Dr. Matthias Zimmer (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Dr. Matthias Zimmer
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
03.05.1961
Berufliche Qualifikation
Angestellter
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Frankfurt am Main
Wahlkreis
Frankfurt am Main I
Ergebnis
35,2%
Landeslistenplatz
21, Hessen
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(...) Die gibt es in anderen Ländern, vornehmlich am rechten politischen Rand. Wenn Sie ernsthaft der Meinung sind die Zukunft Deutschlands liege in deutschen Pendants von Le Pen oder Wilders, dann kann ich nur sagen: Mein politisches Streben wird immer darauf gerichtet sein, solche Gestalten in Deutschland zu verhindern. Ich kann mir kaum vorstellen dass Sie sich in solcher Gesellschaft wohl fühlten. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Redebeitrag vom 10.11.2011

ZP.5) Aktuelle Stunde
auf Verlangen DIE LINKE.
'Haltung der Regierungskoalition zur Einführung eines Mindestlohns'
Dauer: 04:33
Redebeitrag vom 29.09.2011

4.) Beratung BeschlEmpf u Ber (11.A)
zum Antrag SPD
Langfristige Perspektive statt sachgrundlose Befristung
zum Antrag DIE LINKE.
Befristung von Arbeitsverhältnissen eindämmen
zum Antrag B90/DIE GRÜNEN
Kein Sachgrund, keine Befristung - Befristete Arbeitsverträge begrenzen
- Drs 17/1769, 17/1968, 17/2922, 17/4180 -
Dauer: 07:32
Redebeitrag vom 23.09.2011

30.a) Zweite und dritte Beratung BReg
Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt
- Drs 17/6277, 17/6853, 17/7065
Bericht des Haushaltsausschusses (8.A) gemäß § 96 der Geschäftsordnung
- Drs 17/7068 -
30.b) Beratung BeschlEmpf u Ber (11.A)
zum Antrag SPD
Arbeitsmarktpolitik an den Herausforderungen der Zeit orientieren - Weichen für gute Arbeit, Vollbeschäftigung und Fachkräftesicherung stellen
zum Antrag DIE LINKE.
Arbeitsmarktpolitik neu ausrichten und nachhaltig finanzieren
zum Antrag B90/DIE GRÜNEN
Arbeitsmarktpolitik - In Beschäftigung und Perspektiven investieren statt Chancen kürzen
- Drs 17/6454, 17/5526, 17/6319, 17/7065 -
Dauer: 05:24
Redebeitrag vom 01.07.2011

37.a) Erste Beratung BReg
Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt
- Drs 17/6277 -
37.b) Beratung Antrag B90/DIE GRÜNEN
Arbeitsmarktpolitik - In Beschäftigung und Perspektiven investieren statt Chancen kürzen
- Drs 17/6319 -
Dauer: 06:00
Redebeitrag vom 13.05.2011

27.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Arbeitsmarktpolitik neu ausrichten und nachhaltig finanzieren
- Drs 17/5526 -
Dauer: 06:02
Redebeitrag vom 14.04.2011

5. a) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (11. A)
zum Antrag DIE LINKE.
Gute Arbeit in Europa stärken - Den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland am 1. Mai 2011 einführen
- Drs 17/4038, 17/5499 -
5. b) Zweite und dritte Beratung B90/GRÜNE
Für die Einführung flächendeckender Mindestlöhne im Vorfeld der Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit (Mindestlohngesetz)
- Drs 17/4435, 17/5499 -
5. c) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (11. A)
zum Antrag SPD
Gesetzlichen Mindestlohn einführen - Armutslöhne verhindern
- Drs 17/1408, 17/5101 -
Dauer: 05:37
Redebeitrag vom 10.02.2011

4.a) Erste Beratung SPD
Festsetzung des Mindeslohnes (Mindestlohngesetz - MLG)
- Drs 17/4665 -
4.b) Erste Beratung B90/GRÜNE
Einführung flächendeckender Mindestlöhne im Vorfeld der Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit (Mindestlohngesetz)
- Drs 17/4435 -
Anmerkung: Antwort auf Kurzintervention
Dauer: 01:33
Redebeitrag vom 10.02.2011

4.a) Erste Beratung SPD
Festsetzung des Mindeslohnes (Mindestlohngesetz - MLG)
- Drs 17/4665 -
4.b) Erste Beratung B90/GRÜNE
Einführung flächendeckender Mindestlöhne im Vorfeld der Einführung der Arbeitnehmerfreizügigkeit (Mindestlohngesetz)
- Drs 17/4435 -
Dauer: 07:54
Redebeitrag vom 28.01.2011

22.) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (11. A)
zum Antrag SPD
Mindestlohn für die Weiterbildungsbranche
- Drs 17/3173, 17/3733 -
Dauer: 06:32
Redebeitrag vom 16.12.2010

5.a) Beratung Antrag DIE LINKE.
Gute Arbeit in Europa stärken - Den gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland am 1. Mai 2011 einführen
- Drs 17/4038 -
Dauer: 09:37
Redebeitrag vom 01.12.2010

2.) Beratung Antrag CDU/CSU, SPD, FDP, B90/GRÜNE
Einsetzung einer Enquete-Kommission 'Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität - Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft'
- Drs 17/3853 -
ZP.1) Beratung Antrag DIE LINKE.
Einsetzung einer Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität - Wege zu nachhaltigem Wirtschaften und gesellschaftlichem Fortschritt in der Sozialen Marktwirtschaft'
- Drs 17/3990 -
Dauer: 06:48
Redebeitrag vom 29.10.2010

29.) Erste Beratung CDU/CSU, FDP
Ermittlung von Regelbedarfen und Änderung des Zweiten und Zwöften Buches Sozialgesetzbuch
- Drs 17/3404 -
ZP 8) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Menschenwürdiges Dasein und Teilhabe für alle gewährleisten
- Drs 17/3435 -
Dauer: 05:43
Redebeitrag vom 01.10.2010

26.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Rente ab 67 vollständig zurücknehmen
- Drs 17/2935 -
Anmerkung: 13:09:29 Zwf: Anton Schaaf, SPD
Dauer: 09:13
Redebeitrag vom 17.06.2010

4.) Beratung Beschlussempfehlung und Bericht (11. A)
zum Antrag DIE LINKE.
Mit guter Arbeit aus der Krise
- Drs 17/1396, 17/2069 -
Dauer: 05:54
Redebeitrag vom 22.04.2010

8.a) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Teilhabe und Perspektiven für Langzeitarbeitslose mit einem verlässlichen Sozialen Arbeitsmarkt schaffen
- Drs 17/1205 -
8.b) Beratung Antrag DIE LINKE.
Gute öffentlich geförderte Beschäftigung - Eine Alternative zu Lanzeiterwerbslosigkeit und Ein-Euro-Jobs
- Drs 17/1397 -
Dauer: 07:24
Redebeitrag vom 22.04.2010

4.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Mit guter Arbeit aus der Krise
- Drs 17/1396 -
Dauer: 06:51
Redebeitrag vom 05.03.2010

21.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Niedriglöhne bekämpfen - Gesetzlichen Mindestlohn einführen
- Drs 17/890 -
Anmerkung: 12:10:00 Zwf: Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, B90/GRÜNE
Dauer: 09:59
Redebeitrag vom 04.03.2010

8.) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Mehr Netto für Geringverdienende
- Drs 17/896 -
Dauer: 06:40
Redebeitrag vom 25.02.2010

4.a) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder und Erwachsene jetzt ermöglichen
- Drs 17/675 -
4.b) Beratung Antrag DIE LINKE.
Weg mit Hartz IV - Für gute Arbeit und eine sanktionsfreie, bedarfsdeckende Mindestsicherung
- Drs 17/659 -
Dauer: 07:33
Erläuterungen
  • Stand vom 23.11.2011
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Zimmer,

besten Dank für Ihre Antwort auf meine Fragen zum Rederecht im Bundestag.

Allerdings halte ich es gerade nicht für die Aufgabe einer Fraktion, eine sprech- und handlungsfähige Legislative darzustellen. Das ist ganz klar Aufgabe des gesamten Parlamentes!

Ist es nicht eher so, dass sich die von Ihnen vorgestellte Denkweise leider bei allen Parteien als selbstverständlich eingebürgert hat, wobei übersehen wird, dass die Parteien gem. Verfassung nur ein MITwirkungsrecht haben? Aber Parteien sind nicht die Legislative, sie stellen allenfalls Mitglieder derselben.

Genau so verhält es sich mit dem Fraktionszwang. Dass bei hochkomplizierten Sachverhalten Abgeordnete dem Votum von Fachkollegen folgen, kann ich nachvollziehen. Aber es gibt doch genügend Sachverhalte, die wohl jeder Abgeordnete versteht und beurteilen kann. Ist es in Ihren Augen richtig, dass Abgeordnete z. B. öffentlich erklärten, sie seien gegen das Steuergeschenk für Hoteliers, dann aber im Bundestag dafür stimmten? Sind Sie der Meinung, dass in diesem beispielhaften Fall wirklich Fraktionsdisziplin nötig war?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Dr. Matthias Zimmer
1Empfehlung
30.04.2012
Dr. Matthias Zimmer
Sehr geehrter Herr ,

bei Ihrer Ausführung, es sei Aufgabe des gesamten Parlaments, eine sprech- und handlungsfähige Legislative darzustellen, vermischen sie zwei Dinge. Das gesamte Parlament hat die Aufgabe, die Regierung zu kontrollieren und die politische Meinungsbildung abzubilden. Aber es gibt ja einen guten Grund, warum im Parlament (meines Wissens in allen demokratisch gewählten Parlamenten) zwischen Regierungsparteien und Oppositionsparteien unterschieden wird. Die Regierungsparteien haben zumeist durch einen Vertrag sich auf eine Reihe inhaltlicher Punkte geeinigt, die sie als parlamentarische Mehrheit in einer Legislaturperiode umsetzen wollen. Je mehr Parteien in einer solchen Koalition sind, desto mehr Kompromisse müssen geschlossen werden. Das bedeutet, dass ich nicht unbedingt jeden einzelnen Punkt des Koalitionsvertrages mit stürmischer Begeisterung begrüßen muss. Sehr wohl muss ich aber abwägen, ob meine mangelnde Begeisterung in einem Fall (z.B. der von Ihnen erwähnten Senkung der Mehrwertsteuer für Beherbergungsbetriebe) dramatisch genug ist, dem ganzen Koalitionsvertrag nicht zuzustimmen. Wenn ich ihm aber als Paket zugestimmt habe braucht es auch keine Fraktionsdisziplin mehr, denn ich halte mich ja lediglich an eine vorher getroffene eigene Entscheidung. Persönlich finde ich es dann auch als durchaus unangemessen, sich in der Öffentlichkeit zu erklären, man habe das ja nicht gewollt. Das ist Populismus, wenn man dem Koalitionsvertrag im Übrigen sonst zugestimmt hat.

Parteien wirken bei der politischen Willensbildung mit, so steht es im Grundgesetz. Sie haben ein gewisses Programm, das sie umsetzen wollen. Das machen sie vor allem im parlamentarischen Prozess. Ich kenne kein demokratisch gewähltes Parlament in dem nicht auch bei den Parlamentariern die Parteizugehörigkeit die Stimmentscheidung informiert. Aber eben nicht determiniert, und deswegen wirken die Parteien nur mit in der Willensbildung, sie legen sie nicht fest. Dieses Spannungsverhältnis zwischen Artikel 21 GG (Mitwirkung der Parteien an der Willensbildung) und Artikel 38 GG (freies Mandat) habe ich immer als produktiv empfunden. Einer Auflösung dieser produktiven Spannung in die eine oder andere Richtung stehe ich eher skeptisch gegenüber. In der einen Richtung hätten wir das Modell sozialistischer Parlamente mit einem Führungsanspruch der Partei, in die andere Richtung völlig unberechenbare parlamentarische Mehrheiten, in der stabiles Regieren nicht möglich ist (und deshalb auch meines Wissens von keiner Demokratie auf der Welt so praktiziert wird).

Schließlich: Parteien sind ja nicht nur die organisatorischen Vehikel in einer Demokratie, sondern erheblich mehr. Sie stellen Grundorientierungen dar, die auf bestimmten Menschenbildern beruhen. Das gibt ihrem politischen Wollen Basis und eine Berechenbarkeit. Dort, wo es eine solche Grundorientierung nicht gibt, siegt der Affekt, der Augenblick. Das ist dann nicht mehr als die Kapitulation der Verantwortung vor dem Zeitgeist, der Mode. Das wäre aus meiner Sicht das Ende einer verantwortlichen, auf das Gemeinwohl ausgerichteten Politik. In meinem Interesse liegt das jedenfalls nicht.

Mit besten Grüßen
Matthias Zimmer
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