Dr. Max Stadler (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Max Stadler
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Jurist, Richter am Oberlandgericht a. D.
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Passau
Landeslistenplatz
3, über Liste eingezogen, Bayern
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(...) Nach meinen Informationen ist mit einer Verabschiedung des Gesetzentwurfs noch vor der Sommerpause nicht mehr zu rechnen. Ob die FDP dem Gesetzentwurf zustimmen wird, hängt davon ab, auf welche Änderungen sich die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD verständigen. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen aus Sicht der FDP-Bundestagsfraktion erhebliche Bedenken gegen den Gesetzentwurf. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
22.12.2006
Von:

sehr geehrte damen / herren

ich beziehe mich auf die Monitor sendung von donnerstag d. 21.12.06, mir ist unverständlich warum ein derartiger ( i.meinen augen krimmineller ) lobbyismus i. d. deutsch. bundesregierung seit 4 j." unerkannt " stattfand. und keiner der damals noch rot / grünen regierung auf die finger geklopft hat. Heute regen sich die grünen auf das das passiert ist. ich bin zwar kein mitglied ihrer partei , wähle diese aber schon seit jahrzehnten. und erwarte von ihnen noch schärfer als bisher gegen die korruption und den ungesunden lobbyyismus vorzugehen.
ihre antwort erwartend
mit freundlichen gruß
B. Kr.
Antwort von Dr. Max Stadler
1Empfehlung
24.12.2006
Dr. Max Stadler
Sehr geehrter Herr Kronbügel,

vielen Dank für Ihre Frage. Die FDP-Fraktion wird an diesem Thema dran bleiben. Wir haben ja durch eine parlamentarische Anfrage bereits die Problematik aufgegriffen. Ich verstehe Ihre e-mail als Ermunterung, nicht nachzulassen, dieser Form von Lobbyismus entgegenzutreten. Wenn Sie schon lange Wähler unserer Partei sind, würde es mich freuen, Sie einmal persönlich kennen zulernen. Ich bin über 0851 87986 erreichbar. Ich wünsche Ihnen schöne Weihnachten
Ihr
Max Stadler
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Frage zum Thema Integration
10.01.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr.Stadler,

als Mitglied der FDP und insbesondere der FDP Niederbayern wende ich mich mit einer in Deutschland heiklen Frage an Sie. Diese ergibt sich aus der Beschlusslage der Jungen Liberalen, die grundsätzlich zum Ziele verbesserter Integration und zeitgemäßer Anpassung an die Globalisierung eine doppelte Staatsbrügerschaft befürworten.

Was ist ihre Meinung und die der FDP zu einer solchen? Besonders als Nachfahre aus Südamerika Eingewanderter und Deutscher, der in Zukunft je nach hiesigen Gesetzen eine doppelte Staatsbürgerschaft erlangen könnte, würde mich dieses Thema interessieren. Was wurde dieses Thema betreffend im Bundestag von der FDP Fraktion versucht?

Liberale Grüße aus Niederbayern, machen Sie weiter so mit Ihrer Arbeit!Ich freue mich auf ihre Antwort,
MfG
Antwort von Dr. Max Stadler
1Empfehlung
11.01.2007
Dr. Max Stadler
Lieber Herr ,

das Thema war vor einigen Jahren sehr stark in der Diskussion, als das neue Staatsangehörigkeitsrecht des Jahres 2000 verabschiedet worden ist. Damals zeigte sich, dass weite Teile der Bevölkerung gegen eine doppelte Staatsangehörigkeit eingestellt waren. Darüber wollte sich der Bundestag nicht hinwegsetzen.
Die FDP trat dafür ein, wenigstens den in Deutschland Geborenen (auch) die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch zu geben, verbunden mit der Auflage, sich mit Vollendung des 18. Lebensjahres für eine Staatsangeörigkeit zu entscheiden (Optionsmodell). Darüber hinaus sollte in anderen Fällen großzügig von den Ausnahmemöglichkeiten Gebrauch gemacht werden, die doppelte Staatsangehörigkeit zu akzeptieren - bei Beibehaltung des Grundsatzes der einfachen Staatsangehörigkeit.

Dieser Kompromißvorschlag setzte sich damals durch.

Meiner Meinung nach sind aber die Argumente gegen eine doppelte Staatsangehörigkeit nicht stichhaltig. Ich könnte mir daher eine weitergehende Reform sehr wohl vorstellen.

Da die Reform 2000 in der Praxis ohnehin eine Zunahme der doppelten Staatsangehörigkeiten gebracht hat, sollte nach einiger Zeit das Thema neu aufgegriffen werden, wenn die Bevölkerung durch die praktischen Erfahrungen erkannt hat, dass die Zunahme doppelter Staatsangehörigkeiten keine Probleme bereitet hat.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Max Stadler
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
21.01.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr.Stadler,
in der WAZ vom Samstag, 20.01.2007, haben Sie zum Fall Kurnaz auf ein schwerwiegendes Fehlverhalten der damaligen Regierung in einer grundlegenden Frage der Wahrung der Menschenrechte hingewiesen.
Meine Frage ist, wie oft die MdB auf die Wahrung der Menschenrechte bei Opfern hingewiesen haben, die bei Selbstmord- und Sprengstoffattentaten fast täglich ums Leben kommen.
Diese Opfer sind a priori als unschuldig anzusehen. Ich kann nicht verstehen, wie die Wichtung vorgenommen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Max Stadler
bisher keineEmpfehlungen
21.01.2007
Dr. Max Stadler
Sehr geehrter Herr ,

die Menschenrechte sind unteilbar. Artikel 1 des Grundgesetzes schützt die Menschenwürde jedes einzelnen Menschen.

Selbstverständlich sind Selbstmord- und Sprengstoffanschläge strikt zu verurteilen sind. Es ist Aufgabe des Staates, die Menschen davor zu schützen.

Völlig unabhängig davon ist festzustellen: Bei Herrn Kurnaz hat sich herausgestellt, dass er unschuldig ínhaftiert war und gefoltert wurde. Deshalb hat sich Frau Bundeskanzlerin Merkel für seine Freilassung eingesetzt. Diese Haltung der Bundeskanzlerin unterstütze ich ausdrücklich.

Mit freundlichen Grüßen

Max Stadler
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
29.01.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Dr.Stadler,

Sie setzen sich so für Herrn Kurnaz ein. Wo bleibt eigendlich Ihr Einsatz für die Entschädigundslos Enteigneten nach dem DDR wohnaufbaugesetz.. Diese Enteignungen wurden von allen Parteien auch der Ihren hingenommen. Wir wurden um unser Eigentum gebracht ,obwohl Sie vepflichtet wahren das Grundrecht auf Eigentum zu schützen. Die Parteien haben doch in Betrügerischer Absicht dieses Unrecht hingenommen. Die Parteien und der Staat vertreten durch die Parteien haben sich doch nur am Fremden Eigentum bereichert. Warum werden eigendlich DDR Bürger bevorzugt? Sie durften zu unrecht nach dem Wohnungsaufbaugesetz erworbenes Enteignetes Fremdes Eigentum behalten . Den gleichen Bürgern werden aber Renten gezahlt obwohl Sie Bürger eines Fremden Staates wahren. Sie haben alle Sozialen errungenschaften bekommen ohne eine mark dafür gezahlt zuhaben. Ihnen wurde sogar Ihr wertloses DDR Geld in Harte Währung umgetauscht. Sie wurden sogar zu Beamten gemacht. Warum werde ich als geschädigter gezwungen für DDR bürger Soli Zuschlag zu bezahlen? oder Opfer Rente. Ich habe dafür kein Verständnis.

Hochachtungsvoll
Antwort von Dr. Max Stadler
1Empfehlung
04.02.2007
Dr. Max Stadler
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre kritische Anmerkung.

Auch wenn die Vorgänge miteinander nichts zu tun haben, darf ich doch anmerken, dass meine Position zu den vor meiner Wahl in den Bundestag getroffenen Entscheidungen bezüglich der von Ihnen angesprochenen Entscheidungen immer kritisch war.

Mit freundlichen Grüßen

Max Stadler
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Frage zum Thema Sicherheit
05.02.2007
Von:

Warum wird im Untersuchungsausschuss die Sicherheit als alleiniges Thema behandelt.
Bei Anknft des Herrn Kurnaz kann dieser doch sofort in Haft genommen werden und somit jede Gefährdung ausgeschlossen werden.
Vorrangig wäre doch die Entlassung aus dem menschenunwürdigen Guantanamobay .
Wird hier doch nur abgelenkt von Fehlern einiger Politiker?
Der Untersuchungsausschuss ist doch eine Art von Gericht, und die Mitglieder sind Richter und Beisitzer.
Herr Oppermann tritt jedoch als Verteidiger von Herrn Steinmeyer auf.
Antwort von Dr. Max Stadler
2Empfehlungen
06.02.2007
Dr. Max Stadler
Sehr geehrter Herr ,

genauso, wie Sie dies vorschlagen, ist Frankreichs Präsident Chirac vorgegangen. Er hat die Freilassung von Personen erwirkt, die aus Frankreich stammten und als Verdächtige in Guantanamo inhaftiert waren. Anschließend wurden gegen diese Personen in Frankreich Verfahren nach rechtsstaatlichen Grundsätzen geführt, die meines Wissens teils Verurteilungen, teils die Unschuld der Beschuldigten ergeben haben. Ähnlich sind offenbar die Länder Schweden und Belgien vorgegangen.

Daher teile ich Ihre Meinung, dass es vorrangiges Ziel gewesen sein mußte, einen Inhaftierten von Guantanamo frei zu bekommen. Dies hätte uns nicht daran gehindert, anschließend Überwachungsmaßnahmen und ggf. Ermittlungsverfahren durchzuführen oder ausländerrechtliche Maßnahmen zu ergreifen.

Die Rolle von Abgeordneten in Untersuchungsausschüssen ist seit langem strittig. Meiner Meinung nach besteht eine Doppelfunktion. Da der gesamte Ausschuss einen Untersuchungsauftrag des Parlaments auszuführen hat, ist die Rolle aller Abgeordneter eher richterähnlich. Zugleich sind die Abgeordneten Vertreter ihrer Fraktionen und empfinden sich - so wie Herr Oppermann, der sich gerne als "Chefverteidiger" titulieren läßt - auch in einer parteiischen Rolle. Dies ist einerseits verständlich, sollte aber die Bereitschaft zur objektiven Bewertung von Untersuchungsergebnissen nicht völlig überlagern.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Max Stadler
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