Dr. Gitta Trauernicht (SPD)
Abgeordnete Schleswig-Holstein 2009-2012
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Dr. Gitta Trauernicht
Geburtstag
30.04.1951
Berufliche Qualifikation
Sozialwissenschaftlerin
Ausgeübte Tätigkeit
Vizepräsidentin des Landtags
Wohnort
-
Wahlkreis
Husum-Land
Landeslistenplatz
-, über Liste eingezogen
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(...) Die Reduzierung der Grundgesamtheit halte ich nicht für angemessen und insbesondere auch die Berechnung der Regelsätze für Kinder finden meine Akzeptanz nicht. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
03.02.2012
Von:

Sehr geehrte Frau Dr.Trauernicht,

am 31.1.2012 wurde der von Ihnen persönlich am in 2006 eröffnete Jugendtreff in Hattstedt geschlossen. Grundlage hierfür war ein Beschluß in nicht-öffentlicher Sitzung.
Die für Ihre hervorragende Jugendarbeit bekannte, in unserer Gemeinde seit 12 Jahren tätige Jugendbetreuerin wurde umgehend entlassen.
Eine Protestversammlung am Wochenende brachte auch die zahlreich anwesenden SPD-Gemeindevertreter nicht ins Wanken.Der vielgelobte Jugendtreff, in dessen Sonne sich Ihre Parteigenossen, allen voran Bgm Hessmann, gestern noch sonnten, ist geschlossen; der Jugend bleibt das Buswartehäuschen oder eine rechte Jugendgruppe.
Bitte teilen Sie mir mit, ob Sie die Schließung gutheißen.
Bitte erklären Sie mir, wie das von Herrn Bgm Hessmann angeführte Leistungs- / Preisverhältnis zu verstehen habe; verfügt die SPD etwa über fixe (in Euro pro Kind / Jugendlichem / verhindertem Kriminalfall / bestandenem Hauptschulabschluß) ab dessen Überschreitung die Einrichtung zu schließen ist?
Finden Sie wirklich,daß sich Gemeinden aus der unbequemen,weil kaum zu kontrollierenden offenen Jugendarbeit zurückziehen sollten?
Über eine ehrliche Antwort würde ich mich sehr freuen.
Antwort von Dr. Gitta Trauernicht
1Empfehlung
04.02.2012
Dr. Gitta Trauernicht
Sehr geehrter Herr ,

Als langjährige Jugendpolitikerin und Praktikerin weiss ich um die Bedeutung von Jugendarbeit und habe mich sehr über die Einrichtung in Hattstedt gefreut. Vor allem habe ich mir gewünscht, daß die sehr schöne Einrichtung durch überzeugende Konzepte von den jungen Menschen intensiv genutzt wird.

Dabei stand und steht die offene Jugendarbeit aber immer schon auch in Konkurrenz zu der verbandlichen Jugendarbeit in ihrer ganzen Breite vom Sport über die Musik bis zur Feuerwehr. In den letzten Jahren kommt die Entwicklung im Schulwesen hinzu, die immer mehr Zeiteinstz für die jungen Menschen bedeutet.

Phasen intensiver Nutzung offener Jugenarbeit stehen dann immer wieder auch Phasen geringerer Nutzung gegenüber. Immer aber müssen die Mitarbeiter rausgehen und die jungen Menschen beteiligen, um sie zu gewinnen.

In Hattstedt hat es nun eine Entscheidung gegeben, über die niemand froh sein kann. Eine solche Entscheidung darf und wird sich niemand leicht machen; vor allem muß sie in der Gemeinde intensiv diskutiert werden. Dabei müssen vor allem die jungen Menschen in die Entscheidung eingebunden werden. Das ist so im Kinder- und Jugendhilfegesetz und in der schleswig-holsteinischen Landesverfassung verankert.
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Frage zum Thema Umwelt
15.02.2012
Von:

sehr geehrte Frau Trauernicht,
In Kating (Tönning) soll eine Photovoltaik-Freiflächenanlage direkt neben dem EU-Vogelschutzgebiet Eiderstedt gebaut werden. Wie kann dieses sein?
In den Grundsätzen zur Planung von großflächigen Photovoltaik-Freiflächenanlagen (Fundstelle:Amt sbl. Schl.-H. 2006 S.607) steht geschrieben, dass zu EU-Vogelschutzgebieten ein mindestabstand von 300 Metern eingehalten werden soll. Tatsache ist, dass ein Teilstück der Anlage nur max. 20 Meter neben dem Vogelschutzgebiet gebaut werden soll. Warum darf der Bauausschuß für solch eine Photovoltaik-Freiflächenanlage eine Baugenemigung erteilen?
Die Gemeinde Kating ist gegen den Bau dieser Photovoltaik-Freiflächenanlage.
Die SPD behauptet eine bürgernahe Politik zu betreiben. Warum sind die Stadtvertreter der SPD in Tönning trotzdem für den Bau dieses bürgerfeindlichen Bauprojekts?
Antwort von Dr. Gitta Trauernicht
bisher keineEmpfehlungen
19.03.2012
Dr. Gitta Trauernicht
Die im Zusammenhang mit dem geplanten Bau der Photovoltaik-Freiflächenanlege in Kating (Tönning) aufgeworfenen Fragen bezüglich des Vogelschutzes gilt es zu klären. Tatsächlich hält die Planungsfläche zu einem Teil nicht den erforderlichen Abstand zum Vogelschutzgebiet ein. Hier muss noch eine Verträglichkeitsprüfung stattfinden. Ich halte diese Verträglichkeitsprüfung für einen wichtigen Beitrag zur Sicherung naturschutzrechtlicher Belange.

Vom Ergebnis dieser Prüfung wird es dann abhängen, ob die bisherigen Planungen fortgeführt bzw. modifiziert werden oder aufgegeben werden müssen.


Gitta Trauernicht
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Frage zum Thema Umwelt
22.03.2012
Von:

Wie stehen Sie zum CCS Gesetz, würden Sie einer Verpressung von CO 2 zu Forschungszwecken in Schleswig-Holstein, in der Bundesrepublik zustimmen?

Freundliche Grüße
Antwort von Dr. Gitta Trauernicht
bisher keineEmpfehlungen
23.03.2012
Dr. Gitta Trauernicht
Sehr geehrte Frau ,

Das CCS-Gesetz lehne ich kategorisch ab. Auch die Verpressung von CO2 zu Forschungszwecken in Schleswig-Holstein und anderswo findet narürlich nicht meine Zustimmung. Differenziert können Sie sich über meine home-page www.gittatrauernicht.de informieren.
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Frage zum Thema Soziales
05.04.2012
Von:

Guten Tag,

halten Sie die bestehenden Hartz-4 Gesetze für verfassungskonform? Sind Sie der Ansicht, dass die Reduzierung der Grundgesamtheit, die der Berechnung des Regelsatzes zu Grunde liegt, rechtens ist?
Antwort von Dr. Gitta Trauernicht
bisher keineEmpfehlungen
05.04.2012
Dr. Gitta Trauernicht
Sehr geehrter Herr ,

Sie sprechen ein sehr komplexes Thema an.Die Frage der Verfassungswidrigkeit kann letzlich nur das Bundesverfassungsgericht klären. Die Reduzierung der Grundgesamtheit halte ich nicht für angemessen und insbesondere auch die Berechnung der Regelsätze für Kinder finden meine Akzeptanz nicht. In einem Gutachten hat Prof. Dr. Johannes Münder für den DGB diese Thematik überzeugend dargelegt.


Mit freundlichen Grüßen
Gitta Trauernicht
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