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Sehr geehrter Herr Bell,
ab kommendem Schuljahr werden in den ersten Förderschulen in Wuppertal keine Kinder in der untersten Jahrgangsstufe mehr aufgenommen und die entsprechenden Schüler der Primarstufe im Rahmen der Inklusion auf umliegende Regelschulen verteilt werden.
Als für meinen Wahlbezirk zuständigen Abgeordneten möchte ich mich daher bei Ihnen über einige Fragen informieren, besonders auch als Vater eigener Kinder: Wie sehen die Planungen konkret aus, wie der zusätzliche Förderbedarf an den Regelschulen realisiert werden soll? Wie weit sind die Umstrukturierungsmaßnahmen an den Regelschulen gediehen? Werden die Förderschullehrer in den Regelschulen mit unterrichten oder belegen alle Regelschullehrer einen berufsbegleitenden Studiengang in Sonderpädagogik? Werden die Regelschulen bis zum Sommer 2013 alle barrierefrei umgebaut und mit sanitären Einrichtungen für Kinder mit pflegerischem Bedarf versehen sein? Wird die Klassengröße verringert werden? Wird an den Regelschulen zusätzliches Personal vergleichbar zu den Förderschulen eingestellt, also Pflegekräfte, Therapeuten, Sozialarbeiter, Psychologen? Etc.
Ich hatte diesbezüglich auch schon verschiedene Lehrer aus Wuppertal befragt. Die Auswahl der von mir Befragten war sicherlich nicht repräsentativ, jedoch bin ich dennoch erschüttert, von Seiten der von den Veränderungen betroffenen Lehrer keinerlei Informationen über die konkreten Vorhaben der Landesregierung erhalten zu können, da diese selber keine Informationen seitens der Regierung zu erhalten scheinen. Auch scheinen, fragt man Lehrer, in den Grundschulen vor Ort noch keine Planungen bezüglich der Umsetzung der Inklusion begonnen zu haben. Dafür haben wir jetzt nur noch ein Schulhalbjahr zur Verfügung. Wie können Sie in dieser kurzen Zeit überhaupt noch Qualitätssicherung gewährleisten?
Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mich über den aktuellen Stand der Dinge informieren könnten.
Hochachtungsvoll

Maria