Dr. Harald Grünau (GRÜNE)
Kandidat Landtagswahl NRW 2010
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Dr. Harald Grünau
Zur Person Dr. Harald Grünau
Privates

Jahrgang 1961, geboren in Fritzlar, aufgewachsen in Rotenburg/F., beides liegt in Nordhessen.

Über Umwege 1994 nach Nordrhein-Westfalen gekommen. Genau genommen nach Delbrück, im schönen, weltoffenen und toleranten Paderborner Land.

2006 haben meine Frau Petra und ich endlich geheiratet. Unsere Kinder Alina (18), Lennart (15) und Lotte (11) haben sich gefreut…


Berufliches

Studium in Hannover
1989 Approbation Tierarzt
1992 Promotion Dr. med. vet.
1994 eigene Praxis in Delbrück


Politisches

1985-1987 AStA-Vorsitzender an der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

1997 GRÜNER, seitdem Kreisvorstandsmitglied in Paderborn, von 1999 bis 2001 als Sprecher, zeitweise BDK- und LDK-Delegierter.

1998 Gründung der Grün-Alternativen BürgerInnen Initiative (GABI) Delbrück, 1999-2004 Ratsmitglied in Delbrück.

2004-heute Mitglied des Kreistags Paderborn, Ausschüsse für Natur und Umwelt und Soziales und Gesundheit.

Mitarbeit in den grünen Landesarbeitsgemeinschaften Landwirtschaft, Naturschutz und Demokratie und Recht.

Seit 2008 Delegierter des Bezirksrats Ostwestfalen-Lippe.

Mitglied des Deutschen Tierschutzbundes, Kinderschutzbund, Förderverein Nationalpark Senne/Egge, Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit.

2009 Gründung "Initiative Gentechnikfreier Kreis Paderborn e.V.".

Direktkandidat der GRÜNEN im Kreis Paderborn für die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen 2010.
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Dr. Harald Grünau hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 31 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
14.03.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Grünau,

in der heutigen Ausgabe der Welt am Sonntag (14.03.2010) wird unter dem Titel "Es fährt ein Zug nach nirgendwo" über die Pläne zum RRX berichtet. Zu meinem Erstaunen stelle ich fest, dass unsere Region (Paderborn) erneut abgehängt worden ist. Unsere nächste Anbindung wäre in Bielefeld. Wie sehen Sie das als möglicher Abgeordneter für den Kreis Paderborn? Haben Sie vor etwas gegen das schleichende "Abhängen" des Zuges aus Paderborn zu tun?

MfG

Antwort von Dr. Harald Grünau
1Empfehlung
15.03.2010
Dr. Harald Grünau
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wir als GRÜNE setzen uns in allen Ebenen dafür ein, dass der Rückzug der Bahn aus der Fläche gestoppt wird. Für die Wahlen zum Bundestag haben wir mit dem sog. "Deutschland-Takt" die Forderung aufgestellt, dass eine Bahnanbindung durch den Fernverkehr für die Oberzentren in den Regionen zu erhalten ist. Ähnlich wie die Länder die Verantwortung für den Nahverkehr auf der Schiene haben, wollen wir seitens des Bundes für den Fernverkehr bei der Bahn eine Garantie für die Anbindung der Oberzentren einführen.

Dem Oberzentrum Paderborn droht durch die Pläne der Bahn AG, die Mitte-Deutschland-Verbindung einzustellen, das Abkoppeln vom Fernverkehr. In mehrfachen Initiativen haben sich die grünen Fraktionen im Landtag wie auch im Bundestag massiv gegen die Stilllegung der Mitte-Deutschland-Verbindung eingesetzt. Die Bahn AG hält allerdings an diesen Plänen fest und verfolgt das Ziel, die finanzielle Verantwortung dem Land NRW zu übertragen. Bei der jetzigen schwarz-gelben Landesregierung kommt hinzu, dass für den Straßenbau nahezu unbegrenzt Investitionsmittel zur Verfügung gestellt werden. Busse und Bahnen stehen demgegenüber bei der jetzigen Landesregierung auf dem Abstellgleis. In den Jahren 2005 bis 2010 wurden die Mittel für Busse und Bahnen in der Summe um rund 520 Millionen Euro gekürzt. Diese Kürzungen machen sich insbesondere in den ländlichen Regionen nachhaltig negativ durch schleichende Angebotsreduzierung bemerkbar.

Unser gemeinsames Ziel muss der Erhalt der Mitte-Deutschland-Verbindung sein, damit Paderborn nicht vom Fernverkehr abgehängt wird. Hierfür werde ich mich einsetzen. Sollte dies gegenüber der Bahn nicht durchsetzbar sein, dann müssen zusätzliche Mittel aus dem Aufkommen der Bundesmittel für den Nahverkehr in unsere Region gelenkt werden, damit wir den Wegfall der Mitte-Deutschland-Verbindung durch einen attraktiven Nahverkehr auf der Schiene ersetzen können.

Mit freundlichen Grüßen

Harald Grünau
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