Von:


Sehr geehrter Herr Dr. Söder,
in einer aktuellen Pressemitteilung
www.yachtchartersmagazine.com in Bezug auf Dekontaminationsmaßnahmen von BSE-Prionen ist u.a. zu lesen:
Zitat:
"Der einzige bisher für die vollständige Inaktivierung der gegen Sterilisationsverfahren aussergewöhnlich resistenten Prionen zugelassene Prozess beruht auf einer Kombination von Einweichen in aggressiven Chemikalien und Hochtemperaturdampf (spezieller Prionen-Zyklus bei 134 Grad C, 18 Minuten). "
Einweichen in aggresiven Chemikalien ...!
Bei OP-Gerätschaften könnte dies ja noch, aufgrund der Überschaubarkeit der einzelnen Instrumente, funktionieren, doch wie in aller Welt will man einen Rinderschlachtbetrieb, nach einem positiven BSE-Fall, einweichen und BSE-Prionenfrei dekontaminieren?
Weiter heißt es:
Zitat:
"Prione weisen eine hohe Resistenz gegenüber üblichen Verfahren zu deren Inaktivierung auf und bis vor kurzem konnte nur für die aggressivsten Sterilisationsprozesse ein Nachweis der Effektivität erbracht werden."
Warum "bis vor kurzem"?
Wie hat man denn zu "BSE-Hochzeiten" vor 8-9 Jahren, Rinderschlachtbetriebe Prionenfrei desinfiziert?
Sind diese Betriebe in denen ein oder gar mehrere positive BSE-Fälle festgestellt wurden noch immer kontaminiert?
Hat der um eine Antwort nie verlegene Ministerpräsident Seehofer deshalb nicht darauf
www.abgeordnetenwatch.de
geantwortet?
Zitat:
"Wie erklären Sie den möglicherweise gravierensten Unterschied aus dieser Studie, dass kontaminiertes OP-Besteck bereits beim Verdacht des Vorliegens einer vCJK-Erkrankung verbrannt werden muss, während man gleichzeitig die Reinigung und Desinfektion eines Rinderschlachtbetriebes nach einem positiven BSE-Fall mit einer Natriumhypochloritlösung aufgrund des Maßnahmenkatalogs Tierseuchenbekämpfung (Teil IX: BSE) als ausreichend erachtet?"
Wie lange geht der BSE/vCJK-Langzeitversuch also noch weiter?
MfG
R.