Dr. Kirsten Tackmann (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag

Grunddaten
Dr. Kirsten Tackmann
© Die LINKE
Geburtstag
24.09.1960
Berufliche Qualifikation
Veterinärmedizinerin, Chemielaborantin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Wusterhausen/Dosse
Wahlkreis
Prignitz - Ostprignitz-Ruppin - Havelland I
Ergebnis
30,8%
Landeslistenplatz
3, Brandenburg
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Vielen Dank für Ihre Anfrage zum Antibiotikaeinsatz in der Agrarwirtschaft. Dieses Thema bewegt nicht nur den Deutschen Bundestag seit mehreren Jahren, sondern wird auch in der Öffentlichkeit sehr kontrovers diskutiert. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
04.10.2011
Von:

sehr geehrte frau dr tackmann,

was macht der panzerdeal ? man hört und sieht nichts.
neueste nachrichten datieren vom 07.07.11.

wir müssen eine bessere welt schaffen!
so gelingt es nie und nimmer.

brauchen wir erst gewalt damit politik erkennt was der wähler will?

mit freundlichen grüßen
Antwort von Dr. Kirsten Tackmann
2Empfehlungen
17.10.2011
Dr. Kirsten Tackmann
Sehr geehrter Herr ,

danke für Ihre Anfrage und Ihr Interesse an unserer politischen Arbeit. Ich nehme an, dass Sie den geplanten Verkauf von Leopard-Kampfpanzern an Saudi-Arabien meinen.
DIE LINKE setzt sich für ein striktes Verbot von Waffenexporten ein. Die Bundestagsfraktion der LINKEn wird das politische Ziel auch weiterhin mit parlamentarischen Mitteln im Bundestag unterstützen. Noch im Oktober 2011 stehen unsere Anträge zum Waffenexportstopp in 16 Staaten des Mittleren Ostens und in Staaten Nordafrikas im Bundestag zur Abstimmung. Wir wollen erreichen, dass insbesondere in diese Krisenregionen, in denen Menschenrechte massiv verletzt werden, ab sofort deutsche Firmen keine Waffen mehr liefern dürfen. Dazu gehört auch der sofortige Stopp des geplanten Panzer-Deals mit Saudi-Arabien (Bundestagsdrucksache 17/6528, siehe Anhang). Jetzt ist das Parlament gefordert, hier ein klares Stoppzeichen zu setzen, wie es in der Öffentlichkeit gefordert wird! Sollte das – wie leider zu befürchten - durch die Mehrheit im Bundestag abgelehnt werden, bleibt aus unserer Sicht trotzdem der Ball bei der Bundesregierung, nach dem Mehrheitswillen in der Öffentlichkeit entsprechend zu handeln. Presseberichten zufolge wird eine endgültige Entscheidung der Bundesregierung vermutlich erst in der nächsten Sitzung des Bundessicherheitsrates Ende des Jahres erfolgen.
Aber, um auch auf Ihre hoffentlich rhetorisch gemeinte letzte Frage zu antworten: Friedenspolitik und Gewaltverzicht sind für DIE LINKE und auch für mich persönlich eine untrennbare Einheit! Gewalt darf niemals Mittel der Politik sein.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Kirsten Tackmann, MdB

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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
12.10.2012
Von:
-

Sehr geehrte Frau Tackmann!

Wie ist das jetzt mit dem Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung geregelt?

Welche Meinung hat die Linksp. dazu und sie persönlich?

Können Sie sich vorstellen, daß die Linke einen Antibiotika-freien-Stall für die Tierhaltung fordern könnte?

Anbei noch ein Hinweis von mir auf eine Nachricht aus dem DLF:

www.dradio.de

Mit freundlichen Grüßen

-
Antwort von Dr. Kirsten Tackmann
bisher keineEmpfehlungen
16.10.2012
Dr. Kirsten Tackmann
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Antibiotikaeinsatz in der Agrarwirtschaft. Dieses Thema bewegt nicht nur den Deutschen Bundestag seit mehreren Jahren, sondern wird auch in der Öffentlichkeit sehr kontrovers diskutiert.
Nach monatelangen Debatten verabschiedete das Bundeskabinett Ende September endlich den Gesetzentwurf zur Änderung des Arzneimittelgesetzes (AMG). 1.700 Tonnen Antibiotika landen jedes Jahr in den deutschen Tierställen. Das sind deutlich mehr als vermutet und zweifellos eine alarmierende Zahl. Allerdings sagt die Gesamtmenge nur wenig über die konkret dahinter stehenden Probleme. Fest steht aber: Antibiotika werden bei den jährlich in Deutschland gehaltenen 800 Millionen Nutztieren nicht nur zu häufig, sondern auch unsachgemäß angewendet. Das erhöht das Risiko von Resistenzen. Die so wichtigen Arzneimittel wirken nicht mehr zuverlässig bei der Behandlung von Infektionserkrankungen. Beim Mensch und beim Tier. Deshalb muss der Missbrauch von Antibiotika dringend reduziert werden. Nicht nur in der Nutztierhaltung, sondern auch bei Klein- und Heimtieren und auch bei uns Menschen.

Doch der Vorschlag der Bundesregierung ist inkonsequent und behandelt höchstens Symptome, statt die Ursachen anzugehen. Zum Beispiel ist eine bundesweite Datenbank zur Ermittlung von Problembetrieben zwar gut, reicht aber lange nicht aus. Gemeinsam mit den anderen Oppositionsfraktionen werden wir eine Anhörung zur AMG-Novelle beantragen – möglichst noch dieses Jahr. Im AMG wird unter Anderem der Einsatz von Arzneimitteln bei tierhaltenden Betrieben und die Behandlung von Tier-Beständen geregelt. Die Überwachung obliegt den Bundesländern. Infos des BMELVs sind hier zu finden: www.bmelv.de

Die Linksfraktion hat bereits im Januar 2012 in den Deutschen Bundestag einen umfassenden Antrag eingebracht mit verschiedenen Vorschlägen zur Lösung der Probleme (Bundestagsdrucksache 17/8348 "Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung reduzieren", hier zu finden: dipbt.bundestag.de In diesem Antrag haben wir im Gegensatz zum Entwurf der Bundesregierung die Bekämpfung der Ursachen, die zu einem häufigen Antibiotika-Einsatz beitragen, in den Mittelpunkt gestellt. Beispielsweise gehört nach unserer Überzeugung die Art und Weise wie Tiere in der Bundesrepublik gehalten werden auf den Prüfstand. Die Verbesserung der Tiergesundheit und die Vermeidung von Infektionskrankheiten müssen stärker ins Zentrum der Überlegungen rücken. Dazu gehört z. B. eine bessere Stallhygiene, besseres Stallklima und eine vernünftige Begrenzung der Bestandsgrößen und -dichten.

Nicht nur in den einzelnen Ställen, sondern auch den Regionen. Der von ihnen angesprochene Antibiotika-freie Stall ist möglich, wenn die Haltungsbedingungen möglichst stressfrei und tiergerecht sind. Sicher können auch dann Erkrankung von Einzeltieren oder in Ausnahmefällen auch eines ganzen Bestandes nicht ausgeschlossen werden und in solchen Fällen muss auch eine Behandlung mit Antibiotika möglich sein, aber sie muss die Ausnahme sein. Darüber hinaus muss die Wirksamkeit des Medikamentes vor der Behandlung geprüft und diese entsprechend der Behandlungsvorschriften durchgeführt werden. Insofern unterstütze ich alle Maßnahmen, die zu einer sehr deutlichen Reduzierung der Antibiotika-Anwendungen durch Minimierungsstrategien führen. Die Vermeidung von Infektionskrankheiten ist immer noch die effektivste Maßnahme gegen Antiobiotika-Behandlungsnotwendigkeiten. Mit den auf diesem Wege gewonnenen Erfahrungen werden die Potenziale antibiotika-freier Nutztierhaltungen besser abzuschätzen sein.

Was sollte sich aus unserer Sicht besonders schnell ändern? Die gleichzeitige Behandlung aller Tiere in einem Stall mit Antibiotika sollte nur noch ausnahmeweise erlaubt sein. Die tierärztliche Betreuung der Höfe und Ställe muss verbessert werden. Das muss natürlich den gesamten Lebenszeitraum des Nutztieres umfassen, also von der Aufzucht, über die Mast bis hin zur Schlachtung. Im Kampf gegen den zu hohen Antibiotika-Verbrauch muss die Tierärzteschaft als fachlich gut ausgebildete und über die tierärztliche Zulassung besonders geprüfte und vertrauenswürdige Verbündete gestärkt werden. Das setzt aber voraus, dass sie wiederum schwarze Schafe in ihren eigenen Reihen nicht dulden darf. Sie (und nicht wie von der Bundesregierung vorgeschlagen die Tierhalter/innen selbst) sollten die Daten für die jeweiligen konkreten Bestände erfassen und an die Behörden melden. Die Meldepflicht für Fälle von verringerter Wirksamkeit eines Antibiotikums muss endlich konsequent umgesetzt werden. Die Ämter müssen die Plausibilität der Datenbankeinträge prüfen, damit Betrug schnell aufgedeckt wird. Falls sie Unstimmigkeiten feststellen oder ein Betrieb mit auffällig hohem Antiobiotika-Verbrauch auffällt, muss ein wirksames und vor allem verbindliches Reduktionskonzept erarbeitet und auch durchgesetzt werden. Gemeinsam mit dem Landwirt oder der Landwirtin, nicht gegen ihn oder sie. Verstöße gegen die Vorschriften im Arzneimittelgesetz müssen konsequent verfolgt und geahndet werden. Besonders wichtige Antibiotika sollten ausschließlich für Menschen angewendet werden dürfen und haben im Stall nichts zu suchen.

Mehr Informationen über die Agrarpolitik der Linksfraktion erhalten Sie auf www.nachhaltig-links.de. Eine Vision für die Landwirtschaft im Jahr 2050 finden Sie auf www.plan-b-mitmachen.de (im Kapitel "Wochenmarkt statt Weltmarkt").

Mit freundlichen Grüßen aus Berlin,
Dr. Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion DIE LINKE.
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
14.02.2013
Von:

Die Ministerien beauftragen zunehmend Projektträger / Einrichtungen (oder Abteilungen davon), die die Förderung von Projekten, auch langfristig, organisieren und verwalten.

Gibt es eine aktuelle Übersicht der Projekträger und ihrer Aufgaben ?

Mit freundlichen Grüssen
B.
Antwort von Dr. Kirsten Tackmann
bisher keineEmpfehlungen
21.02.2013
Dr. Kirsten Tackmann
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage. Ich habe eine schriftliche Anfrage an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gestellt, um Ihnen antworten zu können. Wir werden in etwa einer Woche eine Antwort aus dem Ministerium bekommen und Ihnen diese dann mitteilen. Die Frage können Sie bereits auf meiner Homepage unter kirsten-tackmann.de nachlesen. Die Antwort aus dem BMELV wird dort auch öffentlich gemacht. Wenn wir noch bei anderen Ministerien, die Sie interessieren nachfragen sollen, lassen Sie es mich bitte wissen.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. Kirsten Tackmann
Ergänzung vom 01.03.2013
Sehr geehrte Frau ,

wie ich Ihnen in meiner Zwischenantwort mitgeteilt habe, habe ich Ihre Frage zum Anlass genommen, mit einer parlamentarischen Anfrage beispielhaft beim Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz nachzufragen, denn ich bin Mitglied im Fachausschuss, der für dieses Ministerium parlamentarisch verantwortlich ist.

Die Antwort der Bundesregierung liegt unterdessen vor und ist auf meiner Homepage unter kirsten-tackmann.de zu finden. Förderprojekte einiger, jedoch nicht aller Ministerien, können über die Internetseite www.foerderportal.bund.de über den Punkt "Förderkatalog" mit Hilfe einer Suchmaske nachgelesen werden. Für weitere Nachfragen stehe ich gern zu Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Kirsten Tackmann
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