Dr. Markus Söder (CSU)
Abgeordneter Landtag Bayern

Grunddaten
Jahrgang
1967
Berufliche Qualifikation
Studium der Rechtswissenschaften
Ausgeübte Tätigkeit
Bayerischer Staatsminister der Finanzen, MdL
Wohnort
-
Stimmkreis
Nürnberg-West
weitere Profile
(...) Dies stößt auf Unverständnis und Empörung bei vielen Bürgerinnen und Bürgern. Die religiösen Gefühle Gläubiger verdienen Respekt. Der Staat hat entsprechend seiner Schutzpflicht die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass jeder von der Glaubens- und Gewissensfreiheit auch tatsächlich Gebrauch machen kann. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
05.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Söder,

Sie sind bekanntlich als bayerischer Finanzminister in Personalunion auch Verwaltungsratsmitglied der Flughäfen in München und Nürnberg.
Ihnen ist sicherlich nicht entgangen, dass es beim geplanten Bau einer dritten Startbahn beim Münchener Flughafen erhebliche Widerstände in der Bevölkerung gibt (m.E. zurecht), während der Nürnberger Flughafen unter mangelnder Auslastung leidet (siehe den Bericht in den Nürnberger Nachrichten vom 06.12.11: www.sueddeutsche.de ). Lt. Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 03.02.12 (Wirtschaftsteil) benötigt der Nürnberger Flughafen in den nächsten Jahren eine Finanzspritze von 40 Mio. Euro (!) vom Freistaat.

Meine Fragen:

  • Warum machen Sie sich nicht dafür stark, dass die Lufthansa den fränkischen Flughafen verstärkt nutzt (bis dato ist der Hauptnutzer Air Berlin und die Lufthansa meines Wissens dort überhaupt nicht vertreten)?
  • Teilen Sie meine Auffassung, dass in Anbetracht des Ungleichgewichts hinsichtlich des Auslastungsgrades der beiden Flughäfen die Subventionierung des Nürnberger Flughafens dem bayerischen Steuerzahler kaum vermittelbar sein dürfte (Sie wollen Bayern bis 2030 doch schuldenfrei machen.)?
  • Teilen Sie meine Auffassung, dass, sollte die Verlagerung eines Teils der Lufthansa-Flüge von München nach Nürnberg stattfinden, auf den Bau einer 3. Startbahn im Erdinger Moos verzichtet werden könnte?
  • Teilen Sie meine Auffassung, dass Sie als gebürtiger Franke und Landtagsabgeordneter (Stimmkreis Nürnberg-West) sich ganz besonders für die wirtschaftliche Stärkung Ihrer Heimatregion einsetzen sollten?

Für die Beantwortung meiner Fragen im Voraus herzlich dankend verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
(85386 Eching, Lkr. Freising)

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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.02.2012
Von:
und

Sehr geehrter Herr Dr. Söder,

im Rahmen der Vorbereitungen auf unsere diesjährige Abschlussprüfung im Fach Deutsch, zu welcher auch eine Gruppendiskussion gehört, haben wir uns mit der problematischen Situation um den Bundespräsidenten Christian Wulff befasst.
Nun würden wir gerne in Erfahrung bringen, wie denn insbesondere die Mitglieder der CSU diesem Thema gegenüberstehen.

Mit freundlichen Grüßen
und
Antwort von Dr. Markus Söder
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12.03.2012
Dr. Markus Söder
Sehr geehrte Frau Voith, sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage und für Ihr Interesse an staatspolitischen Fragestellungen. Die Ereignisse der letzten Wochen haben viele Aspekte Ihrer Fragestellung bereits beantwortet. Herr Bundespräsident a. D. Wulff hat sich zum Rücktritt entschieden. Dies gilt es zu respektieren.
Am 18. März wird die Bundesversammlung, an der 47 CSU-Delegierte teilnehmen, einen Nachfolger wählen.
Entscheidend für eine demokratische Kultur in unserem Land ist es, dass sich die Menschen einbringen. Ich freue mich, dass sich gerade jungen Menschen wie Sie engagieren und ihre Meinung vertreten. Damit gestalten Sie selbst Ihre Zukunft!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Markus Söder, MdL
Staatsminister
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
16.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Söder,

in Ihrem Wahlkreis soll aktuell ein historisches Forsthaus mitsamt Biotop von der Bayerischen Immobilienverwaltung verkauft werden. Geplant ist es, dieses im Anschluss abzureißen, das Biotop zu vernichten und stattdessen dort eng bebaut 10 Reihenhäuser hinzusetzen (siehe u.a. den Artikel in den Nürnberger Nachrichten: www.nordbayern.de ).

Warum wird hier nicht erst ein Käufer für das bestehende Ensemble gesucht, so dass Gebäude und Biotop erhalten bleiben?

Mit freundlichen Grüßen

Dr.
Antwort von Dr. Markus Söder
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23.02.2012
Dr. Markus Söder
Sehr geehrte Frau Dr. ,

bei einer Teilfläche des zur Verwertung anstehenden Grundstückes handelt es sich nach Auffassung des Umweltamtes der Stadt Nürnberg um eine wertvolle Wald- und Naturfläche. Um mögliche Kaufinteressenten umfassend informieren zu können, bemüht sich die Immobilien Freistaat Bayern üblicherweise bereits im Vorfeld der Verwertung, das bestehende Baurecht zu definieren. Zu diesem Zweck wurde auch in diesem Fall bei der Stadt Nürnberg ein Antrag auf Vorbescheid eingereicht. Im Zuge dieses Verfahrens wird die Stadt Nürnberg eine Abwägung zwischen Naturschutzrecht und bestehendem Baurecht vornehmen.

Die Entscheidung der Stadt Nürnberg steht noch aus.

Der Bauvorbescheid bindet den zukünftigen Erwerber im Übrigen nicht. Es bleibt diesem unbenommen, das Grundstück in seinem derzeitigen Zustand zu belassen.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Markus Söder, MdL
Staatsminister
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Frage zum Thema Finanzen
11.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Söder,

darf ich Sie höflichst daran erinnern, dass ich Ihnen am 05.02.2012 einige Fragen zu m.E. unnötigen Ausgaben durch den Freistaat Bayern gestellt habe, siehe www.abgeordnetenwatch.de ?
Es ist festzustellen, dass Sie andere, danach an Sie gestellte Fragen bei "abgeordnetenwatch.de" bereits beantwortet haben, z.B. am 23.02.12. Daher muss ich davon ausgehen, dass Sie meine an Sie gerichteten Fragen ebenfalls gelesen haben.
Ich hätte natürlich großes Verständnis dafür, dass Ihnen meine Fragen bei wahrheitsgemäßer Beantwortung zumindest zum Teil überhaupt nicht gefallen und Sie sich dann eventuell selbst belasten würden oder müssten.
Da Sie jedoch in Personalunion sowohl -vom bayer. Steuerzahler alimentierter- Finanzminister als auch Verwaltungsratsmitglied der beiden Flughäfen in München und Nürnberg sind (bei denen der Freistaat nicht unerheblicher Anteilseigner ist), halte ich es für statthaft, dass Sie meinen Fragenkomplex -hoffentlich möglichst zeitnah- beantworten (ich zahle auch Steuern in Bayern).

Meine Fragen:
  • Gefallen Ihnen meine Fragen vom 05.02.12 nicht?
  • Hätten Sie Verständnis dafür, dass man Ihrer medialen Ankündigung, Bayern bis 2030 schuldenfrei zu machen, nicht besondere Glaubwürdigkeit beimessen kann, solange im Erdinger Moos eine 3. Startbahn gebaut werden soll (ob nach dem Bau der 3. Startbahn mehr Steuern reinkommen, darf stark bezweifelt werden)?
  • Können Sie nachvollziehen, dass der -m.E. mittlerweile untrügliche- Eindruck entsteht, dass zwischen Reden und Handeln der CSU momentan ein großes Delta herrscht?
  • Ist Ihnen persönlich die Meinung des bayer. Bürgers (und Steuerzahlers) über Sie egal (der Eindruck könnte gerade möglicherweise entstehen) ?
  • Wann beantworten Sie mir meine Fragen vom 05.02.12 (öffentlich)?

Die Hoffnung niemals aufgebend verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen aus Eching (85386, wo IKEA ist)

Antwort von Dr. Markus Söder
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20.03.2012
Dr. Markus Söder
Sehr geehrter Herr ,

der Flughafen Nürnberg ist eine wichtige Infrastruktureinrichtung im Freistaat Bayern und für die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Metropolregion Nürnberg von herausragender Bedeutung. Um den Herausforderungen geänderter Rahmenbedingungen in der Luftfahrtbranche aktiv zu begegnen, will die Geschäftsführung des Flughafens Nürnberg das Unternehmen neu ausrichten. Die Gesellschafter des Flughafens - der Freistaat Bayern und die Stadt Nürnberg - unterstützen diese Entwicklung durch eine Stärkung des Eigenkapitals der Gesellschaft.

Neben den eigenen Bemühungen der Flughafengesellschaft braucht es auch Beiträge außerhalb des Flughafens, die positive Impulse für zusätzliche, wirtschaftlich tragfähige Flugverbindungen setzen, etwa durch kreative neue Tourismusangebote, eine Verbesserung der Verkehrsanbindung des Flughafens und Non Aviation-Angebote am Flughafen Nürnberg. Dies hat auch die Flughafenkonferenz am 3. Februar 2012 klar ergeben.
Ein Verzicht des Flughafens München auf den Bau einer 3. Start- und Landebahn würde absehbar nicht zur Generierung zusätzlicher Passagierpotentiale in Nürnberg führen, sondern vor allem zu einer Verlagerung von standortpolitisch wichtigen Interkontinentalverkehrsverbindungen an andere europäische Drehkreuzflughäfen. Vor diesem Hintergrund wäre eine solche Strategie aus gesamtbayerischer Sicht nachteilig.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Markus Söder, MdL

Staatsminister
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
12.03.2012
Von:

Was halten sie von ACTA?
Antwort von Dr. Markus Söder
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20.03.2012
Dr. Markus Söder
Sehr geehrter Herr ,

die Verantwortung für das weitere Verfahren bei der Behandlung von ACTA liegt nicht beim Freistaat Bayern, sondern bei der EU und beim Bund. Zunächst wird der Europäische Gerichtshof das Abkommen auf Vereinbarkeit mit EU-Recht überprüfen. Danach müsste noch das EU-Parlament das ACTA-Abkommen annehmen. Erst in einem nächsten Schritt müsste sich der Bund mit ACTA auseinandersetzen und entscheiden, ob er das Abkommen ratifiziert.

Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass der Entwurf des ACTA-Abkommens in seiner gegenwärtigen Fassung noch Änderungen erfährt. Das macht eine Bewertung schwierig. Jedoch werden wir in Bayern diesen Prozess aufmerksam begleiten und uns dafür einsetzen, dass ein Abkommen einen möglichst schonenden Ausgleich zwischen dem Schutz des derzeitigen Urheberrechts im Internet und der Freiheit des Datenverkehrs im Internet herstellt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Markus Söder, MdL
Staatsminister
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