Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Dr. Hans-Peter Friedrich
Jahrgang
1957
Berufliche Qualifikation
Jurist, Ministerialrat a.D.
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Hof , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
46,5%
Landeslistenplatz
14, Bayern
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(...) Theo Waigel gelang es dennoch als Bundesfinanzminister, die Staatsschulden ab 1995 nachhaltig zu reduzieren. Unter der rot-grünen Bundesregierung und der von ihr verschuldeten Arbeitslosigkeit nahmen die Schulden allerdings wieder zu. Die Konsolidierungsbemühungen der Großen Koalition werden durch die aktuelle Finanzkrise allerdings konterkariert. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Dr. Hans-Peter Friedrich hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
09.08.2009
Von:

Warum wurde Ulla Schmidt nach der Dienstwagenaffäre nicht suspendiert?
Nun hat sie Frank-Walter Steinmeier nach Absegnung durch den Bundesrechnungshof doch in sein Schattenkabinett geholt. Das versteht doch keiner!

F. K.
Antwort von Dr. Hans-Peter Friedrich
bisher keineEmpfehlungen
28.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, in der Sie meine Position zur sogenannten "Dienstwagenaffäre" von Frau Bundesministerin Schmidt erfragen.

Leider kenne ich den Sachverhalt auch nur aus der Presse, doch soweit mir bekannt ist, sind die Vorschriften über Dienstwagennutzung erst kürzlich neu gestaltet worden. Ob es Verstöße der Frau Bundesministerin Schmidt gab, muss von zuständiger Stelle geprüft werden.

Ich bitte um Verständnis, dass ich mich für die Entscheidung von Herrn Bundesminister Steinmeier, Frau Schmidt ins Schattenkabinett zu holen, nicht als CDU/CSU-Bundestagsabgeordneter zuständig fühle.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans-Peter Friedrich MdB
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Frage zum Thema Finanzpolitik
30.08.2009
Von:

Guten Tag Herr Friedrich,

ich möche im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen, gerne folgendes von Ihnen erfahren:

Welche Maßnahmen sollten nach Ihrer Meinung ergriffen werden, um die grundlegende Neuordnung der Finanzmärkte (welche ja bei G20 beschlossen wurden) durchzusetzen?

Darüberhinaus schließt sich die Frage an, welche Mechanismen können für den Finanzsektor erstellt werden, damit diese Branche nicht mehr leichfertig die Steuerzahler zu Verlustausgleichern Ihrer Geschäftspolitik machen kann?

Ich freue mich auf Ihre Antworten.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Hans-Peter Friedrich
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09.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, in der Sie meine Position zur Neuordnung der Finanzmärkte erfragen.

Die Finanzmarktkrise ist die bisher größte wirtschaftliche und politische Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Dabei dürfen wir die Krise nicht nur als wirtschaftliche Gefahr für uns alle erkennen, sondern sollten sie auch als Chance begreifen. Wir haben jetzt die Möglichkeit, die richtigen Lehren aus der Krise zu ziehen und uns vor neuen Verwerfungen auf dem Finanzmarkt zu schützen.

CDU und CSU setzen dabei weiterhin auf die Soziale Marktwirtschaft auch als Ordnungsmodell der internationalen Finanz- und Wirtschaftsordnung. An international einheitlichen Standards der Regulierung und Überwachung wird Deutschland konstruktiv mitwirken.

Die Deutsche Bundesbank und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) haben in der Krise weitgehend schnell und abgestimmt gehandelt. Dennoch gilt es, die Effizienz der Aufsicht in Deutschland weiter zu stärken, um vergleichbare Krisenszenarien in Zukunft bereits frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Wir halten daher eine Zusammenlegung der Aufsichtskompetenzen unter dem Dach der Deutschen Bundesbank sowie eine Beteiligung des Bundes an den Aufsichtskosten für sinnvoll. Gerade die derzeitige Finanzmarktkrise verdeutlicht, wie eng Aufsichtsorgane mit den Zentralbanken zusammenarbeiten müssen, um eine ausreichende Versorgung des Marktes mit Liquidität zu gewährleisten. Die Unabhängigkeit der Zentralbank ist für uns ein hohes Gut, das wir keinesfalls gefährden wollen. Um eine demokratisch legitimierte und überwachte Finanzaufsicht zu gewährleisten, sollen die mit der Aufsicht befassten Einheiten der Deutschen Bundesbank gebündelt und mit dem Recht versehen werden, verwaltungsrechtliche Maßnahmen ergreifen zu können. Diese Einheit soll allein der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen unterstellt werden.

Bei Rating-Agenturen soll eine Trennung von Bewertung und Beratung stattfinden. Europäisch wie international muss eine Aufsicht über Rating- Agenturen geschaffen werden, die Standards für die Risikobewertung und die Vergabe von Bonitäts-Urteilen setzt und ihre Einhaltung überwacht. CDU und CSU befürworten, dass Bundesbank und Europäische Zentralbank regelmäßig und nach transparenten Kriterien Bewertungen über die Arbeit der Rating-Agenturen veröffentlichen. Und auch die Hedge-Fonds sind einem international abgestimmten Regelwerk zu unterwerfen.

Auch wollen wir die Aufgaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf die Bereiche konzentrieren, in denen Marktversagen vorliegt. Wir setzen uns dafür ein, dass sich die KfW nicht in den Wettbewerb mit privaten Banken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen begibt. Für eine effizientere Kontrolle der KfW muss sie einer adäquaten Bankenaufsicht und dem Kreditwesengesetz (KWG) – unter Umständen mit speziellen Ausnahmen - unterstellt werden. Zudem sollte der Verwaltungsrat verkleinert und weiter professionalisiert werden. Es bleibt aber richtig, dass auch Politiker in diesem Gremium vertreten sind.

Zudem hat die CDU/CSU mit eine Reihe von Gesetzen auf den Weg gebracht, um den Finanzmarkt zu sichern.

So umfasst das Finanzmarktstabilisierungsgesetz verschiedenen Maßnahmen, die es Finanzinstituten für eine beschränkte Zeit erlauben, ihr Eigenkapital zu stärken bzw. Liquiditätsengpässe zu beheben und die Refinanzierung am Kapitalmarkt zu unterstützen, indem diese durch staatliche Garantie abgesichert werden können. Dafür wurde ein Sondervermögen des Bundes, den sog. Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin) eingerichtet.

Das Gesetz zur Stärkung der Finanzmarkt- und Versicherungsaufsicht geht auf das Maßnahmenpaket der Bundesregierung vom 13. Oktober 2008 zurück; mit ihm sollen gezielt die präventiven Befugnisse der Finanzmarktaufsicht gestärkt sowie deren Eingriffsrechte in Krisenzeiten verbessert werden. Zudem wurde durch zusätzliche Meldepflichten die Informationsbasis der Aufsichtsbehörden vergrößert, um Risikopotenziale zukünftig besser einschätzen zu können.

Und auch das Gesetz zur Änderung des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes stellt einen wichtigen Baustein der Finanzmarktarchitektur zur Stärkung des Vertrauens in das deutsche Kredit- und Wertpapierwesen dar. Durch die Novellierung des Einlagensicherungs/- /und Anlegerentschädigungsgesetzes werden die Richtlinienbestimmungen fristgerecht in das deutsche Recht umgesetzt. Einlagen von Unternehmen wie die von Privatkunden bei Banken und Sparkassen bleiben genauso geschützt wie bisher (aber eben in einem erhöhten Rahmen). Im Gesetzgebungs-verfahren konnten zudem Änderungen im Bereich der Entschädigungseinrichtungen erzielt werden.

Zwar zeigen die beschlossenen Maßnahmen bereits Wirkung, aber zum Zurücklehnen ist es zu früh. Wir müssen weiter entschlossen handeln, um Deutschland sicher durch die Krise zu führen. Dabei legen wir großen Wert darauf, dass alle Maßnahmen zu Gunsten des deutschen Finanzmarktes und damit der Verbraucher und Unternehmen international abgestimmt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans-Peter Friedrich MdB
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Frage zum Thema Finanzpolitik
23.09.2009
Von:

Guten Tag Herr Friedrich,
die CDU/CSU war seit bestehen der Bundesrepublik weitestgehend (zumindest die meisten Jahre) an der Macht. Dabei gab es konjunkturell gute und schlechte Zeiten. Die CDU/CSU hat es aber immer bestens verstanden, die Staatsschulden permanent - mehr oder weniger- zu erhöhen. Frei nach dem Motto: es ist nicht mein Geld und bis zur nächsten Wahl wird es schon gehen. Danach werden wir sehen, wie es weiter geht.
Wie wollen sie den Wähler ernsthaft davon überzeugen, das es die Partei diesmal richtig macht? Also eine nachhaltige Finanzpolitik betreibt.
Genaugenommen könnten mich meine Enkel heute schon Fragen, was habt ihr nur für kurzsichtige und ignorante Politiker gewählt ?

Eine Antwort wäre schön, kluges Handeln aber deutlich besser.
Mit freundlichen Grüßen
J.
Antwort von Dr. Hans-Peter Friedrich
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25.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage zum Thema "Staatsverschuldung".

Die Staatsverschuldung war unter der unionsgeführten Regierung bis in die Zeit der ersten Großen Koalition in den 60 er Jahren in Deutschland kein Thema. Im Gegenteil: Es gab damals sogar einen Überschuss im Bundeshaushalt. Dieses änderte sich, als die Verschuldung unter den Regierungen Brandt und Schmidt in den 70er Jahren fast explosionsartig anstieg. In der ersten Hälfte der Regierungszeit von Helmut Kohl ist es gelungen, die Verschuldung wieder in den Griff zu bekommen. Der damalige CSU-Bundesfinanzminister Waigel hätte Anfang der 90er Jahre erstmalig wieder einen ausgeglichen Haushalt vorlegen können. Das historische Ereignis der Wiedevereinigung des Vaterlandes machte es aber erforderlich, den von der vereinigten Linken heruntergewirtschafteten DDR-Staat zu sanieren.

Theo Waigel gelang es dennoch als Bundesfinanzminister, die Staatsschulden ab 1995 nachhaltig zu reduzieren. Unter der rot-grünen Bundesregierung und der von ihr verschuldeten Arbeitslosigkeit nahmen die Schulden allerdings wieder zu. Die Konsolidierungsbemühungen der Großen Koalition werden durch die aktuelle Finanzkrise allerdings konterkariert.

Ich gebe Ihnen Recht, dass die Staatsschulden eine Höhe erreicht haben, bei der die Rückführung der Neuverschuldung und der Beginn der Tilgung zu der zentralen Frage der Generationengerechtigkeit geworden sind. Nicht nur das Wohl unserer Generation darf uns interessieren. Wir sind auch dem Wohl der Kinder von heute und dem Wohl noch nicht geborener Generationen verpflichtet.

Die CDU/CSU will die Neuverschuldung senken, indem wir die zur Krisenbekämpfung notwendigen neuen Ausgaben so schnell wie möglich wieder abtragen. Wir halten am Ziel eines ausgeglichenen Haushalts fest. Es war übrigens der bayerische CSU-Ministerpräsident Edmund Stoiber, der das Ziel des ausgeglichen Staatshaushaltes unter dem Hohngelächter der deutschen Linken propagierte und in Bayern realisierte. Auf Bundesebene waren CSU und CDU zusammen mit der FDP die treibenden Kräfte, dass die Schuldenbremse im Grundgesetz auch gegen Widerstände verankert wurde.

Sie ist ein Gebot der Generationengerechtigkeit und der Vernunft. Der Staat muss sich die Luft verschaffen, um zu gestalten. Je größer die Fortschritte bei der Haushaltskonsolidierung desto größer die entsprechenden Gestaltungsspielräume. Unser Anspruch ist es, so bald wie möglich einen Bundeshaushalt ohne Neuverschuldung vorzulegen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Hans-Peter Friedrich MdB
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