Dr. Marlies Volkmer (SPD)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Dr. Marlies Volkmer
© spdfraktion.de
Geburtstag
21.08.1947
Berufliche Qualifikation
Ärztin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Dresden
Wahlkreis
Dresden I
Ergebnis
16,7%
Landeslistenplatz
2, Sachsen
weitere Profile
Es bleibt das Ziel eines Beitritts der Türkei in die EU. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
27.01.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Volkmer,
mich berührt sehr das Problem : private Krankenkassen - staatliche Krankenkassen.
Ein sehr naher Verwandter von mir ist privatversichert mit ständig steigenden Beiträgen (und sinkendem Einkommen). Nun preisen die Privaten es als einen Vorteil an, bei Nichtabgabe von Rechnungen für Arztkosten oder Medikamentenkauf Monatsbeiträge zurückzuerstatten. So bekommt man, wenn z.B: 6 Jahre hintereinander keine Belege auftauchen, ca. 3-4 Monatsbeiträge zurückerstattet. Das sind bei ca. 500 €/Monat erhebliche Summen, welche gern in Kauf genommen werden.
Nun behaupte ich, dies ist eine Aufforderung, keine Vorsorgeuntersuchungen in Richtung Bluthochdruck, Augenkrankheiten, Diabetes und Krebs in Anspruch zu nehmen - denn diese kosten ja Geld! So auch geschehen bei meinem Verwandten, welcher nun - aus heiterem Himmel - sehr krank ist - obwohl diese Krankheit bei regelmäßigem Arztbesuch schon vor 5 Jahren hätte festgestellt werden können.
Leider liest man von diesem Thema gar nichts in den Medien. Auch wenn man an die Vernunft appeliert, sich regelmäßig abchecken zu lassen - wenn es ums Geld geht und dazu noch die stressige Arbeit obendrauf - dann wird Gesundheitsfürsorge eben ganz hinten angesetzt.
Wenn es nach mir gehen würde, sollte es eine einheitliche Krankenkasse geben. Wettbewerb oder sonstige Vergünstigungen kann es doch in der Medizin eigentlich gar nicht geben: eine Blindarmentzündung ist nun mal eine Blindarmentzündung. Sie nun mehr oder weniger schnell mit mehr oder weniger Verbandsmaterial zu behandeln finde ich absurd.
Wie ist Ihr Standpunkt dazu?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Marlies Volkmer
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10.02.2010
Dr. Marlies Volkmer
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage auf abgeordnetenwatch.de. Ich persönlich halte Beitragsrückerstattungen für nicht erfolgte Arztbesuche grundsätzlich für problematisch. Denn dadurch erhalten Menschen einen Anreiz, Krankheiten zu verschleppen.

Im Falle von Vorsorgeuntersuchungen muss man unterscheiden, ob sie für Prämienrückzahlungen relevant sind oder nicht. Bei den mir bekannten Tarifen in der Gesetzlichen Krankenversicherung haben Vorsorgeuntersuchungen auf auszuzahlende Prämien keinen Einfluss. Zudem sind die Vorsorgeuntersuchungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung von der Praxisgebühr befreit.

In der Privaten Krankenversicherung gibt es eine Vielzahl von Anbietern mit sehr unterschiedlichen Tarifen. Es gibt z.B. Tarife, die sich auf Vorsorgeangebote spezialisiert haben, bei denen derartige Angebote die Beitragsrückerstattung und die Selbstbeteiligung nicht beeinträchtigen.

Dass Vorsorgeleistungen in der Privaten Krankenversicherung überhaupt gesondert abgesichert werden müssen und nicht zum Standardangebot gehören, halte ich für falsch. Kurzfristig wird sich das allerdings nicht beheben lassen. Dazu bedürfte es grundsätzlicher Änderungen am Versicherungssystem. Die SPD setzt sich an dieser Stelle bereits seit Jahren für die Einführung einer Bürgerversicherung ein, die die Trennung in private und gesetzliche Kassen aufhebt.

Die SPD hat darüber hinaus in der letzten Wahlperiode versucht, die private Krankenversicherung in die Verantwortung für die Prävention von Krankheiten zu nehmen. Leider hat die Union den entsprechenden Gesetzentwurf eines Präventionsgesetzes verhindert. Dessen ungeachtet werden wir dieses Vorhaben weiterverfolgen und einen neuen Gesetzentwurf noch in diesem Jahr vorlegen.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Volkmer
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Frage zum Thema Finanzen
27.04.2010
Von:

Wenn laut einer Umfrage vom Fernsehsender NTV rund 92% gegen eine Finanzhilfe für Griechenland sind, kann doch die Regierung solche Bürgerbefragungen nicht unter den Tisch wischen und machen was sie will. Die Grichen haben sich hier reingemogelt, sie sollten doch jetzt auch allein da wieder rauskommen. Sollen wir Bürger die Luxurenten von 95% bezahlen? Wir müssen bis 67 arbeiten, warum die Griechen nicht?
Bei uns benötigt man 45 Arbeitsjahre für die Rente in Griechenland 25!
Meiner Meinung nach darf kein Geld an Griechenland gezahlt werden, da es abzusehen ist, dass es in einem Fass ohne Boden verschwindet. Außerdem zeigt das griechische Volk dass es die vorgesehenen Sparmaßnahmen nicht akzeptiert. Eine Rückkehr Griechenlands zur Drachme wäre die richtige Konsquenz.
Was ist Ihre Meinung?
Antwort von Dr. Marlies Volkmer
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18.05.2010
Dr. Marlies Volkmer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die SPD-Bundestagsfraktion unterstützt das internationale Rettungspaket und die deutsche Beteiligung daran, hält aber eine reine Kreditermächtigung für nicht ausreichend, um die Stabilität der Eurozone nachhaltig zu gewährleisten. Aus diesem Grund hat sich die SPD-Bundestagsfraktion am 7. Mai bei der Abstimmung zur 2./3. Lesung des Gesetzentwurfs eines Währungsunion-Finanzstabilitätsgesetzes der Stimme enthalten.

Von entscheidender Bedeutung sind für uns in dieser überaus dramatischen Lage eine dauerhafte Beteiligung des Finanzsektors an den Kosten der Krise und eine wirksame Eindämmung der immer neuen Spekulationswellen. Deutschland soll sich in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 22 Milliarden Euro an dem Rettungspaket für Griechenland beteiligen. Im Jahr 2010 sollen zunächst 8,4 Milliarden Euro fließen.

Wir Sozialdemokraten wollen auch durch deutsche Beiträge den Euro stabil halten. Es ist wichtig, schnell und verantwortlich zu handeln, denn wir brauchen Klarheit, um den Spekulanten Einhalt zu gebieten. Aber wir wollen darüber hinaus, dass diejenigen, die verantwortlich sind für die Krise, die Kosten tragen. Deshalb fordern wir von der Bundesregierung drastische Schritte, um in Europa gemeinsam mit den anderen Mitgliedstaaten eine Finanzmarktsteuer einzuführen.

Deutschland hat eine Schlüsselstelle bei der Lösung der Griechenlandkrise. Jetzt muss die Bundesregierung endlich tatkräftig handeln. Es gilt, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, die Krise einzudämmen, Lasten gerecht zu verteilen und Europa wieder auf einen guten Weg zu bringen. Europa wird nur dann auf einen guten Weg zurückzubringen sein, wenn flankierend zur Unterstützung Griechenlands folgende Prinzipien zur Geltung gebracht werden:

. Die Kostenrisiken für die Rettung Griechenlands können nicht allein auf die Steuerzahler abgewälzt werden - auch der Finanzsektor muss seinen Anteil leisten. Wir müssen verhindern, dass ein ums andere Mal die Steuerzahler zur Kasse gebeten, die Spekulanten aber belohnt werden.
. Spekulationen und Exzesse auf den Finanzmärkten müssen jetzt unterbunden werden. Sie dürfen die Eurozone nicht ein weiteres Mal an den Rand des Abgrunds führen. Von Griechenland darf kein Flächenbrand ausgehen. Deshalb müssen die Hilfen für Griechenland durch Initiativen zur Finanzmarktregulierung begleitet sein.
. Eine solide Finanzpolitik ist nicht nur eine Forderung an Griechenland. Jeder einzelne Euro-Staat muss deutlich machen, dass er sich dem Ziel solider Finanzen verpflichtet fühlt. Wir brauchen mehr Transparenz und mehr Kontrollen. Und wir brauchen eine stärkere Koordinierung der Wirtschafts- und Finanzpolitik in Europa. Eine gemeinsame Währung braucht eine abgestimmte Politik.

In den letzten Wochen und Monaten hat sich die Schuldenkrise Griechenlands dramatisch zugespitzt. Die Schwierigkeiten der griechischen Regierung zur Bedienung des Schuldendienstes neues Geld auf den internationalen Finanzmärkten zu leihen, und das aggressiv-spekulative Verhalten der Kapitalmärkte gefährden nicht nur die Stabilität des Euro. Auf dem Spiel steht auch die Zukunft des europäischen Wirtschaftsraumes insgesamt und damit Sicherheit und Stabilität des Wohlstandes in Europa.

Wir Deutschen haben als führende Exportnation vor allen anderen Mitgliedstaaten das größte Interesse an einer stabilen Euro-Zone. Der Zusammenbruch ganzer Staaten in Europa und eine instabile Währung würden hunderttausende von Arbeitsplätzen in Deutschland gefährden. Deshalb muss schnell gehandelt werden - aber es kommt darauf an, das Richtige zu tun. Es geht nicht um Gefälligkeiten gegenüber Griechenland sondern um die Wahrung der Stabilität in der Euro-Zone, an der wir ein hohes eigenes Interesse haben sollten. Ohne gemeinsame stabile Währung hätte die Wirtschafts- und Finanzkrise unseren Kontinent noch härter getroffen.

Die europäischen Staaten sind längst untrennbar miteinander verwoben, deshalb ist die Solidarität mit Griechenland der beste Selbstschutz für uns Deutsche. Die Anstrengung, die den Menschen und der Politik in Griechenland bevorsteht, ist gigantisch. Sie verdient Respekt und Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Volkmer
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Frage zum Thema Arbeit
20.07.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Volkmer,

wie ist Ihre Haltung zum Mindestlohn in der Pflegebranche und dem immer noch bestehenden Unterschied von 1.- Euro, zwischen Ost und West.Sie als "Fachfrau" können mir doch bestimmt die Notwendigkeit dieser "Spaltung" erläutern.Meine Ehefrau arbeitet seit Jahren in dieser Branche und die fleißigen Frauen und Männer werden mit Danksagungen von der Politik überhäuft, jedoch eine materielle Anerkennung der Leistungen wird verwehrt.
Für eine Antwort ohne politische Phrasen wäre ich Ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

F.
Antwort von Dr. Marlies Volkmer
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03.08.2010
Dr. Marlies Volkmer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Natürlich bin ich froh, dass überhaupt ein Mindestlohn in der Pflegebranche zustande gekommen ist. Das war lange offen; wie Sie wissen, hat sich die Union in der Zeit der großen Koalition vehement gegen Mindestlöhne eingesetzt. Insofern begrüße ich den Mindestlohn an sich, wie jeden neuen Mindestlohn in Deutschland, als einen Schritt in die richtige Richtung.

Die unterschiedliche Höhe des Mindestlohns in Ost und West ist allerdings aus meiner Sicht nicht zu rechtfertigen. Die Schlechterstellung der ostdeutschen Pflegerinnen und Pfleger schwächt die neuen Bundesländer. Es ist kein Wunder, wenn es Beschäftigte aus dem Osten weiterhin vorziehen, in den alten Bundesländern tätig zu werden, wenn dort selbst der Mindestlohn höher als im Osten ist. Wer gleiche hochqualifizierte Pflegearbeit leistet, muss aus meiner Sicht auch gleich bezahlt werden.

Die einzige Lösung, die die Politik selbst anstreben kann, wäre ein gesetzlicher Mindestlohn, für den sich die SPD seit Jahren einsetzt.

Ursächlich für die unterschiedliche Höhe des Mindestlohns ist aus meiner Sicht das Verfahren zur Entwicklung des Mindestlohns durch eine Kommission. Da im Pflegebereich viele kirchliche Träger mit problematischen Vergütungsstrukturen aktiv sind, hatten diese in der Kommission auch ein entsprechendes Gewicht.

Aus meiner Sicht ist es wahrscheinlich, dass auch statistische Argumente bei der Diskussion in der Pflegekommission eine Rolle gespielt haben. Schließlich lagen die Arbeitskosten in Ostdeutschland im Jahr 2008 durchschnittlich in allen Branchen 27,9% unter dem Niveau Westdeutschlands. Das ist überaus unerfreulich – und wird bestimmt nicht dadurch beseitigt, indem unterschiedliche Vergütungen in Ost und West zementiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

Marlies Volkmer
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Frage zum Thema Gesundheit
24.07.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Volkmer,
Sie sind Mitinitiatorin und Unterzeichnerin des Eckpunktepapiers für effektiven Gesundheitsschutz ( tinyurl.com ) - dazu einige Fragen:
Dort werden jährlich 3000 "Passivrauchtote" beklagt, handelt es sich um erste (und wie belegte) Erfolge der Rauchverbote? Denn in dem dort von Ihnen zitierten Papier (Passivrauchen, ein unterschätztes Risiko) wird von 3301 Toten gesprochen.
Erscheint es nicht logischer, dass sich nun die Zahl der "Passivrauchtoten" erhöht, denn: Gaststätte - Raucher unter Rauchern, Privat - Raucher eventuell häufiger unter Nichtrauchern?
Es gibt im Gesundheitswesen unendlich viele Missstände, warum engagieren Sie sich ausgerechnet für Nichtraucherschutz (oder sind es doch Rauchverbote)?
Um nur ein kleines Beispiel aus dem Gesundheitswesen zu nennen: Krankenhauskeime. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass sich jährlich 600.000 Patienten infizieren und 40.000 daran sterben ( tinyurl.com ). Vor diesem Tod liegen immense Kosten, die durch Operationen und Behandlungsmaßnahmen (häufig Amputationen) entstehen - von den unnötigen Schmerzen und dem unendlichen Leid der Patienten ganz abgesehen.
Wo bleibt die Politikergruppe "Pro Krankenhaushygiene", wo bleiben in diesem Fall Gesetze, Kontrollen, Krankenhausschließungen?
Statt dessen schließen sie sich lieber zusammen, um Deutschland vor imaginären ( tinyurl.com ) 3.301 bzw. 3000 "Passivrauchtoten" zu retten?
Das ist keine Politik, das ist nicht vernünftig, das ist nicht einmal sinnvoll – höchstens als populistisch anzusehen.
(Ex-SPD Wählerin)
Antwort von Dr. Marlies Volkmer
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17.09.2010
Dr. Marlies Volkmer
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Es ist richtig, dass ich Mitinitiatorin des Eckpunketpapiers für einen effektiven Nichtraucherschutz bin. Ich engagiere mich bereits seit vielen Jahren in diesem Bereich, weil ich als Ärztin von den Gefahren des Rauchens für Raucher selbst, aber auch für Passivraucher, überzeugt bin und dies auch durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt ist. Mir also vorzuwerfen, ich handele populistisch, entbehrt somit jeder Grundlage. Es ist sicherlich richtig, dass es neben dem größten vermeidbaren Gesundheitsrisiko, dem Rauchen, weitere Gesundheitsrisiken und auch Missstände in unserem Gesundheitswesen gibt. Als Gesundheitspolitikerin sind mir diese bekannt. Bezüglich Ihres Beispiels der Krankenhauskeime setze ich mich u.a. für verpflichtende Hygieneverordnungen für alle Bundesländer ein. Diese haben bisher nur Berlin, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Sachsen. Über Lösungswege wird der Gesundheitsausschuss im Bundestag in den nächsten Wochen diskutieren. Der tragische Tod von drei Säuglingen in einer Klinik vor wenigen Wochen führt vor Augen, dass die Bundesländer hier für klare und verbindliche Vorschriften sorgen müssen, um solche Fälle künftig auszuschließen. Als Marburger Bürgerin haben Sie natürlich die Möglichkeit, Ihre hessische Landesregierung aufzufordern, ebenfalls eine verpflichtende Hygieneverordnung auf den Weg zu bringen. Ich halte ein derartiges Engagement von Bürgerinnen und Bürger, gerade in diesem Bereich, für ungeheuer wichtig, um der Politik zu signalisieren, dass man nicht gewillt ist, derartige Missstände hinzunehmen. Wie erfolgreich ein solches Engagement sein kann, hat der Volksentscheid in Bayern zum Nichtraucherschutz gezeigt. Es wäre deshalb wünschenswert und hilfreich, wenn viele Menschen in Ihrem Bundesland die rasche Einführung einer verpflichtenden Hygieneverordnung von der Hessischen Landesregierung einfordern würden. Meine Unterstützung haben Sie. Ein anderes aktuelles Thema, welches das Gesundheitswesen ebenfalls vor große Herausforderungen stellt, ist die zunehmende Antibiotika-Resistenz von Keimen. Hier arbeiten wir ebenfalls intensiv an Lösungen, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Daneben befasse ich mich in meiner täglichen Arbeit mit weiteren Themen, wie der geplanten Gesundheitsreform von FDP-Gesundheitsminister Rösler, der Thematik Arzneimittel, den Patientenrechten, den Bereich Transplantationen oder der Situation von psychisch Kranken. Es ist also mitnichten so, dass ich mein gesamtes Augenmerk auf den Bereich Nichtraucherschutz lege. Dieser ist ein Teil meiner gesundheitspolitischen Arbeit. Ich darf Ihnen deshalb versichern, dass ich auch weiterhin und mit gleich großem Engagement meiner Arbeit als Gesundheitspolitikerin nachkommen werde. Der Nichtraucherschutz wird dabei aber auch künftig eine wesentliche Rolle spielen.

Für weitere Informationen zum Thema "Passivrauchen" empfehle ich Ihnen gern die Broschüren "Passivrauchen – ein unterschätztes Gesundheitsrisiko" sowie "Nichtraucherschutz wirkt – eine Bestandsaufnahme der internationalen und der deutschen Erfahrungen" des Deutschen Krebsforschungszentrums, Heidelberg

Links:
www.dkfz.de

www.dkfz.de

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Marlies Volkmer, MdB
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Frage zum Thema Finanzen
26.07.2010
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Volkmer,

in einer vorangegangenen Antowrt sagten Sie in Bezug auf Griechenland: "Von entscheidender Bedeutung sind für uns in dieser überaus dramatischen Lage eine dauerhafte Beteiligung des Finanzsektors an den Kosten der Krise und eine wirksame Eindämmung der immer neuen Spekulationswellen." Sind Sie sicher, dass Sie die Zusammenhänge und die zeitliche Abfolge richtig verstanden haben? Hat nicht Griechenland mit dem Euro und mit der Unterstützung durch die EU spekuliert? Und spekuliert jetzt unsere Regierung nicht damit, dass Griechenland seine Finanzsituation wieder in den Griff bekommt und dass sich der Euro wieder erholen wird? Und was, wenn nicht?

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