Dorothee Bär (CSU)
Abgeordnete Bundestag 2009-2013
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Angaben zur Person
Dorothee Bär
Geburtstag
19.04.1978
Berufliche Qualifikation
Diplom-Politologin
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Ebelsbach
Wahlkreis
Bad Kissingen
Ergebnis
53,7%
Landeslistenplatz
7, Bayern
(...) Doch auch ein Erfolgsmodell ist durchaus noch verbesserungsfähig: Auch wir haben bei der ersten Evaluation des neuen Gesetzes festgestellt, dass die Berücksichtigung der Lebenssituation Selbständiger noch verfeinert werden kann – vor allem die Berechnung der Höhe des Elterngeldes während der Bezugszeit. Daher wollen Union und FDP bei der nun anstehenden Weiterentwicklung des Elterngeldes auch diesen Aspekt neu regeln: Es ist beabsichtigt, für Selbständige eine monatsweise Ermittlung des Einkommens im Bezugszeitraum einzuführen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Dorothee Bär
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Die Datenschutzbestimmungen zur Behandlung meiner Daten habe ich gelesen.
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Offenlegung von Nebeneinkünften auf Euro und Cent
12.12.2012
Von:

» Nebeneinkünfte » "Warum haben Sie gerade gegen Transparenz gestimmt?”
Abgeordnete flüchten vor Reporter.


Sehr geehrte Frau Bär,

wie können Sie mir begründen wieso eine Transparenz bei den Nebeneinkünften nicht wahrgenommen werden soll, da ja demokratisch gewählte Bundestagsabgeordnete unbeeinflußt entscheiden sollen?

Wir Bürger müssen die Abgeordneten doch im Blick behalten, oder?

Wenn ich das in der Presse lese ist das ein Eingeständnis dafür, dass es weiterhin eine Lobby - Politik geben wird. Mithilfe von Ihnen.

Oder auf fränkisch gesagt "Erscht äs Maul aufgärisse un dan ön Koupf zwische die Schultär varsteckelt".

Ich wünsche Ihnen einen freudigen Wahlkampf.
Es grüßt


ps. .. und ich mische jetzt erst richtig mit.
Antwort von Dorothee Bär
bisher keineEmpfehlungen
20.12.2012
Dorothee Bär
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen gerne beantworte. Ich würde mich aber freuen, wenn Sie mich besonders als Bewohner aus meinem Wahlkreis, direkt anschreiben würden.

Mein Kollege, Bernhard Kaster, hat in seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag zu diesem Thema die Argumente sehr deutlich zusammengefasst:

Wir wollen den gläsernen Abgeordneten genauso wenig wie den gläsernen Bürger. Wir brauchen aber aus guten Gründen beim Abgeordneten mehr Transparenz als bei anderen Personen. Die Bürger sollen wissen: Steht beim Abgeordneten das Mandat noch im Mittelpunkt? Sie sollen wissen: Gibt es Einkünfte, die Interessen beeinflussen könnten? Hierfür brauchen wir klare Regelungen. Wir haben zwar klare Regelungen, aber wir brauchen Erweiterungen.

70 Prozent der Mitglieder des Deutschen Bundestages haben neben ihrem Mandat keinerlei Nebeneinkünfte.
Es gibt eine sehr interessante und, wie ich finde, ermutigende Analyse der Parlamentszusammensetzung nach der beruflichen Herkunft. Hiernach gibt es in unserem Parlament 15,5 Prozent Selbstständige aus den Bereichen Handwerk, Gewerbe und Landwirtschaft. Es gibt 15,9 Prozent freiberuflich Tätige, also Rechtsanwälte, Notare, Ärzte, Apotheker und Ingenieure. Wir in der Union begrüßen diese Zusammensetzung ausdrücklich.
All diese Kolleginnen und Kollegen, die sich dazu entschieden haben, ihre eigene Berufs- und Lebensbiografie für vielleicht zwei oder drei Legislaturperioden zu unterbrechen – das ist bei über 50 Prozent der Kollegen so –, müssen doch selbstverständlich Wege finden, wie ihr Betrieb, ihr Büro oder ihre Kanzlei für eine bestimmte Zeit noch weiterlaufen können.

Deswegen werden wir als Koalition keiner Regelung zustimmen, die es diesen Berufsgruppen weiter erschwert oder sogar unmöglich macht, sich um ein Bundestagsmandat zu bewerben.

Zudem: Bei den Angaben über Nebeneinkünfte handelt es sich um Bruttozuflüsse; sie sind daher oft schwer miteinander vergleichbar. Ich will an dieser Stelle auch erwähnen, dass Zuflüsse aus vielen sogenannten Nebentätigkeiten fast nie mit dem eigentlichen Arbeits-, Personal- und Zeitaufwand gleichzusetzen sind, weil es sich um Zuflüsse handelt, die aus Betrieben fließend gemeldet werden und die nur dank personeller Umorganisationen zustande gekommen sind.

So sieht die Wirklichkeit bei den Nebentätigkeiten und Nebeneinkünften hier im Deutschen Bundestag aus. Von schlimmsten dunklen Interessenvermischungen – diese grundsätzliche Unterstellung hört man ja teilweise heraus – kann jedenfalls keine Rede sein. Darauf dürfen wir hier im Deutschen Bundestag auch ein wenig stolz sein.

Ich hoffe, dies beantwortet Ihre Fragen und wünsche Ihnen gesegnete Weihnachtstage.

Viele Grüße, Ihre Dorothee Bär
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
17.01.2013
Von:
von

Hallo Frau Bär,

ich habe eine Technische frage an Sie,

Warum benutzen wir nicht die Trassen der Bundesbahn für den Ausbau des Stromnetzes in Deutschland?

Mit freundlichen Grüßen
von
Antwort von Dorothee Bär
bisher keineEmpfehlungen
09.04.2013
Dorothee Bär
Sehr geehrter Herr von der ,

vielen Dank für Ihre E- Mail vom 17. Januar 2013, in der Sie nachfragen, weshalb die Trassen der Bundesbahn bisher nicht für den Ausbau des Stromnetzes genutzt werden. Hierauf möchte ich ihnen gerne antworten.

Der Zwischenbericht einer Machbarkeitsstudie nur Nutzung des Bahnstromnetzes, die am 2. Juli 2012 veröffentlicht wurde, besagt, dass das Bahnstromnetz grundsätzlich zur Mitbenutzung durch das Stromnetz geeignet ist. Durch eine räumliche und technische Mitnutzung bestehender Infrastrukturräume ergeben sich Vorteile und Synergieeffekte, allein schon durch die Verringerung von Eingriffen in Natur und Landschaft.

Allerdings ergeben sich bei dem Vorhaben, die Stromtrassen der DB AG für den Ausbau des deutschen Stromnetzes zu nutzen, große Herausforderungen in technischer, infrastruktureller und finanzieller Hinsicht: Die eigene Frequenz des Bahnstroms (16,7 Hz) führt zu erheblichen Problemen bei Drehstromleitungen (50 Hz) und bei Hochspannungsgleichstromleitungen, was bei längeren Distanzen zu wechselseitiger Beeinflussung führt. Die Kosten für die Umstellung der Infrastruktur auf 50 Hz würden sich auf mindestens 20 Mrd. Euro belaufen.

Die Studie setzt als Umsetzungszeitraum für das bundesweite Netz mehr als 20 Jahre an. In dieser Zeit würden die 16,7 Hz- und 50 Hz-Netzbereiche parallel bestehen und dies würde für erhebliche betriebliche Einschränkungen sorgen. Für die tatsächliche Ausführung dieses Projekts müssen noch weitere Untersuchungen getätigt und Lösungen entwickelt werden, um unter anderem die Beeinträchtigungen des Zugbetriebs zu minimieren.

Ich danke Ihnen nochmals sehr herzlich für Ihre E-Mail und versichere Ihnen, dass sich die CSU für einen zügigen Ausbau des deutschen Stromnetzes einsetzt. Denn der Ausbau sowie die Modernisierung von Transport- und Verteilernetzen ist ein Schlüsselelement für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Dorothee Bär
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Soziales
21.01.2013
Von:

Sehr geehrte Frau Bär,

mit Niedersachsen haben die CDU/FDP nun 12 Landtagswahlen und 5 Ministerpräsidenten am Stück verloren. Wohl zu Recht, da das Programm der CDU/CSU und FDP sehr unsozial ist. In dieser Zeit ging die Schere zwischen reich und arm deutlich weiter auseinander. Wäre es nun nicht endlich ein gutes Signal sich als soziale Partei zu profilieren und als Anfang den Contergangeschädigten ihre Rente deutlich zu erhöhen?

Nachdem 1970 das Verfahren gegen das Pharmaunternehmen Grünenthal eingestellt wurde ist der Bund offiziell zum Schuldner geworden. Auf Drängen der Contergan-Verbände haben die Fraktionen selbst die Heidelberger Studie 2008 in Auftrag gegeben, um die Nöte der Conterganopfer zu ergründen. Die Heidelberger Studie zeigt hier eine dramatische Unterversorgung der Opfer des Conterganverbrechens auf und empfiehlt unter anderem eine deutliche Erhöhung der Conterganrente!
Denke Sie nicht auch, dass es hier mit einer simplen Verdoppelung der Conterganrente – wie dies vor den letzten Bundestagswahlen geschehen ist – nicht getan ist, sondern dass geklotzt und nicht gekleckert werden muss, um den Conterganopfern endlich die Unterstützung zukommen zu lassen die ihnen zusteht?

Außerdem betrachte ich mich nicht nur als deutscher Staatsbürger, sondern ganz besonders als europäischer Bürger.
Wäre es hier deshalb nicht endlich angebracht die Conterganrenten unserem europäischen Nachbarn England und Italien anzugleichen die über das DREIFACHE der deutschen Conterganopfer erhalten?
Und sollten die deutschen Conterganbehinderten nicht ebenfalls endlich unabhängig von Vermögen und Einkommen und egal ob sie noch arbeiten können wie ihre englischen Nachbarn ohne wenn und aber Umbauten für KFZ und Wohnung erhalten?
Sind Sie sich darüber im Klaren, dass die Conterganverbände auf keinen Fall Ruhe geben werden wenn die deutschen Conterganrenten nicht mindestens einem europäischen Standard angeglichen werden?

Mit freundliche Grüßen
Antwort von Dorothee Bär
bisher keineEmpfehlungen
19.02.2013
Dorothee Bär
Lieber Herr ,

vielen Dank für Ihre E-Mail an www.abgeordnetenwatch.de vom 21. Januar 2013, in der Sie sich für höhere Renten von sogenannten "Contergan-Geschädigten" einsetzen.

Zunächst ist es mir ein Anliegen, als Mutter von drei Kindern mein tiefes Bedauern darüber zum Ausdruck zu bringen, dass es durch das Medikament "Contergan" des Pharmaunternehmens "Grünenthal" zu diesen schrecklichen Gesundheitsschädigungen und teilweise sogar zu Todesfällen gekommen ist.

Die von Ihnen dargelegte "Heidelberger Studie" hat bei der CSU nicht nur Betroffenheit ausgelöst, sondern unsere Partei auch zum Handeln veranlasst.

Ich freue mich sehr, Ihnen mitteilen zu können, dass sich der Berliner Koalitionsausschuss am 31. Januar darauf verständigt hat, zusätzlich 120 Millionen Euro für die Contergan-Opfern bereit zu stellen. Hierdurch sollen weitere Rentenleistungen generiert und die zusätzlich notwendige medizinische Versorgung sichergestellt werden.

Es wäre eine große Freude für uns, wenn durch diese Mittel bzw. mit Hilfe der hierdurch finanzierten Maßnahmen das Schicksal der Geschädigten in Zukunft erträglicher werden würde.

In diesem Sinne darf ich Ihnen noch einmal für Ihr engagiertes Schreiben danken.
Viele Grüße,
Ihre Dorothee Bär
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Frauen
28.01.2013
Von:
Tim

Sehr geehrter Frau Bär MdB,

ich frage Sie in Ihrer Funktion als Sprecherin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ihrer Fraktion.

Mit der Aussetzung der Wehrpflicht wurde der neue freiwillige Wehrdienst beiden Geschlechtern gegenüber geöffnet. Sollte da nicht die Gleichstellung der Geschlechter, verbessert werden indem der Art. 12a I GG entsprechend geschlechtsneutral formuliert werden?

[Art. 12a I GG: Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.]

Die Wehrpflicht ist ja nur ausgesetzt, nicht abgeschafft. Stünde im Art 12a I GG nicht explizit die Nennung eines Geschlechts, wurde der Gleichberechtigungsgrundsatz Art. 3 GG, greifen und könnte nicht durch eine Lex Specialis ersetzt werden. Meines Gesellschafts- und Humanitätsverständnisses nach kommt diese "Ersetzung" einer Aushebelung gleich, da die Legitimität des Art. 3 GG gegenüber dem Art. 12a ungleich größer ist, und dieser daher nicht dem Geist des Art. 3 GG wiedersprechen sollte.

Mit freundlichen Grüßen
Tim
Antwort von Dorothee Bär
bisher keineEmpfehlungen
14.02.2013
Dorothee Bär
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihren Hinweis.

Eine Änderung des Art. 12a I GG mit dem Ziel, dass auch Frauen zum Wehrdienst verpflichtet werden können, steht nicht auf der Agenda. Der Art. 12 a GG läuft zurzeit leer, weil in § 2 Wehrpflichtgesetz bestimmt ist, dass die die Wehrpflicht regelnden und ausfüllenden Vorschriften der §§ 3 – 53 WPflG nur im Spannungs- und Verteidigungsfall anzuwenden sind. Wollte man Art. 12a GG ändern, wäre dafür die verfassungsändernde Mehrheit von zwei Dritteln erforderlich. Dies ist absolut unrealistisch.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Dorothee Bär
X
Antwort empfehlen
Frage zum Thema Integration
19.02.2013
Von:

In einem Artikel in der heutigen FAZ wird über Armutseinwanderung in deutsche Großstädte berichtet. Wie stellt sich die CSU bzw. Sie als meine Abgeordnete die Lösung dieses offensichtlich immer größer werdenden Problems vor ?

www.faz.net
Antwort von Dorothee Bär
bisher keineEmpfehlungen
27.02.2013
Dorothee Bär
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage bezüglich der Problematik der Armutseinwanderung in deutsche Großstädte. Ich habe den Artikel ebenfalls gelesen und halte die Problematik für sehr relevant. Grundsätzlich ist Migration in Europa nicht ungewollt und betrifft ja nicht nur die CSU oder Bayern. Lösungen für ungewollte Entwicklungen können deshalb oft nur im europäischen Rahmen gefunden werden.

Ungewollt ist die Diskriminierung und Benachteiligung bestimmter Menschen in einzelnen EU-Ländern – vor allem in Bulgarien und Rumänien. Das führt dazu, dass die Menschen die Freizügigkeit nutzen, um nach Deutschland zu kommen, oft mit der Hilfe krimineller Banden. Einerseits wollen die Armutsflüchtlinge hier arbeiten, andererseits haben sie nicht die notwendigen Qualifikationen und belasten in Deutschland die Sozialsysteme.

Die Freiheit in Europa ist ein hohes Gut, das wir nicht wegen der Fehler der rot-grünen Regierung bei den EU-Beitrittsverhandlungen mit Rumänien und Bulgarien aufs Spiel setzen dürfen.

Bundesinnenminister Friedrich hat Bulgarien und Rumänien dazu aufgerufen, mehr für die Integration von Roma in die Gesellschaft zu tun. Dafür stehen Mittel der EU zur Verfügung, sie müssen aber auch sinnvoll eingesetzt werden. Zusätzlich muss aber auch die rechtliche Seite berücksichtigt werden: Wenn kriminelle Methoden angewandt werden, muss der Staat dagegen vorgehen. Hier sind vor allem die Kommunen gefordert, bestehende Gesetze durchzusetzen. Bislang dürfen nur Selbstständige aus Rumänien und Bulgarien einreisen, hier muss zum Beispiel stärker auf Scheinselbstständigkeit überprüft werden. Gegen Schlepper und Mietwucherer, die die Armut der Migranten ausnutzen, muss konsequent vorgegangen werden. Weitere Maßnahmen werden in einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe beraten. Manches, wie ein Einreiseverbot für diejenigen, die wegen Missbrauchs und Betrugs nach Hause geschickt wurden, muss auf europäischer Ebene verhandelt werden. Die weiteren Entwicklungen können Sie auf der Homepage des Bundesinnenministeriums verfolgen:

www.bmi.bund.de

Es geht nicht darum, arme und diskriminierte Menschen zu verfolgen. Es geht im Gegenteil darum, die Entwicklung in ihren Heimatländern so zu gestalten, dass sie dort eine Perspektive haben. Wer in einem anderen Land Europas arbeiten oder studieren will, ist willkommen. Wer dagegen nur nach Deutschland kommt, um höhere Sozialleistungen zu bekommen, muss nach den geltenden Gesetzen unser Land verlassen.

Viele Grüße,

Ihre Dorothee Bär
X
Antwort empfehlen
Ihre Frage an Dorothee Bär
Sie befinden sich auf einer Archivseite. Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.