Dirk-Ulrich Mende (Oberbürgermeister / SPD)

Grunddaten
Jahrgang
1957
Berufliche Qualifikation
Volljurist
Ausgeübte Tätigkeit
Oberbürgermeister
Wohnort
Celle
(...) Eine Ombudsmann Funktion habe ich nicht. Ich habe die Geschäftstätigkeit der Sparkasse zu überprüfen und zu überwachen. In Ihrer Beschwerde kann ich auch nach den Hinweisen von Herrn Lohöfener nicht erkennen, dass rechtlich zu beanstandendes Verhalten vorgelegen hätte. (...)
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.06.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Mende,

seit Montag ist das Politiktool Abgeordnetenwatch.de auch für die Kommune Celle verfügbar. Neben Einwohnerfragen und der Website der Stadt Celle ist es eine weitere Möglichkeit Ideen und Beschwerden direkt an die Politik zu richten.

Wie stehen Sie zu diesem Tool?

Was halten Sie von der Idee, in Celle regelmäßige Bürgertreffen (z.B. ein mal pro Quartal) durchzuführen. Hiermit bestände die Möglichkeit, von den vielfältigen Erfahrungen, Kenntnissen und Meinungen der Celler Bürger zu profitieren.
Antwort von Dirk-Ulrich Mende
4Empfehlungen
26.06.2012
Dirk-Ulrich Mende
Sehr geehrter Herr Halbrock,

Ich habe seit meinem Amtsantritt vor dreieinhalb Jahren mich um die Einbeziehung und den engen Austausch mit allen Bürgerinnen und Bürgern intensiv gekümmert. BürgerInnensprechstunde, Jugendsprechstunde, Chatangebote, Hausbesuche, Stadtteilbesuche und Einwohnerversammlungen sind von mir initiiert und durchgeführt worden. Diesen direkten Kontakt mit den Menschen in der Stadt halte ich für ganz wichtig. Abgeordnetenwatch bietet nun eine weitere zeitgemässe Möglichkeit für den fruchtbaren Gedankenaustausch. Das kann ich nur begrüßen.
Angesichts der dargestellten von mir genutzten und initiierten vielfältigen direkten Begegnungsräume sehe ich zur Zeit nicht die Notwendigkeit von meiner Seite aus einen weiteren Begegnungsraum als Bürgertreffen zu organisieren. Die von mir genutzten und angebotenen Möglichkeiten sorgen zuverlässig dafür, die vielfältigen Erfahrungen, Meinungen und Kenntnisse der Bürgerinnen und Bürger der Stadt zu erfahren.

Mit freundlichen Grüßen
von unterwegs
Dirk-Ulrich Mende
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
11.07.2012
Von:

Die freie Hansestadt Hamburg hat am 13.06.2012 ein sogenanntes Transparenzgesetz beschlossen. Zweck dieses Gesetzes ist es, durch ein umfassendes Informationsrecht vorhandene Informationen unter Wahrung des Schutzes personenbezogener Daten unmittelbar der Allgemeinheit zugänglich zu machen und zu verbreiten, um über die bestehenden Informationsmöglichkeiten hinaus die demokratische Meinungs-und Willensbildung zu fördern und eine Kontrolle des staatlichen Handelns zu ermöglichen ( www.transparenzgesetz.de ).
Celle führt seit neuesten den Bürgerhaushalt durch. Eine städtische Tranparenzverordnung würde die Möglichkeit der Celler Bürger hierfür erheblich erweitern. Wie stehen sie dazu?
Antwort von Dirk-Ulrich Mende
bisher keineEmpfehlungen
11.07.2012
Dirk-Ulrich Mende
Die Stadt Celle führt nicht seit neuestem sondern seit meinem Amtsantritt eine verstärkte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei der Aufstellung des Haushaltes durch. Durch den Doppelhaushalt 2011/2012 ist dies vielleicht ein wenig in Vergessenheit geraten.
Die jetzige Entscheidung zum Bürgerhaushalt betrifft die Anschaffung einer besseren Software.
Die erforderlichen Informationen werden zur Verfügung gestellt. Das Transparenzgesetz ist Landesangelegenheit und nicht von der Stadt zu organisieren. Ich glaube nicht, dass es bezogen auf den Haushalt für BürgerInnenvorschläge Vorteile bringt.

Mit freundlichen Grüssen
Dirk Ulrich Mende
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
26.07.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Mende,

ich habe jetzt einige Tage sowohl die Vorbereitungen als auch die ersten Veranstaltungstage der Ferienpass-Aktion "Planet-JuWi" begleitet. Dabei kam bei mir die Frage auf, in wie weit Sie als Chef der Celler Verwaltung über außergewöhnlichen Einsatz und besondere Leistungen Ihrer Mitarbeiter in der täglichen Arbeit - hier für die Kinder und Jugendlichen der Stadt - auf dem Laufenden gehalten werden und ob Sie diese individuellen Leistungen auch individuell würdigen dürfen.

Ich denke, dass man einen Einsatz, wie ihn Herr als Leiter des JuWi seit Jahren für die Stadt bringt, von Seiten der Politik aber auch aus Sicht der Verwaltung gar nicht hoch genug einschätzen und würdigen kann. Die hohe Qualität des pädagogischen Konzepts der Arbeit im JuWi ist eine absolute Bereicherung für die Celler Jugendarbeit. Ich bin mir im Klaren, dass der Erfolg der Arbeit des JuWi das Resultat einer Team-Arbeit ist, aber mir scheint, dass die Kontinuität und Qualitätssicherung vorwiegend dem langjährigen Leiter zuzuschreiben ist.

So gesehen, wäre es interessant zu erfahren, ob und welche Möglichkeiten es gibt, von Seiten der Politik aber auch der Verwaltung, außergewöhnlichen, persönlichen Einsatz auch besonders zu würdigen.

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Dirk-Ulrich Mende
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26.07.2012
Dirk-Ulrich Mende
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage! Ich freue mich, dass Sie unsere Mitarbeiter in der Verwaltung und in unseren Serviceangeboten so schätzen. Viel zu oft wird es nämlich als selbstverständlich betrachtet, was von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet wird. Neben Herrn , den ich sehr schätze und dessen Arbeit und Engagement mir durchaus bekannt ist, sind es die ganzen weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus seinem Team, die das Juwi und auch die Ferienpassaktionen zum Erfolg machen. Am meisten freuen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn sie von solch positiven Rückmeldungen wie von Ihnen Kenntnis bekommen. Auch in anderen Bereichen der Stadt muss ich immer wieder feststellen, mit wie viel Engagement gearbeitet wird. Gelegentlich habe ich darauf auch besonders reagieren können, so zum Beispiel nach den schweren Wintern gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßenreinigung, die zum Teil Tag und Nacht im Einsatz waren. Ob und wie eine angemessene Reaktion auf das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Ferienspielen möglich ist werde ich mit dem zuständigen Dezernenten Herrn Kassel erörtern.

Mit freundlichen Grüßen
Dirk-Ulrich Mende
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
02.09.2012
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Mende,

mit dem geänderten CeBus-Fahrplan vom 4. Juni 2012 können Nicht-Autofahrer im westlichen Westercelle kaum mehr am öffentlichen Leben teilnehmen, selbst die alltägliche Versorgung ist nur noch mit externer Hilfe möglich. Jede Erledigung in der Innenstadt dauert mindestens mehrere Stunden; der östliche Teil von Westercelle (Arzt, Apotheke, Sparkasse) ist nicht mehr direkt erreichbar. Betroffen sind vor allem Geh- und Sehbehinderte, größtenteils über 70 Jahre alte Witwen und Sozialhilfeempfänger. Das Büro des Landrats als Träger des ÖPNV rät diesen Personen, "das Taxi zu nutzen" - bei Preisen von € 10 - € 25 pro Fahrt im Stadtgebiet Celle! Die drastische Verschlechterung wurde u. A. durch Wegfall der Subvention des ÖPNV durch die Stadt Celle ausgelöst.

In der Ortsratssitzung Westercelle Anfang Juni wurde von Ihnen der Eindruck erweckt, als sei eine Lösung in Arbeit, insbesondere da die CeBus bereits Ende Juni einen neuen Fahrplan vorlegen mußte.
Die Fahrplanänderung vom 21.6.2012 hat für das westliche Westercelle als einzige Änderung den Wegfall einer weiteren Verbindung (!) frühmorgens ergeben.
Die jetzt für den 4.9.2012 vorgesehene Fahrplanänderung sieht ebenfalls keine Verbesserung vor.

Wann ist also mit einer Verbesserung der Bus-Versorgung für das westliche Westercelle zu rechnen und wie wird diese aussehen?

Es geht für Betroffene, insbesondere Schwerbehinderte, um die Frage, wie lange man hier noch wohnen bleiben kann und ob man sein Haus aufgeben muß.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr.
Antwort von Dirk-Ulrich Mende
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03.09.2012
Dirk-Ulrich Mende
Sehr geehrter Dr. ,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Tatsächlich hatte ich in der Ortsratssitzung noch die Hoffnung, dass sich die Situation auch für Westercelle verbessern würde. Nach dem die CeBus den geänderten Fahrplan vorgelegt hatte, ist der zuvor lautstarke Protest auch nicht wieder angeschwollen, so dass ich die Hoffnung hatte, dass im Wesentlichen die Wünsche der Betroffenen Berücksichtigung erfahren hätten.

Ich bedaure aus Ihrer Frage ableiten zu müssen, dass das nicht überall der Fall ist. Wie aber bereits in der Ortsratssitzung mitgeteilt, ist es falsch der Stadt vorzuwerfen, dass sie die Situation durch den Wegfall von "Subventionen" verursacht hätte. Die Stadt hat die CeBus nicht subventioniert sondern noch Zahlungen aus dem Verkauf der Celler Strassenbahn geleistet. Diese waren von Anfang an zeitlich über zehn Jahre gestreckt mit der von vornherein festgelegten Absicht danach keine weiteren Zahlungen mehr leisten zu müssen. Eine Subventionierung ohne Rechtsgrund eines privaten Anbieters wäre heute auch nach EU-Recht wohl nicht möglich weil es sich um eine "Beihilfe" handeln würde. Träger des ÖPNV ist der Landkreis.

Die Empfehlung von dort Taxi zu fahren kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Ich wünsche, auch in Ihrem Interesse, dass die kommende Änderung des Fahrplans ihre Wünsche dann doch berücksichtigt und habe deshalb Ihre Frage und meine Antwort auch dem Landrat zur Verfügung gestellt.

Mit freundlichen Grüßen
von unterwegs
Dirk-Ulrich Mende
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
19.09.2012
Von:
Dr.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Ihre Antwort erfüllt mich - ehrlich gesagt - mit Entsetzen.

Die von der CeBus-Katastrophe Betroffenen haben größtenteils mit schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen und müssen versuchen, ihren Alltag jetzt mit noch viel komplizierterem, großen Aufwand in den Griff zu bekommen. Für eine Teilnahme am sozialen, kulturellen oder gar politischen Leben, selbst für Proteste, bleibt da nicht viel übrig.

1. Meinen Sie nicht, daß es die Pflicht der Stadt Celle und des Ortsbürgermeisters sei, bei den Betroffenen nachzufragen, was mit ihnen geschieht? (Aufrufe im Internet und in der CZ erreichen die meisten übrigens nicht.)
2. Da überhaupt nichts geschehen ist (außer der weiteren Streichung einer Verbindung), obwohl vor 3 Monaten in der Ortsratssitzung suggeriert wurde, daß die Stadt etwas für uns tun will - sehen Sie die Stadt Celle nicht in der Verantwortung, vorrangig etwas für die Busversorgung zu tun? Und dies auch dann, wenn der Landkreis als Träger des ÖPNV seine Pflicht offenbar nicht wahrnimmt?
3. Da nicht einmal der Nahverkehrsplan in unserem Fall auch nur vage eingehalten wird, sehen Sie sich nicht in der Pflicht, beim Landkreis und notfalls bei dessen Aufsichtsbehörde zu intervenieren?
4. Die ursprünglich getroffene Vereinbarung über die CeBus sah anscheinend vor, daß das Unternehmen nach 10 Jahren ohne öffentliche Gelder auskommt. Mir ist kein ÖPNV bekannt, der das kann. Halten Sie die ursprünglich unter Ex-OB Biermann ausgearbeitete Vereinbarung nicht für von vornherein unmöglich erfüllbar und daher sittenwidrig?
5. Ortsbürgermeister Wilhelms (SPD) hat bereits im Februar betont, daß die Stadt im ÖPNV "Geld in die Hand nehmen muß". Hat die Stadt Celle das vor? Wann?

Die ÖPNV-Katastrophe drängt die Betroffenen zum Wegzug. Wenn nicht ein völliges Umdenken geschieht, muß man wohl bundesweit vor allem Ältere und Familien vor dem Wohnen in Celle warnen.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr. med.
Antwort von Dirk-Ulrich Mende
2Empfehlungen
19.09.2012
Dirk-Ulrich Mende
Sehr geehrter Herr Dr. ,

Nachdem ich Ihnen bereits geantwortet habe, und wir darüber hinaus auch ein persönliches Gespräch zu der gesamten Problemlage des ÖPNV schon geführt haben, breche ich diesen öffentlichen Dialog an dieser Stelle ab. Abgeordnetenwatch eignet sich nicht zum Zwiegespräch. Insbesondere dann nicht, wenn darin das Handeln Dritter z. B. des Landkreises oder meines Amtsvorgängers im Fokus steht.

Mit freundlichen Grüßen
Dirk-Ulrich Mende
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