Silvana Koch-Mehrin (FDP)
Abgeordnete EU

Grunddaten
Jahrgang
1970
Berufliche Qualifikation
Volkswirtin
Ausgeübte Tätigkeit
MdEP
Wohnort
-
Bundesland
Baden-Württemberg
Bundeslistenplatz
1
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(...) Was allerdings versucht wird ist Themen, die Menschen über nationale Grenzen hinweg betreffen (Stichwort: Anerkennung von Hochschulabschlüssen), innerhalb der Mitgliedsstaaten zu koordinieren oder Initiativen vorzuschlagen, die dann von der Europäischen Kommission geleitet und vom Europäischen Parlament unterstützt werden (Stichwort: Erasmus). (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Tourismus
17.02.2010
Von:

Frau Koch-Mehrin,

mit Bestürzen verfolge ich die Nachrichten der letzten Tage in denen unter anderem berichtet wird, das die Kinder von EU-Beamten, auf Kosten von Steuergeldern in der Skiurlaub fahren. Und das obwohl die erwähnten Beamten zum Teil Spitzeneinkommen beziehen und eine solche Zuwändung sicherlich nicht Nötig haben.
In einer Zeit in der das Vertrauen der Bürger an die EU und die Politik immer weiter schwindet empfinde ich eine solche Meldung als Ohrfeige für mich und für jeden mündigen Bürger.
Wenn wir uns das leisten können, warum können wir uns in Deutschland dann nicht die Aufrechterhaltung des bestehenden Sozialstaates leisten?
Für mich sieht das ganze sehr nach "Spätrömischer Dekadenz" aus.

Ich möchte sie sehr bitten zu diesem Thema Stellung zu beziehen und mitzuteilen welche Konsequenzen daraus erwachsen sollten und werden.


Antwort von Silvana Koch-Mehrin
2Empfehlungen
16.03.2010
Silvana Koch-Mehrin
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 17. Februar 2010. Ich freue mich über Ihr politisches Interesse und gebe Ihnen gerne Antwort auf Ihre Frage.

Die FDP im Europäischen Parlament sieht die Privilegien der EU-Beamten, die über die eigentliche Bezahlung der Arbeit hinausgehen, äußerst kritisch. In der Vergangenheit haben Vertreter der FDP im Europäischen Parlament sie vielfach kritisiert und wir werden dies auch weiterhin tun.

Wenn einzelne Privilegien in der Vergangenheit durch öffentliche Kritik auf den Prüfstand gestellt wurden, endete dies häufig mit ihrer Abschaffung. Wir würden es begrüßen, wenn dies auch in dem von Ihnen benannten konkreten Fall geschehen würde.

Mit freundlichen Grüßen
Silvana Koch-Mehrin
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
18.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Koch-Mehrin,

die Ergebnisse der PISA-Studie sind allen bekannt und haben sich in unsere Köpfe eingebrannt. Jeder weiß, dass etwas getan werden muss. Aber was?

Wir, eine Gruppe Sozialpädagogikstudenten untersuchen im Rahmen unseres Politik-Moduls, welche familien- und bildungspolitischen Maßnahmen aufgrund der PISA-Ergebnisse von den verschiedenen Fraktionen angestrebt werden, auch im Hinblick auf einen KiTa-Ausbau bzw. Umstrukturierung.
Demzufolge möchten wir Sie herzlich bitten, uns eine Stellungnahme stellvertretend für Ihre Partei bzw. ihr Ressort zu geben, in der Sie ihre Position zur "Bildungsmisere" darlegen und welche Maßnahmen Ihrerseits dagegen in Angriff genommen werden sollten.

Vielen Dank im Voraus,

Antwort von Silvana Koch-Mehrin
bisher keineEmpfehlungen
12.04.2011
Silvana Koch-Mehrin
Sehr geehrter Herr ,

ich freue mich über Ihr Engagement und das Ihrer Kollegen im Rahmen Ihres Pädagogikstudiums.

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie darauf hinweisen, dass Maßnahmen in diesen Bereichen, die auf Bundes-, Landes- oder kommunaler Ebene initiiert oder implementiert werden, nicht vom Europäischen Parlament beeinflusst werden. Die Zuständigkeit für den Bereich der Bildung liegt nicht bei der EU.

Was allerdings versucht wird ist Themen, die Menschen über nationale Grenzen hinweg betreffen (Stichwort: Anerkennung von Hochschulabschlüssen), innerhalb der Mitgliedsstaaten zu koordinieren oder Initiativen vorzuschlagen, die dann von der Europäischen Kommission geleitet und vom Europäischen Parlament unterstützt werden (Stichwort: Erasmus).

Wie Sie natürlich wissen, ist Deutschland die Zuständigkeit für Bildung aufgeteilt unter Bund und Ländern. Daher möchte ich Ihnen vorschlagen, meine FDP- Kollegen, wie zum Beispiel MdB Patrick Meinhardt, bzw. im jeweiligen Bundesland zu kontaktieren.

Bei Ihrer Untersuchung wünsche ich Ihnen und Ihren Kollegen weiterhin viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen

Silvana Koch-Mehrin
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Frage zum Thema Tourismus
20.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Koch-Mehrin,

wie heute vor allem der ausländischen Presse zu entnehmen war, erklärte EU-Industriekommissar Antonio Tajani auf einer Tagung Urlaubsfahrten von Bürgern von EU-Mitgliedsländern ins jeweilige europäische Ausland indirekt als ein Menschenrecht.

Herr Antonio Tajani plant dazu die Aufstellung eines Pilotprogramms, welches ab 2013 europaweit ausgedehnt werden soll und welches Subventionen von Urlaubsfahrten insbesondere für Senioren, Jugendliche bis 25 Jahren und behinderte Menschen vorsieht. Offiziell soll, so Herr Antonio Tajani, der kulturelle Austausch zwischen den Bürgern von Mitgliedsländern der EU gefördert werden. Die Kosten für diese Subventionen sollen sich nach Presseberichten im Bereich von etwa einer halben bis einer Milliarde Euro pro Jahr bewegen.

Meine Fragen an Sie Frau Dr. Koch-Mehrin:

1. Sehen Sie und sieht die FDP im EU-Parlament touristische Reisen von Bürgern von Mitgliedsländern der EU als ein Menschenrecht an?

2. Wie stehen Sie und wie steht die FDP im EU-Parlament zu der geplanten neuen Subvention, bezahlt durch mein Eigentum (meine Steuern)?

3. Planen Sie und plant die FDP im EU-Parlament ggf. Maßnahmen gegen diese Pläne? Falls ja, wie sehen diese Maßnahmen aus? Falls nein, warum planen Sie und plant die FDP im EU-Parlament keine Maßnahmen?

Mit freundlichen Grüßen und mit Dank im voraus für die Beantwortung meiner Fragen,

Antwort von Silvana Koch-Mehrin
bisher keineEmpfehlungen
04.05.2011
Silvana Koch-Mehrin
Sehr geehrte Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Ich habe meine Kollegin im Europäischen Parlament, Gesine Meißner, die Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr ist, um die Beantwortung Ihrer Frage gebeten.

Sie schreibt:
,,Das Programm, das Sie ansprechen trägt den Namen Calypso. Dieses Konzept des sozialen Tourismus soll finanziell benachteiligten EU-Bürgern Reisen innerhalb der EU ermöglichen und gleichzeitig die europäische Tourismuswirtschaft in der Nebensaison ankurbeln.

Das von der EU-Kommission initiierte Programm richtet sich ausschließlich an vier Zielgruppen: junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren, Familien mit finanziellen oder anderen Problemen, Menschen mit einer Behinderung und über 65-Jährige und Rentner, die nicht die finanzielle Ausstattung haben, um Urlaubsreisen zu tätigen. Durch finanzielle Unterstützung soll es diesen Gesellschaftsgruppen ermöglicht werden, den geistigen Horizont zu erweitern und das Europa, dessen Bürger sie sind, besser kennen zu lernen. Besonders Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollen das Reisen genauso genießen können wie jeder andere Bürger auch.

Neben dem sozialen Faktor ist die Förderung der Wirtschaft tourismusabhängiger Regionen entscheidend. Da der Tourismus saisonal stark schwankt, soll Calypso entgegenwirken, indem es die sozialen Reisen außerhalb der Saison fördert und damit Überschusskapazitäten ausnutzt. In Spanien existiert bereits seit 1985 ein innerstaatliches Programm mit geförderten Reisen für Senioren in der Nebensaison. Ein dazu erstelltes Gutachten kommt zu dem Schluss, dass der spanische Staat für jeden in das Programm investierten Euro 1,53 Euro zurück erhält. Mit dem Calypso Projekt sorgt die EU für die Wiederbelebung der Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen außerhalb der saisonalen Hochphasen, um der Tourismusbranche ebenfalls eine gewisse Planungssicherheit zu ermöglichen.

Daher ist dieses Projekt ein guter Weg, um sozial schwachen Menschen Unterstützung zukommen zu lassen, die dann in einer gestärkten europäischen Wirtschaft mündet. Die jährlichen Haushaltsmittel belaufen sich hierfür auf derzeit 1 Million €".

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Silvana Koch-Mehrin
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
28.04.2010
Von:

Sehr geehrte Frau MdEP Koch-Mehrin,

Sie haben das "Netz gegen Nazis" ausgezeichnet, warum?

Das ist ein Projekt der Amadeu Antonio Stiftung, warum ist das nur gegen Rechts ausgerichtet?
Hier sehen Sie die Kooperationspartner www.amadeu-antonio-stiftung.de

Halten Sie solche Parolen und Wandschmierereien, wie "kein Sex mit Nazis", auf die dieses Netzwerk stolz ist, geeignet geehrt und ausgezeichnet zu werden?
Hier der Beweis www.netz-gegen-nazis.de

Wissen Sie, daß die Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung jahrelang für die Stasi gespitzelt hat?
Hier der Beweis www.berlinonline.de

Würden Sie nach diesem Kenntnisstand immer noch diese Auszeichnung vornehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Silvana Koch-Mehrin
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19.04.2011
Silvana Koch-Mehrin
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der "CIVIS" Medienpreis wird jährlich von der "CIVIS" Medienstiftung für die ARD, stellvertretend durch den WDR in Kooperation mit der Freudenberg Stiftung der Europäischen Union ausgeschrieben. Das Europäische Parlament fungiert hierbei als Kooperationspartner.
Eine unabhängige Jury aus verschiedenen Persönlichkeiten der Medienlandschaft entscheidet über die Vergabe dieses Preises.
Die Juryzusammensetzung ist unter www.civismedia.eu einzusehen.
Der Aspekt, dass diese Auszeichnung Journalistinnen und Journalisten für Integration und die Vielfalt unseres Lebens sensibilisieren soll, gab den Grund für meine Entscheidung, diesen Preis zu überreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Silvana Koch-Mehrin
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
29.04.2010
Von:
Max

Sehr geehrte Frau Europaabgeordnete Koch-Mehrin,

durch Zufall lese ich im FDP – Forum, daß Sie ein Netzwerk der Amadeu Antonio Stiftung auszeichneten und mit einem Preis ehrten. Dort werden gegen dieses Projekt "Netz gegen Nazis" schwere Vorwürfe erhoben (hier dieser Startbeitrag):

forum.fdp-bundesverband.de

Kennen Sie diese Vorwürfe und stimmen diese? Können Sie mir die Gründe nennen, warum gerade Sie als Spitzenpolitikerin der FDP diese Auszeichnung vorgenommen haben?

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Max
Antwort von Silvana Koch-Mehrin
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19.04.2011
Silvana Koch-Mehrin
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Der "CIVIS" Medienpreis wird jährlich von der "CIVIS" Medienstiftung für die ARD, stellvertretend durch den WDR in Kooperation mit der Freudenberg Stiftung der Europäischen Union ausgeschrieben. Das Europäische Parlament fungiert hierbei als Kooperationspartner.
Eine unabhängige Jury aus verschiedenen Persönlichkeiten der Medienlandschaft entscheidet über die Vergabe dieses Preises.
Die Juryzusammensetzung ist unter www.civismedia.eu einzusehen.
Der Aspekt, dass diese Auszeichnung Journalistinnen und Journalisten für Integration und die Vielfalt unseres Lebens sensibilisieren soll, gab den Grund für meine Entscheidung, diesen Preis zu überreichen.

Mit freundlichen Grüßen
Silvana Koch-Mehrin
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