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Sehr geehrter Herr Dr. Friedrich,
auf Ihrer Homepage kann man immer noch ihre Standpunkte aus dem Jahre 2007 zur Privatisierung der Bahn nachlesen.
www.hans-peter-friedrich.de
Darin gebrauchen Sie auch den Begriff der "Effizienzkontrolle der Kapitalmärkte" dem die Bahn unterworfen werden müsse. In der FAZ ist heute zu lesen, dass eine (Teil) Privatisierung der Bahn vor dem Hintergrund der "instablien Finanzmärkte" in absehbarer Zeit nicht in Betracht komme.
Sind Sie nach den Ereignissen des Jahres 2009 immer noch davon überzeugt, dass Unternehmen wie die DB unter die Kontrolle der Finanzmärkte gestellt werden müssen. Wie kann es sein den Hasardeuren in den Finanzmärkten, die allein den bayrischen Steuerzahler inzwischen mehrere Milliarden Euro an Steuergeldern gekostet haben, eine "Effizienzkontrolle" über ein Transportunternehmen mit Hilfe der Politik zugeschanzt werden soll? Ist das mit der "Effizienzkontrolle der Kapitalmärkte" immer noch Ihr Standpunkt? Wenn ja, wieviel % Effizienz für die Kapitalmärkte darf es den sein? 15 % oder gar 25 % Effizienz wie beim Ackermann in Frankfurt?
Als bayrischer Steuerzahler, der allein für das unsägliche HypoAlpeAdria Desaster viele Tage im Jahr wird arbeiten müssen, um die Effizienz der Kapitalmärkte und die dahinterstehenden politischen Fehlentscheidungen zu erwirtschaften, freue ich mich schon auf eine Antwort.
Mit freundlichem Gruss
