Dr. Martin Schwanholz (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Dr. Martin Schwanholz
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Groß- und Außenhandelskaufmann, Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Stadt Osnabrück
Landeslistenplatz
6, Niedersachsen
weitere Profile
(...) Für diese setzt sich die SPD sowohl auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene ein. Im Anfang Dezember verabschiedeten Europamanifest der SPD für die Europawahl 2009 haben wir noch einmal bekräftigt, dass wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung sowie ökologische Verantwortung innerhalb der Europäischen Union gleichrangige Ziele sein müssen. Ein Zurückweichen von den ehrgeizigen Klimazielen der EU, die im vergangenen Jahr unter der deutschen Ratpräsidentschaft beschlossen worden sind, wäre daher unverantwortlich. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
03.07.2009
Bundestagswahlrecht
NEIN
02.07.2009
AWACS-Einsatz in Afghanistan
JA
18.06.2009
Internetsperren
JA
18.06.2009
Patientenverfügung (Stünker-Antrag)
JA
29.05.2009
Schuldenbremse
JA
28.05.2009
Abgabe von künstlichem Heroin an Schwerstabhängige
nicht beteiligt
28.05.2009
Verlängerung Kosovo-Einsatz
nicht beteiligt
13.05.2009
Anbauverbot von Genmais
nicht beteiligt
13.05.2009
Beratungspflicht bei Spätabtreibungen
NEIN
20.03.2009
Enteignung von Banken
JA
22.01.2009
Mindestarbeitsbedingungen
JA
22.01.2009
Mindestlohn für sechs weitere Branchen
JA
19.12.2008
Kampf gegen Piraten
nicht beteiligt
04.12.2008
Familienleistungsgesetz
nicht beteiligt
28.11.2008
Haushalt 2009
JA
26.11.2008
Erbschaftssteuerreform
JA
13.11.2008
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
12.11.2008
BKA-Gesetz
JA
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
JA
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
JA
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
NEIN
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
JA
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
30.05.2008
Bahnprivatisierung
nicht beteiligt
24.04.2008
EU-Vertrag von Lissabon
JA
06.02.2008
Änderung des Stammzellgesetzes
JA
14.12.2007
Postmindestlohn
JA
16.11.2007
Diätenerhöhung
JA
15.11.2007
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
09.11.2007
Vorratsdatenspeicherung
JA
12.10.2007
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF, Tornado)
JA
12.09.2007
Verlängerung Libanon-Einsatz
JA
22.06.2007
Emissionshandel
JA
21.06.2007
Verlängerung Kosovo-Einsatz
JA
14.06.2007
Aufenthalts- und Asylrecht
JA
14.06.2007
Fortsetzung des Bundeswehreinsatzes in Darfur
JA
14.06.2007
Mindestlöhne (Antrag Die Linke.)
NEIN
25.05.2007
Unternehmenssteuerreform
nicht beteiligt
09.03.2007
Rente mit 67
JA
09.03.2007
Tornado-Einsatz
JA
02.02.2007
Gesundheitsreform
JA
10.11.2006
Verlängerung des Anti-Terror-Einsatzes (OEF)
JA
26.10.2006
EU-Beitritt Bulgariens und Rumäniens
nicht beteiligt
28.09.2006
Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes (ISAF)
JA
30.06.2006
Föderalismusreform
JA
29.06.2006
Antidiskriminierungsgesetz
JA
01.06.2006
Anpassung u. Veränderung von Hartz IV
JA
01.06.2006
Bundeswehreinsatz im Kongo
JA
19.05.2006
Erhöhung der Mehrwertsteuer
JA
Fragen an Dr. Martin Schwanholz
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Familie
21.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schwanholz,
ich bin alleinerziehende Mutter eines 5-jährigen Jungen und lebe von Hartz IV. Wie sie sich vorstellen können ist diese Situation nicht immer einfach für mich. Was wird die SPD zukünftig für Alleinerziehende tun?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Martin Schwanholz
2Empfehlungen
25.08.2009
Dr. Martin Schwanholz
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Alleinerziehende müssen täglich mehr leisten als andere, um ihren Alltag zu organisieren. Daher verdienen sie bei dieser Aufgabe zu recht besondere Unterstützung der Gesellschaft. So sieht das auch die SPD, deshalb setzt sich die SPD grundsätzlich für eine gezielte Unterstützung von Alleinerziehenden ein.

Dies umfasst insbesondere einen bedarfsgerechten Ausbau der Kinderbetreuung. Hierbei hat die SPD bereits durchgesetzt, dass es ab 2013 für jedes Kind vom 1. Geburtstag an, einen Rechtsanspruch auf Betreuung gibt. Dieser Rechtsanspruch soll zukünftig auf eine Ganztagsbetreuung ausgeweitet werden, damit es Alleinerziehenden möglich ist, ihren Beruf in Vollzeit auszuüben. Weiterhin sieht die SPD vor, Kindertagesstätten zu Eltern-Kind-Zentren auszubauen, die als Beratungs- und Hilfestellen, selbstverständlich auch für Alleinerziehende, dienen sollen. Eine spezialisierte Betreuung für Alleinerziehende soll es auch in den Arbeitsagenturen geben. Diese soll besser als bisher mit der Kinder- und Jugendhilfe und anderen Hilfesystemen vernetzt sein, um so Alleinerziehende gezielter zu unterstützen. Auch sollen Alleinerziehende bei der Inanspruchnahme von personen- und haushaltsnahen Dienstleistungen prinzipiell stärker unterstützt werden.

Besonders wichtig für Alleinerziehende sind außerdem flächendeckende Mindestlöhne. Denn diese sichern das Einkommen Alleinerziehender. Damit wird Kinderarmut vermieden – denn Kinderarmut hat in erster Linie ein unzureichendes Erwerbseinkommen der Eltern zur Ursache. Die SPD fordert derzeit einen gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro.

Bei den Unterstützungsleistungen von Eltern und Kindern vollzogen sich in den Jahren 2008/2009 bereits entscheidende Neuerungen, von denen auch Alleinerziehende stark profitieren: Zum einen lässt sich hier die Kindergelderhöhung seit dem 1.1. 2009 nennen. Für das erste und zweite Kind erhöhte sich das Kindergeld von 154 EUR auf 164 EUR, für das dritte Kind von 154 EUR auf 170 EUR und für weitere Kinder von 179 EUR auf 195 EUR. Im Rahmen des Konjunkturpakets II wurde für das Kalenderjahr 2009 außerdem der Kinderbonus, d. h. die Zahlung eines Einmalbetrages in Höhe von 100 EUR für alle 6-bis 13-Jährigen, umgesetzt. Auch wurden seit dem Januar 2008 die Bedingungen für den Erhalt des Kinderzuschlags erleichtert: So wurde die Anrechnungsquote des elterlichen Erwerbseinkommens von 70% auf 50% gesenkt sowie die Mindesteinkommensgrenze deutlich verringert.

Die SPD wird sich auch künftig für differenzierte bedarfsgerechte Kinderregelsätze einsetzen: Zum einen fordert die SPD einen gerechten Kindergrundfreibetrag. Dieser soll von derzeit 3.864 Euro um weitere 200 EUR je Kind ab 1.1.2010 erhöht werden. Zum anderen gibt es bereits jetzt mit dem Steuerentlastungsbetrag für Alleinerziehende (Steuerklasse II) in Höhe von 1.308 EUR pro Jahr eine Berücksichtigung von Alleinerziehenden. Die SPD geht hier aber noch weiter und fordert die Einführung eines Alleinerziehendenzuschlags.

Alleinerziehende, die ALG II- oder Sozialhilfeempfänger sind, erhalten besondere Unterstützung für ihre Kinder. Dies erfolgt zum einen in Form des Schulbedarfspakets: Kinder, die Sozialgeld nach SBG II oder Hilfe zum Lebensunterhalt nach SGB XII beziehen, erhalten seit 2009 jährlich zum Schulbeginn 100 EUR für Schulmaterial. Zum anderen wurde der Regelsatz der Grundsicherung für die 6-13-Jährigen im Rahmen des Konjunktur-programms II um 35 EUR pro Monat erhöht.

Im Bereich des Unterhaltsrechts ist es bereits zu einer besonderen Stärkung von Alleinerziehenden gekommen, indem Mütter und Väter aus nicht-ehelichen Beziehungen gegenüber Mütter und Väter aus geschiedenen Ehen nun gleichgestellt werden und somit rechtlich über gleiche Unterhaltsansprüche verfügen. Mit dem Betreuungsunterhalt steht dem betreuenden Elternteil ein zeitlich auf 3 Jahre begrenzter Unterhaltsanspruch ab der Geburt des Kindes zu. Innerhalb dieses Zeitrahmens kann und soll von diesem Elternteil eine Eigenerwerbstätigkeit nicht verlangt oder erwartet werden.

Wie Sie sehen, setzt sich die SPD in vielfältiger Weise für die Unterstützung von Alleinerziehenden ein. Selbstverständlich werde ich mich für die o. g. Ziele stark machen, mich für die Belange der Alleinerziehenden im Raum Osnabrück einsetzen und geplante Maßnahmen und Projekte unterstützen.

Ich hoffe, dass unsere politischen Ziele in Ihrem Sinne sind.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Dr. Martin Schwanholz
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Internetsperren
16.09.2009
Von:

Lieber Herr Dr. Schwanholz,

ich möchte sie nicht von noch wichtigerer Arbeit abhalten, aber das Thema Internet-Sperren brennt nicht nur mir, sondern auch vielen meiner Osnabrücker Freunde auf der Seele.

Daher bitte ich Sie nachdrücklich, Ihrem Amt als der für uns zuständige Volksvertreter dadurch gerecht zu werden, daß Sie zu unserer folgenden, hier bereits mehrfach unbeantworteten Frage zeitnah inhaltlich Stellung beziehen, und zwar ohne persönliche Sticheleien. Ihren schnippischen Kommentar vom 03. August auf die Frage q204423 des Herrn Pohlmann wäre ich unter diesen Umständen bereit zu ignorieren.

Als Diskussionsgrundlage empfehle ich Ihnen einen neuen, viertelstündigen ZDF-Dokumentarfilm, der hervorragend recherchiertes Basiswissen zusammenträgt:

www.zdf.de

Bitte nehmen Sie sich vor diesem Hintergrund einen Moment Zeit zu begründen, warum Sie für das höchst bedenkliche Zugangserschwerungsgesetz gestimmt haben, obwohl die Tatsachen gegen ein solches Gesetz zu sprechen scheinen, sondern stattdessen für eine konsequentere Anwendung bereits geltender Gesetze durch die Strafverfolgungsbehörden.

Würden Sie diese Position auch im 17. Deutschen Bundestag noch vertreten, falls wir Ihnen unser Mandat geben sollten?

Für die zeitnahe Stellungnahme danke ich Ihnen vorab!
Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Martin Schwanholz
1Empfehlung
24.09.2009
Dr. Martin Schwanholz
Sehr geehrter ,

mit Herrn Pohlmann, dessen Anfrage Sie zum Anlass nahmen, mich ebenfalls anzuschreiben, habe ich zwischenzeitlich persönlich gesprochen.

Ich bin dafür, sowohl das Thema Kinderpornographie als auch das freie Internet mit der gebotenen Sensibilität zu behandeln. Der wichtige Kampf gegen Kinderpornographie im Internet und die Rechte der Internet-Nutzer müssen sich dabei nicht ausschließen. Unbestritten ist m.E., dass das Internet kein rechtsfreier Raum sein darf und hier ein gewisser Regelungsbedarf besteht. In diesem Zusammenhang habe ich den sog. Internetsperren mit Bauchschmerzen zugestimmt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Martin Schwanholz, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Dr. Martin Schwanholz
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.