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Sehr geehrter Herr Binninger!
Laut FAZ vom Fr., 2.12.2011, Seite 1, hat der Präsident des Bundeskriminalamtes(=BKA), Ziercke, dem gesamten Rechtsextremismus in Deutschland die Kampfansage des Staates erklärt. Der BKA-Präsident kündigt des weiteren eine Aufklärung bis zu den Wurzeln des Rechtsextremismus an und fordert die Bevölkerung zur Mithilfe auf.
Rechtsextremismus gibt es leider nicht nur in den östlichen Bundesländern, sondern auch, wenn auch in weniger ausgeprägten Ausmass, in den alten Bundesländern.
Zum Beispiel, aus Ihrem Bundestagswahlkreis, berichtete die dortige LKZ, 28.4.2011, Online-Version(im Internet ev.noch zu finden mit den Suchmaschinenwörtern: Leonberg, Schütze, Gaspistole), dass ein 21-jähriger Rutesheimer mit "Glatzenfrisur" zugegeben hat, am 12.3.2011, zusammen mit einem weiteren Rutesheimer und einem Stuttgarter, eine politisch linksstehende Person, in der Altstadt von Leonberg, vor einer Kneipe, mit einer Gaspistole, aus nächster Nähe, durch einen Schuss so schwer verletzt zu haben, dass dessen Augen-Sehkraft auf Dauer erheblich eingeschränkt bleibt. Der Schütze war bereits am 17.7.10 bei einem Überfall von 8 mutmasslichen Rechtsextremisten auf einen Info-Stand der Linken in der Stadtmitte von Leonberg dabeigewesen.
Fragen: 1.)Wie beurteilen Sie die Gefährdungslage in Leonberg bezüglich politisch motivierter Kriminalität zur Zeit?
2.)Was kann aus heutiger Sicht, nach Bekanntwerden der rechtsextremistischen NSU-Terrorgruppe, auch in Baden-Württemberg von Polizei, Gaststätten- behörden, Parteien und Jugend(hilfe-)organisationen im Umgang mit extremistischen Gewaltstraftätern in Zukunft noch besser gemacht als bisher, sowohl bei der Repression als auch bei der Prävention?
Mit bestem Dank im voraus für Ihre Antwort und freundlichen Grüssen
