkt eine Mail unter stefanie.vonberg@gal-fraktion.de

Freundliche Grüße,
Stefanie v. Berg
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
09.08.2011
Von:

Hallo, ich bin Elternratsvorsitzender der MTS Ganztagsschule in Hamburg. Gerade habe ich erfahren, dass nun nach den Sommerferien auch die Schulen vom Sparpaket der Hamburger Regierung betroffen sein werden. Durch den Abbau der öffentlich geförderten Arbeitsgelegenheiten können die Kantinen von rund 80 Ganztagsschulen in Hamburg gar nicht oder nur unzureichend mit Personal versorgt werden, da z.B. der Firma Einfal nicht genügend Arbeitskräfte mehr zur Verfügung stehen. Noch im April diesen Jahres wurde im Bildungs- und Teilhabepaket durch die Regierung festgelegt, dass jedes Kind aus einkommensschwachen Familien eine warmes Mittagessen in der Kita oder der Schule bekommen soll und dann spart man in Hamburg an dem Personal, dass diese Essenausgabe, Pausensnackherstellung und die ganze Kantinenabwicklung übernimmt. Wer soll diese Arbeit denn nun übernehmen ? Die nicht vorhandenen freiwilligen Eltern, die Lehrer, die Schulleiter oder der Hausmeister ?
Antwort von Dr. Stefanie von Berg
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10.08.2011
Dr. Stefanie von Berg
Liebe Frau ,

herzlichen Dank für Ihre - sehr berechtigte - Frage. In der Tat ist die Frage von uns nicht einfach zu beantworten. Und ich befürchte, dass dies auch Senator Scheele nicht wird beantworten können. Als Schul- und Bildungspolitikerin, die zudem noch für die Themen Frauen und Gleichstellung zuständig ist, betrachte ich diese Entwicklung mit großer Sorge - auch in meinem Wahlkreis. Ich kann Ihnen gerne anbieten, zu diesem Thema weitergehend parlamentarisch tätig zu sein. Auf hamburgweiter arbeitspolitischer Ebene ist meine Fraktionskollegin Filiz Demirel zuständig: www.gal-fraktion.de die Sie auch gerne ansprechen können (filiz.demirel@gal-fraktion.de). Wenn Sie mit mir über Email oder auch telefonisch in Kontakt treten möchten, um die Probleme Ihrer Schule konkret in Angriff zu nehmen, stehe ich gerne jederzeit zur Verfügung.

Freundliche Grüße,
Stefanie v. Berg
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Frage zum Thema Gesundheit
14.05.2012
Von:

Sehr geehrte Frau von Berg,

Medienberichten zu Folge möchte die Hamburger SPD das Rauchen in Gaststätten zum Sommer hin wieder erlauben. Ich sehe dieses als Faustschlag ins Gesicht beim Thema Gesundheitheitsschutz. Vor dem Hintergrund das in Bayern ein absolutes Rauchverbot mittels Volksentscheid beschlossen wurde, meine Frage an Sie:

Werden Sie als Fraktion die Sache in die Hand nehmen und zusammen mit anderen Verbänden einen entsprechenden Volksentscheid in Hamburg initiieren?

Viele Grüße
Antwort von Dr. Stefanie von Berg
1Empfehlung
15.05.2012
Dr. Stefanie von Berg
Sehr geehrte Frau ,

zunächst herzlichen Dank für Ihre Anfrage. Und hier ein paar Informationen zu unserer Position und zur Historie: Wir hatten einen Antrag für ein absolutes Rauchverbot eingebracht (20/3315), dieser wurde gestern im Gesundheitsausschuss abgelehnt. Stattdessen hat die SPD mit den übrigen Fraktionen ihr Gesetz mit Ausnahmen beschlossen. Das Thema wird dann vor der Sommerpause noch einmal auf der Tagesordnung der Bürgerschaft sein. Wir als Fraktion und Partei lehnen das Gesetz der SPD ab und sind weiterhin für ein absolutes Rauchverbot. Wir stehen einer Initiative also durchaus wohlwollend gegenüber, werden dieses jedoch als Fraktion ohnehin nicht initiieren können. Wenn, dann kann dies die Partei tun. Bislang haben wir in der Fraktion noch nicht abschließend beraten, wie wir weiter vorgehen wollen, wenn die SPD ihr Gesetz in der Bürgerschaft dann durchgesetzt haben wird.

Ich hoffe, dies klärt zumindest unsere Position - nicht jedoch unser weiteres Vorhaben. Ergänzend muss ich erwähnen, dass unsere gesundheitspolitische Sprecherin derzeit in Mutterschutz ist.

Freundliche Grüße,
Stefanie v. Berg
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