Dr. Marcus Schaper (GRÜNE)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Dr. Marcus Schaper
Jahrgang
1973
Berufliche Qualifikation
Politikwissenschaftler, Radio- und Fernsehtechniker
Ausgeübte Tätigkeit
Studienleiter für internationale Politik
Wohnort
Groß Berkel
Wahlkreis
Hameln-Pyrmont - Holzminden
Ergebnis
7,7%
Landeslistenplatz
-, Niedersachsen
(...) Ich bitte Sie, dieses Thema nicht nur durch Fragen an uns Kandidaten zur Sprache zu bringen, sondern selbst dafür zu sorgen, dass möglichst viele Einwände gegen die Löschung eingehen. Im Moment scheint es, dass Einsprachen gegen die Löschung der einzige Weg sind, den Heidbrink vor Massentierhaltung und Zerstörung zu retten. (...)
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Frage zum Thema Umweltpolitik
19.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Schaper,

im Landkreis Holzminden soll ein Teilstück des Landschaftsschutzgebiets "Wesertal"
gegen Europas größte Massentierhaltung für Ziegen gelöscht werden.

Wie stehen Sie zu diesem Vorgehen und zur Massentierhaltung?

mfg/
Antwort von Dr. Marcus Schaper
1Empfehlung
21.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

gestern habe ich schon auf eine Frage von Herrn Vorwohle zum gleichen Thema geantwortet. Ich bitte Sie, sich meine vorherige Antwort anzuschauen, da ich hier nicht die gleiche Antwort wiederholen möchte, sondern auf ein paar zusätzliche Aspekte eingehen möchte.

Ich bin auf jeden Fall gegen die geplante Massenziegenhaltung, die weder tier- noch artgerecht sein kann. 7000 Ziegen bedeutet 12000 Lämmer, die für die Milchproduktion unerwünscht sind. Ich möchte gar nicht wissen, was für deren Zukunft geplant ist ...

Hoffentlich lässt sich das alles mit Hilfe der Anhörungen zur Löschung des Schutzgebietes noch abwenden. Dazu bedarf es deutlich hörbarem und anhaltendem örtlichen Protestes.

Die nächsten Gelegenheiten dazu sind die Poller Gemeinderatssitzung am 24.9. (siehe polle-weser.de ) und die Samtgemeinderatssitzung in Heinsen am 28.9. (siehe www.polle-weser.de ). In beiden Sitzungen sollen die Räte Stellungnahmen zur Löschung erarbeiten. Helfen Sie Ihren Volksvertretern bei der Entscheidungsfindung, indem Sie die Fragen stellen, die sonst nicht gestellt würden!

Mit besten Grüßen,

Marcus Schaper
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Frage zum Thema Wirtschaft
20.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr DR Schaper,

was tuen Sie für den Erhalt der Kurorte Bad Prymont und Bad Münder ?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Dr. Marcus Schaper
bisher keineEmpfehlungen
24.09.2009
Sehr geehrte Frau ,

das beste, was wir für Bad Pyrmont und Bad Münder tun können, ist mehr Touristen in das Weserbergland zu bringen. Dazu müssen wir auf zwei Ebenen aktiv werden.

Zum einen muss die Verkehrsanbindung des Weserberglands an den Rest der Welt verbessert werden. Dazu muss die Bahnstrecke Löhne - Hildesheim aufgewertet werden durch mehr zweigleisige Streckenabschnitte, Elektrifizierung und Integration in das Fernbahnnetz. Auch die deutlich besser ausgebaute Strecke Hannover - Paderborn muss wieder zu mehr werden als nur S-Bahn Zubringer nach Hannover. Diese Woche wurden ICE Züge über Hameln umgeleitet - wäre es nicht schön, zumindest IC Züge regelmäßig im Weserbergland zu sehen?

Die andere Herausforderung ist die Entwicklung eines tragfähigen Tourismuskonzepts, in das die Bäder - Pyrmont, Münder, aber auch Salzhemmendorf - eingebunden werden müssen. Es gibt schon einiges an Infrastruktur: Weserradweg, Pilgerfahrt Loccum-Volkenroda, Märchenstraße und, bis vor kurzem, die Erlebniswelt Weserrenaissance. Allerdings sind das alles örtliche begrenzte Initiativen, die nicht das Weserbergland als ganzes attraktiv machen. Hier muss weitergedacht werden und auch der Solling mit einbezogen werden.

Das sind primär regionale Anstrengungen, in die ich mich aber gern mit einbringen würde.

Mit besten Grüßen,

Marcus Schaper
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Frage zum Thema Umweltpolitik
23.09.2009
Von:

Hallo Herr Dr. Schaper,
auf dem Weltumweltgipfel wurde beschlossen, den Verlust der biologischen Vielfalt bis zum Jahre 2010 zu stoppen. Das ist ja nicht mehr lange hin und von einem Stopp kann bislang selbst in Ansätzen nicht die Rede sein. Das Gegenteil ist eher der Fall.
Welches sind Ihres Erachtens die vordringlichen Maßnahmen, die der nächste Bundestag auf den Weg bringen muss? Haben Sie die Absicht, sich diesbezüglich besonders zu engagieren?
Viele Grüße
ralf schulte
Antwort von Dr. Marcus Schaper
bisher keineEmpfehlungen
24.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

das ist das Problem mit solchen internationalen Gipfeln: die internationalen Versprechungen sind schnell gemacht, die Umsetzungen in nationale Politiken erfolgen leider nicht immer und dann oft auch eher symbolisch. Besonders dann, wenn es in den internationalen Vereinbarungen keine Sanktionsmechanismen oder Berichtspflichten gibt.

Wir müssen auf zwei Ebenen handeln.

(1) Die meisten Arten verschwinden durch den Raubbau an tropischen Regenwäldern. Hier gilt es, durch Entwicklungszusammenarbeit die Abholzung zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. Zudem brauchen wir Handelsrichtlinien, die den Handel mit nicht- zertifiziertem Holz und Holzprodukten deutlich erschwert.

(2) Internationale Zusammenarbeit kauft uns natürlich nicht von unserer eigenen Verantwortung frei. Auch wir betreiben immer noch Raubbau an den Resten der natürlichen Umgebung in Deutschland. Der Flächenverbrauch für Bauten und Straßen muss deutlich reduziert werden. Naturlandlandschaften sind großflächig unter Schutz zu stellen. Der Einsatz von Chemie - auch in der Landwirtschaft - muss reduziert werden.

Mein persönlicher Schwerpunkt würde hier auf dem Flächenverbrauch liegen. Durch bessere Raumplanung können wir nicht nur die Umwandlung von Natur in Siedlungsgebiete verlangsamen, sondern auch die Entwicklung neuer Ansiedlungen besser steuern und somit durch bessere Strukturen und kürzere Wege auch unseren Energieverbrauch reduzieren.

Mit besten Grüßen,

Marcus Schaper
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