Detlef Müller (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Detlef Müller
Jahrgang
1964
Berufliche Qualifikation
Lokomotivführer, Ausbilder, Teamleiter
Ausgeübte Tätigkeit
Ausbilder, Teamleiter, DB RegioNetz GmbH, Erzgebirgsbahn Chemnitz
Wohnort
-
Wahlkreis
Chemnitz
Ergebnis
28,4%
Landeslistenplatz
10, Sachsen
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Frage zum Thema Bürgerrechte
13.09.2005
Von:

Hallo Herr Müller !

Ich habe von Herrn Apfel eine Antwort auf meine Fragen erhalten .
Ich weiss nicht, ob Sie Äusserungen Ihres politischen Gegners auch lesen, falls nicht, dann möchte ich Sie bitten es diesmal doch zu tun .
Wenn es stimmt was Herr Apfel dort schreibt, dann ist das eine Ungeheuerlichkeit die man sich erstmal auf der Zunge zergehen lassen muss . Ich vermute auch, das jedes Wort das Herr Apfel schreibt, der Wahrheit entspricht . Erstens habe ich mit Kollegen und Freunden selbst schon diskutiert, warum man von der NPD immer nur ein und dasselbe hört und warum im TV noch nie ein NPD-Mitglied in irgendeiner politischen Diskussionsrunde anwesend war . Und zweitens : Wenn ich selbst einmal überlege, ob ich der BRD ein Verhalten wie das von Herrn Apfel beschriebene zutraue, dann muss ich ohne zu zögern sagen : Ja, ich kenne diesen Staat als derartig verlogen, das ich es sofort für möglich halte was Herr Apfel in seiner Antwort an mich beschreibt . Das ist vielleicht das vernichtentste Urteil das ein Bürger da über "seinen" Staat fällen kann, doch besser habe ich die BRD nicht kennengelernt . Wenn die NPD wirklich extremistisch, dumm und gewalttätig wäre, müssten die Parteien im Bundestag dann nicht erst recht versuchen die Partei in den Bundestag zu bekommen, um sie dann als das als was sie auch beschrieben wird, vor aller Augen vorzuführen ? Wie positionieren Sie sich zu dem von Herrn Apfel beschriebenen ? Stimmt es das die Presse zu einem guten Teil in der Hand der SPD ist ? Stimmt es, das die NPD überall vom objektiven Meinungsbildungsprozess bewusst ausgeschlossen wird ? Stimmt es, das dass Meisste was über die NPD berichtet wird nur dazu dient, die Partei zu verleumden und möglichst kleinzuhalten ? Was hat das alles noch mit Demokratie zu tun ? Wird der Ausdruck "Demokratie" damit nicht endgültig zur völlig leeren Worthülse ?

Freundlich Grüsse
T.

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Frage zum Thema Föderalismus
15.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Müller,

da Ihre Zeit in der jetzigen, heißen, Phase sicherlich sehr knapp bemessen ist, nur eine kurze Frage.
Wie beabsichtigen Sie, resp. Ihre Partei/Koalition, im Falle eines Wahlsiegs die Blockade aus dem Bundesrat zu überwinden? Wie wollen Sie die derzeitige Unregierbarkeit aufgrund der 2/3 Mehrheit der CDU im Bundesrat lösen?

Aus meiner Sicht würde sich bei einem Wahlsieg nichts zur jetzigen, stagnativen Situation ändern. Sämtliche Vorlagen und Reformen würden in Vermittlungsausschüssen solange verschlimmbessert werden, bis Sie keine Früchte mehr tragen können, dafür aber für alle Beteiligten einen Konsens darstellen.
Der wahre Grund der Vertrauensfrage hatte seine Ursache deshalb wohl auch eher in dem Umstand, dass im Bundesrat eine 2/3 Mehrheit der CDU besteht. Dieser Grund wäre natürlich für keinen Bundespräsidenten, der verfassungskonform handeln will/muss, akzeptabel gewesen.

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Döhler
Antwort von Detlef Müller
bisher keineEmpfehlungen
15.09.2005
Detlef Müller
Sehr geehrter Herr Döhler,
vielen Dank für Ihre, sehr berechtigte, Frage.

Aus meiner Sicht, und da stimme ich mit vielen Beobachtern wirklich überein,
gibt es auch für die Länderkammer, den Bundesrat, eine staatspolitische Verantwortung.

Kanzler Schröder hat klargestellt, dass der Bundesrat bei einem Wahlsieg
der SPD / B90/Grünen - Koalition in der moralischen Pflicht und Verantwortung
steht, die Blockadepolitik aufzugeben.
Natürlich ist das nicht sicher. Aber es geht bei diesen Neuwahlen ja auch
um die Grundabstimmung über die politische Richtung, in die dieses Land gehen
wird. Darum brauchen wir ja auch die Wahl als Abstimmung, als Bestätigung
oder Ablehnung des bisherigen Kurses. Und das Ergebnis ist dann eben auch
ein Signal in Richtung Bundesrat.
Hoffen wir, dass der Bundesrat seiner Verantwortung nachkommt.

Mit freundlichen Grüßen
Detlef Müller
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