Christoph Pries (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Christoph Pries
Jahrgang
1958
Berufliche Qualifikation
Studium der Neueren Geschichte, Publizistik und osteuropäischen Geschichte, Journalist
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Borken II
Landeslistenplatz
23, über Liste eingezogen, Nordrhein-Westfalen
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(...) Auch ich bin nicht glücklich über die Prioritätensetzung der Medien bei ihrer politischen Berichterstattung. Natürlich wäre es mir viel lieber, die Medien würden über das berichten, was in Berlin geleistet wird, statt jeden Erfolg klein zu reden und die Abgeordneten als in erster Linie auf die eigenen Interessen fixiert darzustellen. Allerdings hat man als Abgeordneter des Deutschen Bundestages auf die Berichterstattung der Medien keinerlei Einfluss und das ist -- angesichts unserer verfassungsmäßig garantierten Pressefreiheit -- auch gut so. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
10.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Prieß,

ich würde gerne ihre Meinung zu dem Gesetzesentwurf gegen Kinderpornografie von der Frau Von der Leyen hören. Sind sie der Auffassung das dieses Gesetz, so wie es derzeitig geplant ist, sinnvoll und nötig ist?

Wenn ja, warum glauben sie ist dieses Gesetz sinnvoll? Die generelle Aussage, das Kinderpornografie eingedämmt und zu verhindern ist, bestreitet sicherlich niemand allen ernstes (ausgenommen natürlich die Täter), aber was lässt sie glauben das dieses Gesetz etwas bringen würde?

Ist es nicht vielmehr so, das so ein Gesetz nicht eher zum Schutze (!) von Pädophilen beiträgt, da deren Seiten nicht geschlossen werden, sondern nur für den normalen Bürger unsichtbar gemacht werden? Wie beispielsweise ein Test der Organisation "CareChild" zeigt, reagierten die Provider (Die Firmen, die einem Kunden einen Auftritt im Web anbieten) innerhalb kürzester Zeit und schalteten die Seiten ab. Warum wurde in den anderen Ländern, die so eine Sperre bereits eingeführt haben, nicht dafür Sorge getragen, dass diese Seiten vom Netz genommen werden und was wäre hier in Deutschland anders?

Ich meine, es kann doch nicht sein, das so ein missbrauchsfähiges Instrument wie die Internetzensur eingeführt wird, wenn eine simple eMail ausreicht um die meisten Seiten innerhalb von 24 Stunden vom Netz nehmen zu lassen. Siehe www.spiegel.de

Sollten für einen effektiven Schutz der Kinder nicht mehr Polizisten angestellt werden, die auch in der Lage sind weitere Taten zu verhindern und damit auch die Kinder zu schützen?

Ganzer Spiegelartikel:
www.spiegel.de


Ich musste diese Frage leider stark kürzen, bei Interesse an einem Dialog oder technischen Details (ich bin gelernter Fachinformatiker FR Systemintegration und studiere im Moment "Angewandte Informatik") können sie mich gerne per Mail anschreiben.

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Christoph Pries
1Empfehlung
19.05.2009
Christoph Pries
Sehr geehrter Herr ,

sexuell orientierte Gewalt gegen Kinder ist ein abscheuliches Vergehen. In den vergangenen Jahren haben wir deshalb das Herstellen, die Verbreitung und den Besitz von Kinderpornographie lückenlos unter Strafe gestellt. Fakt ist, dass die Verbreitung von Kinderpornographie insbesondere im Internet in den letzten Jahren dennoch dramatisch zugenommen hat. Gleichzeitig ist eine Tendenz zu immer jüngeren Opfern festzustellen. Dem muss soweit wie möglich Einhalt geboten werden. Die SPD-Bundestagsfraktion hat durchgesetzt, dass es zu dem von Ihnen angesprochenen Gesetzentwurf am 27. Mai eine Anhörung des Wirtschaftsausschusses geben wird. Der Gesetzentwurf wirft zahlreiche inhaltliche und rechtliche Fragen auf, die wir in einem transparenten parlamentarischen Verfahren erörtern müssen. Damit können wir auch die in Teilen der Internet-Community aufgeworfenen Kritikpunkte, die ihren Ausdruck in einer stark beachteten E-Petition gefunden haben, angemessen einbeziehen und erörtern. Die SPD-Fraktion wirbt dafür, sowohl das Thema Kinderpornographie als auch das freie Internet mit der gebotenen Sensibilität zu behandeln. Der wichtige Kampf gegen Kinderpornographie im Internet und die Rechte der Internet-Nutzer müssen sich nicht ausschließen. Im weiteren Gesetzgebungsverfahren werden wir insbesondere prüfen, an welchen Stellen der Gesetzentwurf in datenschutzrechtlicher und verfahrensrechtlicher Hinsicht verbessert werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

Christoph Pries, MdB
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Frage zum Thema Sicherheit
20.05.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pries,

mich würde sehr Ihre Meinung bzgl. der Änderungen des neuen Waffengesetzes, inbesondere im Bezug auf das Paintballverbot interessieren.

Herr Bosbach hat ja eindeutig Stellung bezogen, sich für ein Paintballverbot ausgesprochen. Auf gleicher Schiene fährt Herr Dr. Uhl.
Beide verteufeln Paintball, setzen es einer Tötungsimulation gleich.
Deutschlandweit sind viele Paintball-Verbände organisiert, betreiben einen anerkannten Mannschaftssport.
Etliche Gutachten belegen, dass Paintball weder die Gewaltbereitschaft anregt, noch dass es von einer bestimmten, gewaltbereiten Personengruppe betrieben wird.
Ich spiele selber Paintball, fühle mich selber durch die Aussagen eines Herrn Bosbach und eines Herrn Dr. Uhl in eine kriminelle Rolle gedrückt. Wird mein Sport jetzt tatsächlich der Vergangenheit angehören? Muss ich in die benachbarte Niederlande fahren?
Wie stehen Sie zu den geplanten Änderungen?

Über eine Stellungnahme von Ihnen würde ich mich freuen und verbleibe

Mit Freundlichen Grüßen,
, Bocholt
Antwort von Christoph Pries
5Empfehlungen
25.05.2009
Christoph Pries
Sehr geehrter Herr ,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Ich lehne ein Verbot von Paintball ab, da es weder Belege darüber gibt, dass das Ausüben dieses Sportes sich negativ auf die Spielenden auswirkt, noch gibt es irgendeinen Zusammenhang mit Amokläufen oder anderen Gewalttaten.
Da das - auf Initiative der CDU/CSU-Fraktion geplante Verbot - aber mittlerweile vom Tisch ist, erspare ich mir an dieser Stelle weitere Erläuterungen.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Pries, MdB
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Frage zum Thema Internetsperren
21.06.2009
Von:

Guten Tag,

ich finde die Zensur im Allgemeinen sehr bedenklich. Wie bereits in vielen Beiträgen zu lesen ist wird die Zensur, auch meiner Meinung nach, Probleme nicht beheben, sondern diese nur hinter dem Stopschild verbergen. Des weiteren zeigt sich ja nun, dass die Kritiker dieser Zensur recht hatten. Nachdem die Internet-Sperren nun verabschiedet wurden fordern Herrn Strobl jetzt Sperren für Killerspiele (taz.de) und es werden sogar Anträge auf Zensur von Onlineshops, die indizierte Spiele im Ausland verkaufen, eingereicht (Quelle: pcgh.de). Ich finde die sehr problematisch. Besonders, dass die e-Petition mit einer beachtlichen Zahl von Mitzeichnern völlig außer Acht gelassen wird, finde ich nicht vertretbar.

Da sie der Internet-Sperre zugestimmt haben möchte ich Sie fragen, ob Sie die aktuelle Entwicklung nicht bedenklich finden. Werden sie eine weitere Zensur verschiedener Bereiche der Medien unterstützen? Halten Sie wirklich diesen Aktionismus, die im Moment (vor der Wahl) betrieben wird für angebracht? Ich bin mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist etwas den Volk vor zu enthalten, anstatt durch Aufklärung und Auseinandersetzen mit dem Thema das "Problem" zu lösen. Eine striktere Umsetzung des bestehenden Rechts und Maßnahmen im Bereich der Prävention können wesentlich effektiver sein, als ein Verbot, welches relativ leicht umgangen werden kann.
Antwort von Christoph Pries
1Empfehlung
23.06.2009
Christoph Pries
Sehr geehrter Herr ,

bitten wenden Sie sich bezüglich der Beantwortung Ihrer Anfrage an den für Sie zuständigen Abgeordneten Hans Eichel.

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Pries
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Frage zum Thema Umwelt
21.10.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Pries,

ich schreibe ein Referat über die Umweltprämie für die Schule.
Ich möchte gerne wissen, was die Politiker bzw. die Parteien über die Umweltprämie denken. Ob sie gut verlaufen ist oder was man hätte noch ändern können.

Würde mich über eine baldige Antwort von Ihnen freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Frau
Antwort von Christoph Pries
bisher keineEmpfehlungen
29.10.2009
Christoph Pries
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Anfrage an Herrn Pries. Da Herrn Pries nicht mehr dem Bundestag angehört antworte ich Ihnen als nunmehr für Borken zuständige SPD-Abgeordnete.

Was die anderen Parteien über die Umweltprämie denken ist mir nicht bekannt. Die Mehrzahl der SPD-Abgeordneten - inclusive mir selbst - werten die Umweltprämie (Abwrackprämie) als Erfolg. In einer wirtschaftlich schwierigen Zeit ist es uns gelungen, die Automobilindustrie und deren Zulieferbetriebe zu stabilisieren. Auch der Autohandel hat von den erhöhten Pkw-Verkaufszahlen profitieren können. Aufgrund der wichtigen Funktion der Autoindustrie für die gesamtdeutsche Wirtschaft und den Arbeitsmarkt war die Entscheidung eine Abwrackprämie befristet einzuführen notwendig und richtig. Inmitten der Krise konnten so viele Arbeitsplätze erhalten werden. Darüber hinaus hat die Umweltprämie auch der Umwelt und dem Klimaschutz genutzt. Der Verbrauch an Kraftstoffen (Benzin/Diesel) bei den neuen/neuwertigen Fahrzeugen ist spürbar geringer, als der Durschnittsverbrauch der alten abgewrackten Pkw´s. Dadurch wird weniger CO2 erzeugt. Bei Dieselfahrzeugen kommt es zudem dank besserer Motorentechnik und Filtern zu einem verringerten Ausstoss an Russpartikeln.

Mit freundlichen Grüßen

Ingrid Arndt-Brauer
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