Dr. Peter Ramsauer (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Peter Ramsauer
© DBT/Udo Giessen
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Diplom Kaufmann, Müllermeister
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Traunstein
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
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(...) Leider wird dieser technische Fakt von Kernkraftgegnern verschwiegen. Ich bedauere, dass auch die Parteien des linken Lagers anstatt Fakten lieber Halbwahrheiten verbreiten. Für billige und durchschaubare wahltaktische Manöver ist die Energiepolitik aber viel zu wichtig. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Senioren
09.07.2009
Von:

wann ist es endlich soweit, dass die europaabgeordneten in erster linie der brd und erst danach der partei verpflichtet sind und jeder eu bürger sich innerhalb der eu frei bewegen kann also auch niederlassen kann und die pension und die krankenkasse einfach also nur mit der anmeldung und kontowechselangabe weiter erhalten kann
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
2Empfehlungen
29.07.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage über Abgeordnetenwatch vom 10. Juli 2009.

Mitglieder des Europäischen Parlaments sind - wie Mitglieder des Deutschen Bundestags - an keinerlei Weisungen gebunden, sondern ausschließlich ihrem Gewissen verpflichtet. Natürlich spielt die Rückkopplung an die Wählerinnen und Wähler auch in der politischen Arbeit des Europäischen Parlaments eine zentrale Rolle. Sie können daher sicher sein, dass es ein Kernanliegen der CSU-Gruppe im Europäischen Parlament ist, bayerische und deutsche Interessen wirksam in Europa zu vertreten. Bei den Beratungen über ein Energie- und Klimapaket beispielsweise gelang es auf maßgebliche Initiative der CDU/CSU-Gruppe, unter den deutschen Europaabgeordneten eine parteiübergreifende Mehrheit gegen unverhältnismäßige Belastungen für die deutschen Automobilhersteller zu organisieren.

Der freie Personen-, Dienstleistungs- und Güterverkehr ist eines der Kernprinzipien des europäischen Binnenmarkts. Dadurch hat bereits heute jeder Bürger in der EU das Recht, in jedem anderen Mitgliedstaat zu leben und zu arbeiten. Das so genannte Schengen-Abkommen, das im Jahr 1995 in Kraft gesetzt wurde, regelt den Wegfall der Grenzkontrollen zwischen den derzeit 25 Unterzeichnerstaaten aus der EU sowie der Schweiz, Island und Norwegen als Nicht-EU-Mitglieder. Darüber hinaus ermöglicht die sogenannte Freizügigkeit der Arbeitnehmer jedem EU-Bürger, in einem anderen Mitgliedstaat ohne Arbeitserlaubnis zu arbeiten und die gleichen Zugangsbedingungen zum Arbeitsmarkt wie alle Staatsangehörigen dieses Landes zu genießen.

Ein Arbeitnehmer, der in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten beruflich tätig war, verliert keinerlei Rentenansprüche. Die in den verschiedenen EU-Ländern geleisteten Versicherungszeiten werden gegenseitig angerechnet. Der Rentenantrag muss jeweils in dem Land gestellt werden, in dem der Arbeitnehmer zuletzt gearbeitet hat.

Im Falle des Krankenversicherungsschutzes gilt: Arbeitnehmer sind in dem EU-Land gesetzlich krankenversichert, in dem sie leben und arbeiten. Sie erhalten alle Leistungen, die im dortigen Krankenversicherungssystem vorgesehen sind. Auch Rentner, die in Deutschland krankenversichert sind und ihren Ruhestand in einem EU-Mitgliedsland verbringen, haben vollen Anspruch auf die Gesundheitsleistungen des Landes, in dem sie ihren neuen Wohnsitz haben.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Dr. Peter Ramsauer
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Frage zum Thema Wirtschaft
11.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Raumsauer,

1.
Aus der Union ist zu hören, dass wir die sichersten Kernkraftwerke weltweit haben. Wie begründen und quantifizieren Sie das ? Hier interessieren mich vor allem Vergleiche mit ausländischen Anlagen.

2.
Auch wird von der Union versichert, dass eine Laufzeit über 25 Jahre hinaus kein Sicherheitsrisiko bedeutet. Gibt es auf der Welt Kernkraftwerke, die älter als 25 Jahre sind, und die zeigen, dass ein so langer sicherer Betrieb möglich ist ? Oder wären wir hier mondiales Versuchskaninchen ?

3.
Derzeit sind weltwiet ca. 450 Kernkraftwerke in Betrieb, die ca. 15% des Strombedarfs liefern (falls ich richtig unterrichtet bin). Sollte das Hauptargument für weitere Kraftwerke greifen, nämlich weniger CO2-Ausstoss, so müssten doch wenigstens ca. 2.000 Kernkraftwerke hinzu kommen. Wie sind Ihre Berechnungen zur Reichweite der vorhandenen Uranvorräte ? Was sind Ihre Annahmen dabei ?

4.
Sie setzten dabei auf die 3. Generation von Kernkraftwerken. Was sind Ihre Annahmen dabei ?

5.
Wo sehen Sie zusätzlich benötigten Wiederaufbereitungsanlagen in Bau ?

6.
Kernkraftwerke produzieren grosse Mengen waffenfähiges Plutonium. Das darf natürlich nicht weltweit frei gehandelt werden. Wie ist Ihr Konzept, das verhindern soll, dass das Plutonium in die Hände von Extremisten und Terroristen gelangt ? Wie soll Ihrem Konzept zufolge der weltweite Uranhandel organisiert werden ?

7.
Wo sehen Sie die für Deutschland (und auch weltweit) notwendigen Endlager ?
7.1.
´Konrad´ ist leck. Was soll damit geschehen ?
7.2.
´Asse´ ist überaus fraglich. Wie soll es Ihrer Meinung damit weiter gehen ?
Speziell zu ´Asse´ :
Warum wurde das Gutachten nicht ordnungsgemäss ausgeschrieben sondern unter der Decke an die ´alten´ Gutachter vergeben, die schon einmal eindrucksvoll bewiesen haben, dass sie unfähig sind.

8.
Was würden Sie sagen, wenn man auf die Idee käme, das Endlager im Salzbergwerk Berchtesgaden anzulegen ?

Herzlich

Antwort von Dr. Peter Ramsauer
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23.09.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zum Thema Kernenergie.

Es gibt verschiedene Typen von Kernkraftwerken. In Deutschland sind nur Typen im Einsatz, die die höchsten Sicherheitsanforderungen erfüllen. Somit gehören die deutschen Kernkraftwerke zu den sichersten weltweit. Beispielsweise befindet sich in Deutschland kein einziger Reaktor des Typs, bei dem es in Tschernobyl zur Katastrophe gekommen ist.

Deutschland steht mit der Entscheidung von Rot-Grün für den Atomausstieg im Vergleich zu anderen Staaten sehr isoliert da. Die direkten Nachbarstaaten Deutschlands setzen weiterhin auf umweltschonende, kostengünstige Kernenergie. So hat z. B. die Schweiz ihren fünf Kernkraftwerken unbefristete Betriebsgenehmigungen erteilt. In den Niederlanden wurde die Betriebsgenehmigung von 40 auf 60 Jahren verlängert. In Tschechien sind Laufzeitverlängerungen in Planung. In Frankreich sind 59 Kernkraftwerke in Betrieb. Ein weiteres wird gebaut und geht 2012 ans Netz. Und auch die Slowakei erweitert derzeit ein Kraftwerk um zwei neue Blöcke. Belgien hat zwar den Beschluss gefasst, seine Kernkraftwerke nach 40 Betriebsjahren abzuschalten, allerdings nur unter der Bedingung, dass die Versorgungssicherheit nicht gefährdet werden darf.

Auch weltweit werden Kernkraftwerke neu gebaut, werden Laufzeiten verlängert und ursprüngliche Ausstiegsbeschlüsse revidiert. So hat z. B. Schweden seinen zehn Kernkraftwerken unbefristete Betriebsgenehmigungen erteilt. Der 1980 beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie wurde bereits 1997 aufgehoben. In den USA wurden bereits für die Hälfte der über 100 Kernkraftwerke Anträge auf Verlängerung der Laufzeiten von 40 auf 60 Jahre genehmigt. Weitere Genehmigungsverfahren laufen. In Ungarn wurde die Betriebsgenehmigung für die vier Kernkraftwerke um mindestens 20 Jahre verlängert. Kanada hat abgeschaltete Kernkraftwerke wieder in Betrieb genommen und hat beschlossen, neue zu bauen. Finnland, Rumänien, Russland, Ukraine, Japan, China, Taiwan, Südkorea, Indien, Iran und Argentinien bauen neue Kernkraftwerke und planen den Bau weiterer Kraftwerke (z. B. China bis zu 40 Kernkraftwerke bis 2020 / Ukraine bis zu 11 Kernkraftwerke bis 2030). Italien, Großbritannien und Bulgarien haben ebenfalls beschlossen, neue Kernkraftwerke zu bauen.

Mit der Begründung, dass ohne Strom aus Kernkraftwerken das Problem der Erderwärmung nicht in Griff zu bekommen ist, wirbt die Internationale Energie-Agentur (IEA) für neue Kernkraftwerke weltweit.

Die CSU setzt sich sehr engagiert für eine nachhaltige, umweltfreundliche Energieerzeugung ein. Deshalb wollen wir die Erneuerbaren Energien ausbauen und den sparsamen und effizienten Umgang mit Energie fördern. Wie wichtig uns das Thema ist, können Sie daran ermessen, dass wir am 31. August 2009 erneut namhafte Experten zu einem Energiefachgespräch nach Berlin eingeladen und über das Thema Energieeffizienz diskutiert haben. Vor allem das Energiesparpotential im Bereich von Bestandsgebäuden ist enorm. Um die europäischen Energieeffizienzziele zu erreichen, brauchen wir in der kommenden Legislaturperiode eine Gebäudesanierungsoffensive. Zentrale Mittel hierzu sollen die Einführung einer Energie-Spar-Prämie und die Umsetzung eines Wärme-Contracting-Konzepts sein. Alle anwesenden Experten, einschließlich der Umweltverbände, haben unser Konzept einer Energie-Spar-Prämie begrüßt.

Eine sichere, preiswerte und ökologisch verträgliche Energieversorgung ist für den modernen Industriestandort Deutschland von höchster Bedeutung und schafft das Fundament für Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Arbeitsplätze.

Deshalb wollen wir eine Energiepolitik mit Vernunft und Augenmaß. Dazu gehört ein breit gefächerter Energiemix aus Biomasse, Wasser-, Wind- und Sonnenenergie sowie Erdöl, Kohle, Gas und Kernenergie. Jeder Energieträger hat seine Stärken, die wie nutzen wollen.

Ohne Kernenergie ist eine globale Lösung der CO2-Problematik derzeit leider nicht möglich. Mit Wind- und Solarenergie allein sind der drastisch steigende Energiebedarf und die weltweiten Klimaschutzziele nicht in Einklang zu bringen. Deshalb wollen wir, bis die Erneuerbaren Energien in der Lage sind, unseren Energiebedarf zu decken, noch die Kernkraft. Da für uns die Kernenergie eine Brückentechnologie ist, lehnen wir den Neubau von Kernkraftwerken ab.

Für uns ist ganz wichtig: Die Betriebsdauer der deutschen Kernkraftwerke wird sich ausschließlich an der Gewährleistung des größtmöglichen Sicherheitsniveaus jeder Anlage orientieren. Den größten Teil des zusätzlich generierten Gewinns aus der Laufzeitverlängerung wollen wir nach einer verbindlichen Vereinbarung mit den Energieversorgungsunternehmen zur Forschung im Bereich der Energieeffizienz und der erneuerbaren Energien sowie zur Senkung der Strompreise verwenden.

Sehr wichtig ist auch eine schnelle Lösung der Endlagerfrage. Ob Gorleben für die Endlagerung geeignet ist, kann nur festgestellt werden, wenn es seriös erkundet wird. Es ist reine Wahlkampfpolemik, wenn die SPD mit ständig neuen Ideen versucht, die seriöse Weitererkundung in Gorleben zu verhindern. Nachdem bereits über 1,5 Mrd. Euro für die Erkundung in Gorleben - zum größten Teil von den Energieerzeugerunternehmen - ausgeben wurde, gibt es keinerlei Hinweise dafür, dass dieser Standort nicht geeignet wäre. Niemandem ist geholfen, wenn wir grundlos weitere Milliarden an anderen Standorten "versenken" würden. Wir wollen endlich Klarheit. Deshalb setzt sich die Union für eine unverzügliche Fortsetzung der Erkundungsarbeiten ein.

Beim Thema Asse begrüße ich es, dass ein Untersuchungsausschuss in Niedersachsen eingesetzt wurde, der untersucht, was in den letzten Jahrzehnten wirklich in Asse passiert ist. Wir brauchen Gewissheit, was sich in Asse befindet und wer für welche Entscheidung verantwortlich ist. Gleichzeitig müssen wir zügig klären, wie es mit Asse weitergeht.

Oberste Priorität dabei ist: Keine Gefährdung für Mensch und Umwelt heute und in Zukunft!

Wir brauchen schnell ein Schließungskonzept für Asse. Man hat manchmal den Eindruck, dass Bundesminister Gabriel hier mit dem "Bummelzug" unterwegs ist. Dabei haben wir keine Zeit zu verlieren. Deshalb werden wir in der kommenden Wahlperiode schnellstens die Entscheidung für ein Schließungskonzept vorlegen.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Dr. Peter Ramsauer
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Frage zum Thema Soziales
18.07.2009
Von:

Ihr Kollege Singhammer hat sich dahingehend geäussert, Renter haben auf Urlaub zu verzichten.
Frage an Sie, denken Sie genauso?
Ich habe jahrelang verzichtet, damit ich meinem Sohn das Studium ermöglichen konnte.
Sind eigentlich viele Ihrer Abgeordneten so weltfremd dass sie nicht wissen, dass manches ohne gesponsord by Oma oder Mama gar nicht möglich wäre. Könnten Sie diesen weltfremden ein wenig auf die Sprünge helfen so vor der kommenden Wahl im September???
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
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29.07.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihre E-Mail vom 20. Juli 2009 zur Rentenpolitik.

Das von Ihnen angesprochene Zitat des familienpolitischen Sprechers der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Herrn Johannes Singhammer MdB, wurde in der Bild-Zeitung und dann folgend in anderen Zeitungen verkürzt und damit leider sinnentstellend wiedergegeben.

Ich darf Ihnen die Position der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag erläutern:

Jung und Alt müssen Hand in Hand gehen, denn nur gemeinsam sind die Generationen stark. Nicht gegeneinander, sondern füreinander da sein und sich gegenseitig innerhalb der eigenen Familie helfen, das ist der Wunschgedanke an die Generationen. Dies ist bereits heute gelebte Realität in Deutschland: So pflegen vielfach Töchter und Söhne aufopferungsvoll Familienangehörige, aber auch viele Großeltern geben ihren Enkeln ein zusätzliches Taschengeld oder helfen beim Führerschein und Eltern unterstützen Söhne und Töchter gerade in der Phase der Familiengründung. Darauf kommt es an.

Unser Ansinnen ist es natürlich nicht, Rentnerinnen und Rentnern den wohlverdienten Urlaub absprechen oder kürzen zu wollen. Es geht vielmehr um folgendes: Jüngere und Ältere stehen innerhalb der eigenen Familie - soweit sie es können - in der Verantwortung, sich zu helfen und zu unterstützen.

Der unvergleichbaren Aufbauleistung nach dem zweiten Weltkrieg haben alle nachfolgenden Generationen Wohlstand und Sicherheit in unserem Vaterland zu verdanken. Die heutigen Senioren haben dies geschaffen. Darauf können sie stolz sein.

Lassen wir uns bitte nicht auf das Spiel der Medien ein, die Jung gegen Alt zu einer Kampfauseinandersetzung zwischen den Generationen anstacheln wollen. Nur gemeinsam sind die Generationen stark.


Mit freundlichen Grüßen

gez.

Dr. Peter Ramsauer
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
10.08.2009
Von:

Ehrenwerter Herr Dr. Ramsauer,

hat die CSU aus verbraucherschutzpolitischer Sicht, angesichts "neuester" Erkenntnisse des Paul-Ehrlich-Institutes www.pei.de

Zitat:
"Gesamtstrategie Blutversorgung angesichts vCJK"

"Der sekundäre Übertragungsweg durch Blut wäre weitgehend zu unterbinden, sobald ein geeigneter Screeningtest zur Verfügung stünde. Gegenwärtig ist kein solcher Test verfügbar oder absehbar."

immer alles unternommen dieses BSE/vCJK-Übertragungsrisiko zu unterbinden?
MfG
R.
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
1Empfehlung
23.09.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum BSE-Übertragungsrisiko durch Bluttransfusionen.

Zu der von Ihnen angesprochen Problematik hat das PEI einen Bericht der Arbeitsgruppe "Gesamtstrategie Blutversorgung angesichts vCJK" veröffentlicht. Daher bin ich der Meinung, dass die Bundesregierung alles Mögliche getan hat, um die Vertreibung von vCJK zu verhindern. Um weitere Details in dieser Sache in Erfahrung zu bringen, habe ich Ihre Frage an das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit weitergeleitet.

Mit freundlichen Grüßen

gez.
Dr. Peter Ramsauer
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Frage zum Thema Finanzen
11.08.2009
Von:

Herr Ramsauer,

in einem Interview haben Sie kürzlich vor einer Wahl der FDP gewarnt. Speziell haben Sie - zu meiner Verwunderung - dabei das Bürgergeldkonzept der FDP kritisiert. Fordert die Union nicht mit Modellen wie z.B. dem von Herrn Althaus auch die Einführung eines Bürgergeldes oder eines ähnlichen Modells? Ich zitiere aus Ihrem Wahlprogramm:
"Das für ein menschenwürdiges Leben notwendige Einkommen sichert nicht ein einheitlicher, gesetzlicher Mindestlohn, sondern, wo dies erforderlich ist, eine Kombination aus fairen Löhnen und ergänzenden staatlichen Leistungen."

Welche Punkte am FDP-Konzept kritisieren Sie, wo sehen Sie die Unterschiede zum Unionsprogramm?

Mit frdl. Gruß,
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
1Empfehlung
09.09.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Bürgergeld.

Meiner Auffassung nach bestehen vernünftig gestaltete soziale Leistungen immer aus zwei Komponenten: einerseits einem Geldbetrag oder einer sachlichen Leistung, damit ein menschenwürdiges Leben und Teilhabe in der Gesellschaft auch Bedürftigen möglich sind - und andererseits aus Beratung und Unterstützung als Hilfe zur Selbsthilfe, damit Hilfsbedürftigkeit so weit als möglich überwunden und vermieden werden kann.

Der zweite Beitrag ist im Sinne von "fordern und fördern" die eigentliche Herausforderung einer sozialen Politik. Das Ziel muss sein, Beratung, Hilfestellung und Erfolgskontrollen zu verbessern - und nicht, sie einfach abzuschaffen.

Insofern stimme ich nicht mit der von der FDP geforderten Einführung des Bürgergeldes überein. Während die CSU auf Hilfe zur Selbsthilfe setzt und verstärkt fordern und fördern möchte, will die FDP mit der Einführung des Bürgergeldes lediglich einen finanziellen Betrag ausbezahlen, ohne Hilfestellungen zu leisten.

Mit freundlichen Grüßen

gez.

Dr. Peter Ramsauer
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