Dr. Per Knöß (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Dr. Per Knöß
© Dr. Per Knöß
Jahrgang
1977
Berufliche Qualifikation
Hochschulstudium
Ausgeübte Tätigkeit
Arzt
Wohnort
Vierherrenborn
Wahlkreis
Trier
Ergebnis
8,3%
Landeslistenplatz
-, Rheinland-Pfalz
(...) Wer gleiche Pflichten hat, verdient auch gleiche Rechte. Lebenspartnerschaften müssen mit der Ehe gleichgestellt werden, insbesondere im Steuerrecht, bei Adoptionen und im Beamtenrecht. (...)
 
Kandidaten-Check
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Dr. Per Knöß hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Außenpolitik
16.08.2009
Von:
und

Sehr geehrter Herr Knöß,

wir gehen davon aus, dass Sie als verantwortungsbewusster Politiker die nukleare Bedrohung als eines der drängendsten Probleme unserer Zeit sehen. Da sich auch die USA unter ihrem Präsidenten Obama erklärtermaßen für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen, sehen wir gute Chancen für Verhandlungen über einen Abzug der 20 in Büchel gelagerten Atomwaffen.
Werden Sie sich als Mitglied des Bundestages für diesen Abzug einsetzen? Welche konkreten Maßnahmen werden Sie dazu ergreifen?

Mit freundlichen Grüßen
und
Antwort von Dr. Per Knöß
bisher keineEmpfehlungen
22.08.2009
Dr. Per Knöß
Sehr geehrte Familie ,

wir Liberale wollen, dass der konsequente Einsatz für Abrüstung und Rüstungskontrolle
wieder zum Markenzeichen deutscher Außenpolitik wird. Die FDP unterstützt die Forderung des neuen amerikanischen Präsidenten nach einer vollständigen nuklearen Abrüstung. Zudem sind wir der Meinung, dass Abrüstungsschritte im nuklearen Bereich gekoppelt sein müssen an substantielle Fortschritte im Bereich der konventionellen Abrüstung. Deshalb fordern wir bereits seit längerer Zeit die Ratifizierung des A-KSE-Vertrages durch den Deutschen Bundestag. Ebenso muss Deutschland bei den Staaten, die sich der Ächtung von Streumunition noch nicht angeschlossen haben, für eine Unterzeichnung des Osloer Vertrags und für ein Verbot dieser Waffen werben. Deutschland muss auf seine Partner und Verbündeten zugehen und für eine stärkere Dynamik bei der Abrüstung eintreten. Hinsichtlich der Präsenz von Nuklearwaffen in Deutschland fordert die FDP den Abzug der verbleibenden Waffen durch die USA. Deutschland muss die sich abzeichnende Annäherung der USA an Russland hinsichtlich der Reduzierung der Nuklearpotenziale auf diplomatischem Wege unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Per Knöß
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Frage zum Thema Soziales und Familie
03.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Knöß,

welche Möglichkeiten/Chancen sehen Sie bei einer Regierungsbeteiligung der FDP, die rechtliche Benachteiligung der eingetragenen Lebenspartnerschaft gegenüber der Ehe weiter abzubauen?

Ich denke insbesondere an die steuerliche Benachteiligung, die ich angesichts der gleichen Unterhaltsverpflichtungen als ungerechtfertigt empfinde.

Wären Sie gegebenenfalls bereits, einen Ausbau der Rechte der eingetragenen Lebenspartnerschaft zur Bedingung für das Zustandekommen eine Koalition mit CDU/CSU zu machen?

Was wollen Sie diesbezüglich unternehmen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Per Knöß
bisher keineEmpfehlungen
06.09.2009
Dr. Per Knöß
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage zur Haltung der FDP zum Thema Benachteiligung der eingetragenen Lebenspartnerschaft, die ich Ihnen gerne wie folgt beantworten möchte:

Für Liberale sind alle Lebensgemeinschaften wertvoll, in denen Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Verantwortungsgemeinschaften dürfen nicht diskriminiert werden. Wer gleiche Pflichten hat, verdient auch gleiche Rechte. Lebenspartnerschaften müssen mit der Ehe gleichgestellt werden, insbesondere im Steuerrecht, bei Adoptionen und im Beamtenrecht.
Die Steuerklasse V, die die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit besonders für Frauen nach einer Familienpause steuerlich häufig unattraktiv erscheinen lässt, wollen wir abschaffen.

Ich denke, dass die FDP auf jeden Fall dieses Thema zum Gegenstand einer möglichen Koalitionsverhandlung mit der CDU machen wird und auch zu erwarten ist, dass hier Erfolge zu erzielen sind. Da das traditionelle Familienmodell allerdings ein wichtiger Bestandteil der Unionspolitik ist, werden wir hier wohl insbesondere von CSU-Seite mit starkem Widerstand rechnen müssen. Daher ist es wichtig, dass eine möglichst starke FDP in der nächsten Regierung vertreten ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Per Knöß
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Frage zum Thema Gesundheit
16.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Doktor Knöß,

das Thema Nichtraucherschutz wurde seinerzeit mit dem Hinweis auf die Föderalismusreform an die Länder abgeschoben; der Bund sei hier nicht zuständig.

Das ist falsch.

Mit der Streichung der Ausnahme für Gastronomie im bundesweit geregelten Arbeitnehmerschutz könnten Sie den Nichtraucherschutz auch deutschlandweit regeln, die willkürlichen Ausnahmen wären vom Tisch, es würde zudem Chancengleichheit für alle Wirte herrschen und das Kneipensterben wäre beendet. So hat es im Ausland schließlich auch funktioniert, das sagen seriöse Studien.

Erst ist die freiwillige Regelung (DEHOGA-Selbstverpflichtung) gescheitert, nun auch die Bundesländer mit ihren Gesetzen – die schützen vielleicht die Raucher, nicht die Nichtraucher (nur ein paar Beispiele dafür: Raucherclubs schießen wie Pilze aus dem Boden, Raucherräume ohne räumliche Abtrennung werden geduldet, in der Kneipe darf nicht geraucht werden, aber im Büro und sogar im Ärztehaus, macht das Sinn?). Selbst die BVG-Ausnahme, dass in kleinen Kneipen wieder überall geraucht werden darf, führt zu weiten Wettbewerbsverzerrungen: Warum wird eine Kneipe mit 70 qm anders behandelt als eine mit 80 qm? Warum darf eine gastronomische Einrichtung mit Raucherraum Speisen anbieten, eine kleine aber nicht, zumindest wenn die Gäste rauchen dürfen? Und kaum reist man über die Grenze eines Bundeslandes, gelten andere Regelungen.

Der Nichtraucherschutz scheint auf der Strecke zu bleiben und viele Wirte werden im Moment benachteiligt, weil nicht jeder einen Raucherraum einrichten bzw. das Rauchen in seiner Gastronomie erlauben darf. Rund drei Viertel der Bürger – IHRER BÜRGER! – wollen laut repräsentativen Umfragen ein komplettes Rauchverbot. Selbst die meisten Raucher haben sich mittlerweile daran gewöhnt die Gastronomie für eine Zigarettenlänge zu verlassen. Aber die Gesetze lassen weiterhin nach Gutdünken Ausnahmen zu.

Meine Frage daher:

Was werden Sie konkret für den Nichtraucherschutz tun?
Antwort von Dr. Per Knöß
bisher keineEmpfehlungen
20.09.2009
Dr. Per Knöß
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen wie folgt beantworten möchte:

1. Nichtraucherschutz allgemein:

Für die FDP ist klar: Überall dort, wo man hingehen muss – also beispielsweise Rathäuser oder Zulassungsstellen – hat ein absolutes Rauchverbot im Interesse des Nichtraucherschutzes zu gelten. Dies gilt für alle öffentlichen Räume. Ohne Wenn und Aber. Allerdings: Ein Besuch in einer Gaststätte basiert auf Freiwilligkeit und ist nicht mit einem Aufenthalt etwa in einem Bahnhof zu vergleichen, den man beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit nutzen muss. Es entspricht dem Bedarf einer freien Bürgergesellschaft mit Nichtrauchern und Rauchern, dass es Gaststätten für Nichtraucher und Gaststätten/Nebenräume für Raucher gibt.
Die FDP ist deshalb für:
• eine Lösung, die auf Freiheit und Eigenverantwortung setzt.
• eine Lösung, die den Verbraucherschutz sicherstellt.
• eine Lösung, die den Nichtraucherschutz garantiert.

2. Nichtraucherschutz in der Gastronomie bei Kneipen, Einraumlokale und Zweiraumlokale?

Die FDP schlägt zum Schutz vor den Folgen des Passivrauchens vor, dass Hotels und Gaststätten sich entscheiden sollen, ob sie rauchfrei sein wollen oder nicht bzw. getrennte Räume für Raucher und Nichtraucher anbieten. Durch ein simples Schild an der Tür von Einraumkneipen kann der Verbraucher bereits vor dem Betreten der Gaststätte erkennen, was ihn erwartet, und entscheiden, ob er sich Zigarettenrauch aussetzen möchte oder nicht. Und bei Mehrraumkneipen müssen separate Raucherräume erlaubt sein. So wird einerseits dem Gast und dem Wirt die Wahl gelassen, andererseits würden Raucherkneipen nicht völlig verschwinden. Der Markt, die Nachfrage und nicht zuletzt der Gastwirt entscheiden, welche Lösung für das jeweilige Lokal passend ist. Die Umsetzung ist ganz einfach. Und eine unbürokratische Lösung ist das ebenfalls.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Per Knöß
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