Dr. Andreas Scheuer (CSU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Dr. Andreas Scheuer
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
26.09.1974
Berufliche Qualifikation
Magister in Politologie, Wirtschaftswissenschaften und Soziologie
Ausgeübte Tätigkeit
MdB; Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Wohnort
Passau
Wahlkreis
Passau
Ergebnis
46,5%
Landeslistenplatz
8, Bayern
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(...) Klärungsbedarf hinsichtlich eines gesetzlichen Mindestlohnes besteht insbesondere aus ordnungspolitischen und verfassungsmäßigen Gründen. Ein gesetzlicher Mindestlohn für alle Branchen bedeutet einen Eingriff in die durch das Grundgesetz geschützte Tarifautonomie. Diese ist unverzichtbarer Ordnungsrahmen der Sozialen Marktwirtschaft und hat Vorrang vor der staatlichen Lohnfestsetzung. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Integration
03.11.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Scheuer!

Was halten sie von der Absicht unserer Kanzlerin, Migranten bevorzugt im öffentlichen Dienst anzustellen ? Sind nun meine Kinder und Enkelkinder Bewerber zweiter Klasse? Ist das nun ein weiterer Schritt in Richtung Abzuschaffund des Leistungsprinzipes? Ich halte es für einen weiteren Schritt in Richtung " ein Land schafft sich ab" !
Die Wahlberechtigten in unserer Familie stellen sich schon länger die Frage, ob wir nicht unsere politische Einstellung überdenken sollten!

Mit freundlichen Grüßen!
Antwort von Dr. Andreas Scheuer
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24.11.2010
Dr. Andreas Scheuer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel meint hier die große Zahl von Menschen aus aller Welt, die gut integriert unter uns und mit uns leben und daher auch ein Anrecht auf angemessene Arbeit haben. Für mich gilt: lieber eine Arbeit als im Sozialen Transferleistungen erhalten!
Hier geht es nicht darum, deutsche Bürger zu benachteiligen oder als Menschen 2. Klasse zu disqualifizieren, sondern auf die Bedürfnisse unserer Gesellschaft einzugehen. Auch hier soll selbstverständlich das Leistungsprinzip weiterhin bestehen bleiben, sei es bei Deutschen oder Menschen mit Migrationshintergrund.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Scheuer, MdB
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Frage zum Thema Sicherheit
24.11.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Dr. Scheuer,
danke für Ihre Antwort!

Leider konnte ich nicht herauslesen, warum in Meklengurg-Vorpommern Autos und Allee-Bäume mit Leitplanken voreinander geschützt werden, bei uns jedoch nicht.
Vielen Dank im voraus für eine klärende Antwort!


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Frage zum Thema Arbeit
19.12.2010
Von:

Wie sehen sie das Verhalten sehr vieler LKW-Speditionen und Busunternehmen, (um nicht zu sagen, der allermeisten), welchen es unmöglich zu sein scheint, neuen Leuten, welche frisch von der Fahrschule, oder Umschulung kommen, in ausreichender Art und Weise, Berufserfahrung zu bekommen und zu sammeln, einzustellen? In den allermeisten Fällen wird eine Bewerbung sofort abschlägig beantwortet, falls eine mehrjährige Beruferfahrung, (nach Möglichkeit international), noch nicht vorhanden ist. Wie ist ihre Aussage zu diesem Thema und welche Mittel und Möglichkeiten werden angeboten um die gravierende Abneigung gegen diese neuen Fahrer abzubauen? Wie wird sich der Trend diesbezüglich, insbesondere hier, im Großraum Passau bis Altötting, in der nächsten Zeit, entwickeln?
Antwort von Dr. Andreas Scheuer
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28.02.2011
Dr. Andreas Scheuer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Bedingt durch die Wirtschafts- und Finanzkrise kam es in der Vergangenheit im Güterkraftverkehrsgewerbe zum Abbau von Kapazitäten und Personal. Es wird erwartet, dass der Rückgang der Transportleistung im Jahr 2009 bis Ende 2010 wieder ausgeglichen und das Niveau der Transportleistung von 2008 im Jahr 2011 erreicht und übertroffen wird. So haben Untersuchungen gezeigt, dass sich die Verkehrsnachfrage auf dem deutschen Güterkraftverkehrsmarkt im Zuge der gesamtwirtschaftlichen Erholung im Verlaufe des 1. Halbjahres 2010 belebt hat.

Ich gehe davon aus, dass die Zunahme der Transportleistung auch eine Verbesserung der personellen Situation im Gewerbe mit sich bringen wird.

Der Rat der Europäischen Gemeinschaft hat beschlossen, dass die Ausbildung des Fahrpersonals im Güterkraftverkehr und in der Personenbeförderung mit Bussen in allen Mitgliedsstaaten ein bestimmtes Mindestniveau erreichen soll. Begründet wird dies damit, dass die europäische Sozialvorschrift für das Fahrpersonal nur für sehr wenige Fahrer gelten und eine obligatorische Berufsausbildung von Berufskraftfahrern nur in einigen Mitgliedsstaaten vorgesehen ist. Im Jahre 2003 hat die Europäische Union daher eine einheitliche Regel zur Qualifizierung des Fahrpersonals auf Lkws und größeren Bussen veröffentlicht. Ziel der Vorschrift ist eine Verbesserung der Verkehrssicherheit sowie der Sicherheit der Fahrerinnen und Fahrer. Zu diesem Zweck ist zukünftig zusätzlich zum Erwerb einer Fahrerlaubnis ein geeigneter Qualifikationsnachweis (Grundqualifikation und Weiterbildung) zu erbringen.

Diese Anforderungen hat Deutschland mit dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) umgesetzt. Diese gesetzlichen Bestimmungen tragen der Tatsache Rechnung, dass sich die Anforderungen an Berufskraftfahrer in den vergangenen Jahren stetig erhöht haben und fortlaufend modernisierte Fahrzeug-,
Kommunikations- und Logistiktechniken zu einer erhöhten Komplexität beitragen. Es werden deshalb besondere tätigkeitsbezogene Fertigkeiten und Kenntnisse entsprechend der Fahrerlaubnisklasse und ein ausreichendes Maß an allgemeinen beruflichen Fähigkeiten vermittelt. Es ist davon auszugehen, dass sich damit die Einstellungschancen von Fahrern auch ohne langjährige Berufserfahrung erheblich verbessern.

Mit dem Aktionsplan Güterverkehr und Logistik schafft die Bundesregierung die Voraussetzungen, um den Güterverkehrs- und Logistikstandort Deutschland im internationalen Wettbewerb umweltgerecht zu stärken und die Arbeitsplätze in der Branche dauerhaft zu sichern.

Verschiedene Maßnahmen sollen die Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich fördern.

Angestrebt ist die Verbesserung der gesellschaftlichen Anerkennung von Logistikberufen, die Erhöhung von Beschäftigungschancen durch berufliche Qualifizierung und eine praxisorientierte Aus- und Weiterbildung.

Zur Verbesserung der Aus- und Weiterbildung können zuwendungsberechtigte Unternehmen beispielsweise im Rahmen des betreffenden Förderprogramms Zuschüsse zu den Kosten von bestimmten Maß-nahmen (betriebliche Ausbildungsverhältnisse zum Berufskraftfahrer/in oder Weiterbildungsmaßnahmen wie Lehrgänge oder Seminare) erhalten. Nähere Informationen können Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Güterverkehr ( www.bag.bund.de ) erhalten.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Scheuer
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Frage zum Thema Sicherheit
22.02.2011
Von:

Sehr geehrter Hr. Scheuer!

Muß ich es im Namen Europas hinnehmen, dass in immer kürzeren Abständen, vorwiegend aus Rumänien stammende Bettler, an meine Haustüre klopfen, oder ist das eine gewollte Belastungsprobe um uns Ostbayern europatauglicher zu machen!
Und was ist der Anlaß, dass die BRD schon Ende 2009, die Visapficht für Einreisende aus Serbien, Mazedonien und Montenegro, und Ende 2010 auch noch für Reisende aus Bosnien und Albanien aufhob ? Wie schon im Focus 43/2010 festgestellt wurde, ist vor allem auch die Zahl der Scheinasylanten aus diesen Ländern ganz erheblich gestiegen, natürlich wieder zu Lasten für mich Steuerzahler !

Mit freundlichen Grüßen!

Antwort von Dr. Andreas Scheuer
1Empfehlung
25.03.2011
Dr. Andreas Scheuer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage und die damit verbundene Besorgnis um unsere Region im ostbayerischen Grenzgebiet. Ihre Verärgerung ist durchaus nachvollziehbar. Für Sie als persönlich Betroffenen sind die bisweilen auch negativen Auswirkungen der Grenzöffnungen im vereinten Europa – Sie sprachen von Bettlern an Ihrer Haustür – natürlich unangenehm.

Dennoch muss ich Ihrer einseitigen Schilderung widersprechen. Bayern, und gerade die Grenzregion im Dreiländereck Deutschland-Österreich-Tschechien, profitieren ungemein von der Europäischen Einheit und den damit verbundenen wirtschaftlichen Vorteilen. Der Landkreis Passau beispielsweise, geprägt von mittelständischen Betrieben, pflegt rege Handelsbeziehungen zu unseren östlichen Nachbarn. Dies spiegelt sich auch in der Statistik der Strukturdaten der Stadt Passau. So ist das Bruttoinlandsprodukt seit dem Beginn der EU-Osterweiterung über 44,17 % gestiegen.

Sie selbst wohnen in Beutelsbach. In unmittelbarer Nähe befinden sich zahlreich Kurorte, die von den Besucherströmen der benachbarten Länder profitieren werden und bereits profitiert haben. In den letzten Jahren ist die Anzahl der Gästeankünfte und Übernachtungen in der Stadt Passau, von welchen auch die gesamte Region profitiert, um insgesamt über 40.000 angestiegen.

Zu der allgemeinen Situation der Asylanten in Deutschland lässt sich folgendes festhalten: Insgesamt stellten 2009 nur 27.649 Menschen einen Asylantrag in Deutschland. Das ist eine relativ niedrige Antragszahl, verglichen mit den letzten 20 Jahren. In den letzten Jahren gab es zwar einen leichten Anstieg wegen der Konflikte etwa im Iran, Afghanistan oder dem Irak. Durch die Grenzabschottung und weiterentwickelte Strategien, Flüchtlinge frühzeitig aufzuhalten, ist die Zahl der Asylsuchenden jedoch insgesamt niedrig. Setzt man die Zahl der Asylanträge mit der Einwohnerzahl in Beziehung, liegt Deutschland im europäischen Vergleich im unteren Mittelfeld. In 14 europäischen Staaten, darunter Österreich, Schweden, Frankreich und Großbritannien, baten im Verhältnis zur Einwohnerzahl mehr Flüchtlinge um Asyl als in Deutschland.

Sie verweisen in Ihrer Anfrage auf den Artikel "Urlaub, saugünstig" aus dem Fokus 43/2010 vom 25.10.10. Das darin beschriebene Problem der osteuropäischen Scheinasylanten, welche gezielt das Rückfahrgeld ausnutzen wollen, wurde sowohl von der bayerischen Landesregierung als auch von der Bundesregierung bereits erkannt und an der Wurzel angepackt. Wenn Sie etwa den von Ihnen zitierten Artikel zu Ende lesen stoßen Sie auf folgenden Absatz:
"Bereits im Mai hatte sich der Bund aus der Finanzierung von Reisekosten für Rückkehrer ausgeklinkt, damals freilich aus reinen Sparzwängen. In dem FOCUS vorliegenden Schreiben ermuntern die Asylexperten des Bundes ihre Länderkollegen, sämtliche Mittel für Zugereiste aus beiden Balkanstaaten zu streichen. Damit entfiele für potenzielle Asylbetrüger der Hauptanreiz, nach Deutschland zu kommen."
Sie sehen also, die Politik weiß um die Probleme, die sich mit der zunehmenden Öffnung der europäischen Außengrenzen ergeben, und ist bemüht, diese zu lösen. Dass das manchmal etwas Zeit braucht, und nicht immer gleich jedes Problem erkannt und auf der Stelle gelöst werden kann, versteht sich dabei von selbst.

Dennoch liegt der Abbau von innereuropäischen Grenzen, wie etwa durch die Abschaffung bilateraler Visa-Pflichten, im ureigensten deutschen Interesse. Wir sind und bleiben ein Exportland. Unsere wichtigsten Handelspartner sind die uns umgebenden Länder und unsere anderen europäischen Nachbarn. Um diese Märkte für unsere Produkte und Investitionen zu öffnen, also auch unseren (nieder-)bayerischen Unternehmen die Türen weit offen zu halten, müssen wir auch unseren Partnerländern etwas im Gegenzug bieten. Vereinfachte Einreisebedingungen gehören dazu. Es sind schließlich – dies bedenken Sie womöglich nicht – nicht nur Bettler und Gauner, die nach Deutschland reisen, sondern auch ehrbare Geschäftsleute, Handwerker, Wissenschaftler, usw. Diesen Menschen eine unbürokratische Möglichkeit zu verschaffen, Deutschland zu bereisen und hier Kontakte zu knüpfen, liegt ohne Zweifel in unserem deutschen Interesse.

Auch wenn Sie Ihre skeptische Grundansicht beibehalten, würde ich mich dennoch freuen, wenn Sie künftig auch diese positiven Aspekte in Ihre Überlegungen einbeziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Scheuer. MdB
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
19.05.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Scheuer,

Ich wohne im Landkreis Passau direkt an der Durchfahrtsstrasse (Höchstgeschwindigkeit 50 km/h) Richtung Rottal. Mit dem hohen Verkehrsaufkommen haben wir uns bereits arrangiert. Eine Umgehung ist aktuell nicht möglich und den Verkehr einzuschränken ebenfalls nicht. Was uns mittlerweile aber ungemein stört - und damit sind wir mit Sicherheit nicht allein - sind die Autos und Motorräder mit Sportauspuff.

Diese Fahrzeuge haben beinahe immer einen nachträglich eingebauten Sportauspuff, welcher meines Wissen zwei ´Nutzen´ hat:

  • eine sehr kleine Steigerung der Motorleistung
  • eine - seitens des Käufers erwünschte - Erhöhung der Lautstärke

Der erste Punkt ist mir ehrlich gesagt egal. Ob ein Auto 200 oder mit Sportauspuff 203 PS hat, stört mich nicht. Was jedoch unglaublich störend ist, ist die immense Lärmentwicklung der so getunten Fahrzeuge. Bei geschlossenem Fenster hört man ein normales Auto nicht oder nur sehr leise vorbei fahren. Ein Lastwagen ist deutlicher vernehmbar, aber nicht störend. Fährt jedoch ein Motorrad oder Auto mit getuntem Auspuff durch den Ort, hört man teilweise das eigene Wort nicht mehr. Das Ganze ist am Balkon oder auf der Terasse noch viel störender. Im Landkreis Passau kenne ich mittlerweile schon mehrere Personen, die Erdwälle aufgeschüttet haben um diesem Lärm zu entgehen.

Nun meine Frage an Sie:

Warum darf eine kleine Gruppe der Bevölkerung, anhand solcher unsinniger Spielereien einen solchen Lärm produzieren? Wir sind ohnehin schon von so viel Lärm umgeben, muss man diesen ohne Zwang zusätzlich produzieren? Warum erlaubt die Politik dieses? Wäre dieser Lärm unvermeidbar, hätte ich dafür mehr Verständniss, leider ist dem aber nicht so. Diese Aufpuffe werden explizit dazu installiert, um mehr Lärm zu erzeugen. Warum wird dieses Vorgehen seitens der Politik nicht mehr reglementiert und darauf geachtet solche unsinnigen Lärmquellen zu vermeiden?

Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen,

Antwort von Dr. Andreas Scheuer
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29.06.2011
Dr. Andreas Scheuer
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 19.05.2011, zu der ich wie folgt Stellung nehme:

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) betrachtet es als vorrangiges umweltpolitisches Ziel, die vom Straßenverkehr ausgehenden Geräuschemissionen weiter zu senken. Hierbei wird in erster Linie eine Minderung der Emissionen an der Quelle, also der Emissionen der Kraftfahrzeuge, angestrebt.

Die Geräuschemissionen von Kraftfahrzeugen (Pkw/Nutzfahrzeuge, sowie auch Krafträder) sind international seit längerem gesetzlich begrenzt. Die Grenzwerte wurden entsprechend den Fortschritten der Technik im Laufe der Jahre mehrmals abgesenkt.

Die Richtlinie 70/157/EWG des Europäischen Parlaments und des Rates regelt die Geräuschforderungen an Kraftfahrzeuge in der Europäischen Union. Die Richtlinie schreibt das Geräuschmessverfahren und die Geräuschgrenzwerte vor.

Im Zuge der weiteren Fortschreibung der o.g. EG-Richtlinie wird sich das BMVBS weiter mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Geräuschanforderungen bei allen Kraftfahrzeugarten so schnell wie möglich an den jeweils neuesten Stand der Technik angepasst werden.

Einen Vorschlag zur Anpassung des Geräuschmessverfahrens an die im Straßenverkehr auftretenden Betriebsbedingungen hat das BMVBS bereits international vorgestellt.

Auspuffanlagen für Kraftfahrzeuge müssen den Vorschriften der EG-Geräuschrichtlinie entsprechen. Im Rahmen der Typgenehmigung muss nachgewiesen werden, dass die vorgeschriebenen Geräuschgrenzwerte eingehalten werden.

Wird eine nicht genehmigte Auspuffanlage in ein Fahrzeug eingebaut oder eine genehmigte Anlage unzulässig verändert, so erlischt die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug; es darf nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen.

Die Durchführung von Kontrollen durch die Verkehrspolizei ist nach grundgesetzlicher Zuständigkeitsregelung ausschließlich Angelegenheit der Bundesländer. Das BMVBS hat hier kein Weisungsrecht. Vor allem kann es keine Einzelheiten des praktischen Vollzugs anordnen.

Ich kann Ihnen versichern, dass sich die Bundesregierung auch künftig national und international für weitere Verbesserungen bei der Lärmreduzierung einsetzen wird.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Andreas Scheuer
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