Christoph Ferdinand (DIE LINKE)
Kandidat Nordrhein-Westfalen 2012
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Christoph Ferdinand
Geburtstag
13.01.1970
Berufliche Qualifikation
Diplom-Sozialarbeiter (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
Leiter einer Wohngruppe in der Jugendhilfe
Wohnort
Bottrop
Wahlkreis
Bottrop
Landeslistenplatz
-
weitere Profile
(...) Die ersten Ziele, wie der Zero-Emission-Campus sind ja auch schon vom Tisch. (...)
Kandidaten-Check
These 1: Arbeitsplätze haben Vorrang vor Umweltschutz.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Die Frage ist in dieser Allgemeinheit nicht zu beantworten, zu mal Umweltschutz ein Arbeitsplatzmotor sein kann. DIE LINKE hat sich bei den Beratungen zum letzten Haushalt für mehr soziale und ökologische Investitionen eingesetzt und sich gegen Kürzungen in diesen Bereichen eingesetzt.“
These 2: Die Studiengebühren sollen wieder eingeführt werden.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Keinesfalls, denn Deutschland ist im internationalen Vergleich regelmäßig Schlusslicht bei den Bildungschancen nach Herkunft. Die Gebühren wurden auch nicht für eine Verbesserung der Studienbedingungen eingesetzt, sie wurden vom Finanzminister den Uni´s an anderen Stellen wieder entzogen.“
These 3: Es sollte nur noch einen Schultyp für alle geben.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Die frühe typisch deutsche Selektion schadet den Bildungschancen der jungen Generation. Sämtliche ernstzunehmende Bildungsforscher plädieren für ein Schulsystem nach skandinavischem Vorbild. So auch DIE LINKE. Der Rot-Grüne Bildungskompromiss war eine riesige verpasste Chance für unser Land.“
These 4: Die Hürden für landesweite Volksbegehren sollten deutlich abgesenkt werden.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Die Abwahl von Adolf Sauerland wurde durch DIE LINKE im Landtag, gegen alle anderen Parteien erst ermöglicht. SPD und Grüne waren auch für höhere Hürden. In vielen Städten kämpft DIE LINKE für Bürgerhaushalte, damit die Menschen bestimmen wo in ihrer Stadt investiert wird.“
These 5: Das Kraftwerk Datteln IV soll in jedem Fall zu Ende gebaut werden.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Eine echte Energiewende geht nur ohne den Bau neuer Kohlekraftwerke. DIE LINKE war die einzige Partei die gegen den Bau gestimmt hat, auch die Grünen sind mal wieder umgefallen und haben sich dem Druck der SPD gebeugt.“
These 6: Das Land muss die Energiewende voranbringen, auch wenn das höhere Strompreise bedeutet.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Die Energiewende geht auch ohne höhere Strompreise. Die Preise werden von den Monopolisten EON und RWE in NRW bestimmt. Trotzt massiver Gewinne wurden die Preise immer weiter erhöht. Nur DIE LINKE fordert eine Entmachtung der Energieriesen und setzt sich vor Ort für die Rekommunalisierung ein.“
These 7: Das Land sollte die Erdagsförderung mit der Fracking-Methode erlauben, bei der Chemikalien, Wasser und Sand in die Erde gepumpt werden.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„DIE LINKE lehnt diese hochgradig gefährliche Methode grundsätzlich ab.“
These 8: NRW braucht eine Schuldenbremse in der Landesverfassung.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Die "Schuldenbremse" ist eine Lüge und auch ökonomisch nicht sinnvoll da das Land nicht mehr Kürzungen sondern mehr Einnahmen braucht. DIE LINKE hatte die Einstellung von Steuerprüfern durchgesetzt und fordert eine Millionärssteuer von 5 Prozent, tut denen nicht weh bringt aber viel für NRW !!!“
These 9: Im Haushalt des Landes muss mehr gespart werden.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„"Sparen" heisst Kürzen. Kürzungen im Bildungsbereich kämen uns langfristig teuer zu stehen. Sinnlose Großprojekte können wir uns sparen aber keine Kürzungen im sozialen, kulturellen oder bildungspolitischen Bereich !!!“
These 10: Die Zahl von Beamten und Angestellten des Landes soll nicht reduziert werden.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Für öffentliche Aufgaben wie Bildung und Soziales brauchen wir mehr gutes Personal. Deutschland hat im EU-Vergleich die geringste Quote von beschäftigten im öffentlichen DIenst.“
These 11: Wir brauchen einen Solidarpakt West, um zum Beispiel die Kommunen im Ruhrgebiet finanziell zu unterstützen.
Position von Christoph Ferdinand: Unentschlossen
mit der folgenden Begründung:
„Wir brauchen eine Millionärssteuer !!! Bei einer Besteuerung von nur 5 Prozent auf Vermögen über einer Million würden bundesweit 8,4 Milliarden zur Verfügung stehen um die überschuldeten Kommunen zu entlasten, damit auch Millionäre für den Erhalt der Infrastruktur vor Ort ihren Beitrag leisten.“
These 12: Das Land muss den Kommunen mehr Geld zukommen lassen.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Sowohl Land als auch Bund. Die einzige Einnahmequelle der Kommunen, die Gewerbesteuer muss auch auf Ärzte und Anwälte angewandt werden, denn diese profitieren auch von der Infrastruktur- hierzu gibt es von der LINKEN den Vorschlag der Gemeindewirtschaftssteuer.“
These 13: Eltern von Kleinkindern sollten komplett von Kita-Gebühren befreit werden.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„In Berlin wurde dies mit der LINKEN durchgesetzt, wir wollen aber noch mehr nämlich Bildung gebührenfrei von der KiTa bis zur Uni. Der Ausbau der U3 Betreuung ist auch unter Rot-Grün straflässig vernachlässigt worden. Wir brauchen mehr, bessere und kostenlose KiTa´s !!!“
These 14: NRW braucht einen verschärften Nichtraucherschutz.
Position von Christoph Ferdinand: Unentschlossen
mit der folgenden Begründung:
„Nichtraucherkampagnen sind wichtig um Menschen von dieser Sucht fern zu halten. Nichtraucherschutz ist ebenfalls gut und wichtig. Die Toleranz gegenüber den Süchtigen Rauchern gebietet aber auch das Angebot von Raucherräumen.“
These 15: Politiker sollten ihre Einkünfte vollständig offen legen.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„DIE LINKE ist die einzige Partei die keine Spenden von Großkonzernen und deren Lobbyisten angenommen hat. Nur durch eine rigorose Offenlegung kann Korruption bekämpft und Vetrauen - vor allem nach der widerlichen Wulff-Affäre- wiedererlangt werden. DIE LINKE ist und bleibt unbestechlich !!!“
These 16: Politiker sollten besser bezahlt werden.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„DIE LINKE hat die unverschämte rot-grüne DIätenerhöhung im Landtag abgelehnt, da die Versorgung der Politiker im Verhältnis zur "normalen" Bevölkerung schon überdurchschnittlich gut ist. Nebeneinkünfte aus der Privatwirtschaft müssen ebenfalls verboten werden.“
These 17: Das Land braucht ein bezahlbares Sozialticket.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„DIE LINKE hatte dies in Dortmund durchgesetzt, leider ist es durch Rot-Grün auf 30 € angehoben worden. DIE LINKE forderte in allen Städten in denen sie Im Rat ist ein Ticket bis maximal 15 €, angelehnt an die Hartz IV Regelsatz"berechnung". Langfristig wollen wir einen kostenfreien ÖPNV schaffen.“
These 18: Die Castorbehälter sollen in Jülich bleiben, bis ein Endlager gefunden ist.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Ein sicheres "Endlager" ist eine Legende, der Transport birgt aber noch größere Gefahren für die Bevölkerung, daher ist der sofortige Ausstieg aus der Kernernergie für DIE LINKE unverzichtbar. Die angebliche Öko-Partei der Grünen weigert sich aber mit der SPD die Anlage in Gronau zu schliessen.“
These 19: Eine Dichtheitsprüfung sollte nicht grundsätzlich, sondern nur bei Verdacht auf Mängel im Abwassersystem vorgeschrieben sein.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Hier werden mal wieder private Hauseigentümer zur Kasse gebeten, während die Industrie als Hauptbodenverunreiniger nicht zur Verantwortung gezogen wird. Wer sich diese Dichtheitsprüfung ausgedacht hat, sollte vielleicht selbst mal eine machen ;-)“
These 20: Wir brauchen ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Wie in allen anderen europäischen Ländern auch, da nicht nur Unfälle vermieden, sondern auch der Kraftstoffverbrauch reduziert und die Umwelt entlastet wird. Der Ausbau des ÖPNV muss parallel voran getrieben werden.“
These 21: Das Land sollte weniger neue Straßen bauen, aber mehr Geld in den Erhalt der bestehenden Verkehrswege stecken.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme zu
mit der folgenden Begründung:
„Der Ausbau des ÖPNV sollte Vorrang haben. Der Unterhalt des Straßennetzes verschlingt schon jetzt Unsummen. Der letzte Winter hat bis heute Spuren hinterlassen die zum Teil nicht mehr beseitigt werden. NRW ist gut erschlossen braucht aber bessere Verkehrswege.“
These 22: Die Ladenöffnungszeiten sollten unangetastet bleiben, und nicht wieder eingeschränkt werden.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„24 Stunden Shoppen ist weder notwendig noch sinnvoll. Es wurden nicht mehr Leute eingestellt, stattdessen muss die Stammbelegschaft noch länger arbeiten. Zumeist alleinerziehende Frauen auf 400€-Basis. Die kleinen mittelständischen Betriebe haben von der Ausweitung ebenfalls nicht profitiert.“
These 23: Geistiges Eigentum muss im Internet besser geschützt werden.
Position von Christoph Ferdinand: Stimme nicht zu
mit der folgenden Begründung:
„Eine völlige Freigabe, wie es die Piratenpartei fordert geht auf Kosten der freien Journalisten und Künstler und ist damit höchst unsozial. Die Förderung von Open-Source-Projekten ist sinnvoll aber auch die Entkriminalisierung von Usern. Profitinteressen von Konzernen sollten keine Rolle spielen.“
Fragen an Christoph Ferdinand
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Rolle der Regionen und Kommunen
17.04.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Ferdinand,
als Landtagskandidat der Partei DIE LINKE für Bottrop möchte ich Ihnen folgende Frage stellen:
Elf Städte und Gemeinden haben bisher von der neuen rechtlichen Möglichkeit in NRW Gebrauch gemacht und sich zusätzlich zu ihrem Namen eine amtliche Bezeichnung gegeben. Die Genehmigungen wurden bereits erteilt. "Mit dem offiziellen Zusatz können Gemeinden und Kreise ihre Einzigartigkeit bekannt machen. Das stiftet Identität und stärkt das kommunale Selbstbewusstsein”, sagte hierzu der jetzige NRW-Kommunalminister Ralf Jäger.
Meine Frage: Für welchen Bottroper Namenszusatz würden Sie sich stark machen?"
Mit freundlichen Grüßen

Gerichtsstraße 1
46236 Bottrop
Antwort von Christoph Ferdinand
bisher keineEmpfehlungen
18.04.2012
Sehr geehrter Herr ,

ich schätze die von Ihnen betriebene Bottroper Blog Seite sehr und kann mich auch noch gut an die von Ihnen initiierte sehr gelungene "Bottrop auf die Wetterkarte!"-Aktion erinnern. Insofern schätze ich Sie sehr für ihre Bemühungen die Stadt Bottrop im ganzen Land oder auch weltweit bekannter zu machen. Ob dies allerdings durch die von Ihnen angesprochene Möglichkeit erreicht wird möchte ich stark bezweifeln. Andere Städte wie Attendorn nennen sich nun Hansestadt, dies scheidet für Bottrop aus historischen Gründen aus. Universitätsstadt wie Siegen kann Bottrop ebenfalls nicht werden - maximal Fachhochschulsstadt. Saerbeck könnte mit dem jetzt offiziellen Zusatz "NRW-Klimakommune Saerbeck" ein Vorbild sein. In Bottrop käme dann natürlich "Innovation City" in Betracht, dies würde ich aber nicht unterstützen. DIE LINKE hat in Bottrop die Bewerbung zwar mit allen anderen Ratsparteien unterstützt, steht dem Projekt aber spätestens seit dem Zeitpunkt als DIE LINKE vom Oberbürgermeister absichtlich aus der Lenkungsgruppe herausgehalten wurde, sehr skeptisch gegenüber. Wir fühlen uns mittlerweile in unseren Zweifeln bestätigt. Der Initiativkreis Ruhr hat hier mit seinen Mitgliedsfirmen einen werbewirksamen Absatzmarkt geschaffen und ist weit davon entfernt ernsthaft die versprochenen Geldsummen in Bottrop zu investieren. Die ersten Ziele, wie der Zero-Emission-Campus sind ja auch schon vom Tisch. Ich bin der Meinung das Bottrop einen solchen Zusatz nicht benötigt. Das was Bottrop ausmacht sind die Bottroperinnen und Bottroper und deren sympathische, direkte und ehrliche Art lässt sich nicht auf einen amtlichen Zusatz im Stadtnamen reduzieren. Schön wäre es allerdings wenn Bottrop in Zukunft mal die Stadt der sozialen Gerechtigkeit wäre, dazu ist es allerdings leider noch ein langer Weg. Es wäre allerdings ein gewaltiger Schritt in diese Richtung wenn das Bottroper Direktmandat für den NRW Landtag nicht wie in den letzten Jahrzehnten von der SPD gewonnen, sondern von einem Bottroper Kandidaten der Partei DIE LINKE gewonnen würde. Deshalb am 13.Mai - Beide Stimmen für DIE LINKE !!!


Glück Auf !
Christoph Ferdinand
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Christoph Ferdinand
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.