Dieter Janecek (GRÜNE)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Dieter Janecek
Jahrgang
1976
Berufliche Qualifikation
Diplom-Politologe, PR-Berater
Ausgeübte Tätigkeit
Kommunikationsreferent
Wohnort
-
Wahlkreis
München West/Mitte
Ergebnis
8,0%
Landeslistenplatz
16, Bayern
Fragen an Dieter Janecek
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bürgerrechte
01.09.2005
Von:
Pit

Sehr geehrter Herr Janecek,

meine Frage betrifft das Thema Demokratie: Bei jeder Bundestagswahl gebe ich meine Stimme für vier Jahre ab. Ich habe keinen Einfluss darauf, was tatsächlich damit geschieht. Das kann ich nicht länger verantworten.

Mir fehlt die bundesweite Volksabstimmung - das Recht, zwischen den Wahlen in einzelnen Sachfragen direkt zu entscheiden. 87 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind für das Recht auf Volksabstimmung, aber der Bundestag lehnt es regelmäßig ab.

Ich wähle nur noch Kandidaten oder Parteien, die sich für die Einführung einer bundesweiten Volksabstimmung einsetzen. Sollte dies keine/r tun, werde ich nicht mehr wählen und stattdessen meine Wahlbenachrichtigung an den „Omnibus für Direkte Demokratie“ schicken, der unsere Stimmen sammelt und öffentlich macht.

Wie stehen Sie zum Recht auf Volksabstimmung und wie die Grünen?

Im voraus vielen Dank für die Antwort.
Mit freundlichem Gruß


Pit
Antwort von Dieter Janecek
2Empfehlungen
01.09.2005
Dieter Janecek
Sehr geehrter Herr ,

ihre Forderung unterstützte ich vorbehaltlos. 2001 wurde von unserem Abgeordneten Gerald Häfner ein entsprechender Gesetzentwurf in den Bundestag eingebracht, der immerhin rund 60% der Abgeordnetenstimmen erhielt. Leider ist durch die Blockade von CDU/CSU die notwendige 2/3-Mehrheit nicht zustande gekommen.

Mit besten Grüßen
Dieter Janecek
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Familie
08.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Janecek,

das Thema umfasst auch noch Bildung und Gesundheit.

In meinem Freundes und Bekanntenkreis stelle ich immer mehr fest, dass Frauen Alleinerziehend sind, weil sie sich zu schnell auf jemanden eingelassen haben. Ebenso stelle ich fest dass Scheidungskinder immer mehr zum Alltag gehören.

Haben Sie vielleicht eine Idee oder ein Konzept, wie präventiv Dramen, wie ja auch von Herrn Ulrich Anton durchlitten, vorgebeugt werden könnte?

Immer wieder fällt mir auf, das zur Aidsbekämpfung Kondomwerbung gemacht wird, aber nirgends, und besonders in der Sexualerziehung der Kinder an Schulen nicht darauf hingewiesen wird, dass verlässliche tragfähige Beziehungen gebraucht werden.

So möchte ich Sie fragen, wären Sie bereit sich dafür einzusetzen, dass in Zukunft weniger für schnellen >Kondom-Sex< geworben wird und mehr für den langfristig angelegten Schutzraum einer auf dauer angelegte Ehebeziehung geworben wird? so dass unsere Jugend darauf vorbereitet werden die Grundlagen zu schaffen um Kinder mit Freude erwartet zu können.

Mit freundlichem Gruß

- (29)
aus Untermenzing
Antwort von Dieter Janecek
1Empfehlung
09.09.2005
Dieter Janecek
Sehr geehrter Herr ,

Als Grüne wollen unser Land kinderfreundlicher machen. Das steht im Zentrum grüner Politik. Familie ist für uns da, wo Kinder sind: bei leiblichen Eltern, in Ehen, bei Alleinerziehenden, bei Adoptiv- oder Pflegeeltern. Wir wollen, dass Kinder gleiche Chancen haben – unabhängig von Bildungsstand und Einkommen der Eltern. Wir wollen jedes Kind bestmöglich fördern, mit all seinen Talenten und Interessen.

Ich selber leben seit über 10 Jahren glücklich in einer Partnerschaft. Mit Sorge beobachte ich auch die frauenfeindliche Sexualisierung von Medien und Werbung. Andererseits stelle ich fest, dass viele Jugendliche heute eine feste Bindung suchen und auch Familien und Kinder zunehmend wieder eine Rolle spielen. Der Staat muss für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf z.B. über ein ausreichendes Angebot von Ganztagsschulen und Kinderbetreuung die Voraussetzungen schaffen. Kinder sollten im Mittelpunkt der Politik stehen.

Ich möchte niemanden Vorschriften machen, wie er sich selbst verwirklicht. Jedoch möchte ich für eine kinderfreundliche Gesellschaft werben.

Mit besten Grüßen
Dieter Janecek
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Familie
09.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Janecek,

herzlichen Dank für ihre schnelle Antwort.

Wie Sie, sehe ich auch einen wachsenden Bedarf und eine Sehnsucht nach verbindlichen Beziehungen, doch fehlen hier auch oft die Vorbilder - da setzen Sie mit 10 Jahren Partnerschaft schon ein positives Zeichen.

Ich halte es auch für richtig, dass Kinder egal in welcher Familiensituation sie groß werden bestmöglich und in gleicher Weise finanziell unterstützt werden.

Doch ging es mir mit meiner Frage mehr um eine Qualitative als um eine Monetäre Unterstützung.

Klingt es so, als ob Sie denken für das Kindeswohl ist es egal ob es bei leiblichen Eltern, in Ehen, bei Alleinerziehenden, bei Adoptiv- oder Pflegeeltern groß wird.

Habe ich Sie so richtig verstanden?
Mit Geld wollen Sie dafür werben Kinder in die Welt zu setzen, doch Sie wollen nichts dafür tun, dass Junge Menschen darauf vorbereitet werden Kindern mal ein gutes zu Hause zu bieten?

Sicher können Sie niemandem verbieten mit jedem in die Kiste zu hüpfen, dennoch ist es meiner Meinung nach Gesundheitlich und Gesellschaftlich und auch den gezeugten Kindern gegenüber unverantwortlich.

Mit freundlichen Grüßen,


PS: Übrigens geht es vielen Jungen Leuten so dass sie studieren. Wie sehen Sie die Vereinbarkeit von Familie + Studium?
Antwort von Dieter Janecek
1Empfehlung
12.09.2005
Dieter Janecek
Sehr geehrter Herr ,

ein Kind ist am besten in einer intakten Familie aufgehoben. Jeder junge Mensch, der sich für Kinder entscheidet, übernimmt Verantwortung und verdient dafür Unterstützung und hohen Respekt.

Allerdings kann niemand intakte Beziehungen verordnen. Letztendlich kommt es auf die Zuwendung an, die Kindern gegeben wird. Diese kann von leiblichen Eltern genauso vorhanden sein wie von Pflegeeltern.

Familie ist heutzutage nicht mehr durchgehend klassisch Vater - Mutter - Kind.

Mit besten Grüßen
Dieter Janecek
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Sicherheit
15.09.2005
Von:
Tom

Sehr geehrter Herr Janecek,
nächsten Sonntag ist Wahltag und ich weiß nicht ob es sich lohnt Ihnen meine Stimme zu geben oder ob ich nicht dadurch indirekt Herrn Uhl (CSU)gegenüber Frau Jung (SPD) stärke.
Ich möchte meine Erststimme nicht gerne "wegwerfen" sondern lieber gegen die CSU verwenden. Wie war das Verhältnis in der letzten Wahl? Wenn Sie UND Frau Jung jeweils mehr stimmen als Herr Uhl haben wäre es ja in Ordnung...
Antwort von Dieter Janecek
bisher keineEmpfehlungen
15.09.2005
Dieter Janecek
Sehr geehrter Herr ,

diese Entscheidung überlasse ich Ihnen. Wir Grüne kämpfen für ein starkes Zweitstimmenergebnis.

Die Stimmverteilung von 2002 finden Sie unter
www.bundeswahlleiter.de

Zweitstimme ist Joschkastimme!

Mit herzlichen Grüßen
Dieter Janecek
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Dieter Janecek
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.