Dr. Carsten Sieling (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Dr. Carsten Sieling
© spdfraktion.de
Geburtstag
13.01.1959
Berufliche Qualifikation
Diplom-Ökonom
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Bremen
Wahlkreis
Bremen I
Ergebnis
33,7%
Landeslistenplatz
3, Bremen
weitere Profile
(...) Eine Finanztransaktionssteuer hätte eine allgemeine und viel breitere Bemessungsgrundlage als die sogenannte "Tobin-Steuer" auf Devisentransaktionen: Mittels einer Finanztransaktionssteuer wären alle börslichen und außerbörslichen Transaktionen von Wertpapieren, Anleihen und Derivaten und alle Devisentransaktionen erfasst. (...) Was die Frage der Belastung für Klein- und Riester-Sparer betrifft, so gilt es festzuhalten, dass die von der FDP verbreiteteten Horrorzahlen jeder Grundlage entbehren. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Soziales
10.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Sieling!

Erläuterung und Fragen:
1. Wird ein Beamter straffällig, wurde verurteilt und ihm wurden die Versorgungsbezüge aberkannt, wird er vom Dienstherrn in der GRV nachversichert. Diese Nachversicherung wird vollständig vom Dienstherrn eingezahlt, sowohl Arbeitnehmer- als auch Arbeitgeberanteil. Welche Bezugshöhe (letzte Besoldungsgruppe, Zuschläge) wird angesetzt? Ein "normaler" gesetzlich Rentenversicherter erlebt im Regelfall eine Einkommensentwicklung und zahlt entsprechend (mit den Arbeitgebern) Beiträge in die GRV. Ich finde aber keine entsprechenden Hinweise, wie in dem skizzierten Fall verfahren wird.
Für mich ist überhaupt nicht nachvollziehbar, warum für den verurteilten Straftäter quasi als Strafe eine finanzielle Unterstützung gewährt wird, indem sein Arbeitnehmeranteil auch vom Arbeitgeber (also vom Steuerzahler) getragen wird . Das ist quasi ein Geschenk in Höhe von mehreren 10tausend Euro. Können Sie mir das erläutern? Vielleicht auch mit einem Kommentar, warum es eine "Strafe" ist, statt einer Alimentation eine Rente zu beziehen.
2. Reichen Altersversorgung und die Pflegeversicherung für einen gesetzlich rentenversicherten Bürger nicht aus, muss sein Vermögen bis zum Schonvermögen aufgebraucht werden. Bedarf er dann weiterer Unterstützung, müssen ggf. Kinder für ihn aufkommen. Auch für deren Verpflichtungen gibt es Berechnungsvorgaben. Erhält ein Beamter über seine Pension und die Pflegeversicherung (zahlen Beamte eigentlich in die gesetzliche Pflegeversicherung ein ?) hinaus noch weitere Beihilfen? Muss auch er notfalls sein Vermögen bis zum Schonvermögen
aufbrauchen bevor er diese erhält? Oder gilt das Alimentationsprinzip, das dem Beamten durch seinen Dienstherrn angemessene lebenslange Versorgung zugesteht? Können also Kinder von Beamten überhaupt zur Versorgung ihrer Eltern herangezogen werden ?
Vielen Dank für Ihre Bemühungen bei der Beantwortung dieser beiden Fragenkomplexe!

Freundlichen Gruß
J.

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Frage zum Thema Wirtschaft
19.11.2011
Von:

Hallo Herr Sieling.

In einem Vortrag von Ihnen,haben sie von Geldsummen der realen Wirtschaft und der sogenannten irrealen Wirtschaft gesprochen. Da ich die genaue Definitionen und Summen nicht richtig notieren konnte, bitte ich mir diese Daten noch mal zu nennen.

mfG
Antwort von Dr. Carsten Sieling
3Empfehlungen
29.11.2011
Dr. Carsten Sieling
Lieber ,

ich vermute, Sie spielen auf die Zahlen der weltweiten Jahreswirtschaftsleistung im Vergleich zum Volumen des Derivatehandels an. Im Jahr 2010 betrug das globale BIP – also der Gesamtwert aller Güter (Waren und Dienstleistungen), die hergestellt wurden - ca. 60 Billionen Dollar. Im Gegensatz dazu hat der Derivatehandel einen Umfang von 600 Billionen Dollar. Aber nicht nur das: Seit dem Jahr 1990 hat sich diese Zahl verdreihundertfacht und steigt weiter an. Noch extremer stellen sich die Werte bei den Devisengeschäften dar: Ihre Menge beträgt zur Zeit die unvorstellbare Größe von 955 Billionen Dollar! Hier waren es im Jahr 1990 noch 147 Billionen Dollar. Deshalb kämpft die SPD dafür, dass die Finanzmärkte endlich wieder auf Ihre eigentliche Aufgabe zugedrängt werden: Als Diener der Realwirtschaft die Kreditfinanzierung unserer Volkswirtschaften sicherzustellen.

Einen möglichen Weg dazu haben wir Sozialdemokraten unlängst in einem Antrag formuliert, der unter meiner Federführung entstanden ist. Er ist hier dip21.bundestag.de abrufbar. Ein aufschlussreiches Papier mit weiteren Fakten haben unsere sozialdemokratischen Kollegen in Europa veröffentlicht. Sie können es hier uta-zapf.de abrufen.

Mit freundlichen Grüßen


Dr. Carsten Sieling, MdB
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