Dr. Hans-Ulrich Rülke (FDP)
Abgeordneter Landtag Baden-Württemberg

Grunddaten
Geburtstag
03.10.1961
Berufliche Qualifikation
Studium der Germanistik, Politikwissenschaft und Geschichte
Ausgeübte Tätigkeit
Fraktionsvorsitzender, MdL
Wohnort
-
Wahlkreis
Enz
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Ich habe nichts gegen Nachverhandlungen und es ist auch gut, dass es zu einer Einigung gekommen ist. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
16.06.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Rülke,
das Bundesverfassungsgreicht hat das Parlament vor 3 Jahren beauftrag, ein neues Wahlgesetz zu verabschieden.
Im Gegensatz dazu hat das Parlament 2010 in kurzer Zeit die milliardenschwere Hilfsprojekte für Griechenland und 2011 die Atomwnde vollzogen. Warum geht das alles in kurzer Zeit aber beim Wahlrecht geht nichts ?
Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.
Mit freundl. Grüßen
P.
Antwort von Dr. Hans-Ulrich Rülke
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17.06.2011
Dr. Hans-Ulrich Rülke
Sehr geehrter Herr ,

Ich danke fuer Ihre Anfrage, obgleich ich als Landesparlamentarier in die Wahlrechtsreform des Bundestages nicht involviert bin.
Nach meinem Kenntnisstand ist es das Ziel des Bundestages, bei der Reform moeglichst viele Fraktionen, also auch die Opposition, mitzunehmen. Bei der Reform des Landtagswahlrechts in der vorangegangenen Legislaturperiode haben wir es auch so gehalten. Ein Wahlrecht soll ja auch Akzeptanz haben, wenn die heutige Opposition morgen Regierung ist. Offensichtlich kann man sich nun in Berlin nicht einigen, was zu Zeitverzoegerungen fuehrt. Bei der Eurohilfe glaubte man - im Gegensatz dazu - sich keine Verzoegerungen leisten zu koennen.

Mit freundlichen Gruessen

Ihr Hans-Ulrich Ruelke
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Frage zum Thema Finanzen
19.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Rülke,

Sie kritisieren die [voraussichtliche] Ablehung Baden-Württembergs des von Herrn Dr. Schäuble ausgehandelten Steuerabkommens mit der Schweiz. www.fdp-dvp.de

Für mich ist dieses Verhalten dubios, vor allem auch deshalb, da Sie und Ihre Partei die schärfsten Gegner des vom Bundesverfassungsgericht gebilligten Erwerb von Steuer-CDs sind. www.swissinfo.ch


Ich hätte folgende Fragen an Sie:

Ist es Ihnen bekannt, dass der Chef der größten Schweizer Bank feststellt, dass die "Die Schweiz reich geworden ist durch Schwarzgeld", also Geld das aus kriminell anzusehenden Gründen in der Schweiz lagert? www.tagesschau.sf.tv

Würden Sie es als Zufall ansehen, dass die Schweiz nach wie vor das Schwarzgeldparadies Nrs 1 ist, oder doch eher als planmäßiges Verhalten der verantwortlichen Politiker? www.wiwo.de

Sind Sie nicht der Meinung, dass man die Schweiz mit konsequenter Machtpolitik auf den richtigen Weg bringen sollte, einen Weg der seine Nachbarn und auch Entwicklungsländer nicht weiter schadet, anstatt der Schweiz noch entgegenzukommen und diese zu hoffieren?
Antwort von Dr. Hans-Ulrich Rülke
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20.10.2011
Dr. Hans-Ulrich Rülke
Sehr geehrter Herr ,

die Alternative zu dem zwischen der Schweiz und Herrn Schäuble ausgehandelten Verfahren ist nicht, dass es zu einem günstigeren Verfahren kommt, sondern dass es zu gar keinem Verfahren kommt und dem Land Baden-Württemberg Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe entgehen. Man kann nicht einerseits beim Erwerb von Daten-CDs sagen, der Zweck heilige die Mittel und deshalb arbeitet man als Staat auch mit Kriminellen zusammen, um dann aber auf solche Einnahmen mit der Begründung zu verzichten, das Abkommen sei nicht rechtsstaatlich genug.
Im Übrigen haben wir den Ankauf von Daten-CDs nicht abgelehnt, weil wir die Informationen nicht wollten, sondern weil wir das notwendige Verfahren - insbesondere für unsere Beamten - als unzumutbar, eventuell als strafbar einschätzten. So hat ein Anbieter verlangt, ihn an einer Autobahnraststätte in der Schweiz zu treffen und ihm Diamanten im Wert von drei Millionen Euro im Austausch gegen die CD zu übergeben.

Mit freundlichen Grüssen

Hans-Ulrich Rülke
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
19.02.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Rülke,

Sie haben vor kurzem eine kleine Anfrage an das Verkehrsministerium gestellt, welche sich vor allem mit dem möglichen Abbau von Kreiselkunst auseinandersetzt ( www.landtag-bw.de ).

Aus der Fragestellung habe ich den Eindruck, dass Sie unterschwellig vermitteln wollen, dass die geplante Umsetzung von EU Recht ( www.europarl.europa.eu ) von Ihnen nicht gutgeheißen wird. Auch aus Medienberichten und Kommentaren lässt sich entnehmen, dass vor allem die Frage im Raum steht, ob das Ganze überhaupt Sinn macht ( www.bild.de ).

Auffällig ist, dass vor allem in Baden-Württemberg Geld dafür ausgegeben wird, Kreisverkehre mit Kunst zu versehen ( www.ndr.de ).

Ich hätte nun folgende Fragen an Sie:

  • Was spricht eigentlich dagegen, gefährliches und vollkommen überflüssiges Gefährdungspotential aus dem Straßenbereich zu entfernen? Einen direkten Nutzen der Dinger gibts ja nicht.
  • Denken Sie, es wäre nicht angebracht gewesen, bereits beim Entstehen der EU-Richtlinie eventuelle Vorbehalte zu berücksichtigen, anstatt jetzt zu kommen und zu sagen, dass die Richtlinie nicht umzusetzen ist?
  • Denken Sie, es ist in einer Zeit der Rekordverschuldung überhaupt angebracht, dass für derartig sinnlose Gegenstände wie Kreiselkunstwerken Geld ausgegeben wird? Sollten nicht eher Schulden zurückgezahlt oder Steuern gesenkt werden?
  • Denken Sie, die Landesregierung ist der richtige Ansprechpartner, um Kritik zu äußern, oder sinds doch nicht eher die Gemeinden, die anscheinend keine sinnvollen Möglichkeiten mehr haben, Geld auszugeben?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Hans-Ulrich Rülke
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19.02.2012
Dr. Hans-Ulrich Rülke
Sehr geehrter Herr ,

Sie haben mit Ihrer Vermutung voellig recht. Ich halte diese Richtlinie fuer Unfug. Wenn eine Kommune sich fuer "Kreiselkunst" entscheidet, so soll sie das duerfen. Die Entscheidung, ob mit dem Geld auch anderes unternommen werden kann sollte vor Ort getroffen werden.

Mit freundlichen Gruessen

Hans-Ulrich Ruelke
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Frage zum Thema Finanzen
29.03.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Rülke,

ich möchte mich zunächst dafür bedanken, dass Sie so konsequent meine (und auch die anderer) Fragen beantworten. Wir können ja nur alle vier, fünf Jahre wählen, also muss man sich ggf. auch durch das Stellen von Fragen politisch betätigen.

Sie antworteten mir am 19.2.2012, auf meine Frage, ob es nicht nötig wäre, die Schweiz in Bezug auf deren Schwarzgeld-Gebaren stärker unter Druck zu setzen mit " sondern dass es zu gar keinem Verfahren kommt und dem Land Baden-Württemberg Einnahmen in dreistelliger Millionenhöhe entgehen".

www.abgeordnetenwatch.de

Nun stelle ich erstaunt fest, dass die Schweiz sich darüber freut, das "Steuerabkommen mit Deutschland gerettet zu haben" www.tagesanzeiger.ch , und das mit sehr weitem Entgegenkommen - entgegen der Ankündigung, dass es "ass es unter keinen Umständen Nachverhandlungen geben werde". www.tagesschau.sf.tv

Fragen:
Wie erklären Sie sich die seinerzeitige Aussage mir gegenüber?

Wie erklären Sie sich den Verhandlungserfolg von Herrn Dr. Schäuble in den Nachverhandlungen?

Was spricht eigentlich dagegen, das "Schwarzgeldnest Schweiz" komplett auszuheben, wie das Italien will www.tagesschau.sf.tv

Würden Sie mir widersprechen, wenn ich feststelle, dass wir uns viele Rettungsmilliarden für Griechenland und Entwicklungshilfegelder für die Dritte Welt sparen würden, wenn wir die Schweiz zwingen würden, auf eine angemessene Besteuerung der Erträge von Ausländern zu achten, anstatt Steuerhinterziehung am Ausland zu fördern?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Hans-Ulrich Rülke
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30.03.2012
Dr. Hans-Ulrich Rülke
Sehr geehrter Herr ,

Ich habe nichts gegen Nachverhandlungen und es ist auch gut, dass es zu einer Einigung gekommen ist.
Ich kann aber andere Ihrer Formulierungen nicht teilen. Weder ist die Schweiz der Nabel der Welt, noch macht irgendwelche Kriegsrethorik in diesem Zusammenhang Sinn.


Mit freundlichen Gruessen

Hans-Ulrich Ruelke
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