Dirk Niebel (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Dirk Niebel
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
29.03.1963
Berufliche Qualifikation
Diplom-Verwaltungswirt (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
MdB; Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Wohnort
Berlin
Wahlkreis
Heidelberg
Ergebnis
12,0%
Landeslistenplatz
2, Baden-Württemberg
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(...) Schrille Worte nützen keiner Seite, weder in Gedichtform noch durch Einreiseverweigerung. Internationale Beobachter und die Kontrollbehörde IAEA gehen davon aus, dass das iranische Regime sein Nuklearprogramm für militärische Zwecke nutzen will. Israel sieht sich unmittelbar und existenziell bedroht. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Internationales
27.10.2009
Von:
Uwe

Sehr geehrter Herr Niebel

Werden Sie nun endlich den Unsinn beenden, an die Volksrepublick China noch " Entwick- lungshilfe " zu zahlen ? Ihre Vorgängerin im Amt hatte es offenbar nicht nötig, einem Bürger hierzu eine Auskunft zu geben.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Amtsführung.

Mit freundlicher Empfehlung
Antwort von Dirk Niebel
1Empfehlung
19.11.2009
Dirk Niebel
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage über abgeordnetenwatch, in der Sie mich auf die Entwicklungszusammenarbeit mit China ansprechen.
Sie haben Recht mit Ihrer Ansicht, dass "Entwicklungshilfe" an China Unsinn wäre. Armutsbekämpfung im eigenen Lande soll und kann China aus eigenen Mitteln bestreiten und hat dabei übrigens auch beeindruckende Erfolge vorzuweisen. Ich werde jedenfalls keine Regierungszusagen von Haushaltsmitteln meines Ministeriums zu diesem Zweck mehr zulassen. Gemachte Zusagen werden aber eingehalten und laufende Projekte ordentlich zu Ende geführt.
Natürlich gibt es andere Sektoren in China, bei denen eine verbesserte Zusammenarbeit sinnvoll wäre. Ich denke dabei z. B. an den Rechtsstaatsdialog mit China, der fortgeführt werden soll. Er bietet ein Forum zur Diskussion weiterer wichtiger Themen im Verhältnis zu China, wie z. B. auch die Einhaltung von Kernarbeitsnormen, des Urheberrechtsschutzes oder anderer grundlegender Rechte. Die Förderung von Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten weltweit ist ein wichtiges Anliegen Deutschlands und der Europäischen Union.
Wir werden unsere Kooperation mit China also künftig auf solche Kerngebiete konzentrieren, in denen wir als Bundesregierung ein eigenes Interesse an einer Zusammenarbeit haben und für die die Bezeichnung als "Entwicklungshilfe" völlig fehl am Platze wäre. Wir können China nicht "entwickeln". Das muss das Land selbst leisten, aber wo wir z. B. mit Beratung im genannten Sinne auch etwas für uns Wichtiges oder Nützliches erreichen können und China die Kosten von Programmen im Wesentlichen selbst trägt, halten wir uns dafür offen.

Mit freundlichen Grüßen
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
28.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Niebel,

wie stehen sie zu der im Wahlkampf von der FDP geäußerten Absicht, das Entwicklungshilfeministerium, und damit auch einige Kosten einzusparen und die Aufgaben des Ministeriums auf die anderen Ministerien zu verteilen?

Herzlichen Gruß
Antwort von Dirk Niebel
3Empfehlungen
08.12.2009
Dirk Niebel
Sehr geehrter Herr ,

das BMZ wird jetzt wie das Auswärtige Amt und das Wirtschaftsministerium von Liberalen geführt. Damit können wir Synergieeffekte nutzen. Viele Abstimmungsprobleme, die in früheren Jahren zu Verwicklungen geführt haben, wird es nun nicht mehr geben. Das war schließlich der maßgebliche Grund dafür, dass wir die Entwicklungspolitik im Auswärtigen Amt ansiedeln wollten. Jetzt spricht Deutschland im Ausland mit einer Stimme. Genau das wollten wir erreichen.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Niebel
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Frage zum Thema Finanzen
28.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bundesminster Niebel,

die FDP hat sich vor der Wahl für eine Abschaffung des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ausgesprochen. Dieses Ministerium bleibt uns auch unter dieser Regierung erhalten. Lag dies an dem Beharren der CDU, an der späten Einsicht der FDP oder an dem Feststellung, dass die FDP noch ein Ministerium besetzen muss, um den Proporz zu wahren?

Meine zweite Frage bezieht sich auf die Haushalt- und Finanzpolitik. Der Koalitionsvertrag der FDP mit der CDU beinhaltet, inter alia, das Versprechen der Steuersenkungen. Um diese zu finanzieren hat die vor der Wahl diverse Einsparungen vorgeschlagen. Schlussendlich haben nur geringe Anzahl dieser Vorschläge - korrigieren Sie mich wenn ich mich irre - ihren Weg in den Koalitionsvertrag gefunden. Das wirft in mir die Frage auf, wie diese Senkungen finanziert werden sollen. Gerade vor dem Hintergrund, dass die Mehrzahl der Wirtschaftsforschungsinstitute Steuersenkungen im Hinblick auf die Budgetrestriktion des Staates nicht für möglich hält. Und um dieser Ausflucht vorzubeugen, diese Studien ziehen Steuermehreinahmen durch Wachstum bereits in Betracht. Will die FDP diesen Problem über die von ihr unter Rot-Grün so gegeißelten und empirisch fragwürdigen "Selbstfinanzierungseffekte" oder über Sonderfonds und andere Taschenspielertricks in der Haushaltspolitik, in anderen Worten über die Verabschiedung von seriöser Haushaltspolitik, lösen?

Abschließend die Frage, ob Sie persönlich glauben, dass die FDP es schaffen wird, in den kommenden vier Jahren die Staatsquote und/oder die inflationsbereinigte Höhe des Bundehaushalts zu senken.

Mit freundlichen Grüßen
v.
Antwort von Dirk Niebel
bisher keineEmpfehlungen
19.01.2010
Dirk Niebel
Sehr geehrter Herr ,

dass die FDP in dieser Regierung fünf Minister stellen kann, ist dem hervorragenden Wahlergebnis zu verdanken. In den letzten Jahren wurde im Entwicklungsministerium Nebenaussenpolitik betrieben. Es wird jetzt liberal geführt mit zum Teil anderen Schwerpunkten. Jetzt können Synergieeffekte mit dem Aussen- und dem Wirtschaftsministerium auf kurzen Dienstwegen genutzt werden. Wenn es diplomatische Schwierigkeiten gibt, kann das BMZ gegebenenfalls gegen steuern und über Nichtregierungsorganisationen wirksame Hilfe leisten.

Für die hohen Schulden trägt die alte Regierung die Verantwortung. Da ist in guten wirtschaftlichen Zeiten nicht genügend gespart worden. Den Bürgerinnen und Bürgern wird eingehämmert, dass Haushaltskonsolidierung und Steuerentlastung nicht gemeinsam machbar sind. Aus unserer Sicht müssen die Sanierung des Haushalts und Steuersenkungen Hand in Hand gehen.

Wir haben im Koalitionsvertrag vereinbart, was wir für finanzierbar und verantwortbar halten. Leider werden Vereinbarungen von anderer Seite wieder in Frage gestellt. Wir wollen unsere Wahlversprechen umsetzen und haben zu Jahresbeginn Entlastungen für Familien und Unternehmen durchgesetzt. Unser Haushaltsentwurf sieht weniger Schulden vor, als unter SPD-Finanzminister Peer Steinbrück beschlossen wurde. Von 2005 bis 2013 werden die Einnahmen um 124 Milliarden Euro steigen, davon darf man den Bürgern durchaus etwas zurückgeben. Vom Schwarzbuch der Steuerzahler über den Bericht des Bundesrechnungshofes bis hin zu den Subventionen gibt es zudem genug Anhaltspunkte, Einsparpotenziale zu heben. Wir wollen die Schuldenbremse ab 2011 einhalten und dafür muss gespart werden. Die Impulse durch Steuersenkungen werden zu Wachstum und Beschäftigung und in der Folge zu Mehreinnahmen führen. Wir halten auch daran fest, einen Stufentarif bei der Einkommensteuer einzuführen. Dabei geht es nicht nur um die steuerliche Entlastung, sondern auch um die Vereinfachung des Steuersystems. Wir werden ein sozial ausgewogenes Gesamtkonzept vorlegen und gemeinsame Vorschläge in der Koalition erarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Niebel
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Frage zum Thema Integration
04.11.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Minister Niebel,

ich finde den progressiven Bezug Ihrer Partei zum Thema Integration sehr sympathisch. Erst kürzlich sah ich in der Wochenzeitung Die ZEIT ein Stellenangebot für Referenten im höheren Dienst Ihres nun zu leitenden Ministeriums. Damit Deutsche mit Migrationshintergrund sich mit dem Land identifizieren können benötigt es positive Vorbilder, die auch repräsentative Stellen in der Politik besetzen müssen. Wir müssen Ihnen die Hoffnung geben, dass sie wirklich aufsteigen können, auf allen Schichten dieser Gesellschaft. Deshalb meine Frage an Sie, inwiefern Sie darauf achten werden, dass auch qualifizierte Referenten mit Migrationshintergrund (zweite bzw. dritte Generation von Migranten) in Ihr Ministerium eingestellt werden?

Mit freundlichem Gruss

Antwort von Dirk Niebel
bisher keineEmpfehlungen
19.01.2010
Dirk Niebel
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anregung. Deutschland ist ein Einwanderungsland, und Menschen unterschiedlicher Herkunft sind Bestandteil unserer Gesellschaft und unserer kulturellen Vielfalt. Menschen mit Migrationshintergrund sollen gleiche Bildungs- und Berufschancen erhalten und umfassend am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben beteiligt werden.

Wer sich beruflich mit Entwicklungszusammenarbeit beschäftigt, ob im In- oder Ausland, wird mit fremden Kulturen konfrontiert. Toleranz und die Fähigkeit, über kulturelle Grenzen hinweg zu kommunizieren, sind darum ebenso wichtige Eigenschaften. Wegen der Internationalität und Komplexität des Themas sind bei einem beruflichen Einsatz in der Entwicklungszusammenarbeit die Anforderungen hoch. Eine gute berufliche Qualifikation ist der wichtigste Einstieg. Unter www.bmz.de können Sie sich über die Rahmenbedingungen und beruflichen Möglichkeiten im BMZ informieren. Viele junge und erfahrene Fachkräfte interessieren für eine Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit. Neben Sprachkenntnissen als unverzichtbare Voraussetzung sind Berufs- und Auslandserfahrung sowie das Engagement für die Ziele der Entwicklungszusammenarbeit Entscheidungskriterien, ebenso die Fähigkeit, mit anderen Menschen zielgerichtet zu kommunizieren sowie teamorientiert zu denken und zu handeln. Das konkrete Anforderungsprofil, die gewünschte fachliche Qualifikation und eventuell erforderliche oder wünschenswerte Zusatzqualifikationen werden in den Stellenausschreibungen benannt.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Niebel
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Frage zum Thema Arbeit
10.11.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Niebel,

wir bearbeiten zur Zeit das Thema Tarifvertäge im Fach Sozialwissenschaften und müssen dazu eine Diskussion führen. Dazu würde ich gerne mehr über ihre Position zum Thema:"Tarifverträge - (k)ein sinnvolles System in der heutigen Zeit?" erfahren.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dirk Niebel
1Empfehlung
12.11.2009
Dirk Niebel
Sehr geehrter Frau ,

die FDP hat in den letzen Jahren eine Tarifrechtsreform gefordert, die den betrieblichen Bedürfnissen Rechnung trägt. Nur mit mehr Flexibilität und Reaktionsmöglichkeiten auf die Konjunktur und die Verhältnisse vor Ort kann gerade in schwierigen Zeiten ein Betrieb am Leben gehalten werden. Wenn 75 % der Belegschaft in geheimer Abstimmung einer Vereinbarung zwischen Betriebsrat und Geschäftsleitung zustimmen, dann soll auch diese Vereinbarung gelten, gleichgültig was die Gewerkschaften oder die Arbeitgeberorganisationen sagen. Unseren Antrag aus der 15. Wahlperiode auf Drucksache 15/2861 "Reform des Tarifvertragsrechts zur Sicherung betrieblicher Bündnisse für Arbeit" können Sie unter dip21.bundestag.de nachlesen, den Antrag aus der 16. Wahlperiode 16/4864 "Vorschläge des Sachverständigenrates aufgreifen - Tarifrecht flexibilisieren, auf Mindestlöhne verzichten, Bürgergeld einführen" unter dip21.bundestag.de . Beide Anträge wurden aufgrund der herrschenden Mehrheitsverhältnisse abgelehnt. Die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag zwischen FDP und Union zur Tarifautonomie können Sie unter mitmachen.fdp.de auf Seite 21 nachlesen.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Niebel
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