Dr. Norbert Röttgen (CDU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Norbert Röttgen
© Büro Röttgen/Laurence Chaperon
Jahrgang
1965
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Rhein - Sieg - Kreis II
Landeslistenplatz
5, Nordrhein-Westfalen
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(...) Ich befürchte zudem, dass Ihre Sorge auf einem Missverständnis beruht: Die Prozesskostenhilfe darf nicht mit einer Rechtsschutzversicherung verwechselt werden. Sie ist keine Risikoversicherung und kann natürlich auch nicht Garant dafür sein, in jedem Falle vor Gericht zu Obsiegen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
12.12.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Doktor Röttgen!
Frankreich, Spanien, Italien, Portugal, Griechenland und Irland erleiden Jahr für Jahr Defizite in ihrem Außenhandel. Sie strengen sich nicht genug an, um im Wettbewerb der Globalisierung zu bestehen. Nach normalen oekonomischen Spielregeln müssten sie für die Finanzierung dieser Defizite verzinsliche und rückzahlbare Kredite im Ausland aufnehmen. Das tun sie aber nicht. Vielmehr lassen sie sich von ihren Brüdern im Eurosystem aushalten: Deutschland, die Benelux-Länder, Österreich, Finnland. Denn diese erzielen Jahr für Jahr Überschüsse, die sie den Defizitbrüdern zur Verfügung stellen (müssen). Dadurch wird verhindert, dass die Überschussländer ihre Terms of Trade verbessern, was aber für eine Steigerung der Massenkaufkraft, vor allem in Deutschland, unerlässlich ist. Finden Sie das richtig, und falls ja: Wo ist die Rechtsgrundlage für dieses Vorgehen, das dem Art 103 des EG-Vertrages widerspricht?
Mit freundlichen Grüssen

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Frage zum Thema Gesundheit
23.12.2006
Von:

Daß die sogenannte große Gesundheitsreform an allen Ecken und Enden krankt, ist bekannt und nicht nur Meinungsmache der primär geschädigten Leistungserbringer, denn sonst würden nicht auch außenstehende Volkswirtschaftler den warnenden Finger erheben. Daher ist ein Verschieben wegen handwerklicher Fehler im Entwurf durchaus billig und zwingend notwendig. Hat doch die Vorgänger -Regierung genügend einfach handwerklich schlecht gemachte Gesetze und Verordnungen hinterlassen, die uns in Zukunft und Gegenwart das Leben schwermachen. Doch frage ich mich und sie, wie Sie und Ihre Kollegen in Zukunft der zunehmenden Politikverdrossenheit entgegentreten wollen, wenn sie inzwischen offen aus Machterhaltungsgründen (Landtagswahlen) angeblich essentielle Bestandteile der sogenannten Gesundheitsreform (Gesundheitsfond) verschieben. Welches Menschen/Wählerbild steht hinter einer solchen Argumentation? Schämen Sie sich ab und zu auch noch mal oder sind Sie und ihre Kollegen schon so weit abgehoben, daß Sie Ihre Wähler/ Menschen in diesem Lande gar nicht mehr wahrnehmen?
Antwort von Dr. Norbert Röttgen
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18.01.2007
Dr. Norbert Röttgen
Sehr geehrte Frau ,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 23. Dezember, das mich über www.abgeordnetenwatch.de erreicht hat.

Der Gesundheitsfonds soll im Jahr 2009 eingeführt werden, weil er eine ausreichende Vorlaufzeit benötigt. Wir wollen verhindern, dass es durch ‚Schnellschüsse’ zu Problemen in der Umsetzung kommt, die sich vermeiden lassen.

Aus diesem Grund haben wir auch die Entscheidung noch einmal um wenige Wochen verschoben. Wir möchten die Fragen, die noch zu klären sind, sorgfältig diskutieren, um zu vernünftigen Lösungen zu kommen.

Mit freundlichem Gruß

Ihr Norbert Röttgen
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Frage zum Thema Gesundheit
28.12.2006
Von:
Kai

Sehr geehrter Herr Röttgen!

Mich wundert bei der anhaltenden Diskussion um die Gesundheitsreform, dass nicht mit einem (öffentlichen) Wort über den Verlust der Arbeitsplätze bei den bisherigen Spitzenverbänden gesprochen wird.

In der heutigen Zeit, in der fast jeder Angst um seinen Arbeitsplatz hat, ist es eine Zumutung, die Angestellten der Verbände derart in der Luft hängen zu lassen.

Als Mitarbeiter des AOK Bundesverbandes bin ich Angestellter des öffentlichen Dienstes. Mir ist bisher kein Vorgang bekannt, in dem Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes einfach in eine GbR abgeschoben wurden - die je nach finanzieller Situation in ein paar Jahren zur reinen Abwicklungsgesellschaft werden kann.

Setzen Sie sich bitte dafür ein, dass politisch motiviert keine Arbeitsplätze zerstört werden und eine langfristige Arbeitsplatzsicherung geschaffen wird, sodaß die Menschen wieder planen können!

Mit freundlichen Grüßen,
Kai
Antwort von Dr. Norbert Röttgen
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18.01.2007
Dr. Norbert Röttgen
Sehr geehrter Herr ,

ich habe Ihr Schreiben vom 28. Dezember über www.abgeordnetenwatch.de erhalten und möchte mich herzlich dafür bedanken.

Um die Entscheidungswege zu straffen und Handlungsblockaden zu vermeiden, soll es künftig nur noch einen Spitzenverband der Krankenkassen geben.

Die Ziele sind, Bürokratie abzubauen, mehr Transparenz zu schaffen und den Wettbewerb der Krankenkassen zu stärken – im Interesse der Beitragszahler, denen gegenüber unnötige Verwaltungsstrukturen nicht zu verantworten sind.

Selbstverständlich müssen jedoch bei der Gründung des neuen Spitzenverbandes auch die berechtigten Interessen der davon betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter berücksichtigt werden.

Mit freundlichem Gruß

Ihr Norbert Röttgen
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
29.12.2006
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Röttgen,

soweit mir bekannt ist, haben Sie damals für den "Vertrag über eine Verfassung für Europa" AKA "EU-Verfassung" gestimmt.

Haben Sie den Text eigentlich mal durchgelesen?

Und wenn ja, warum haben Sie dann trotzdem zugestimmt?

In der Hoffnung auf die Rückkehr der Demokratie,

Antwort von Dr. Norbert Röttgen
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05.01.2007
Dr. Norbert Röttgen
Sehr geehrter Herr ,

ich habe Ihre Mail über www.abgeordnetenwatch.de erhalten und möchte mich herzlich dafür bedanken.
Der Deutsche Bundestag hat am 12. Mai 2005 mit großer Mehrheit dem Ratifikationsgesetz zu dem Vertrag über eine Verfassung für Europa zugestimmt. Auch der Bundesrat hat den Verfassungsvertrag positiv bewertet und das Ratifikationsgesetz am 22. Mai 2005 gebilligt. Ich habe mich im Vorfeld der Beratungen sehr intensiv mit dem Verfassungsvertrag beschäftigt und kann Ihre demokratischen Bedenken nicht nachvollziehen. Da Sie sie in Ihrem Schreiben nicht konkretisieren, vermag ich auch nicht auf Einzelheiten einzugehen.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion vertritt die Auffassung, dass der Verfassungsvertrag einen erheblichen Fortschritt gegenüber dem derzeit gültigen Nizza-Vertrag bedeutet. Der Verfassungsvertrag stärkt das Demokratieprinzip auf europäischer Ebene und gibt dem Deutschen Bundestag wichtige Rechte. So können wir in Zukunft bereits im Vorfeld europäischer Gesetzgebungsverfahren die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips prüfen und gemeinsam mit anderen Parlamenten die Kommission zu einer Überarbeitung ihrer Vorschläge zwingen. Deutschland erhält in Zukunft bei Abstimmungen ein höheres Gewicht. Diese politischen Fortschritte gilt es zu sichern.

Als Kompromiss ist der Verfassungsvertrag sicher nicht perfekt, aber er ist das beste Vertragswerk, das Europa jemals hatte. Ohne den Verfassungsvertrag bliebe die Europäische Union auf die komplizierten, für die Gemeinschaft als unzureichend angesehenen Entscheidungsstrukturen des Vertrages von Nizza angewiesen – mit einer unklaren Kompetenzaufteilung zwischen Mitgliedstaaten und Europäischer Union, ohne einen europäischen einklagbaren Grundrechtsschutz und ohne die für die Zeit ab 2009 vereinbarten, veränderten Bestimmungen für die Organe der Europäischen Union. Die Erweiterung der EU ohne den Verfassungsvertrag würde sie mittelfristig auf eine große europäische Freihandelszone zurückwerfen. Der Europäische Rat hat entschieden, der deutschen Ratspräsidentschaft, die am 1.1.2007 begonnen hat, das Mandat für einen neuen Anlauf in der Verfassungsdebatte zu erteilen.
Es wäre nach meiner Überzeugung ein unbestreitbarer Erfolg für die deutsche Ratspräsidentschaft, wenn es an ihrem Ende im Sommer 2007 einen neuen politischen Konsens gäbe, dem Verfassungsvertrag zum Durchbruch zu verhelfen.

Mit freundlichem Gruß

Ihr Norbert Röttgen
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
12.01.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Röttgen,

der Neubau des Gesundheitsministeriums in Bonn soll im Sommer fertig sein. 28 Millionen Euro wurden da verbaut. Gewertet wird das als Signal für Bonn und die Region – als Bekenntnis des Bundes zu Bonn. Trotzdem kommen in regelmäßigen Abständen immer wieder Umzugsdebatten auf. Warum? Es gibt dazu ein Gesetz. Außerdem hat sich Bonn als zweiter Regierungssitz bewährt. Gönnt man den Bonnern in Berlin nicht, dass die Bundesstadt den Strukturwandel geschafft hat? Können sie dieser Diskussion nicht ein für alle Mal ein Ende bereiten? Es ist auch wichtig für die vielen betroffenen Familien.

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Dr. Norbert Röttgen
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16.01.2007
Dr. Norbert Röttgen
Sehr geehrter Herrn ,

ich habe Ihre Mail vom 12. Januar über www.abgeordnetenwatch.de erhalten und möchte mich herzlich dafür bedanken.

Ich kann Ihnen nur zustimmen: Das Berlin/Bonn-Gesetz ist ein mühsam erarbeiteter, historischer Kompromiss, auf dessen Einhaltung sich die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie ihre Familien verlassen können müssen.

Leider gibt es immer wieder einzelne Politiker, die laut über einen Komplett-Umzug nach Berlin nachdenken. Jeder, der dies tut, muss wissen, dass er damit nicht nur in unverantwortlicher Weise hunderttausende Menschen in unserer Region verunsichert, sondern zugleich über immense Kosten spricht: Ein Umzug würde rund fünf Milliarden Euro kosten. Die Arbeitsteilung zwischen Bonn und Berlin läuft zunehmend reibungslos und effizient. Es gibt keinen vernünftigen Grund, für einen Komplett-Umzug erneut Milliarden Euro in Beton zu investieren – während für notwendige Investitionen in unsere Zukunft an allen Enden das Geld fehlt.

Ich versichere Ihnen gerne, dass ich mich auch weiterhin konsequent für die Einhaltung der Bonn/Berlin-Beschlüsse einsetzen werde. Sinnvolle Veränderungen wären nur im Einvernehmen zwischen dem Bund, dem Land Berlin und der Region Bonn/Rhein-Sieg-Kreis denkbar.

Mit freundlichem Gruß
Ihr Norbert Röttgen
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Ihre Frage an Dr. Norbert Röttgen
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