Clemens Binninger (CDU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Clemens Binninger
© Clemens Binninger MdB (Foto: Laurence Chaperon)
Geburtstag
24.04.1962
Berufliche Qualifikation
Polizeioberrat
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
Sindelfingen
Wahlkreis
Böblingen , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
45,1%
Landeslistenplatz
keinen, Baden-Württemberg
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(...) Zwischen der Finanzmarktkrise und der Staatsschuldenkrise gibt es Parallelen und Unterschiede. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
19.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Binninger

Sie haben in der Bundestagsdebatte um den Staatstrojaner Kinderpornographie und Terrorismus in einem Satz verwendet und damit zumindest für mich den Eindruck erweckt, dass diese beiden Begriffe irgendetwas gemeinsam haben. Den Begriff Terrorismus begreife ich, was aber verstehen Sie unter dem Begriff Kinderpornographie und inwieweit hat er etwas mit Terrorismus zu tun?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Clemens Binninger
29Empfehlungen
21.10.2011
Clemens Binninger
Sehr geehrter Herr ,

ich habe beispielhaft Deliktsbereiche des Strafgesetzbuches genannt, bei deren Bekämpfung wir auf die Quellen-TKÜ (das Abhören von Kommunikation, die über das Internet stattfindet) angewiesen sind. Eine Aufzählung dieser Deliktsbereiche finden Sie in § 100 a Abs. 2 der Strafprozessordnung, der Rechtsgrundlage für die Quellen-TKÜ.


Mit freundlichen Grüßen

Clemens Binninger
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Frage zum Thema Sicherheit
29.10.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Binninger,

ich habe gesehen das sie am Freitag im Bundestag sehr vehement für die Weiterverwendung des Bundestrojaners argumentiert haben.

Vor diesem Hintergrund möchte ich gerne darauf hinweisen das es mittlerweile eine große Anzahl von LiveCD Betriebssystemen gibt. Die bei jedem Start das Betriebssystem unverändert von einer CD laden und entsprechend ohne physikalische Veränderung der CD nicht mit einem Trojaner zu versorgen sind. Ich kann mir vorstellen das es noch viele weitere Möglichkeiten gibt wenn man sich mit dem Thema näher beschäftigt.

Der Einfachheit halber würde ich gerne die Verbrecher / Terroristen in zwei Gruppen einteilen. Die erste mit technischem Sachverstand die zweite ohne.

Wie stellen sie sich die Verfolgung der Sachverständigen Verbrecher / Terroristen vor?

Ist der Bundestrojaner überhaupt sinnvoll wenn er Theoretisch nur gegen nicht Sachkundige Verbrecher / Terroristen eingesetzt werden kann?
Antwort von Clemens Binninger
28Empfehlungen
03.11.2011
Clemens Binninger
Sehr geehrter Herr ,

gerne antworte ich auf Ihren Beitrag.

Es ist kein neues Phänomen, das Sie beschreiben. Seit es Verbrechensbekämpfung gibt, gibt es auch Kriminelle, die versuchen, sich dem staatlichen Zugriff zu entziehen. Der technische Fortschritt führt dabei zu neuen Möglichkeiten und Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden. Hier ist es Aufgabe des Staates und der Politik, für "Waffengleichheit" zu sorgen und die Sicherheitsbehörden personell, technisch und rechtlich in die Lage zu versetzen, ihre Arbeit angemessen verrichten zu können.

So ist der Einsatz von Software zur Quellen-TKÜ und Online-Durchsuchung deshalb notwendig, weil Terroristen und Kriminelle zunehmend konspirativ vorgehen und verschlüsselt über das Internet kommunizieren. Niemand kann ausschließen, dass es Terroristen und Kriminelle geben kann, die – wie Sie vermuten – über entsprechende Kenntnisse und Möglichkeiten verfügen, um sich der Verfolgung durch die Sicherheitsbehörden zu entziehen. Das kann aber ernsthaft kein Argument gegen dieses Instrument der Verbrechensbekämpfung sein.

Kriminelle versuchen zum Beispiel zu allen Zeiten am Tatort keine Fingerabdrücke zu hinterlassen, trotzdem sind die Erfolge der Daktyloskopie mehr als beachtlich und niemand würde auf die Idee kommen, auf dieses Instrument zu verzichten.

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Binninger
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
27.11.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Binninger,

ich habe vernommen, wie Finanzminister Wolfgang Schäuble aussagte, dass Deutschland zu keinem Zeitpunkt seit 1945 ein souveräner Staat gewesen sei
www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de
"Beim Europäischen Bankenkongress in Frankfurt sagte Finanzminister Wolfgang Schäuble, dass "der Rückfall in die Regelungsmonopol-Stellung des klassischen Nationalstaats" durch einen "sehr viel zukunftsweisenderen Ansatz" verhindert werden müsse. Deutschland habe seit 1945 nie den Zustand der vollen Souveränität gehabt."
Welche Folgen hat die Nichtexistenz der Souveränität Deutschlands für getätigte Verträge seit 1945?
Ist in Deutschland noch die Besatzungsstruktur gegeben?


Zusätzlich (Für die Moderatoren von Abgeordnetenwatch: Das ist eine zusätzliche Frage, weil im Moderationscodex die Anzahl der Fragen limitiert ist. Die Frage nach dem Gold hat somit nicht direkt mit der Frage der Souveränität zu tun. Deshalb bitte ich darum, meine Frage nach der Souveränität nicht zum 4. Mal abzulehnen) möchte ich von Ihnen noch wissen, warum unser Gold nicht endlich nach Hause geholt wird. Warum müssen unsere Sicherheiten im Ausland gelagert werden?

Ich verbleibe in der Hoffnung, dass mein vierter Versuch, nach der Souveränität Deutschlands zu fragen, nicht erneut von Abgeordnetenwatch abgelehnt wird, weil ich angeblich meine Frage zweckentfremdet habe.

Mit freundlichen Grüßen
A.
Antwort von Clemens Binninger
25Empfehlungen
02.12.2011
Clemens Binninger
Sehr geehrter Herr ,

zu Ihren Fragen:

1. Der Bundesfinanzminister weist meiner Ansicht nach richtigerweise darauf hin, das faktisch alle Staaten durch die Einbindung in internationale Organisationen Teile ihrer staatlichen Souveränität abgeben. Weil sie mit der internationalen Einbindung Zusagen an ihre Partner machen und Verpflichtungen eingehen, können sie faktisch nicht mehr in der Weise souverän über ihr staatliches Handeln entscheiden, wie dies der Fall wäre, wenn sie völlig unabhängig wären. Für Deutschland ist hier vor allem die Einbindung in die heutige Europäische Union (bzw. ihre Vorgänger) von Bedeutung, an die alle EU-Staaten Teile ihrer nationalstaatlichen Souveränität abgegeben haben. Dieser Weg, so Schäuble in dem von Ihnen angesprochenen Beitrag, ist im Grunde schon im Grundgesetz angelegt, das Deutschland auf Europa hin ausrichtet.

Das alles ist aber keine neue Erkenntnis, sondern wird vom Bundesfinanzminister lediglich im Zusammenhang mit der europäischen Finanzkrise angesprochen. Selbstverständlich konnte und kann Deutschland auch mit der Einbindung in die EU und internationale Organisationen völkerrechtliche Verträge schließen, wie dies andere Staaten auch tun.

2. Nein, es gibt keine "Besatzungsstruktur". Das Besatzungsstatut der West-Alliierten aus dem Jahr 1949, auf das Sie sich möglicherweise beziehen, wurde mit den Pariser Verträgen 1955 aufgehoben.

3. Deutschland verfügt meiner Kenntnis nach über mehr als 3.400 Tonnen Goldreserven. Die Orte, an denen dieses Gold gelagert wird, sind aus guten Gründen geheim gehalten.

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Binninger
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Frage zum Thema Sicherheit
02.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Binninger!

Laut FAZ vom Fr., 2.12.2011, Seite 1, hat der Präsident des Bundeskriminalamtes(=BKA), Ziercke, dem gesamten Rechtsextremismus in Deutschland die Kampfansage des Staates erklärt. Der BKA-Präsident kündigt des weiteren eine Aufklärung bis zu den Wurzeln des Rechtsextremismus an und fordert die Bevölkerung zur Mithilfe auf.

Rechtsextremismus gibt es leider nicht nur in den östlichen Bundesländern, sondern auch, wenn auch in weniger ausgeprägten Ausmass, in den alten Bundesländern.

Zum Beispiel, aus Ihrem Bundestagswahlkreis, berichtete die dortige LKZ, 28.4.2011, Online-Version(im Internet ev.noch zu finden mit den Suchmaschinenwörtern: Leonberg, Schütze, Gaspistole), dass ein 21-jähriger Rutesheimer mit "Glatzenfrisur" zugegeben hat, am 12.3.2011, zusammen mit einem weiteren Rutesheimer und einem Stuttgarter, eine politisch linksstehende Person, in der Altstadt von Leonberg, vor einer Kneipe, mit einer Gaspistole, aus nächster Nähe, durch einen Schuss so schwer verletzt zu haben, dass dessen Augen-Sehkraft auf Dauer erheblich eingeschränkt bleibt. Der Schütze war bereits am 17.7.10 bei einem Überfall von 8 mutmasslichen Rechtsextremisten auf einen Info-Stand der Linken in der Stadtmitte von Leonberg dabeigewesen.

Fragen: 1.)Wie beurteilen Sie die Gefährdungslage in Leonberg bezüglich politisch motivierter Kriminalität zur Zeit?
2.)Was kann aus heutiger Sicht, nach Bekanntwerden der rechtsextremistischen NSU-Terrorgruppe, auch in Baden-Württemberg von Polizei, Gaststätten- behörden, Parteien und Jugend(hilfe-)organisationen im Umgang mit extremistischen Gewaltstraftätern in Zukunft noch besser gemacht als bisher, sowohl bei der Repression als auch bei der Prävention?

Mit bestem Dank im voraus für Ihre Antwort und freundlichen Grüssen

Antwort von Clemens Binninger
23Empfehlungen
14.12.2011
Clemens Binninger
Sehr geehrter Herr ,

haben Sie vielen Dank für Ihren Beitrag, auf den ich gerne eingehe. Die neuen Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden, die seit einigen Wochen immer mehr erschreckende Details über die sog. "Zwickauer Zelle" zu Tage fördern, haben auch dazu beigetragen, dass das Problem des Rechtsextremismus wieder stärker öffentlich diskutiert wird.

Der Rechtsextremismus ist nicht nur in Ostdeutschland ein Problem. Sie haben Recht, dass auch in Leonberg immer wieder politisch motivierte Straftaten von Rechtsextremisten begangen werden. Im Landkreis Böblingen wurden zwischen Januar 2009 und Dezember 2011 (Stand: 07.12.11) in 94 Fällen Straftaten mit rechtsextremem Hintergrund zur Anzeige gebracht. In den meisten Fällen handelte es sich dabei um Straftaten nach § 86a StGB (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen). Bei diesem insgesamt niedrigen Straftatenaufkommen ist eine geringe Häufung rechtsmotivierter Straftaten im Bereich Leonberg (36 Fälle) im Vergleich zu Böblingen (20 Fälle), Sindelfingen (15 Fälle) und Herrenberg (23 Fälle) erkennbar. Der öffentliche Eindruck in Leonberg dürfte daher hauptsächlich von dem von Ihnen angesprochenen Vorfall geprägt sein, als am 11.03.2011, bei einem zufälligen Aufeinandertreffen rechter und linker Gruppierungen die Lage eskalierte und eine Schreckschusswaffe durch einen Angehörigen der rechten Szene benutzt wurde. Diese Straftaten konnten, dank sofortiger intensiver Ermittlungen und der Bildung einer Ermittlungsgruppe, durch die Polizei aufgeklärt werden. Von diesem schnellen und entschiedenen Vorgehen dürfte auch eine abschreckende generalpräventive Wirkung ausgehen.

Dennoch werden sich alle relevanten Gruppen, Behörden und Stellen fragen müssen, wie sie noch besser zur Bekämpfung von Extremismus beitragen können. Hierzu wäre es meiner Einschätzung ein guter erster Ansatzpunkt, wenn sich der Gemeinderat als "Stadtparlament" vor Ort, unter Hinzuziehung von Experten mit dem Thema in all seinen Facetten befasst. Soweit ich informiert bin, hat die CDU-Gemeinderatsfraktion in Leonberg hier bereits einen Termin angestoßen.

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Binninger
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
21.12.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Binninger!

Es gab im Fernseher vor ein paar Jahren eine Werbung über die Legalisierung von Cannabis. Der Werbespott war leider zu schnell und es gab zu wenig wiederholungen, sodas ich vor dem Fernseher saß und es doch nicht mehr gesehen habe, sonst hätten wir diesen Mann gewählt. Ich weiß nicht genau von wem das kam, ich weiß nur das es ein Abgeordneter war aus Böblingen. Jetzt will ich sie fragen, was tun sie für die Legalisierung von Cannabis oder können sie mir sagen wer das damals war oder ob sie wissen wem es am Herzen liegt? Es gibt viele Menschen die darauf warten. Und es sind anständige Bürger die ihrer Arbeit nach gehen.

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Clemens Binninger
16Empfehlungen
09.01.2012
Clemens Binninger
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne beantworte.

Mir ist kein Abgeordneter aus Böblingen bekannt, der in Fernsehwerbespots die Legalisierung von Cannabis gefordert hätte.

In Deutschland sind rund 200.000 vorwiegend junge Menschen stark abhängig von Cannabis, das oft als Einstiegsdroge für den späteren Konsum härterer Rauschmittel dient. Cannabis ist keine Spaßdroge, sondern verursacht vielfältige Probleme. Ärzte berichten beispielsweise über ausgeprägte Angst- und Panikgefühle sowie psychosenahe Zustände bei Abhängigen. Ich halte deshalb überhaupt nichts davon, Cannabis zu legalisieren.

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Binninger
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