Dr. Michael Naumann (SPD)
Kandidat Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Dr. Michael Naumann
Jahrgang
1941
Berufliche Qualifikation
Journalist, Publizist und Verleger, Kulturstaatsminister a.D.
Ausgeübte Tätigkeit
Herausgeber der Wochenzeitung Die Zeit (z.Zt. beurlaubt)
Wohnort
-
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
1, über Liste eingezogen
(...) Werden wir die Wahl gewinnen, werden wir diese Summen umschichten zugunsten unserer Schwerpunkte. Zwei Beispiele für Umschichtungen möchte ich Ihnen gerne nennen: 400.000 Euro Subventionen für die Preisgelder das Galopp-Derby in Horn werde ich gründlichst überprüfen. Die von uns gewollte Abschaffung des Sitzenbleibens wird 20-25 Millionen Euro freisetzen, die dann für die Verbesserung der Unterrichtsversorgung in Hamburg zur Verfügung stehen. (...)
 
Persönliche Website
www.naumann-hamburg.de
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Frage zum Thema Bildung
11.12.2007
Von:

Hallo Herr Naumann,

wie stehen Sie zum Thema "Studiengebühren". Werden Sie die eingeführten Studiengebühren in Hamburg bei einem Wahlsieg wieder abschaffen? Wenn ja, ab wann kann dies Ihrer Meinung nach realistischer Weise frühestens geschehen. In diesem Zusammenhang ist oft die Rede davon, dass ein Erststudium kostenfrei sein sollte. Ist ein Master-Studium, dass unmittelbar an ein Bachelor-Studium anschließt, Ihrer Meinung nach in diesem Sinne noch als Erststudium anzusehen?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort,

Antwort von Dr. Michael Naumann
37Empfehlungen
13.12.2007
Dr. Michael Naumann
Sehr geehrter Herr ,

wir garantieren ein gebührenfreies Erststudium einschließlich des Masterstudienganges. Nach der Wahl werden wir Sozialdemokraten deshalb unverzüglich gesetzgeberisch die Abschaffung der Studiengebühren einleiten. Eine gute Schulausbildung darf nicht von der sozialen Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern abhängen. Mein Ziel sind bessere Bildungschancen und Bildung für alle. Wir werden daher die Bildung - von den Kindertagesstätten bis zum Erststudium - schrittweise von Gebühren befreien.

Viele Grüße,

Michael Naumann
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Frage zum Thema Bildung
12.12.2007
Von:
Tim

Sehr geehrter Herr Naumann,

Sie haben im Finkenau-Forum gesagt, dass das Filmstudium an der Hamburg Media School ein Flopp ist, und zu überlegen wäre, dieses wieder in die Uni Hamburg zu integrieren. Ich arbeite in der Hamburg Media School. Muß ich mir Sorgen um meinen Arbeitsplatz machen?

Mit freundlichen Grüßen
Tim
Antwort von Dr. Michael Naumann
26Empfehlungen
13.12.2007
Dr. Michael Naumann
Sehr geehrter Herr ,

nein - es geht nicht um Ihre Arbeit oder Ihren Arbeitsplatz, sondern um die Frage, wo genau das Filmstudium in Hamburg am besten aufgehoben ist.

Viele Grüße,

Michael Naumann
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
12.12.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Naumann,

wäre es aus Ihrer Sicht vertretbar, dass Abgeordnete mit Vorstrafe sich zur einer Wahl für ein demokratisches Amt aufstellen lassen?
Antwort von Dr. Michael Naumann
25Empfehlungen
14.12.2007
Dr. Michael Naumann
Sehr geehrter Herr ,

die Wahlgesetze regeln, wer sich zur Wahl aufstellen lassen darf.

Viele Grüße, Michael Naumann
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Frage zum Thema Bürokratie / Verwaltung
14.12.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Naumann,

in der Vergangenheit wurde in der Hamburger Verwaltung massiv Stellen abgebaut. Die Verwaltung soll jedoch immer mehr leisten und besseren Service erbringen.
Wird dieser Stellenabbau unter einem SPD-geführten Senat weitergehen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Michael Naumann
15Empfehlungen
18.01.2008
Dr. Michael Naumann
Sehr geehrter Herr ,

als Spitzenkandidat der Opposition könnte ich es mir leicht machen und allen alles versprechen. Das tue ich nicht.

Aus dem Öffentlichen Dienst in Hamburg werden in den kommenden Jahren viele tausende Beschäftigte ausscheiden und in Pension oder Rente gehen. Das gibt uns die Chance zu modernisieren. Hamburg soll ein vorbildlicher Arbeitgeber sein. Neue Wege der Kommunikation bieten aber auch neue Chancen, sparsam zu wirtschaften, die eine Stadt nicht ungenutzt lassen darf. Wir Sozialdemokraten stehen dafür, dass wichtige staatliche Leistungen und Angebote für alle nutzbar und bezahlbar sind. Wir haben eindeutige Schwerpunkte, etwa die allgemeinen sozialen Dienste oder den Bereich Bildung und Kita. Wo es Überlastungen gibt, muss gehandelt werden. Unser Programm "Gute Arbeit" gilt auch für die Beschäftigten der Verwaltung. Wir wollen, dass der Öffentliche Dienst so ausgestattet ist, dass er seine Aufgaben im Sinne der Menschen erfüllen kann. Und wir wollen gut ausgebildete und zufriedene Mitarbeiter, die die Herausforderungen einer Verwaltung im 21. Jahrhundert in einer internationalen Stadt bewältigen können.

Viele Grüße
Michael Naumann
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Frage zum Thema Umwelt
15.12.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Naumann

In Ihren Wahlreden kämpfen Sie vehement gegen das Geplante Kohlekraftwerk in Moorburg, obwohl der Parteitag der SPD beschlossen hat, ich glaube es waren 20, neue Kohlekraftwerke in der Bundesrepublik zu genehmigen. Wie passt das zusammen? Mit keinem Wort haben Sie bisher erwähnt, dass das uralte Kraftwerk in Wedel, ca 1,8 Km von der Stadtgrenze entfernt, nach Fertigstellung des Moorburger Kraftwerks welches wesentlich moderner und also sauberer ist, abgebaut wird. Nur liegt es nicht auf Hamburger Gebiet und belastet daher nach Ihrer Darstellung die Umwelt in Hamburg nicht. Oder wie darf ich Ihr Verhalten zu diesem Tema verstehen.

Mit freundlichen Grüssen
Klaus
Antwort von Dr. Michael Naumann
28Empfehlungen
17.12.2007
Dr. Michael Naumann
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben Recht, dass die SPD beschlossen hat, Kohlekraftwerke als Übergangstechnologie zu nutzen. Kohle spielt im Rahmen des Energiemix eine Rolle. Allerdings muss man immer genau betrachten, wo welches Kraftwerk gebaut wird - und in welcher Größenordnung.

Der Hamburger Senat hat vorgeschlagen, ohne Not die Kapazität des in Moorburg geplanten Kraftwerkes von 800 MW auf 1600 MW zu verdoppeln. Unter Klimaschutzgesichtspunkten ist das eine nicht zu vertretende Maßnahme, da jährlich ca.8 Millionen Tonnen CO2 durch dieses Kraftwerk freigesetzt werden. Wir Sozialdemokraten plädieren für ein kleineres Kraftwerk, am besten auf Gasbasis und ansonsten für dezentrale Blockheizkraftwerke.

Der Senat ist nicht in der Lage oder willens, hier eine zwischen den norddeutschen Ländern abgestimmte Energiepolitik zu gestalten. Wenn über die C02 - Belastung gesprochen wird, verweist Herr Gedaschko auf die bundesweite Bilanz, weil der Senat sonst nicht begründen kann, warum er hier ein solches Kraftwerk baut. Wenn es um eine abgestimmte Energiepolitik geht, wird darauf verwiesen, dass wir nur Hamburg betrachten dürften. Dies ist jedoch unsinnig, wenn man weiß, dass an der Unterelbe Kohlekraftwerke in einer Größenordnung von 3200 MW geplant sind und Schleswig-Holstein gleichzeitig 7500 MW aus Windkraftanlagen erzeugen will. Spätestens hier kommt es doch darauf an, in den wirklich wichtigen Fragen die Zusammenarbeit mit Schleswig - Holstein und Niedersachsen zu suchen und nicht nur dann, wenn es um die Zusammenlegung der Eichämter geht.

Darüber hinaus ist die vom Senat als Argument ins Feld geführte CO2 - Abscheideanlage nur eine Absichtserklärung. Bisher wird eine Pilotanlage gebaut. Vattenfall selbst weist darauf hin, dass vor 2020 die Anlage nicht für großindustrielle Kapazitäten fertig sein kann; auch gibt es nicht genug Speicherkapazitäten in Deutschland. Außerdem betont Vattenfall, dass sie diese Technik nur einsetzen würden, wenn es wirtschaftlich vertretbar sei.

Ich finde: Wir Sozialdemokraten haben mit unseren Energie- und Klimaschutzgesichtspunkten die bessere Konzeption.

Viele Grüße,
Michael Naumann
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Ihre Frage an Dr. Michael Naumann
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