Dr. Sascha Raabe (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Geburtstag
10.06.1968
Berufliche Qualifikation
Bürgermeister a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Rodenbach
Wahlkreis
Hanau
Ergebnis
34,0%
Landeslistenplatz
10, Hessen
weitere Profile
(...) So brachte die rot-grüne Regierungskoalition schon 2002 einen Gesetzesentwurf zur Einführung von Volksinitiative, Volksbegehren und Volksentscheid ein. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
16.04.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Raabe,

der wissenschaftlich Dienst des Bundestages warnt in seinem Gutachten vom Februar diesen Jahres das Parlament, dem von der Regierung geplanten Euro-Rettungsschirm zuzustimmen. So wie er geplant sei, riskiert der Bundestag die Geldwertstabilität und einen Verfassungsbruch. 


»Durch die Übernahme einer Bürgschaft wird ein Verfahren in Gang gesetzt, an dessen Ende die Pflicht zur Zahlung sehr hoher Summen stehen kann, ohne dass das Parlament entscheidenden Einfluss nehmen kann«, so die Juristen des Dienstes.

Die Bundesregierung hat die Absicht, beim Euro-Rettungsschirm für bis zu 168 Milliarden Euro zu bürgen. Dazu kommen 22 Milliarden Euro aus deutschen Steuergeldern hinzu, über die der Bundestag bereits entschieden hat. Das ergibt eine Gesamtbelastung von 190 Milliarden Euro. Das entspricht fast zwei Dritteln der Steuereinnahmen des Bundes!
Weiter: »Sollten die Bürgschaften greifen, würde einem künftigen Haushaltsgesetzgeber ein Verfassungsbruch quasi aufgezwungen (…) Bei der Einlösung der Zahlungspflicht käme der Haushaltsgesetzgeber nicht umhin, gegen die Schuldenbremse zu verstoßen.«

Auch der Bundesrechnungshof mahnt: »Alle Festlegungen zu Art und Höhe der deutschen Beiträge zum Euro-Rettungsschirm unterliegen der parlamentarischen Zustimmungserfordernis.«

Meine Frage an Sie als Bundestagsabgeordneter aus meiner Region lautet: Wie werden Sie sich entscheiden? Stimmen Sie einem offensichtlichen Verfassungsbruch zu oder sorgen Sie mit Ihrer Stimme und Ihrem parlamentarischen Einsatz dafür, dass Schaden von unserem Land und unserer verfassten Demokratie abgewendet wird.

In Erwartung Ihrer Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Ebenhöh
Antwort von Dr. Sascha Raabe
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10.06.2011
Dr. Sascha Raabe
Sehr geehrter Herr Dr.

vielen Dank für Ihr Schreiben.
Die Bundesregierung hat viel zu lange mit einer Entscheidung auf sich Warten lassen und damit unnötig zusätzliche Unsicherheit in den europäischen Finanzmarkt gebracht. Die SPD-Bundestagsfraktion hat gestern zur aktuellen Entwicklung um die Stabilität der Eurozone einen Entschließungsantrag in den Bundestag eingebracht. Dort sind unsere Position und unsere Forderungen nach Verbesserungen detailliert aufgeführt und nachzulesen. Diesen Antrag können Sie unter folgendem Link dipbt.bundestag.de herunterladen.

Auch hat Frank-Walter Steinmeier in seiner Rede im Deutschen Bundestag klar gesagt, welchen Kurs die SPD zur Stabilisierung der Eurozone einschlägt: Griechenland und jeder andere von einer Finanzkrise getroffene Staat bedarf eines gut durchdachten Wachstums- und Modernisierungsprogramms unter der Mithilfe der europäischen Nachbarn. Mit der Einführung einer Finanztransaktionssteuer könnten ohne Weiteres ehebliche Mittel für Investitionen freigesetzt werden -- die notwendig sind, um ein Land aus der Krise herauszuführen. Eine Harmonisierung der Steuern in Europa ist ebenso ein weiterer wichtiger Schritt wie die europaweite Einführung von Mindestlöhnen. Die überzeugende Rede des SPD-Fraktionsvorsitzenden können Sie sich unter diesem Link ansehen: www.spdfraktion.de

Trotz fehlender Qualität im Krisenmanagement der Bundesregierung will ich aber auch nicht unerwähnt lassen, dass es nicht die Politik ist, die die Verantwortung für das vorliegende finanzielle Fiasko zu tragen hat. Die unendliche Gier einiger weniger Akteure auf den Finanzmärkten dieser Welt bedarf aber entscheidender und klarer Regeln, dass sich solche Krisen nicht wiederholen können und am Ende nicht der Steuerzahler für diese Verfehlungen aufkommen muss. Hier hat die Bundesregierung in der Tat kein gutes Bild abgegeben und verkommt in Europa immer mehr zum ideenlosen und handelsunfähigen Bremsklotz -- auf Kosten weiterer Finanzhilfen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sascha Raabe
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Frage zum Thema Finanzen
29.09.2011
Von:

Hallo Herr Dr. Raabe,

für mich las sich Ihre im Vorfeld als Antwort auf eine Anfrage per Mail abgegebene Erklärung über Ihr Abstimmungsverhalten in Sachen EFSF wie eine Ablehnung desselben, wenn keine Veränderung der Sachlage eintritt.
Sie haben heute Ihren Parlamentskollegen Frank Schäffler zu der wirtschaftlichen Entwicklung in Griechenland reden gehört. Erklären Sie mir bitte, was Sie dazu bewogen hat, der Ausweitung des Rettungsschirmes zuzustimmen, da ja eine Rückzahlung der bisherigen Kredite unwahrscheinlich ist, sowie eine Finanzierung der Neuen, bei Zug der Kreditgarantie durch Griechenland, den Haushalt der BRD doch immens belasten wird.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Solange aber leider

zutiefst enttäuscht

Antwort von Dr. Sascha Raabe
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05.10.2011
Dr. Sascha Raabe
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihr Schreiben. Der Deutsche Bundestag hat der Erweiterung des Euro-Rettungsfonds EFSF zugestimmt. Mit dem Gesetz wird der deutsche Garantierahmen für den Hilfsfonds von 123 Milliarden Euro auf 211 Milliarden Euro erhöht. Nach langer Überlegung und reiflichem Abwägen habe auch ich dem dazu vorgelegten Gesetzentwurf "zur Änderung des Gesetzes zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus" zugestimmt.

Diese schwerwiegende Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht. Auch ich bin, so wie Sie, in großer Sorge um die Stabilität unserer gemeinsamen Währung und um die Zukunft Europas. Aber weil ich der Überzeugung bin, dass der Euro gerettet werden muss und das nur mit der solidarischen Verantwortung Europas zu leisten ist, habe ich dem Stabilisierungsgesetz zugestimmt. Ich will Ihnen etwas ausführlicher darlegen, wie ich zu dieser Entscheidung gekommen bin.

Für mich als Abgeordneten galt bereits bei der Abstimmung über das erste Rettungspaket für Griechenland vor wenigen Monaten die Devise, dass am Ende nicht in erster Linie der deutsche Steuerzahler für die Kosten der Krise aufkommen darf. Denn letztlich ist neben dem Eigenverschulden Griechenlands vor allem der Banken- und Finanzsektor Schuld an der brenzligen Situation. Die weltweite Banken- und Finanzkrise, deren Ausläufer auch Griechenland mit in die Tiefe gerissen hat, zeigt, dass wir den gesamten Finanzsektor komplett neu strukturieren müssen. Die gesamte Finanzwirtschaft gehört wieder unter die staatliche und damit demokratisch legitimierte politische Aufsicht - es darf keine unregulierten Zonen mehr geben. Schattenbanken, Hedge-Fonds und Private-Equity-Gesellschaften gehören meiner Meinung nach weitgehend verboten oder zumindest extrem kontrolliert und überwacht. Der Finanzmarkt ist zu einem Casino verkommen, das mit der Realwirtschaft nicht mehr viel zu tun hat.

Aktienkurse spiegeln längst nicht mehr den realen Wert eines Unternehmens und dessen Gewinnerwartungen wider, und die unzähligen Finanzprodukte sind selbst für die Bankmanager undurchschaubar geworden. Die in den letzten Jahren stark zugenommene hohe Volatilität an den Aktienmärkten kann einfach nicht richtig sein. Deshalb muss das Bankgeschäft wieder auf seinen Dienstleistungskern für die Bürgerinnen und Bürger und für die Realwirtschaft zurückgeführt werden. Dies wird ein langer und steiniger Weg, den die Demokratien dieser Erde aber erfolgreich bestreiten können, denn letztlich ist der Finanzmarkt nicht von Natur aus gegeben, sondern kann und muss politisch reguliert und gestaltet werden.

Da die Banken in den vergangenen Jahren durch hemmungslose Profitgier und unverantwortliches Handeln einen Großteil der Schuld an der jetzigen Krise tragen, müssen sie nun auch maßgeblich zur Finanzierung der Kosten der Krise herangezogen werden. Deshalb ist für mich die Einführung einer Finanztransaktionssteuer absolut zwingend erforderlich. Ich setze mich bereits seit zehn Jahren für eine Umsatzsteuer auf Finanztransaktionen ein, auch um mit den Einnahmen die weltweite Überwindung von Armut zu fördern. Es kann nicht sein, dass der Normalbürger beim Kauf eines T-Shirts für 10 Euro Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent zahlen muss und der Spekulant, der für 10 Millionen Euro Finanzprodukte kauft, gar nichts. Es hat lange gedauert bis wir Sozialdemokraten die Kanzlerin und den Finanzminister von der Einführung einer solchen Steuer überzeugen konnten. Leider hat der Koalitionspartner FDP bis heute nicht verstanden, wie wichtig die Einführung einer solchen Steuer wäre. Daher stimmt es mich umso zuversichtlicher, dass die Europäische Kommission nun einen ersten Gesetzesentwurf vorgelegt hat, der eine solche Steuer europaweit fordert.

Der Europäischen Union liegt ein besonderer Solidaritätsgedanke zu Grunde, der gerade in Krisenzeiten nicht einfach außer Acht gelassen werden kann. Solidarität bedeutet Verantwortung für Europa, für eine gemeinsame Währung und damit für die Zukunftsfähigkeit der Europäischen Union zu übernehmen. Dieser Verantwortung wird Deutschland gerecht, in dem es sich bereit erklärt mit Garantien zu bürgen. Solidarität ist aber keine Einbahnstraße. Daher ist es wichtig und richtig, dass Griechenland durch einschneidende Reformen und einen radikalen Sparkurs als Mitglied der Europäischen Union und der Euro-Zone ebenfalls Verantwortung übernimmt. Jede Hilfe für ein Land muss zwingend daran gekoppelt sein, dass dieses Land dann auch seine Hausaufgaben macht und die Elite des eigenen Landes endlich zur Kasse bittet. Ein Krisenland hat aber auch bei besten Sparbemühungen keine Chance aus der Schuldenfalle herauszukommen, wenn es durch Spekulationen und fragwürdige Ratings nur noch Kredite zu Wucherzinsen von über 20 Prozent bekommt. Der EFSF bietet die Chance, dass Krisenländer, die eine verantwortungsvolle Sparpolitik einschlagen, dann auch Kredite zu fairen Konditionen erhalten können.

Ähnlich wie bei den Garantien, die wir damals für die Rettung des Bankensektors abgegeben haben, besteht die berechtigte Hoffnung, dass am Ende das betreffende Land die Kredite zurückzahlen kann und die Garantien der anderen Euroländer nie in Anspruch genommen werden müssen. Soviel zur Theorie. Natürlich müssen wir uns aber auch fragen, was passiert, falls die Kredite am Ende beispielsweise durch eine Insolvenz des betreffenden Staates nicht zurückbezahlt werden können und am Ende doch die anderen Euroländer einspringen müssen. Wie oben dargelegt, ist ein solches Szenario für mich nur akzeptabel, wenn dann die Banken und der Finanzsektor die Hauptlast der Zeche zahlen und nicht der normale Steuerzahler. Auf Griechenland bezogen bedeutet dies alles, dass ohne einen echten Schuldenschnitt meiner Ansicht nach Griechenland nicht zu retten ist. Das bedeutet, dass die Banken auf mindestens 50 bis 60 Prozent ihrer Forderungen verzichten müssten. Mit dem Rettungsschirm wurde für mich jetzt die Voraussetzung geschaffen, dass ein radikaler Schuldenschnitt möglich ist.

Zudem habe ich auch aus ganz pragmatischen Gründen dem Rettungsschirm zugestimmt. In Europa muss ein ökonomischer Flächenbrand verhindert werden. Deutschland ist nach China die zweitgrößte Exportnation. Über 60 Prozent der Exporte gehen in die europäischen Nachbarstaaten. Auch die mittelständischen Unternehmen im Main-Kinzig-Kreis verkaufen bis zu 60 Prozent ihrer Produkte im europäischen Ausland. Sollten wir die Zahlungsfähigkeit dieser Staaten gefährden, gefährden wir unseren größten Absatzmarkt und damit unsere eigene Wirtschaft. Das kann nicht gewünscht sein und würde - insbesondere finanziell für den Arbeitsmarkt - einen noch größeren Schaden anrichten. Aus diesem Grund haben uns auch die Arbeitgeberverbände (BDA, BDI, DIHK, ZDH) sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) inständig gebeten, dem Gesetzentwurf zuzustimmen.

In jedem Fall ist es gut, wenn die Bürgerinngen und Bürger offen über Europa diskutieren. Eine offene Diskussion schadet meiner Ansicht nach nicht dem europäischen Gedanken. Ich bin davon überzeugt, dass eine große Mehrheit der Deutschen auch weiterhin zu Europa und der gemeinsamen Währung steht, wenn sie das Gefühl haben, dass es gerecht und transparent in Brüssel zugeht. Daran müssen wir arbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Sascha Raabe
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Frage zum Thema Euro-Stabilisierungsfonds EFSF
24.10.2011
Von:

In der gesamten Diskussion um den EFSF fehlt mir insgesamt von allen Seiten eine Darstellung, wie eine Finanzierung einer eventuellen Inanspruchnahme aus den Bürgschaften aussehen soll. Also mal den worst case unterstellt und der Bund muss mit 200 Mrd bürgen, wie soll dieser Betrag aufgebracht werden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Sascha Raabe
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03.11.2011
Dr. Sascha Raabe
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Genau wie bei den damaligen Bürgschaften bei den Rettungspaketen für die Banken, war und bin ich auch bei den Bürgschaften für Griechenland bzw. dem Eurorettungsschirm der Auffassung, dass im Worst-Case-Fall nicht der einfache Steuerzahler in erster Linie für die Kosten aufkommen darf.

Deswegen habe ich mich in der SPD-Fraktion bei der ersten Abstimmung über die Griechenlandhilfen erfolgreich dafür eingesetzt, dass wir diesem Paket damals nicht zugestimmt haben, weil die Bundesregierung damals eine Finanztransaktionssteuer noch abgelehnt hatte. Erst nachdem die Regierung auf unseren Druck zur Einführung einer solchen Steuer eingelenkt hat, haben wir als Sozialdemokraten unsere Zustimmung gegeben. Meiner Auffassung nach müssen allerdings noch weitere Maßnahmen folgen, damit dem Treiben der Finanzspekulanten ein Ende gesetzt wird und weitere Risiken für den deutschen Steuerzahler vermieden werden.

Für eine durchgreifende Regulierung der Finanzmärkte fehlt der jetzigen Bundesregierung allerdings der Wille und der Mut.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Raabe
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Frage zum Thema Finanzen
21.01.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Raabe,

auf abgeordnetenwatch.de habe ich gelesen, dass Sie sich bereits seit zehn Jahren für eine Umsatzsteuer auf Finanztransaktionen einsetzen. Sie argumentieren dabei damit, dass es nicht sein kann, dass der Normalbürger beim Kauf eines T-Shirts für 10 Euro Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent zahlen muss und der Spekulant, der für 10 Millionen Euro Finanzprodukte kauft, gar nichts.

Hierzu meine Frage:
Umsätze mit Finanzprodukten unterliegen meines Erachtens bereits grundsätzlich der Umsatzsteuer. Allerdings werden sie wiederum ausdrücklich durch eine Ausnahmeregelung befreit.
Die Befreiungsvorschrift nach § 4 Nr.8 Buchstabe e) UStG lautet:
"Von den unter § 1 Abs.1 Nr.1 UStG fallenden Umsätzen sind steuerfrei: ...die Umsätze im Geschäft mit Wertpapieren..."

Halten Sie es für sinnvoll eine neue Steuer wie die Finanztransaktionssteuer zu erschaffen um die Umsatzbesteuerung von Finanzprodukten der Umsatzbesteuerung von anderen Waren gleichzustellen, wenn gleichzeitig für Finanzprodukte im Umsatzsteuergesetz eine Ausnahmeregelung verankert ist?
Wäre es nicht praktikabler und wesentlich unbürokratischer das Streichen der Befreiungsvorschrift im Umsatzsteuergesetz durchzusetzen, um eine Gleichstellung bei der Besteuerung von Finanzprodukten mit anderen Waren zu erreichen und somit die Einführung einer weiteren Steuerart vermeiden zu können?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Sascha Raabe
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09.03.2012
Dr. Sascha Raabe
Sehr geehrter Herr ,

mit Interesse habe ich Ihren Vorschlag für die Besteuerung von Finanzprodukten gelesen und freue mich, dass sie sich für eine gerechte Besteuerung einsetzen.

Jede Idee, die eine gerechte Beteiligung der Finanzmärkte an den Gesamtgesellschaftskosten einfordert, halte ich für richtig. Allerdings würde ich auch Gründen der praktischen Durchführbarkeit erst einmal dafür plädieren den konkreten Vorschlag der EU-Kommission durchzusetzen. Der Vorschlag der Kommission sieht eine Besteuerung zwischen 0,1 Prozent und 0,01 Prozent vor und verspricht damit enorme Einnahmen in Milliardenhöhe.

Wenn das gelänge, wären wir einen riesigen Schritt weiter, dem dann gerne auch noch weitere Schritte mit einem noch höheren Steueraufkommen folgen können.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sascha Raabe
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