Christoph Schnurr (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Christoph Schnurr
Jahrgang
1984
Berufliche Qualifikation
Indusrtiekaufmann
Ausgeübte Tätigkeit
Student
Wohnort
Frankfurt am Main
Wahlkreis
Frankfurt am Main II
Ergebnis
9,3%
Landeslistenplatz
8, Hessen
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schnurr09
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
27.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schnurr,
wie stehen Sie persönlich zum Thema Wehrpflicht. Werden Sie sich nach der Wahl - im Falle eines Einzugs in den Bundestag - für oder gegen die Wehrpflicht aussprechen?

MfG:
Antwort von Christoph Schnurr
2Empfehlungen
07.09.2009
Christoph Schnurr
Sehr geehrter Herr ,

die Wehrpflicht ist sicherheitspolitisch heute nicht mehr notwendig. Für den deutschen Beitrag in der internationalen Zusammenarbeit brauchen wir Streitkräfte, die gut ausgebildet, modern ausgerüstet, voll einsatzbereit und schnell verlegbar sind – dieses kann jedoch nur mit einer Freiwilligenarmee erreicht werden. Der zweite Grund, der gegen die Wehrpflicht spricht, ist die fehlende Wehrgerechtigkeit. Derzeit werden nur 15 Prozent der Männer eines Jahrgangs eingezogen. Das gegenwärtige System ist ungerecht und überflüssig und gehört daher abgeschafft.
Ich hoffe, ich konnte Ihr Anliegen ausreichend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Schnurr
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Frage zum Thema Arbeit
03.09.2009
Von:

Guten Tag,

ich würde gern von Ihnen wissen, welche Politik Sie vertreten in Bezug auf die noch zu erwartende Rezession auf dem Arbeitsmarkt.
Gerade für mich als Berufeinsteiger eine wichtige Frage.

Mfg

Kfm. für av-Medien
Antwort von Christoph Schnurr
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14.09.2009
Christoph Schnurr
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an meiner Position zur Wirtschafts- und Arbeitspolitik.

Im August ist die Zahl der Arbeitslosen erneut gestiegen. Bisher konnte nur die massive Ausweitung der Kurzarbeit einen stärkeren Rückgang der Erwerbsquote verhindern.
Verdeckt werden damit die nach wie vor existierenden strukturellen Probleme des deutschen Arbeitsmarkts. Statt Arbeitslosigkeit nur zu verwalten, sollte häufiger über deren Ursachen gesprochen werden. Nur mit niedrigeren Steuern und Abgaben, einem flexiblen Arbeitsmarkt und weniger Bürokratie kann die Arbeitslosigkeit langfristig erfolgreich bekämpft werden und neue Jobs entstehen. Aus diesem Grund bedarf es einer nachhaltigen Entlastung von Bürgern und Unternehmen. Als Liberaler setzte ich mich dabei vor allem für eine Stärkung des Mittelstands ein. Denn dieser schafft und erhält die weitaus größte Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland.

Auch auf kurze Sicht verspricht eine solche Politik den größten Erfolg: Nur wer die Zukunft positiv sieht, wird heute in Jobs und neue Geschäftsfelder investieren. Unternehmerische Entscheidungen hängen stark von den Erwartungen der wirtschaftlichen Akteure ab. Mit einer schwarz-gelben Koalition und einer starken FDP könnten diese Erwartungen stabilisiert werden, der Mittelstand erhielte wieder einen verlässlichen Partner in der Regierung.

Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute und einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.

Viele Grüße nach Sachsenhausen

Christoph Schnurr
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Frage zum Thema Arbeit
06.09.2009
Von:

Sehr geehrter HErr SChnurr,
ich lebe in dem Wahlkreis in dem Sie kandidieren und stellen für mich ein potentiell wählbaren Kandidaten dar. Es ist grundsätzlich sehr zu begrüßen, wenn junge und unverbrauchte Gesichter sich zur Wahl stellen.

Meine frage an sie:

Wie unabhängig können sie Ihr eventuelles Mandat ausüben? Oder sind sie ein Paradebeispiel für die von den Parteien geförderten Parteikarrieren? Also Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal?
Verfügen sie über abgeschlossene Ausbildung UND Berufserfahrung? Anhand Ihres Lebenslaufes kann ich leider nur erkennen, dass sie eine Ausbildung gemacht haben und jetzt studieren. Ich nehme an, dass sie nach der Ausbildung direkt studiert haben. Korrigieren sie mich wenn ich irre.

Für mich ist ein einigermaßen unabhängier Abgeordenet das A und O, es ist für eine Demokratie nicht würdig, wenn nicht der freie Wille oder die Wähler des Wahlkreises bestimmen, sondern die Partei die die Abgeordneten im falle von eigenen Vorstellungen mit schlechten Listenplätzen bestraft.

Wie stehen sie dazu? Werden sie sich für mehr Demokratie bspw. durch Volksabstimmungen und andere Instrumente der direkten Demokratie einsetzen?

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für Ihren Einzug in den Deutschen Bundestag.
Antwort von Christoph Schnurr
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14.09.2009
Christoph Schnurr
Sehr geehrter Herr ,

die Unabhängigkeit eines Abgeordneten ist ein wichtiges Element unserer Demokratie und in Art. 38 (1) grundgesetzlich verbrieft. Als Kandidat wende ich mich an alle Bürger in Frankfurt und werde eine Politik für alle Bürger in Deutschland machen, wenn mir der Einzug in den Bundestag gelingen sollte. Dies schließt grundsätzlich auch die Möglichkeit mit ein, in wichtigen Angelegenheiten entgegen der Linie der Partei zu stimmen.

Zwei Elemente tragen für mich wesentlich zur Unabhängigkeit der Meinungsbildung bei: Dies ist zunächst die Zukunftsperspektive abseits der Politik. Wie sie richtig bemerken, habe ich nach meiner Ausbildung zum Industriekaufmann ein Studium begonnen, das ich mittlerweile erfolgreich abgeschlossen habe. Damit eröffnen sich mir gute berufliche Perspektiven – sowohl für den Fall, dass ich am 27. September keinen Sitz im Bundestag erhalten sollte, als auch für die Zeit nach einem möglichen Mandat. Gerade weil ich im Vergleich zu anderen Politiker noch jung bin, stehen mir hier viele Möglichkeiten für die Zukunft offen.

Zweitens zu nennen – und nicht minder wichtig - ist der Rückhalt in der Wählerschaft. Viele Erststimmen sind das beste Argument, um sich eine unabhängige Position wahren zu können. Aus diesem Grund freue ich mich, wenn sie mich mit ihrer Erst- und Zweitstimme unterstützen.

Viele Grüße

Christoph Schnurr
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Frage zum Thema Finanzpolitik
16.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schnurr,__,

zentrale, aber zu wenig thematisierte Frage des Wahlkampfes ist, wie die Lasten der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise verteilt werden. Unterm Strich und auf längere Sicht drohen massive Einschnitte vor allem für einkommensschwache BürgerInnen und die öffentlichen Haushalte.

Eine Initiative von Vermögenden hat deshalb im Mai in einem öffentlichen Appell, der in den Medien viel Beachtung fand, eine zeitlich befristete Vermögensabgabe gefordert. Sie sieht vor, dass Personen mit einem Vermögen von mehr als 500.000 Euro 2009 und 2010 fünf Prozent ihres Vermögens abgeben.

Außerdem fordert die Initiative, der sich mittlerweile 37 Vermögende angeschlossen haben, nach 2010 die Vermögensteuer wieder einzuführen. Mehr dazu finden Sie unter www.appell-vermoegensabgabe.de.

Nach Berechnungen der Initiative würde eine solche Vermögensabgabe in den zwei Jahren ca. 100 Milliarden Euro einbringen.

Diese Einnahmen sollen - anders als die bisherigen Konjunkturpakete - in den ökologischen Umbau der Wirtschaft, in Personal für Bildungs-, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie in die Erhöhung der Transferleistungen wie Harz IV und BaFöG investiert werden.

Einer von der Initiative in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage zufolge unterstützen 57 Prozent der Deutschen die Forderung nach einer Vermögensabgabe
(Quelle: www.tagesspiegel.de ).

Als Mitunterzeichnerin_ des Appells und Bürger_in_ Ihres Wahlkreises frage ich
Sie: Wie stehen Sie zu diesen Forderungen? Wenn Sie eine Vermögensabgabe ablehnen, welche alternativen Lösungsvorschläge haben Sie für die sozialen und ökologischen Probleme infolge der Krise?
Mit freundlichen Grüßen,

Krebs
__
Antwort von Christoph Schnurr
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22.09.2009
Christoph Schnurr
Sehr geehrte Frau Dr. Krebs,

die stetig anwachsende Zahl der Stiftungen und Zustiftungen zeigt, dass Art. 14 (2) GG ("Eigentum verpflichtet") für viele Vermögende bereits heute mehr ist als ein bloßer Satz auf dem Papier. Gleiches geht aus dem von Ihnen unterzeichneten Appell hervor.

Einen Zwang zur Vermögensabgabe lehnen die Liberalen dennoch ab. Wir setzen einerseits auf das persönliche, freiwillige Engagement der Vermögenden und andererseits auf eine Steuerreform, die zunächst untere und mittlere Einkommen finanziell entlastet und Familien (etwa durch die Erhöhung des Grundfreibetrags) zugutekommt.

Mit einem solchen einfacheren, niedrigeren und fairen Steuersystem soll die Wirtschaft wieder belebt werden. Durch Investitionen auch von kleinen und mittleren Unternehmen könnte dann erneut Wachstum entstehen. Mehr Arbeitsplätze und eine breitere Steuereinnahmebasis wären die Folge. Eine Steuerstrukturreform würde sich damit teilweise von selbst tragen.

Gleichzeitig könnte so ein Teil der Schwarzarbeit (rund 350 Mrd. Euro pro Jahr) in reguläre Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt werden und Steuereinnahmen erzeugen.

Daneben hat die FDP im Bundestag mit ihrem "Liberalen Sparbuch" für das Haushaltsjahr 2009 ca. 400 konkrete Einsparmöglichkeiten aufgezeigt, die sich zusammen auf mehr als 10 Mrd. Euro belaufen. In gleicher Weise sieht der jährliche Bericht des Bundesrechnungshofes und das Schwarzbuch des Bunds der Steuerzahler Einsparpotentiale von regelmäßig mehreren Milliarden Euro. Ein Blick auf die Ausgaben- statt auf die Einnahmeseite lohnt daher. Deutschland hat kein Einnahme- sondern ein Ausgabeproblem.

Im Übrigen begrüße ich die Forderungen des Appells nach einem effektiveren Kampf gegen Steuerflucht und nach Investitionen in Nachhaltigkeit anstelle unsinniger Subventionen in alte und umweltfeindliche Techniken. Sollte mir der Einzug in den Bundestag gelingen, werde ich mich dort für eine dementsprechende Politik einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Schnurr
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
20.09.2009
Von:

Guten Tag Herr Schnurr,

mich interessiert, wie Ihre Meinung zu Volksentscheiden allgemein ist. Befürworten Sie mehr Mitspracherechte für Bürger oder teilen Sie die Ansicht vieler Politiker, dass das Volk nicht kompetent genug ist, um sinnvolle politische Entscheidungen zu treffen.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir Ihre persönliche Meinung zu diesem Thema schildern könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christoph Schnurr
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22.09.2009
Christoph Schnurr
Sehr geehrter Herr ,

mehr Mitspracherecht bei Entscheidungen wichtiger Sachfragen stärkt das Mitgestaltungsrecht der Bürger. Deshalb setze ich mich für Bürgerentscheide, Bürgerbegehren und Bürgerbefragungen auf Bundesebene ein und somit für mehr direkte Demokratie insgesamt. Die Bevölkerung soll stärker zu Wort kommen und unmittelbar Einfluss auf politische Prozesse und Entscheidungen nehmen können. Ziel ist, die direkte Demokratie insgesamt weiter zu stärken!

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Schnurr
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