Dr. Peter Ramsauer (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Peter Ramsauer
© DBT/Udo Giessen
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Diplom Kaufmann, Müllermeister
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Traunstein
Landeslistenplatz
keinen, Bayern
weitere Profile
(...) Die Stabilisierung der BayernLB durch den Freistaat Bayern war ohne Alternative. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ramsauer,

mit großem Bedauern und großer Verärgerung muß ich leider fest-
stellen, dass auf auf meine sicher für Sie unbequemen Fragen vom 29.09.08 jegliche Stellungnahme ausgeblieben ist. Es dürfte wohl nicht an der fehlenden Zeit, sondern eher am Interesse für den Bürger liegen, wie Ihr Politiker auf zu Recht unangenehme Fragen reagiert. Deshalb stelle ich nochmals einige Fragen:
Mit welcher Begründung verweigern Sie den fragenden Bürgern eine Antwort auf die gestellten Fragen ?
Werden Sie von Ihrem Bundestagsbüro nicht darüber informiert, dass Sie auf viele Fragen eine Antwort schuldig sind ?
Sieht so die versprochene Bürgernähe der CSU aus, welche beson-
ders auch Sie nach dem Wahldebakel versprochen haben ?
Wollen Sie mit der CSU ein weiteres Waterloo bei den kommenden Wahlen erleben ?
Glauben Sie wirklich noch, dass gerade die Versprechungen der Parteispitze von den Bürgern nicht sehr genau auf den Wahrheitsge-
halt beprüft werden ?
Haben Sie mit Ihren Parteikollegen immer noch nicht begriffen, dass der heutige Bürger mündiger und auch kritischer geworden ist ?
Glauben Sie immer noch, dass der Bürger Ihrer Partei zu allen Dingen die vollkommene Absulotion erteilt, wie es noch zu Zeiten von FJS war ?
Ihnen und allen anderen Politikern sei mal entschieden nahe gelegt, dass Sie zukünftig immer mehr auf das Wohlwollen der Bürger bei Wahlen angewiesen sind und nicht umgekehrt.

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Dr. Peter Ramsauer
2Empfehlungen
04.03.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Texte, die Sie auch an andere Kollegen in der CSU-Landesgruppe wiederholt geschickt haben, bringen im Wesentlichen Meinungsäußerungen in Form von Fragen zum Ausdruck. Die in Ihren Beiträgen enthaltene Pauschalkritik lässt mir wenig Hoffnung auf eine ergebnisorientierte Kommunikation, wie ich sie sonst mit den Bürgerinnen und Bürgern in diesem Forum pflege. Ich sehe daher wenig Sinn, Ihrer bereits festgefügten Meinung meine Stellungnahmen entgegenzusetzen.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Peter Ramsauer MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
21.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ramsauer,

ich danke Ihnen für Ihre Antwort vom 16. Januar 2009. Allerdings finde ich es sehr schade, dass sie dabei in keiner Weise auf meine Fragen vom 2. Januar 2009 eingegangen sind. Ich bitte Sie deshalb noch einmal um die Beantwortung dieser und einer weiteren Frage, die sich aus Ihrer Antwort zwangsläufig ergibt.

In jeder Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), die ich kenne, wird ausdrücklich auf die grundsätzliche Nichtvergleichbarkeit der Kriminalitätshäufigkeit von Deutschen und Nichtdeutschen hingewiesen. So heißt es auch auf Seite 105 der von Ihnen zitierten PKS für das Berichtsjahr 2007 unter anderem:

"Ein Vergleich der tatsächlichen Kriminalitätsbelastung der nichtdeutschen Wohnbevölkerung mit der deutschen ist jedoch schon wegen des Dunkelfeldes der nicht ermittelten Täter in der Polizeilichen Kriminalstatistik nicht möglich. Ferner enthält die Bevölkerungsstatistik bestimmte Ausländergruppen wie vor allem Illegale, Touristen/Durchreisende, Besucher, Grenzpendler und Stationierungsstreitkräfte nicht, die in der Kriminalstatistik als Tatverdächtige mitgezählt werden.
[…]
Die Kriminalitätsbelastung der Deutschen und Nichtdeutschen ist zudem aufgrund der unterschiedlichen strukturellen Zusammensetzung (Alters-, Geschlechts- und Sozialstruktur) nicht vergleichbar. Die sich in Deutschland aufhaltenden Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft sind im Vergleich zur deutschen Bevölkerung im Durchschnitt jünger und häufiger männlichen Geschlechts. Sie leben eher in Großstädten, gehören zu einem größeren Anteil unteren Einkommens- und Bildungsschichten an und sind häufiger arbeitslos. Dies alles führt zu einem höheren Risiko, als Tatverdächtige polizeiauffällig zu werden."

Wieso gehen Sie über die vom Bundeskriminalamt eingeräumten statistischen Bewertungsprobleme, die in übertragenem Sinne sicherlich auch für eingebürgerte Deutsche gelten, einfach hinweg?

Mit freundlichem Gruß

Antwort von Dr. Peter Ramsauer
5Empfehlungen
26.01.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

die von Ihnen gestellten Fragen habe ich bereits umfassend beantwortet. Nur noch so-viel: Auch wenn die Polizeiliche Kriminalstatistik darauf hinweist, dass keine 1:1-Vergleichbarkeit der Kriminalitätsbelastung von Deutschen und Nichtdeutschen auf der Grundlage der Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik möglich ist, insbesondere weil bei den Nichtdeutschen keine so genannte Tatverdächtigenbelastungszahl berechnet wird, bleibt doch festzuhalten, dass die vorliegenden statistischen Daten – vor allem auch dann, wenn man die spezifischen Delikte aus dem Bereich Ausländer- und Asylrecht außen vor lässt – Grund zur Besorgnis im Hinblick auf die Kriminalitätsbe-lastung von Nichtdeutschen liefern. Das kann man zur Kenntnis nehmen oder nicht – die Politik wird aber keine wirksamen Lösungskonzepte entwickeln können, wenn sie vor Befunden, die aus ideologischen Gründen möglicherweise nicht jedem gefallen, die Augen verschließt. Wenn Integrationspolitik Erfolg haben soll, bedarf es einer verlässlichen Datenbasis, die Auskunft darüber gibt, ob und in welchen Bereichen es Integrationsdefizite gibt. Dies hat im Übrigen auch die Bundesregierung im Ersten Fort-schrittsbericht zum Nationalen Integrationsplan ausdrücklich festgehalten. Die Bun-desregierung betont dabei die Notwendigkeit, das Integrationsmonitoring zu verbes-sern und verweist auf eine Arbeitsgruppe der Länder, die eine einheitliche Definition des Merkmals Migrationshintergrund erarbeiten und den Bedarf an ergänzenden statistischen Informationen benennen soll (nachzulesen unter
www.bundesregierung.de , dort auf Seite 187 -188).

Wer behaupten will, dass die Erarbeitung einer aussagekräftigen Datenbasis irgendetwas mit Ausländerfeindlichkeit zu tun hat, verabschiedet sich von einer ernsthaften und zielorientierten Debatte. Zudem müsste er dann eigentlich mit der gleichen Vehe-menz auch die Unterscheidung nach der Staatsangehörigkeit in der Polizeilichen Kri-minalstatistik ablehnen.

Mit freundlichen Grüßen
gez.
Dr. Peter Ramsauer MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
22.01.2009
Von:

Ehrenwerter Herr Dr. Ramsauer,

warum kann ein CSU-Politiker ungestraft, in einem öffentlichen Gebäude, die Wiedereinführung des Volksgerichtshofes fordern bzw. warum nimmt dies gleichzeitig ein CSU-Landrat in seiner Eigenschaft als Versammlungsleiter kommentarlos zur Kenntnis?


MfG
R.
Antwort von Dr. Peter Ramsauer
5Empfehlungen
13.02.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

Ihre Frage vom 22. Januar 2009 enthält eine Tatsachenbehauptung auf die ich leider nicht antworten kann, da mir die Tatsache nicht bekannt ist. Die Wiedereinführung eines Volksgerichtshofes kommt selbstverständlich nicht in Frage.

Mit freundlichen Grüßen
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
25.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ramsauer

es ist immer die Rede von Hilfen des Staates führ die Automobilindustrie. Da die Deutsche Landwirtschaft aber mindestens ebenso viele Arbeitsplätze bietet, wundere ich mich schon, dass diese in der Beziehung totgeschwiegen wird. Da die Bauern einerseits mit drastisch sinkenden Erzeugerpreisen zu kämpfen haben, andererseits große Ausgabensteigerungen in Kauf nehmen (Düngemittel / Maschinen / Baukosten / Sozialabgaben) sollte darüber nachgedacht werden. Das Mindeste wäre die Abschaffung des Selbstbehalts der Agrardieselsteuer für Kleinlandwirte. Die in der Zeit der Rot – Grünen Regierung eingeführten Streichung der Auszahlung unter 350€ war eine große Ungerechtigkeit. Mit diesen 350€ könnte ich wenigstens einen Teil der Steigerung des Krankenversicherungsbeitrags ausgleichen. Warum ist die Regierung so dagegen? Hat der Bauer Geld- Hat’s die ganze Welt! Die Bauern waren immer schon Auftraggeber für Bauwirtschaft / Handwerker / Werkstätten, vor allen in schlechten Zeiten! Ein Volk, das sich keine Bauern mehr leisten kann, ist ein Volk ohne Land!

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Dr. Peter Ramsauer
3Empfehlungen
04.02.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre E-Mail vom 26. Januar 2008 zur Agrardieselbesteuerung.
Von der Bayerischen Staatsregierung wurden am 25. November 2008 "Ergänzende Vorschläge Bayerns zum Konjunkturpaket der Bundesregierung" mit dem Vorschlag, die Landwirtschaft bei der Agrardieselbesteuerung zu entlasten, beschlossen. Diese Vorschläge unterstütze ich voll und ganz.

Das Gesetz der Umsetzung der steuerlichen Regelungen des Maßnahmenpakets "Beschäftigungssicherung durch Wachstumsstärkung" wurde am 04. Dezember 2008 im Bundestag in 2./3. Lesung verabschiedet. Die abschließenden Berichterstatter-gespräche haben bereits am 27. November 2008 stattgefunden. In diesen Gesprächen hat sich die CSU-Landesgruppe für eine Erleichterung bei der Agrardieselbesteuerung für Landwirte eingesetzt. Allerdings war die SPD hier vehement gegen eine Erleichterung für die Landwirtschaft. Eine Möglichkeit, das Energiesteuergesetz im Rahmen des laufenden Gesetzgebungsvorhabens zu ändern, war deshalb nicht gegeben.

Da ich es für unerlässlich halte, für die Landwirtschaft gesonderte Entlastungen zu erreichen, fordere ich die Reduzierung der Agrardieselsteuer. Es kann nicht sein, dass in Deutschland die Wettbewerbsbedingungen für Landwirte gegenüber anderen EU-Ländern, deren Agrardieselsteuer geringer ist oder in denen sie gar nicht erhoben wird, schlechter sind. Ich habe meine Haltung dazu öffentlich gemacht (s. Beitrag ist in der Berliner Zeitung vom 30.01.2009). Die SPD hat darauf mit Zurückweisung reagiert mit den Argumenten, beim Konjunkturpaket werde nicht draufgesattelt und im Übrigen seien die Kraftstoffpreise gesunken. Die SPD zeigt damit klar und deutlich, dass ihr die Belange der Landwirtschaft nicht wichtig sind.

Mit freundlichen Grüßen
gez.
Dr. Peter Ramsauer, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
28.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Ramsauer,

sie werden heute in der taz wie folgt zitiert:

"In acht Monaten ist Bundestagswahl", sagte am Mittwoch der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Ramsauer. "Wir richten jetzt unser Denken und Handeln darauf aus." Das bedeute, "dass wir in der großen Koalition keinerlei Entscheidungen mehr mitmachen, die in unserer Wählerschaft Irritation und Verärgerung hervorrufen". ( tinyurl.com )

Meine Fragen hierzu sind:

1. Entspricht diese Darstellung der Aussagen der Wahrheit und wenn ja

2. Warum halten Sie diese kompromisslose Einstellung, mit der Sie ausschließlich die Interessen einer geographisch Minderheit der deutschen Bevölkerung berücksichtigen, in (wie auch von Ihrer Partei immer wieder betonten) schwierigen Zeiten für sinnvoll?

Mir ist die parteipolitische Notwendigkeit eines Wahlkampfes durchaus bewusst. Aber damit acht Monate vor der Wahl anzufangen halte ich für übertrieben. Mit einem solchen Vorgehen stellen Sie meiner Meinung nach die (legitimen) machtpolitischen Hoffnungen Ihrer Partei über ein entschlossenes und kompromissbereites Handeln zum Wohle aller. Aber ich lasse mich durch Ihre Antwort gerne eines besseren belehren.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Dr. Peter Ramsauer
3Empfehlungen
13.02.2009
Dr. Peter Ramsauer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 28. Januar 2009. Die Darstellung in der TAZ blendet einen wesentlichen Teil meiner Ausführungen aus, nämlich die Darstellung des Verhaltens der SPD in der Großen Koalition. Wir werden uns selbstverständlich nicht verwehren, den Regierungsauftrag zu erfüllen und die im Koalitionsvertrag vereinbarten Aufgaben ordnungsgemäß abzuarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. Ramsauer MdB
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Ihre Frage an Dr. Peter Ramsauer
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