Dirk Becker (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Grunddaten
Dirk Becker
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Diplom Verwaltungswirt, Verwaltungsleiter der VHS der Stadt Bielefeld
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Lippe I
Landeslistenplatz
27, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
(...) Sinn und Zweck dieses Antrages war somit alleine die SPD vorzuführen und nicht den Mindestlohn auf den parlamentarischen Weg zu bringen. Aus diesem Grund hat sich eine Mehrheit der SPD-Fraktion dazu entschlossen den Antrag abzulehnen, obwohl der Antrag inhaltlich von meiner Fraktion und mir selbstverständlich mitgetragen wird. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Dirk Becker
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.06.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Becker,

ein von der lokalen SPD-Fraktion in den Verwaltungsrat der hiesigen Stadtsparkasse entsandtes Ratsmitglied eröffnete mir in seiner Sprechstunde, dass es nicht wisse, was in der Bilanz rechts und was links stehe.
Wochen später bat ich den zugehörigen Fraktionsvorsitzenden um eine Begründung und erhielt als Antwort (wörtlich): "Der Mann ist so lange in der Partei".
Erst jetzt, also vor der anstehenden Kommunalwahl, habe ich alle Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Bad Salzuflen angeschrieben, sie mögen bitte die drei wichtigsten Kriterien bekannt geben, welche erfüllt sein müssen, wenn ihre Fraktionen Fraktionsmitglieder für den "Verwaltungsrat der Sparkasse aussuchen"?
Da der SPD-Faktionsvorsitzende darauf nicht antwortete und auch ein erneutes Schreiben in dieser Angelegenheit mit Schweigen übergeht, richte ich meine Frage nunmehr an Sie.
Bitte teilen Sie mir in Ihrer Eigenschaft als Mitglied des Deutschen Bundestages mit:
Welches sind für Sie die drei wichtigsten Anforderungen, die ein Kandidat für einen Posten im Aufsichtsgremium einer Stadtsparkasse erfüllen muss, wenn Sie bei der Auswahl mitentscheiden müssten, sollten?
Schön wäre es auch, wenn Sie kurz Stellung nehmen könnten, ob Sie das Schweigen des lokalen Fraktionsvorsitzenden für vereinbar halten mit den Grundsätzen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands?
Eine Schlußbemerkung: von angeschriebenen Fraktionsvorsitzenden haben geantwortet die CDU, die FDP und die Grünen. Für letztere ist das alleinige Kriterium die "Politische Einstellung des Kandidaten/ der Kandidatin".
Ich bitte um eine Antwort rechtzeitig vor der in NRW anstehenden Kommunalwahl.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Dirk Becker
2Empfehlungen
02.07.2009
Dirk Becker
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage bezüglich der Qualifikation von Verwaltungsratmitgliedern der Sparkassen

Der Verwaltungsrat der Sparkassen ist nach § 8 des Sparkassengesetzes Nordrhein-Westfalen (SpkG) ein politisches und kein Spezialistengremium. Dies ist eine bewusste Entscheidung der Kommunen und des Sparkassen- und Giroverbandes.

Das Amt eines Mitgliedes des Verwaltungsrates der Sparkassen ist demnach ein politisches.

Ich möchte an dieser Stelle hervorheben, dass Kommunalpolitiker ehrenamtlich tätig sind.

Ferner bestimmt § 24 Abs. 2 SpkG, dass der Vorstand dem Verwaltungsrat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht vorlegt, die Prüfung hingegen obliegt nach § 24 Abs. 3 SpkG dem zuständigen Sparkassen- und Giroverband.

Ich werde den von Ihnen erwähnten Fraktionsvorsitzenden aus Bad Salzuflen nochmals persönlich auf den von Ihnen geschilderten Sachverhalt ansprechen, sehe jedoch an dieser Stelle von einer öffentlichen Stellungnahme ab.

Mit freundlichen Grüßen


Dirk Becker
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
05.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Becker,
vielen Dank für die Stellungnahme.
Leider umgeht sie Antworten auf dezidiert gestellte Fragen, enthält aber allgemeine Belehrungen ("ehrenamtliche Tätigkeit", "politisches Amt") sowie Antworten auf nicht gestellte Fragen.
Ich bitte erneut, meine Fragen zu beantworten. Für den Fall, dass Sie das nicht möchten, bitte ich, dies mit dem SPD-Landesgruppenchef und dem SPD-Kanzlerkandidaten abzustimmen.
___
Hier meine Fragen erneut:
Welches sind für Sie die drei wichtigsten Anforderungen, die ein Kandidat für einen Posten im Aufsichtsgremium einer Stadtsparkasse erfüllen muss, wenn Sie bei der Auswahl mitentscheiden müssten, sollten?
___
Sie teilen in Ihrer Reaktion zusätzlich -und interessanterweise- mit:
___
Ferner bestimmt § 24 Abs. 2 SpkG, dass der Vorstand dem Verwaltungsrat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht vorlegt, die Prüfung hingegen obliegt nach § 24 Abs. 3 SpkG dem zuständigen Sparkassen- und Giroverband.
___
Diese Mitteilung ist zwangsläufig Anlass für folgende Fragen:
1) Wenn der Verwaltungsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht lediglich vorgelegt bekommt aber nicht prüft: Welches bleiben dann als die (drei?) wichtigsten Aufgaben des Verwaltungsrats?
2) Wenn die Prüfung nicht vom Verwaltungsrat sondern von dem zuständigen Sparka-sen- und Giroverband vorgenommen wird: Wer entsendet Mitglieder in dieses Gremium?
3) Welches sind für Sie die drei wichtigsten Anforderungen, die ein Kandidat für einen Posten im Sparkassen- und Giroverband erfüllen muss, wenn Sie bei der Auswahl mit-entscheiden müssten, sollten?
Sie schreiben ferner:
___
Ich werde den von Ihnen erwähnten Fraktionsvorsitzenden aus Bad Salzuflen nochmals persönlich auf den von Ihnen geschilderten Sachverhalt ansprechen, sehe jedoch an dieser Stelle von einer öffentlichen Stellungnahme ab.
___
Hier frage ich an, ob Sie dessen Antwort an dieser Stelle veröffentlichen und / oder mir zur Verfügung stellen werden?

Mit freundlichen Grüßen


Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.

Auf diese Antwort warten bisher 2 Interessierte
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Senioren
08.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Becker ,

warum gibt es in der Altenpflege immer mehr Bürokratie obwohl gerade die
SPD Bürokratieabbau schon vor Jahren versprochen hat .
Es wird endlich einmal Zeit wieder mehr Zeit für die Patienten zu haben

MfG

W.

Bürokratie statt Pflege?!
VDAB: "Verwaltungsmonster GMG" frisst zugezahlte Beträge von Heimbewohnern direkt wieder auf! (30.01.2004)

Nur vier Wochen nach Inkrafttreten des GMG steht eindeutig fest: Der zusätzliche Verwaltungsaufwand, den das Gesundheitssystem-"Modernisierungsgesetz" bei den Kostenträgern (Krankenkassen und Sozialhilfeträgern) verursacht und von diesen in der Praxis auch auf Dritte (hier: stationäre Pflegeeinrichtungen) abgewälzt wird, ist immens: "Das Gesetz gleicht einem Monster, das die zugezahlten Beträge der Heimbewohner auf direktem Wege wieder verschluckt", bilanziert Artur Geisler, Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB), Essen, und Träger von vier gerontopsychiatrischen Pflegeeinrichtungen mit insgesamt rund 600 Plätzen in Essen.

VDAB warnt: Mehr Bürokratie – geringere Versorgungsqualität!
Geisler: "Jeder einzelne Bewohner muss Apothekenquittungen, Belege für Praxisgebühren etc. sammeln, die Zuzahlungen addieren, mit der zuvor errechneten Belastungsgrenze von ein bis zwei Prozent abgleichen und bei Überschreitung eine Befreiung bei der Krankenkasse beantragen. Mit den vielen Detailregelungen fühlen sich die Betroffenen zu Recht überfordert, und der erhöhte Verwaltungsaufwand wird vom – zweckentfremdet eingesetzten – Heimpersonal kompensiert. Von den Einrichtungen werden zunehmend Serviceleistungen erwartet, die ihnen nicht refinanziert, trotzdem aber in Ausnahmefällen (z. B. wenn weder Angehörige noch Betreuer vorhanden sind) unter humanitären und sozialen Gesichtspunkten von Pflegekräften erbracht werden. So führt das Mehr an Verwaltung unweigerlich zum Absinken der pflegerischen Versorgungsqualität!"
Antwort von Dirk Becker
bisher keineEmpfehlungen
10.08.2009
Dirk Becker
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, warum es in der Altenpflege immer mehr Bürokratie gibt. Es ist schwer hier eine allgemeine Aussage zu treffen, denn viele Vorschriften sind zum Schutz der Pflegebedürftigen da. Hier wäre zum Beispiel die Pflegedokumentation zu nennen. Sie ist im Interesse des Patienten eingeführt worden, um den Verlauf der Pflege genau nachvollziehen zu können.

Wenn Sie mir den genauen Paragraphen bzw. die Vorschrift mitteilen, die Ihrer Meinung nach überflüssig ist, kann ich das prüfen lassen und dazu Stellung nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dirk Becker, MdB
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Dirk Becker
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.