Dr. Hans-Peter Uhl (CSU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Dr. Hans-Peter Uhl
Geburtstag
05.08.1944
Berufliche Qualifikation
Kreisverwaltungsreferent a. D., Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
München
Wahlkreis
München-West/Mitte
Ergebnis
36,7%
Landeslistenplatz
19, Bayern
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Ein Betreuungsgeld für Kinder, die jünger als drei Jahre sind und von einem Elternteil zu Hause betreut werden, ist eine (umstrittene) familienpolitische Idee, die im Jahr 2007 vom damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber in die Diskussion eingebracht worden ist. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
16.05.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Uhl,

in dieser Woche fand der Demografiegipfel statt.

Während Innenminister Friedrich die vorhandene Potenziale besser ausschöpfen möchte, forderte Frau Merkel mehr Zuwanderung. Auch die FDP forderte das öfters, obwohl erst kürzlich bekannt wurde, dass die Zuwanderung in 2012 sehr hoch war. Was ist Ihre Position dazu?

Dabei zeigt die offizielle Statistik ein verzerrtes Bild über die tatsächliche Lage am Arbeitsmarkt.
Außerdem gibt es sehr viel Unterbeschäftigung, die die Bundeszentrale für Arbeit auch auflistet.
Warum verschweigen das viele Politiker?

Zukunftsforscher sagen vorher das die digitalen Entwicklungen noch viele Arbeitsplätze überflüssig machen werden.

Warum werden die Menschen die in Deutschland sind nicht besser gebildet, ausgebildet und warum werden sie nach der vierten Klasse einfach ausselektiert?
In einigen anderen Ländern ist das anders, da kann man m.W. ein Leben lang Abschlüsse nachholen und wird vom Staat dahingehend gefördert.

Warum bekommt man bei einer Zweitausbildung keine Hartz-IV-Leistungen?
Viele die keinen Job haben, könnten auch mit 35, 40 oder 45 Jahren noch eine Zweitausbildung machen, haben aber nicht die finanziellen Mittel um das zu machen.
Diese Tatsache enttäuscht mich besonders.
Mit einer geeigneten Initiative würde man m.E. ein Umdenken bei den Ausbildungsbetrieben bewirken.

Zum besseren Verständnis sende ich Ihnen folgende Links als Beleg mit:

www.gegen-hartz.de

de.wikipedia.org


www.faz.net


statistik.arbeitsagentur.de

Ich bedanke mich im vorraus, für eine möglichst konkrete Antwort und verbleibe,
mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dr. Hans-Peter Uhl
1Empfehlung
28.05.2013
Dr. Hans-Peter Uhl
Sehr geehrte Frau ,

auch wenn es auf den ersten Blick so erscheint, als würden sich die Forderungen von Bundesinnenminister Friedrich und der Kanzlerin gegenseitig ausschließen, so sind doch beide Forderungen berechtigt. Entscheidend ist dafür die situative Steuerung der Zuwanderung unter besonderer Berücksichtigung des inländischen Arbeitsmarkts.

Als "Glücksfall" für Deutschland erscheint mir die Zuwanderung aus der EU und aus Drittstaaten daher nur, insofern damit ein für die Produktion notwendiger Personalbedarf gedeckt werden kann, der im Inland nicht zur Verfügung steht. Es gehört zur Wahrheit, dass z.B. für den wachsenden Bedarf an Arbeitskräften in der Altenpflege kein entsprechendes Interesse im Inland besteht. Außerdem hat der jüngste Berufsbildungsbericht auch offengelegt, dass für viele ehrenwerte Berufe wie Bäcker, Metzger und Köche trotz hervorragender Beschäftigungschancen leider nicht genügend geeignete Bewerber aus dem Inland bereit stehen.
www.bmbf.de

Generell sind die Bildungs- und Ausbildungschancen in Deutschland sehr gut und auch gerecht verteilt. Die Quote der studienberechtigten Schüler aus "bildungsfernen" Elternhäusern liegt jetzt bei 40 Prozent. Bereits 20 Prozent der Kinder aus Nicht-Akademiker-Haushalten studieren an der Hochschule oder haben diese bereits mit Abschluss verlassen. Das ist ein Viertel mehr als in den 1990er Jahren. Außerdem: Nicht nur Gymnasium und Studium sind ein Weg zum Erfolg und zur Karriere. Genauso können Jugendliche und junge Erwachsene beruflichen Erfolg und Erfüllung finden in einer betrieblichen Ausbildung in Kombination mit Unterricht in einer Berufsschule. Die Auffassung, jedes Kind müsse ans Gymnasium und dann an die Uni, ist falsch. Deutschland hat ein im Weltmaßstab führendes System beruflicher Bildung, das hervorragende Fähigkeiten und Beschäftigungschancen vermittelt. Nicht zufällig kommen Delegationen aus vielen Ländern nach Deutschland, um das duale Ausbildungssystem mit seiner niedrigen Jugendarbeitslosigkeit zu studieren.
www.bayernkurier.de

Sie haben wohl Recht, dass die Arbeitsmarktchancen für Geringqualifizierte im generellen Trend eher schlechter werden. Diese Erkenntnis ruft alle Jugendlichen und deren Eltern in (Selbst-) Verantwortung. Es gibt aber auch ein umfassendes staatliches Fördersystem, etwa Bildungsgänge an Berufsfachschulen sowie vorbereitende und fördernde Maßnahmen der Arbeitsagenturen für junge Leute, die noch nicht in einer regulären Berufsausbildung sind.

Die Möglichkeit, ein Leben lang berufsqualifizierende oder akademische Abschlüsse nachholen zu können, besteht in Deutschland durchaus. Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch sind jedoch nicht dazu bestimmt, ein Studium zu finanzieren, sondern dazu, erwerbsfähigen Personen über die Dauer ihrer Arbeitssuche den Lebensunterhalt zu garantieren. Aber ich nehme Ihre Anregung gerne auf, der zufolge hier eine gewisse Lücke bestünde.

Mit freundlichen Grüßen
Uhl
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Frage zum Thema Bildung und Forschung
21.05.2013
Von:

Warum werden jetzt 5000 Ausbildungsplätze an Spanien gegeben obwohl Deutschland selber probleme hat die Arbeitslosen in Arbeit oder in Ausbildung zu bringen???

Reicht es nicht das rund 2,95 Milionen Arbeitslose in Deutschland leben und einer wie ich keine arbeit findet auser in Zeitarbeitsfirmen ??

warum macht ihr das mit deutschland?????
Antwort von Dr. Hans-Peter Uhl
bisher keineEmpfehlungen
28.05.2013
Dr. Hans-Peter Uhl
Sehr geehrter Herr ,

für die Politik von CDU und CSU hat es immer Vorrang, inländische Arbeitslose bei der Verbesserung ihrer weiteren Qualifizierung und Beschäftigungschancen zu unterstützen. Deshalb wenden wir uns gegen alle Forderungen, Arbeitskräfte einfach aus dem außereuropäischen Ausland zu rekrutieren und dazu die Zuwanderungsregeln generell zu lockern. Schließlich wollen wir nicht, dass sich die private Wirtschaft aus der Verantwortung für die Ausbildung und Qualifizierung von Mitarbeitern zurückziehen kann und stattdessen einfach auf billigere Arbeitskräfte aus dem Ausland zurückgreift.

Was jedoch EU-Ausländer anlangt, so dürfen sich diese sowieso grenzüberschreitend auf freie Stellen bewerben und Arbeitsverträge abschließen. Das gehört einfach zur Realität des EU-Binnenmarkts: Wenn wir alle möglichen Waren problemlos nach Spanien verkaufen und Bankgeschäfte grenzüberschreitend getätigt werden, so können wir uns nicht beschweren, wenn spanische Arbeitslose im Gegenzug einen Job in Deutschland suchen.

Eine andere Frage ist, ob deutsche Behörden sich extra darum bemühen sollten, dass Spanier den Weg nach Deutschland finden. Generell und im großen Stil wäre dies sicher unsinnig. Aber bei der jetzt vereinbarten Zahl von 5.000 jungen arbeitslosen Spaniern, die Hilfestellung für die Aufnahme einer Ausbildung in Deutschland erhalten sollen, handelt es sich angesichts der hohen Arbeitslosigkeit in Spanien und der hohen Zahl von unbesetzten Lehrstellen in Deutschland nur um ein sehr begrenztes Programm. Ich halte dies für gerechtfertigt, um einen kleinen Beitrag zur Stabilisierung der Verhältnisse in Spanien zu leisten.

Es gehört auch zur Wahrheit, dass z.B. für den wachsenden Bedarf an Arbeitskräften in der Altenpflege kein entsprechendes Interesse im Inland besteht. Außerdem hat der jüngste Berufsbildungsbericht auch offengelegt, dass für viele ehrenwerte Berufe wie Bäcker, Metzger und Köche trotz hervorragender Beschäftigungschancen leider im Inland nicht genügend Bewerber für einen Ausbildungsplatz bereit stehen.
www.bmbf.de

Mit freundlichen Grüßen
Uhl
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Frage zum Thema Internationales
31.05.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Uhl,

heute Abend kam bei panorama heraus, dass Deutschland an illegalen Hinrichtungen durch US-Drohnen maßgeblich beteiligt ist.
Nach den aufgeflogenen Radpanzerteilen letzte Woche mussten die Bürger jetzt einen weiteren Skandal erfahren und wieder nicht durch die Verantwortlichen, der Bundesregierung, sondern durch die Presse. Wieder ein Beitrag seitens der Bundesregierung zur allseits beklagten Politikverdrossenheit.

Aus der US-Kommandozentrale AFRICOMM bei Stuttgart werden die Drohnen über Afrika geleitet.
Schlimmer noch: AFRICOMM sollte von der Bundesregierung eher geheim gehalten werden.
Grund: Es würde eine unnötige öffentliche Debatte hervorgerufen
Wenn die Bundesregierung von solchen Einsätzen weiß, kann dies Beteiligung an einem völkerrechtlichen Delikt sein, bzw. Totschlag oder Mord von dem wir hier sprechen.
Es werden Menschen auf Verdacht ermordet, mit unserem Strafrecht unvereinbar. Dies ist ein Fall für den Staatsanwalt.

Die Bundesregierung teilte mit, sie habe keine Erkenntnisse über solche von Deutschland geplanten und geführten Einsätze in Afrika.
Eine Antwort, an der man das Interesse an Aufklärung gut messen kann, welches bei null sein dürfte.
Dass diese Antwort mehr als unglaubwürdig ist, versteht sich von selbst.

Viel schlimmer ist jedoch der Verdacht, dass sich die Bundesregierung gar nicht um solche Informationen bemüht.

Welche Bestrebungen gibt es von parlamentarischer Seite, die Bundesregierung zu Erklärung und Transparenz zu zwingen und warum wird den Amerikanern zukünftig diese Praxis nicht untersagt?

Übrigens:
12 afrikanische Länder hatten sich bei der Gründung geweigert AFRICOMM aufzunehmen, nur Deutschland sagte ja.

Mit freundlichen Grüßen,


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Frage zum Thema Verbraucherschutz
12.06.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Uhl,

die Bürger mussten leider wieder zwei ziemlich beunruhigende News über die Presse erfahren.

Erst, dass extralegale Tötungen jetzt auch von Deutschland aus gesteuert werden, vom US Stützpunkt AFRICOM in bei Stuttgart und seit einigen Tagen, dass der NSA Vollzugriff auf die Kommunikation von Facebook, Skype usw. hat.

Als Bürger hätte ich mir gewünscht, diese Infos nicht in der Presse lesen zu müssen, sondern von der Bundesregierung zu erhalten, schließlich hat sie die Fürsorgepflicht für die Bürger.
Das Verbraucherschutzministerium, welches für Konsumenten von elektronischen Medien zuständig wäre hat bisher noch keine Publikationen zum Abhörskandal veröffentlicht und bzgl. Drohnenkrieg hat die zuständige Staatsanwaltschaft Stuttgart keine Untersuchungen angestellt. Hier wird also voraussichtlich alles weiter laufen wie bisher oder gibt es ein Mindestmaß an Hoffnung, dass die Wildwest-Methoden der Amerikaner zumindest auf deutschem Boden dem Grundgesetz entsprechend verboten werden?

Ist bekannt, wie die Bundesregierung die Bürger vor NSA Spionage zukünftig schützen bzw. mindestens warnen will?

Der bevorstehende Besuch von Obama ist eine gute Gelegenheit unter Freunden die Probleme anzugehen; was ist hierzu in Vorbereitung?

mit freundlichen Grüßen,

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Frage zum Thema Inneres und Justiz
17.06.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Uhl,

Sie sagten heute in der Tagesschau, der BND habe nicht die Absicht, Bürger auszuspionieren, sondern über Schlüsselwörter die Gefahr von Terrorismus zu bannen.
Schwer zu glauben in diesen Tagen, nachdem zufällig über Whistleblower herauskam, dass weltweit der amerikanische Geheimdienst Vollzugriff auf Online-Kommunikation hat. Auch der britische Geheimdienst sicherte sich unrechtmäßig Informationen.
Ich denke, als Bürger kann man den Geheimdiensten und Kommunikationsfirmen nicht mehr glauben, nein man darf ihnen nicht mehr glauben.

Welche Garantien können Sie mir geben, die ich auch in 10 Jahren noch einfordern kann, oder ist es dann halt einfach passiert?
Denn sonst sind solche Zusagen wertlos.

mit freundlichen Grüßen,

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