Dr. Peter Ramsauer (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Peter Ramsauer
© DBT/Udo Giessen
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Diplom Kaufmann, Müllermeister
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Traunstein
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
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(...) Ich möchte an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen: Die CDU/CSU-Fraktion will ein Umweltgesetzbuch. Es war schließlich die Unionsfraktion, die die Schaffung eines UGB in der Vergangenheit betrieben und in das Programm der Koalition für die laufende Legislaturperiode eingebracht hat. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Soziales
20.12.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Ramsauer,

soeben wurde durch das Bundesverfassungsgericht eine Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der ARGEN getroffen. Die Argen sind Gemeinschaftseinrichtungen von Bundesagentur für Arbeit (BA) und kommunalen Trägern. Dies ist laut Verfassungsgericht im Grundgesetz nicht vorgesehen, weil danach klar zugeordnet sein muss, welcher Träger für die Erfüllung von Verwaltungsaufgaben zuständig ist. Der zuständige Verwaltungsträger sei verpflichtet, seine Aufgaben "mit eigenem Personal, eigenen Sachmitteln und eigener Organisation wahrzunehmen".
Somit steht eine Neuordnung der ARGEN an.
Wie stehen Sie zu der Verteilung der zukünftigen Zuständigkeit?
Sollte es die BA, die Kommunen oder gar eine private Arbeitsvermittlung werden?
Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Peter Ramsauer
bisher keineEmpfehlungen
07.02.2008
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

vielen herzlichen Dank für Ihr E-Mail, in dem Sie mich um Beurteilung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungsbeschwerde von elf Kreisen bzw. Landkreisen zur Zulässigkeit der Organisationsstruktur der Grundsicherung für Arbeitssuchende bezüglich Aufgabenübertragung an die Kommunen und der Arbeitsgemeinschaften bitten.

Meiner Auffassung nach hat das Gericht für Rechtssicherheit bei der organisatorischen Fortentwicklung der Grundsicherung für Arbeitssuchende gesorgt. Keiner muss sich Sorgen machen. Auch nach dem Urteil werden alle Betroffenen ihre Leistungen wie bisher erhalten.

Das Bundesverfassungsgericht hat mit seinem Urteil dem Bundesgesetzgeber aber auch einen grundsätzlichen politischen Gestaltungsauftrag gegeben. Die bisherige Zusammenlegung der Aufgaben von Kommunen und Bundesagentur für Arbeit (BA) in den Arbeitsgemeinschaften hält es nicht für zulässig.

Zur verfassungsgemäßen Neuorganisation hat das Gericht dem Gesetzgeber eine
Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2010 eingeräumt. Bis dahin bleibt alles beim Alten. Das Gericht hat dem Gesetzgeber nicht vorgegriffen und nähere Vorgaben für die Zeit danach gemacht. Es bleiben mithin Zeit und Raum genug, grundlegende Überlegungen anzustellen, wie die Ausführung der Grundsicherung und die Form der Kompetenzeinbindung der bisher tätigen Institutionen weiter erfolgreich gestaltet werden können. Die CSU-Landesgruppe wird alles für eine Unterstützung der Anliegen der Kommunen tun.

Mit freundlichen Grüßen
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Frage zum Thema Gesundheit
03.01.2008
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Ramsauer,

heute las ich im Handelsblatt die Schlagzeile:
"Ramsauer für niedrigeren Krankenkassenbeitrag".
In diesem Artikel werden sie u.a. folgendermassen zitiert: "Für mich steht fest, dass der Satz zwar die Kosten deckt, aber nach Möglichkeit unter dem durchschnittlichen Beitragssatz von heute liegt, um die Bürger zu entlasten".
Das Ansinnen die KK-Beiträge zu senken findet sicher viele Freunde. Meine Frage wäre allerdings wie sie dies zu finanzieren gedenken ?
Die Krankenhäuser und auch die niedergelassenen Ärzte stehen mittlerweile mit dem Rücken an der Wand. Einsparungen sind hier nicht mehr möglich denn bereits heute ist die Versorgungsqualität deutlich verschlechtert und Rationierung med. Leistungen ist an der Tagesordnung. Die Ärzte verlassen jedes Jahr zu tausenden Deutschland und die jungen Ärzte gehen erst garnicht mehr in die Patientenversorgung.
In den nächsten Jahren werden nahezu 1/3 der niedergel. Ärzte in Ruhestand gehen und es ist niemand da der sie ersetzen könnte. Bereits heute ist in "unattraktiven" Gegenden eine flächendeckende Versorgung mit Hausärzten nicht mehr gegeben und in 5-10 Jahren wird dies absehbar in ganz Deutschland so sein.

Nun noch einmal meine Frage: Wo soll das Geld herkommen um die Krankenkassenbeiträge zu senken? Wo sehen sie noch Einsparpotential ?

Mit freundlichen Grüssen
T.
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
1Empfehlung
20.03.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr Dr. ,

zunächst bitte ich Sie um Nachsicht, dass ich Ihre Anfrage erst jetzt "wiederentdeckt" habe. Zwar bemühe ich mich, neben allen anderen Anfragen auch die an mich gerichteten Fragen hier bei Abgeordnetenwatch zeitnah zu beantworten. Leider gelingt dies allein aufgrund der Fülle aber nicht immer.

Als sich Anfang 2008 die Krankenkassen in der Frage des ab 2009 einheitlichen Beitragssatzes gegenseitig einen Wettbewerb unter dem Motto "Wer bietet mehr" lieferten, wollte ich dem bewusst entgegentreten. Schließlich wären es die Versicherten – also Arbeitnehmer wie Arbeitgeber –, die diese zum Teil exorbitanten Forderungen mit ihren Beitragsgeldern hätten erfüllen müssen. Vielmehr wollte ich das Augenmerk darauf lenken, dass es insbesondere bei den Kassen sehr wohl Einsparpotenziale gab und gibt. Berichte über freigiebige "Kunden"-Werbeprämien, fragwürdige Kreuzfahrt-Zuschüsse, Kassenvorstandsbezüge etc. legen dies wohl auch nahe. Keinesfalls ging es mir darum, bei der Patientenversorgung Einschnitte zu fordern.

Inzwischen stehen den Krankenkassen über den Gesundheitsfonds für das Jahr 2009 ca. 168 Mrd. Euro und damit über 11 Mrd. Euro mehr für die medizinische Versorgung zur Verfügung als 2008. Eine Aufstockung um 3,5 Mrd. Euro erfährt alleine unsere Krankenhausversorgung. Das Honorarvolumen für unsere niedergelassene Ärzteschaft steigt gegenüber 2007 um über 2,7 Mrd. Euro. Von Kaputtsparen oder Mangelversorgung sollte vor diesem Hintergrund wohl kaum die Rede sein können.

Ihre Auffassung, dass wir im Bereich der niedergelassenen Ärzteschaft vor echten Problemen stehen, teile ich voll und ganz. Wenngleich in Deutschland die Zahl der niedergelassenen Ärzte von Jahr zu Jahr weiter ansteigt (und eben nicht abnimmt – etwa durch Auswanderung), nehme ich das von Ihnen genannte Stichwort Überalterung der Ärzteschaft sehr ernst. Umso wichtiger wird es sein, die Attraktivität dieses für unsere flächendeckende, wohnortnahe Versorgung so zentralen Berufsstandes nachhaltig zu erhöhen. Nicht zuletzt hoffe ich deshalb, dass die gegenwärtigen Schwierigkeiten bei der Erarbeitung einer gerechten ärztlichen Honorarordnung schnellstmöglich überwunden werden können. Sollte sich die Selbstverwaltung aus Ärzten und Kassen wegen unzureichender politischer Vorgaben hierzu alsbald nicht in der Lage sehen, müssen neue politische Entscheidungen in Sachen Honorarreform fallen. Für mich und die CSU ist klar: Die politisch zugesagten Honorarverbesserungen müssen grundsätzlich überall in Deutschland und bei allen Arztgruppen ankommen.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Dr. Peter Ramsauer MdB
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Frage zum Thema Sicherheit
08.01.2008
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Dr. Ramsauer,
im vorgestrigen (6.1.08) "Interview der Woche" des Deutschlandfunks haben Sie ihren Koalitionspartner SPD gemahnt, nicht eine Aufnahme von Kinderschutzrechten ins Grundgesetz zu fordern, sondern lieber die Online-Untersuchung im neuen BKA-Gesetz so zu fixieren, dass die Kinderpornographie besser bekämpft werden kann. Herr Dr. Schäuble hat als Innenminister hier stets und ausschließlich das Problem des internationalen Terrorismus genannt. Ist Ihre Bemerkung so zu verstehen, dass Online-Untersuchungen generell Bestandteil der Strafverfolgung sein sollten?
Abschließend haben Sie in Ihrer Eigenschaft als CSU-Landesgruppenchef im BT mit Blick auf die kommenden Kommunalwahlen in Bayern die CSU als jene Partei bezeichnet, die am besten in Europa (!) kommunales Wirken mit überregionaler Politik verbindet. Was lässt Sie zu diesem "bescheidenen" Schluss kommen?

Mit freundlichen Grüßen
Dr.
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
2Empfehlungen
21.01.2008
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr Dr. ,

nachdrücklich werbe ich dafür, dass wir dem Bundeskriminalamt die gesetzliche Befugnis geben, mithilfe der Online-Durchsuchung unter bestimmten, eng umrissenen Voraussetzungen Daten zu erheben, um terroristische Gefahren abzuwehren und terroristische Straftaten zu verhüten. Dies ist unerlässlich, damit das Bundeskriminalamt seine ihm seit dem 01. September 2007 zustehende Aufgabe zur Abwehr terroristischer Gefahren auch wirksam erfüllen kann.

Das Internet spielt heute nicht nur eine wichtige Rolle als Kommunikationsmittel terroristischer Netzwerke, sondern auch für den Bereich der Kinderpornographie oder etwa extremistischer Propaganda.

Vor diesem Hintergrund ist es notwendig, zu prüfen, inwieweit das Instrument der Online-Durchsuchung auch zur Aufklärung solch verabscheuungswürdiger Straftaten wie Kinderpornographie genutzt werden kann. Es ist von der Sache her nur sehr schwer erträglich, auf ein technisch realisierbares Ermittlungsinstrument wie die Online-Durchsuchung bei der Verfolgung schlimmster Formen von Kinderpornographie im Internet generell zu verzichten. Dazu müsste eine entsprechende Rechtsgrundlage in der Strafprozessordnung geschaffen werden, was von Seiten der Bundesministerin der Justiz allerdings bislang abgelehnt wurde. In der Großen Koalition ist verabredet worden, die im Frühjahr anstehende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Online-Durchsuchung nach dem nordrhein-westfälischen Verfassungsschutzgesetz abzuwarten, bevor das weitere Vorgehen zur Online-Durchsuchung näher besprochen wird.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Dr. Peter Ramsauer MdB
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
10.01.2008
Von:
-

Ich wohne im Landkreis Berchtesgaden, in Laufen. Mich würde Ihre Meinung zur geplanten neuen Umfahrung der B20 interessieren.
Halten Sie es für richtig, dass eine "Umfahrung" nur wenige Meter an einem Wohngebiet vorbeigeführt wird und somit faktisch eine neue Ortsdurchfahrung entsteht?
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
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07.02.2008
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zur Ortsumgehung Laufen.

Sie stellen die Frage, ob eine Umfahrung, die nur wenige Meter an einem Wohngebiet vorbeiführt, sinnvoll ist oder nicht gleich wieder zu einer neuen Ortsdurchfahrt führt.

Unstrittig ist, dass die Verkehrsprobleme in Laufen gelöst werden müssen. Daher wurde die Ortsumgehung Laufen auch in den Bundesverkehrswegeplan und in den dort vordringlichen Bedarf aufgenommen. Die konkrete Trassenfindung ist aber ein sehr komplexer Entscheidungs- und Abwägungsprozess, den das planende Bauamt zusammen mit den Entscheidungsträgern vor Ort durchführen muss.

Die Problematik des Lärmschutzes, der Verkehrssicherheit und der Ortsanschlüsse muss in diesem Planungsprozess gelöst werden. Beim Neubau von Straßen müssen im Übrigen die strengeren Lärmvorsorgegrenzwerte für neue Straßen eingehalten werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Peter Ramsauer
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
29.01.2008
Von:

Ehrenwerter Herr Dr. Ramsauer,

warum lässt die CSU langjährige Mitglieder (knapp 30 Jahre) und JU-Gründungsmitglieder zum Nutzen des politischen Gegners, in Form der GRÜNEN, öffentlich und vorsätzlich, im Deutschen Bundestag, verleumden?

Siehe hierzu Bundestagsdrucksache 15/2443
dip.bundestag.de
Seite 24/Fragen 38 u. 39/MdB Goldmann(FDP)

Erschwerend kommt, für das CSU regierte Bayern, nun natürlich noch hinzu, dass der hochamtliche Petitionsausschuss, im Bayerischen Landtag, aufgrund eines Schreibens des jetzigen StMUG(V)-Ministers Dr. Bernhard diese Verleumdungskampagne, Mitte 2006, erneut bestätigt hat.

Dies ist insofern merkwürdig, weil Ihr Parteikollege und CSU-Bezirksvorsitzender, Landrat Dr. Denzler, mir mittlerweile schriftlich bestätigt hat, dass es diese Anschuldigungen nie gegeben hat!

Hat demzufolge der STERN www.stern.de

"Er sieht sich bestätigt in seinem von Erfahrung gesättigten Glauben, dass Politik im Grunde ein großes Ganovenstück ist, eine Welt von Halbverbrechern, in der nur die härtesten überleben. Und er will weiter zu den Härtesten gehören."

mit seiner Aussage über Minister Seehofer im Besonderen und die CSU-Politiker im Allgemeinen doch Recht?

Ihr CSU-Kollege MdEP Ferber hat diese Aussage zumindest nicht dementiert!
www.abgeordnetenwatch.de

Gehören Sie auch zu den Härtesten?



MfG
R.
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
1Empfehlung
09.04.2008
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Ich gebe zu, dass sich mir der Zusammenhang zwischen den beiden Links, auf die Sie in Ihrer Anfrage verweisen, nicht erschließt.

Aus der von Ihnen zitierten Bundestagsdrucksache geht klar hervor, dass es in der 15. Wahlperiode eine Anfrage der Abgeordneten Hans-Michael Goldmann (FDP) gab. Auf diese antwortete der damalige Abgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär Matthias Berninger (Bündnis 90/Die Grünen). Leider ist es mir nicht möglich, die Vorgänge, die sich im Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft zu Zeiten der rot-grünen Vorgängerregierung ereigneten, nachzuprüfen. Insofern kann ich mich zu den möglichen "Unregelmäßigkeiten bei der Verfolgung von Verstößen gegen die Viehverkehrordnung" nicht äußern. Auch das "Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen unterlassener Datenbankmeldungen und Betriebs eines Viehhandels ohne Genehmigung" kann ich nicht kommentieren. Dieses Ordnungswidrigkeitsverfahren wurde wohl vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, bzw. einer untergeordneten Behörde eingeleitet und liegt daher in Zuständigkeit der Verwaltung. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich der Deutsche Bundestag zu Vorgängen der Verwaltung nicht äußert.

Die aktuelle Rechtslage, die Registrierung von Rindern in Deutschland betreffend, hat Ihnen – wie ich nachlesen konnte – der CSU-Abgeordnete im Europäischen Parlament Markus Ferber bereits ausführlich dargelegt.

Mit freundlichen Grüßen
gez.
Peter Ramsauer
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