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Sehr geehrter Herr Hentzen,
als aktives Gewerkschaftsmitglied und Betriebsratsvorsitzender eines Telekom-Tochterunternehmens mit fast 1.700 Beschäftigten sind mir natürlich Fragen der sozialen Gerechtigkeit und die Rechte von Arbeitnehmern/Arbeitnehmerinnen besonders wichtig. So würde ich Sie also bitten, mir zu erläutern, welche Politik Sie in Fragen der Mitbestimmung, der Regulierungspolitik und des Mindestlohns machen wollen.
An dieser Stelle möchte ich noch auf die besondere Situation in der Telekommunikationsbranche hinweisen. Eine Regulierungspolitik, die weit über das hinausgeht, was die übrigen europäischen Länder sich an Regulierung leisten, führt zu Arbeitsplatzabbau und fehlenden Investitionen.
Die Behauptung die Arbeitsplätze, die beim Konzern Telekom wegfallen, würden an anderer Stelle beim Wettbewerber entstehen, wurde nachweislich widerlegt. Nicht einmal 50% der weggefallenen Arbeitsplätze sind bei den anderen Wettbewerber neu entstanden. Die meisten europäischen Regierungen haben das Ziel, die Infrastruktur zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. In Deutschland hat man den Ein-druck, dass darauf kein Wert gelegt wird.
Statt die hohe Dividendenzahlung der Telekom zur Haushaltssanierung zu verwenden, wäre es besser, die Investitionstätigkeit der Telekom zu fördern. Ferner möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass derzeit in Darmstadt bei der Telekom und deren Tochterunternehmen fast 10.000 Mitarbeiter beschäftigte sind.
Über eine Antwort, die mir die Wahl erleichtert, würde ich mich sehr freuen.
Freundliche Grüße
