Dr. Karl Addicks (FDP)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Dr. Karl Addicks
Jahrgang
1950
Berufliche Qualifikation
Arzt (Allgemeinmedizin / Tropenmedizin / Betriebsmedizin)
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Saarbrücken
Landeslistenplatz
1, Saarland
weitere Profile
(...) In diesem Zusammenhang fordern wir die Bundesregierung auf, kurzfristig eine breit angelegte arbeitsmedizinische Untersuchung in Auftrag zu geben, die Aufschluss darüber gibt, inwieweit eine Anhebung der Altersgrenzen für besonders belastende Berufe gerechtfertigt sein kann und dem Deutschen Bundestag zeitnah über die Ergebnisse der Untersuchung zu berichten sowie Konzepte für ein Gesundheitsmanagement zu entwickeln und umzusetzen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
26.01.2009
Von:

Verehrter Herr Dr. Addicks,

erlauben Sie mir drei kurze Fragen: 1. Wie stehen Sie als Arzt dem Codex Alimentarius gegenüber? 2. Wird es nicht Zeit, die Bevölkerung offen über Wahrheit und Unwahrheit zu informieren? 3. Ist die Anprangerung von Lobbyisten in den Parteien nicht überfällig?

Mit freundlichen Grüßen
Peter Regnery
Antwort von Dr. Karl Addicks
1Empfehlung
02.03.2009
Dr. Karl Addicks
Sehr geehrter Herr Regnery,

für Ihre Fragen bezüglich der Lebensmittelsicherheit danke ich Ihnen.

Als Arzt, aber auch als Verbraucher, begrüße ich den Codex Alimentarius, dem sogenannten Lebensmittel-Kodex. Ich finde es gut, dass auf dem deutschen Markt angebotene, bzw. zum Export vorgesehene Lebensmittel einen vorgeschriebenen Standard erfüllen müssen, d.h. frei von Keimen und Schädlingen unbedenklich verzehrt werden können und von guter Qualität sein müssen.

Zu Ihrer zweiten Frage erlaube ich mir die Gegenfrage: Kennen Sie die Wahrheit und die Unwahrheit? Ich frage mich, warum Sie mir eine solch platte Frage überhaupt stellen.

Ihr dritte Frage betreffend, frage ich mich, warum man Lobbyisten anprangern sollte? Lobbyisten haben eine wichtige Aufgabe im Parlament und in der Gesellschaft. Jeder Abgeordnete wird letztlich seine Entscheidungen nach seinem besten Wissen und Gewissen treffen, ganz im Sinne unserer Verfassung. Es steht Ihnen auch frei, Lobbyisten anzuprangern oder nicht!

Mit freundlichen Grüßen,

Karl Addicks
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Frage zum Thema Wirtschaft
11.02.2009
Von:

guten morgen,
ich bin einer von 2600 schaefflerianern im saarland. was halten sie von, ggf. befristeten, hilfen für schaeffler? haben sie schon was unternommen?
Antwort von Dr. Karl Addicks
1Empfehlung
16.03.2009
Dr. Karl Addicks
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für ihre Anfrage zum Thema "Schaeffler". Gerne möchte ich Ihnen zu dem Thema meine Position darlegen. In den letzten Wochen wurde eine Rückabwicklung der Fusion von Schaeffler und Continental durchgespielt. Damit rückt eine staatsferne Lösung in greifbare Nähe. Es kann meiner Meinung nach nicht darum gehen, dass Vermögen von Einzelpersonen gesichert wird. Es muss darum gehen, für die Schaeffler-Gruppe und Continental ein zukunftsfähiges Konzept ohne Staatsbeteiligung zu erreichen. Deshalb ist die Überlegung der Banken, die Fusion rückgängig zu machen, zu begrüßen. Dass damit die Industriebeteiligungen der Banken wieder zunehmen, ist allemal besser als ein Staatseinstieg. Unternehmer, Gesellschafter und Banken sind am Zuge, welche die Übernahme von Continental finanziert haben. Sie müssen Konzepte erarbeiten und vorlegen, damit man die Lage beurteilen kann. Ein "Volkseigener Betrieb Deutschland" kann nicht die Lösung sein, der Staat kann und darf bestenfalls Schiedsrichter sein, nicht aber Mitspieler.

Staatliche Maßnahmen und Bürgschaften sind nicht dazu da, unternehmerische Fehlentscheidungen auszubügeln. Es gilt der Gleichbehandlungsgrundsatz, besonders auch mit Blick auf die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Diese dürfen nicht vernachlässigt werden. Man muss weniger diskutieren, stattdessen sich die Fakten ansehen und das Thema unter Führung des Bundes behandeln.

Für weitere Fragen und Anregungen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit den besten Grüßen

Karl Addicks
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Frage zum Thema Internationales
13.03.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Addicks,

in einem Wochenendseminar ausgerichtet von sneep und dem Zentrum für Konfliktforschung der Uni Marburg habe ich mich mit transnationalen Konzernen in Konfliktregionen der Dritten Welt befasst. Unternehmen können in diesen Gesellschaften eine positive Rolle einnehmen, indem sie u.A. wirtschaftlichen Aufschwung, Arbeitsplätze sowie gegenseitige Interessen und Abhängigkeiten zwischen Konfliktparteien erzeugen. Sie können aber auch zu einer Verschärfung des Konflikts beitragen oder diesen sogar auslösen, indem sie z.B. Konfliktparteien bevorzugen oder durch Umweltverschmutzung der ansässigen Bevölkerung ihre Lebensgrundlage rauben. Ihre Rolle in Konflikten erzeugt für Unternehmen die Aufgabe, in diesen Konflikt im Rahmen ihrer Möglichkeiten transformierend einzugreifen.
In vielen Fällen sind sich Unternehmen im Vorfeld ihrer Investition und auch während ihrer Tätigkeit dieser Nebenwirkungen ihres Handelns allerdings nicht bewusst. Dieses Phänomen wurde bereits in der Entwicklungshilfe beobachtet und deshalb in den letzten Jahren Analysemethoden entwickelt, um Projekten zu helfen, ihre Auswirkungen auf einen Konflikt abzuschätzen und ihn im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu bearbeiten. Das Peace and Conflict Assessment wird bereits bei allen Projekten der staatlichen Entwicklungshilfe, welche in konfliktiven Regionen durchgeführt werden, vorgeschrieben.
Meine Frage an Sie lautet nun, ob die Bundesregierung und die Europäische Union nicht europäischen Unternehmen regulativ, vor dem Beginn von Unternehmungen in Konfliktregionen nach der K-Kennung des BMZ, eine ähnliche Analyse ihrer Auswirkungen auf den Konflikt vorschreiben kann. Dies würde diesen Unternehmen ihre Bedeutung für den Konflikt und ihre Möglichkeiten in diesem aufzeigen. Erhöhen würde sich sich die positive Wirkung von Unternehmen in Konflikten durch eine Rechenschaftspflicht gegenüber staatlicher Entwicklungsbehörden.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Karl Addicks
bisher keineEmpfehlungen
16.03.2009
Dr. Karl Addicks
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zu Recht weisen Sie darauf hin, dass die Arbeit in Krisenregionen einer besonderen Verantwortung bedarf. Für die deutschen Durchführungsorganisationen hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in diesem Zusammenhang 2005 das "Übersektorale Konzept zur Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit" beschlossen. Damit ist die konfliktsensible Ausgestaltung von Entwicklungsvorhaben für Durchführungsorganisationen der deutschen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit verbindlich gemacht worden.

Auch Unternehmen sollten sich selbstverständlich neben den wirtschaftlichen auch mit den politischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten des Ziellandes vertraut machen und sich auch ihrer verantwortungsvollen Rolle bewusst sein. Aus liberaler Sicht kann es jedoch nicht die Aufgabe des Staates sein, Privatunternehmen vorzuschreiben, sich einer Friedens- und Konfliktsensibilitätsprüfung zu unterwerfen oder staatlichen Entwicklungsbehörden gegenüber einen Rechenschaftsbericht abzugeben.

Jedoch begrüße ich es als Entwicklungspolitiker sehr, wenn sich private Unternehmen an freiwilligen Initiativen, wie bsp. Transparency International, das sich für die Bekämpfung und Eindämmung der Korruption einsetzt, beteiligt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Karl Addicks MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
09.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Addicks,

koennen Sie mir bitte erklaeren wie es zu dem aktuellen Gesetzesentwurf bezueglich des Waffengesetzes kommt?
Ich bin selbst kein Sportschuetze oder Jaeger, aber ich spiele Paintball.
Wenn es im privaten Bereich erhebliche Maengel bezueglich der Lagerung und Zugaenglichkeit von Schusswaffen gibt, so ist es sicher nur sinnvoll und richtig die bestehenden Gesetze zu erweitern oder zu veraendern.
Was aber hat eine im Wettkampf gespielte Teamsportart damit zu tun?
Ich denke, die fuer den Gesetzesentwurf Verantwortlichen haben ein voellig falsches Bild von Paintball.
Paintball ist eine Teamsportart bei der es darum geht, das gegnerische Team durch "markieren" aus dem Spiel zu werfen. Ein Vergleich mit Voelkerball ist wohl am treffensten.
Paintball wird in Deutschland in Ligen gespielt (Bundesliga, Regionalliga etc.). Viele Spielfeldbetreiber leben von Spielern, die etwa als Betriebsausflug "Paintball spielen gehen". Durch das notwendige Spielen im Team wird das Miteinander gefoerdert und man hat zusammen einfach Spass. Ich selbst habe mit etwa 15 meiner Arbeitskollegen schon einen solchen Ausflug veranstaltet und bis auf Wenige, wollen die Meisten beim nachsten mal wieder dabei sein.
Ich will jetzt gar nicht weiter auf die in den Medien genannten Gruende zum Paintball spielen eingehen (simuliertes Toeten, militaerisches Training etc.) Diese Behauptungen entsprechen in keinster Weise den Tatsachen.
Ich bin mir sicher, Sie werden sich Ihre eigene Meinung ueber Paintball bilden. Vllt besuchen SIe ja mal ein Spielfeld und ueberzeugen sich selbst von der Harmlosigkeit des Paintballsports.

mit freundlichem Gruß

O.
Antwort von Dr. Karl Addicks
3Empfehlungen
07.07.2009
Dr. Karl Addicks
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Verbot des Paintball Spiels.

Die Planung der großen Koalition aus CDU, CSU und SPD zum Verbot von Kampfspielen wie Paintball hat die FDP von Anfang an abgelehnt. Schon jetzt ist das Spiel in der Öffentlichkeit untersagt und die ´Markierer´ können nur von Volljährigen erworben werden. Ein ursächlicher Zusammenhang derartiger Spiele mit dem Anlass des Verbots, nämlich Amokläufen wie jüngst etwa dem von Winnenden, ist bisher nicht nachgewiesen worden. Wer ernsthaft glaubt, dass Spiele wie Paintball ursächlich für Gewalttätigkeit und Aggressivität sind, der müsste auch olympische Sportarten wie Fechten und Boxen, aber auch Völkerball verbieten.

Wir hoffen, dass die Bundestagswahl am 27. September dazu führt, dass die FDP in einer Regierungskoalition die fehlgeleitete Verbotspolitik der Regierung verhindern und sachorientierte Positionen durchsetzen kann.

Gern stehe ich Ihnen für weitere Fragen zur Verfügung.

Mit den besten Grüßen

Ihr Karl Addicks
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
01.07.2009
Von:

Ich bin seit ein paar Tagen auf Spurensucher unserer Deutschen Geschichte und habe dazu ein paar ??? auf welche ich eine Antwort suche.

Ich habe gelesen, dass nach dem ersten Weltkrieg durch den Versailler-Vertrag einige Gebiete nicht mehr zu Deutschland gehören. Dazu zählt eben auch die Stadt Danzig welche dann Freie Stadt Danzig wurde und unter den Völkerschutzbund gestellt wurde. Nun habe ich im Versailler-Vertrag gelesen das "die deutschen Reichsangehörigen, die das im Artikel 100 bezeichnete Gebiet bewohnen, ohne weiteres (ipso facto) die deutsche Reichsangehörigkeit verlieren, da sie Staatsangehörige der freien Stadt Danzig werden. "

Somit verliert man per Gesetz seine Staatsangehörigkeit, oder ?
Mir stellen sich damit weitere Fragen.
Ein Eintrag entscheidet dann nach 1939 ob ich diese Staatsangehörigkeit wieder erlange oder nicht, auch das ist alles andere als unklar finde ich.
Auch dazu finden sich unterschiedliche Aussagen , wie zum Beispiel BVerwG, Urteil vom 27. 7. 2006 - 5 C 3. 05; VG Köln
dort steht unter Punkt 24
"§ 4. Die ehemaligen Danziger Staatsangehörigen erwerben ohne Aufnahme in die Deutsche Volksliste mit Wirkung vom 1. September 1939 die deutsche Staatsangehörigkeit .
Ok dann wieder Deutsch , nun aber Kriegsende, viele Menschen flüchten in die neue BRD genau so viele bleiben da. Die jenigen welche da bleiben werden dann automatisch Polen ?

Und nun zum Schluß
Eine Ableitung der Staatsangehörigkeit ist nicht möglich , weil nicht nachgewiesen werden kann das die Vorfahren die ganze Zeit Deutsch waren, Sie waren ja zwischen durch mal Danziger und dann am Ende sogar noch Polen.

Ich freue mich auf Ihre Antwort
mfg M.

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Ihre Frage an Dr. Karl Addicks
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