Dr. Gesine Lötzsch (DIE LINKE)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Dr. Gesine Lötzsch
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Philologin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Berlin-Lichtenberg-Hohenschönhausen
Landeslistenplatz
3, Berlin
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(...) Die Kritik des Finanzministers an Staaten, die die steuerrechtlichen Grundlagen für Steuerflucht bieten, ist prinzipiell berechtigt. Sein Vorgehen, was sich wohl allein mit dem bevorstehenden Wahlkampf begründen lässt, ist ein Skandal.


Herr Gellert, wir haben doch gegenwärtig die Situation, dass Steuerflucht fast gar nicht mehr "nötig" wird. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Internationales
13.06.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Dr.Lötzsch,

was sind die wahren Gründe für den Krieg in Afghanistan?

Ist es die geostrategische Lage?

Ist es die Nähe zu den riesigen Öl- und Gasreserven in der kaspischen Region?

Ist es die Möglichkeit, später den Iran nicht nur vom Westen
sondern auch vom Osten angreifen zu können?

Ist es der Wunsch der Rüstungsindustrie?

Sind Menschenrechte und Terroristenbekäpfung nur vorgeschobene Gründe?

Interessiert sich der Westen beispielsweise in Afrika viel weniger für Menschenrechte und Terroristen?

Geht es - wie im Irak - um Blut für Öl?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Dr. Gesine Lötzsch
7Empfehlungen
27.06.2008
Dr. Gesine Lötzsch
Sehr geehrter Herr Rieth,

zunächst vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wie Sie der Presse entnommen haben werden, hat die Linksfraktion ihren Protest gegen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr auch bei den letzten Abstimmungen im Deutschen Bundestag zum Ausdruck gebracht. Demzufoge lehnt die Linksfraktion sowohl das zusammengelegte Mandat von ISAF und Tornado-Einsatz als auch die US-geführte "operation enduring freedom" (OEF) geschlossen ab.

Ich denke die wahren Gründe für den Afghanistan-Krieg liegen in der US-amerikanischen Philosophie des "war on terror". Nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 vermutete die westliche Welt deren Drahtzieher in Afghanistan. Das Taliban-Regime wurde im Verein mit der Nordallianz beseitigt und die Jagd nach al-Qaida-Kämpfern des Osama bin Laden eröffnet.

Der Grund für die Intervention der Bundeswehr im Rahmen der ISAF liegt in der Annahme, man könne politischen Konflikten mit militärischen Lösungen begegnen. Der von der Internationalen Schutztruppe geführte Einsatz mit dem Ziel des sog "nation building" wurde in der deutschen Debatte häufig mit Argumenten hinsichtlich der Durchsetzung von Menschenrechte verbunden.

Die LINKE hat von Beginn an einerseits die US-geführte, nicht UN-mandatierte, OEF-Mission und andererseits die ISAF-Intervention abgelehnt. Die LINKE begründet dies folgendermaßen: Die Bevölkerung ist zum einen durch flächendeckende Massenbombardements (insbesondere OEF) im Namen des Kampfes gegen den Terrorismus nicht zu gewinnen, denn diese forcieren nur die unsägliche Gewalt in der Region. Sie führen zu einer Spirale der Gewalt, die die Bilder der heutigen Bürgerkriegszustände in Afghanistan bezeugen.
Zum anderen hält die LINKE den Ansatz der ISAF-Mission für falsch. Wie häufig in den Medien behauptet, wollen wir Afghanistan nicht seinem Schicksal überlassen. Sondern das Geld in die humanitäre Hilfe und den zivilen Aufbau investieren. Die Zahlen aus dem Jahr 2006 sprechen eine deutliche Sprache: Die Mittel aus dem Bundeshaushalt beliefen sich für ISAF auf 501 Mio. Euro und für die Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan auf. 49 Mio. Euro.
Zudem ist die LINKE grundsätzlich gegen Auslands-Einsätze der Bundeswehr, die kriegerische Handlungen vorsehen.

Ich denke, dass die Gründe für den Afghanistan-Einsatz (Terrorbekämpfung, Durchsetzung der Menschenrechte) keine vorgeschobenen sind. Allein wir glauben nicht, dass diese militärische Interventionen rechtfertigen. Denn würde man dieser Argumentation konsequent folgen, müsste man auch in Saudi-Arabien oder Pakistan intervenieren. Die westliche Welt ist durchaus widersprüchlich, wenn es um Menschenrechte geht. Oftmals wird die Menschenrechtslage erst relevant, wenn man sich wirtschaftliche Profite infolge von Interventionen verspricht. Meines Erachtens ist die Lage im Irak und Afghanistan grundverschieden. Dass der wahre Grund für den Irak-Krieg in den Öl-Reserven auf dem irakischen Territorium liegt, ist ja offensichtlich.

Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute!

Dr. Gesine Lötzsch
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Frage zum Thema Internationales
28.06.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Lötzsch,

die Partei DIE LINKE spricht sich also für einen zügigen Abzug aus Afghanistan aus, stellt alle vorgebrachten Gründe für ein intern. und speziell dts. Engagement in Frage und hält den bisherigen Verlauf des Einsatzes für grundlegend falsch.
Ich bin im Gegenteil der Meinung, daß der Einsatz von Anfang an richtig war und konsequent zu Ende geführt werden, ja das Engagement gerade auch von dt. Seite deutlich verstärkt werden müsste.

Dennoch würde mich interessieren, wie Sie, bzw. die Partei DIE LINKE sich eine mögliche Exit-Strategie vorstellen, bzw. ob es eine solche überhaupt gibt. Afghanistan sich selbst, bzw. Taliban-/Al Qaeda-Kämpfern und Warlords zu überlassen, kann wohl kaum eine sinnvolle Lösung sein.
Und mehr Geld in den zivilen Aufbau / human. Hilfe stecken zu wollen, sind zwar ehrenwerte Ziele, aber unverantwortlich den zivilen Orgas gegenüber, die ohne den milit. Schutz/Unterstützung eine solche Aufgabe übernehmen müssten. Wer soll für deren Sicherheit einstehen? Wie soll die intern. Gemeinschaft eigene Interessen ohne Truppen durchsetzen? Letztlich steht die Glaubwürdigkeit der intern. Gemeinschaft auf dem Spiel, wenn sie ihr Engagement nur halbherzig betreibt. Erst recht aber, wenn sie sich in der jetzigen Situation aus dem Land zurückzöge!

Daß noch nicht alle Probleme gelöst sind, sollte nicht darüber hinweg täuschen, wie notwendig der Einsatz ist. Hätte der 11.9.2001 einfach ohne Konsequenzen für Taliban und Al Qaeda bleiben sollen? Sollte man wegen Angst vor terroristischen Anschlägen klein-bei geben und sich einschüchtern lassen? Wie sehen Ihre Alternativen aus? Die Taliban haben sich nicht mit diplom. Druck einschüchtern lassen, Sanktionen gegen ein Regime, das bemüht war die eigene Bevölkerung zurück ins tiefste Mittelalter zu befördern? Welche realistische und verantwortungsbewusste Außenpolitik der BRD schwebt Ihnen denn vor?
Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe mit freundlichen Grüßen,
Q.J.
Antwort von Dr. Gesine Lötzsch
27Empfehlungen
08.07.2008
Dr. Gesine Lötzsch
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre E-Mail.

Sie haben Recht. Die LINKE lehnt den Einsatz der Bundeswehr und die gesamte Afghanistan-Politik der Bundesregierung und der Nato ab. Wir sind der Meinung, dass die Herangehensweise in Afghanistan komplett geändert werden muss. Zunächst muss Deutschland der militärischen Option abschwören. Gegenwärtig wird jedoch das Gegenteil diskutiert. Nachdem die Bundeswehr das Kommando der sog. schnellen Eingreiftruppe (QRF) übernommen hat und unumwunden erklärt, nun ein realen Kampfauftrag erhalten zu haben, sieht das Verteidigungsminsiterium eine weitere Truppenaufstockung von in etwa 1000 Soldaten vor. Mittlerweile muss doch aber auch der Bundesregierung aufgefallen sein, dass die Militäreinsätze zu mehr Gewalt und Terror geführt haben. Unsere Alternative beinhaltet hingegen eine massive Offensive in den zivilen Aufbau.
Wie häufig in den Medien behauptet, wollen wir Afghanistan nicht seinem Schicksal überlassen. Sondern das Geld in die humanitäre Hilfe und den zivilen Aufbau investieren. Die Zahlen aus dem Jahr 2006 sprechen eine deutliche Sprache: Die Mittel aus dem Bundeshaushalt beliefen sich für ISAF auf 501 Mio. Euro und für die Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan auf. 49 Mio. Euro. Hier muss eine strukturelle Veränderung vorgenommen werden, so dass durch die Errichtung einer zivilen Infrastruktur ein Gesellschafts-und Staatswesen entstehen kann, das alle Menschen an politischen Entscheidungen teilhaben lässt und im Besonderen die Recht der Frauen stärkt. Daneben muss, um die Korruption in Afghanistan zu bekämpfen, eine neue Strategie gegen die dortigen Drogenbarone entwickelt werden. Hierbei sind Agrarinvestitionen notwendig, damit die Bauern von ihren Erträgen leben können.
Herr , das sind alternative Ansätze unserer Partei, die jenseits
des militaristischen Denkens der Bundesregierung eine Strategie für
Afghanistan entwickeln sollen.
Sie argumentieren, die Taliban hätte die eigene Bevölkerung zurück ins tiefste Mittelalter befördert und sich nicht mit diplomatischem Druck einschüchtern lassen. Aber rechtfertigt dies Kriegseinsätze? Diese interventionistische Denkweise, verfolgte man sie konsequent, könnte auch Militäreinsätze in Ländern begründen, die aber bislang (wie Saudi-Arabien und Pakistan)das Wohlwollen der Vereinigten Staaten von Amerika genießen. Die Außenpolitik der Bundesregierung kann doch nicht ernsthaft beinhalten, der USA mit ihrem Selbstverständnis, eine Art Weltpolizei zu sein, unkritisch Gefolgschaft zu leisten.
Lassen Sie mich bitte noch einen Satz zum Kampf-Einsatz der Bundeswehr im Rahmen der QRF schreiben. Ich finde, die Geschichstlosigkeit der Bundesregierung, die in diesem militärischen Denken, mitschwingt, sehr bemerkenswert. Wir sind der Meinung (wahrscheinlich als einzige parlamentarische Partei), dass sich Deutschland vor dem Hintergrund seiner Geschichte weder mittelbar noch unmittelbar an einer Kriegsführung beteiligen darf. Punkt!

Ich wünsche Ihnen für die Zukunft alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Gesine Lötzsch, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
30.06.2008
Von:

Werte Frau Lötzsch,

Wie stehen Sie zur Pfändung der Domänen "www.linkezeitung.de" und "www.scharf-links.de" durch den GNN-Verlag? Ist das die in ihrer Partei vielbeschworene Solidarität? Sollte nicht ein möglichst breites Spektrum linker Publikationen in unserer Medienlandschaft bestehen?

Mit freundlichen Grüßen
A..
Antwort von Dr. Gesine Lötzsch
4Empfehlungen
24.07.2008
Dr. Gesine Lötzsch
Sehr geehrter Herr

vielen Dank für die Nachricht vom 30.06.

Die LINKE hat mit dem GNN nichts zu tun. Von unserer Partei gibt es diesbezüglich keine Klagen und Pfändungen. Wir haben keinen Einfluss auf die Entscheidungen des GNN.

Ich wünsche Ihnen weiterhin alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Gesine Lötzsch
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
16.07.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Dr. Lötzsch,

ich wohne mit meiner kleinen Familie seit einiger Zeit in der Siegfriedstrasse im Bezirk Lichtenberg. Wir haben aufgrund des Verkehrslärms (die Häuser stehen sehr dicht an der Strasse) nachts manchmal arge Probleme in den Schlaf zu kommen. Wäre es nicht möglich die Geschwindigkeit von 22.00 Uhr bis 06.00 Uhr auf 30 Km/h zu reduzieren? Das würde den db-Wert um einiges senken und uns endlich ein paar ruhige Nächte schenken.
Vielen Dank im Voraus.
MfG
Antwort von Dr. Gesine Lötzsch
7Empfehlungen
25.07.2008
Dr. Gesine Lötzsch
Sehr geehrter Herr ,


vielen Dank für Ihre Anfrage bei abgeordnetenwatch.de.

Nach Rücksprache mit der zuständigen Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Katrin Lompscher, können wir Ihnen raten, sich an das Bezirksamt, untere Straßenverkehrsbehörde (in Lichtenberg beim Tiefbauamt) zu wenden. Hier fragen Sie bitte nach, ob der Bezirk zuständig für verkehrliche Anordnungen ist und entsprechende Absichten seitens des Bezirkes bestehen.

Wenn dies nicht der Fall ist, können sie selbst einen entsprechenden Antrag stellen und erhalten einen rechtsmittelfähigen Bescheid (diesen gibt es nur bei individueller Beantragung)- entweder von der bezirklichen Straßenverkehrsbehörde oder von der Verkehrslenkung Berlin, einer nachgeordneten Einrichtung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und für überbezirkliche Straßen zuständig.

Ich hoffe, wir konnten Ihnen hiermit helfen. Bei Problemen können Sie sich jederzeit wieder an uns wenden.

Mit besten Grüßen

Lisa Martin
Mitarbeiterin Büro Lötzsch
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Frage zum Thema Soziales
05.08.2008
Von:

Guten Abend Frau Lötzsch,

ich wende mich heute abend spontan an Sie als meine zuständige Bundestagsabgeordnete mit folgendem Sachverhalt:

Ich (berufstätig) bin vor kurzer Zeit mit meiner Parnterin, welche welche alleinerziehende Mutter ist und zzt. vom Arbeitslosengeld II lebt. Meine nicht besonders hohen Einkünfte in Höhe von ca. 750 € netto haben wir natürlich mit allen notwendigen Nachweisen beim zuständigen JobCenter Lichtenberg in der Gotlindestraße eingereicht.

OHNE die Zustellung eines entsprechenden Änderungsbescheides sind nun einen Monat sämtliche Zahlungen betreffend des ALG II (Mietzahlung und Hartz IV) eingestellt worden. Ohne Bescheid zur Prüfung unsererseits wird dieses doch sicherlich nicht rechtens sein, oder? ist es denn unabgesehen davon wirklich rechtens, dass mein komplettes Einkommen angerechnet wird?

Das Problem einer durchgeführten Änderung ohne Bescheid ist meiner Parnterin speziell bei uns in Lichtenberg nicht zum ersten Mal und auch aus der Nachbarschaft/Bekanntenkreis sind mir ähnliche Fälle bekannt. Auskunft erhält man seitens des JobCenters aber nur nach Terminvergabe, welche aber noch nicht mal telefonisch, sondern nur bei persönlichem Erscheinen durchgeführt wird.

Beschwert man sich bei Vorgesetzten über diese Verwahrensweise bekommt man nur die lapiadare Auskunft: "Wenn meine Mitarbeiterin das so macht, hat das schon seine Richtigkeit".

Wissen Sie einen Rat oder haben Tipps, wie man sich in dieser Situation verhalten kann? Denn mit meinem Latein bin ich/sind wir zzt. zugegebenermaßen ziemlich am Ende.

Gerne würde ich, falls es sowas bei Ihnen gibt, den Sachverhalt in Ihrer "Bürgersprechstunde" erläutern.

Viele Grüße

Antwort von Dr. Gesine Lötzsch
30Empfehlungen
11.08.2008
Dr. Gesine Lötzsch
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Sie haben völlig Recht: Ohne die Zustellung eines Änderungsbescheides, dürfen die Zahlungen des Arbeitslosengeldes II nicht gekürzt werden. Allerdings scheint die Zustellung in der Praxis manchmal einige Wochen zu dauern.
Ich rate Ihnen, sofern Sie Ihren Änderungsbescheid erhalten, sofort Widerspruch einzulegen:
Denn bei Ihrem Lohneinkommen scheint mir die volle Anrechnung nicht korrekt zu sein. In Absprache mit den Sozial-Referenten der Linksfraktion im Deutschen Bundestag kann ich Ihnen Folgendes berichten:
Es ist zwar in der Tat so, dass das Einkommen des Partners bis auf einen Erwerbstätigenfreibetrag voll angerechnet wird. Der Hilfebedarf des Partners muss aber auch erstmal gedeckt sein. In diesem Fall stünde dem Betroffenen 90% des Regelsatzes (316EUR) plus der Anteil an den Kosten der Unterkunft (mind. 180 EUR). Hinzu kommt der Erwerbstätigenfreibetrag von 260 EUR zu. Insgesamt ergeben sich 756 EUR. Dies liegt über Ihrem Einkommen, so dass dieses gar nicht angerechnet werden dürfte.

Nur wenn Vermögen über den Vermögensfreigrenzen existiert, auf das die Bedarfsgemeinschaft verwiesen werden könnte, oder im betreffenden Monat hohe einmalige Einkünfte erzielt worden wären, ist eine Einstellung der Zahlungen (mit Änderungsbescheid) möglicherweise rechtmäßig. Wenn das alles nicht der Fall ist, dürfte es sich mal wieder um eine grob rechtswidrige Praxis handeln.

Ich empfehle Ihnen folgende Vorgehensweise: 1. Vorsprechen beim Jobcenter: Sie sollten auf der sofortigen Zahlung - notfalls auch per Abschlag - bestehen.

2. Gegen den Änderungsbescheid Widerspruch einlegen, wobei sie notfalls mit Rechtshilfe klagen sollten.

Ich lade Sie hiermit recht herzlich zu meiner nächsten Sprechstunde am 04. September 2008 in die Ahrenshooper Straße 5 ein. Ich habe Sie bereits vorgemerkt. Wenn Ihnen dieser Termin recht ist, melden sie sich bitte unter folgender Rufnummer 030-99 27 07 25 endgültig an.

Bis auf weiteres verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen!

Dr. Gesine Lötzsch
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