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Sehr geehrter Herr Dr. Jüttner,
vor einigen Wochen berichtete mir mein Vater (75 Jahre), das es ähnliche Belästigungen wie die SPAM-Praxis bei Email (Werbe-EMails) jetzt auch telefonisch gibt, die wohl von Call-Centern aus dem europäischen Ausland kommen. Mein Vater wurde 5 bis 10 mal täglich(!) angerufen und gefragt, ob er an irgendwelchen Gewinnspielen teilnehmen möchte. Dabei geht das Marketing- und Manipulationsgeschick dieser Call-Center sogar soweit, dass mein Vater schon nach einigen Wochen Lastschrift-Abbuchungen dieser Firmen auf seinem Kontoauszug fand, obwohl er immer nach Kräften ´Nein´ gesagt hatte. Wir vermuten, die Bankdaten haben die Firmen aus einer mittlerweile unter diesen Unternehmen kursierenden Bankdatendatei(??? es ist anders nicht zu erklären... bei den ´Kontrollanrufen´ sollte er lediglich diese Bankdaten bestätigen, nachdem sie ihm vorgelesen wurden, er hat sie ihnen aber nicht gegeben!! Wahrscheinlich wurde ihm das auch als ´Bestätigung des Vertrages´ in den Mund gelegt... dabei hat er nur bestätigt, das dies sein Konto ist).
Um den Verträgen zu widersprechen, musste er nach allen Anrufen Widerrufsschreiben verfassen und verschicken... obwohl er keinem Vertrag zugestimmt hatte. Mein Vater hat auch schon mit einer Anwältin gesprochen, die ihm sagte, er müsse hier beweisen, das kein Vertrag zustande gekommen sei.
Das Verfassen der Widerruftsschreiben ist bei 5-10 solchen ´Angriffen´ täglich ein erheblicher Aufwand. Warum ist die Beweislast hier auf Seiten des Verbrauchers, so dass mein Vater nachweisen muss, dass kein Vertrag zustande gekommen ist ?
Wie ist Ihre Meinung hierzu und was wird die Koalition tun, um den Verbraucherschutz wieder auszuweiten und um dem mitllerweile grassierenden Handel mit Verbraucherdaten eine Riegel vorzuschieben?
Wie kann man bei solchen Telefongeschäften gerade die ältere Generation schützen?
Vielen Dank im vorraus für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
