Christiane Blömeke (GRÜNE)
Abgeordnete Hamburg 2004-2008
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Grunddaten
Christiane Blömeke
Jahrgang
1960
Berufliche Qualifikation
Medizinisch-Technische Assistentin
Ausgeübte Tätigkeit
selbstständige Referentin für Umweltbildung
Wohnort
-
Bezirk
Hamburg-Wandsbek
Landeslistenplatz
9
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(...) Wir sind langfristig dafür die KITA - als erste Bildungseinrichtung- komplett kostenfrei zu machen. Doch in Zeiten knapper Finanzen muss dieses Ziel schrittweise erreicht werden und da uns ebenso die Qualität in der KITA am Herzen liegt (kleinere Gruppen, mehr ErzieherInnen etc) haben wir uns in unserer Forderung nach einer kostenlosen KITA zunächst auf die Familien beschränkt, die in der Tat zum Leben nicht so viel Geld haben.
Während der grünen Regierungsbeteiligung in Hamburg (1997- 2001) waren übrigens die Gebühren für das Mittagessen auch noch selbstverständlich in der KITA Gebühr enthalten. (...)
Parlamentarische Arbeit
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
10.01.2008
Von:

Verkehrsbelastung/beruhigung Rügelsbarg

Der Verkehr auf dem Rügelsbarg hat in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Während 1991 noch 2.100 Kraftfahrzeuge den Rügelsbarg täglich nutzten, sind es heute bereits 3.600 Kraftfahrzeuge. Die Zunahme beträgt somit satte 71% (Hamburger Stadtgebiet insgesamt +4%, Hamburg City -13%). Mitverantwortlich für diese überproportionale Steigerung ist neben dem zunehmenden Berufsverkehr vor allem der starke "Einkaufsverkehr" zu den Discountern ALDI und EDEKA auf Ammersbeker Gebiet an der Grenze zu Hamburg. Ein weiterer starker Anstieg des Verkehrsaufkommens in naher Zukunft ist absehbar. Wohnbauvorhaben in Hamburg-Ohlstedt (Hoisbüttler Straße und Bredenbekkamp) und der Gemeinde Ammersbek (Beekloh und Wolkenbarg), sowie die Umnutzung der vorhandenen Gewerbeflächen in Hoisbüttel (u.a. Discounter LIDL anstelle Kleingewerbe) und die Fertigstellung des Gewerbegebietes in Bergstedt am Vogtredder/Plaggenkamp werden den Verkehr am Rügelsbarg auf weit über 4.000 Kfz täglich ansteigen lassen.
Die Anwohnerinitiative Rügelsbarg hat zur Verkehrsberuhigung bzw. für eine ausgewogene Verkehrsverteilung rund um den Rügelsbarg einen 6-Punkte-Plan erarbeitet und Ihnen diesen bereits vorgestellt und näher erläutert.
1. Kurzes Stück Einbahnstraße (Ri. Wohldorfer Damm) am Ende des Rügelsbargs an der Grenze zu Ammersbek!
2. Einrichtung des Iloh (NSG Rodenbeker Quellental) als dazu gegenläufige Einbahnstraße in Richtung Wohldorfer Damm!
3. Öffnung Bredenbekkamp (Im Falle einer Wohnbebauung) als Einbahnstraße in Richtung Ammersbek!
4. Bepflanzte Einbuchtungen/Fahrbahnverschwenkungen auf dem Rügelsbarg!
5. Durchfahrtsverbot für LKW über 3,5t für den gesamten Rügelsbarg!
6. Tempo 30 für den gesamten Rügelsbarg!

Fragen:
Ist ihrer Meinung nach, die Forderung nach einer Verkehrsberuhigung/Verkehrsverteilung am Rügelsbarg berechtigt?
Inwieweit unterstützen Sie den 6-Punkte-Plan insgesamt oder einzelne Punkte dieses Planes?

/Anwohnerinitiative Rügelsbarg
Antwort von Christiane Blömeke
5Empfehlungen
15.01.2008
Christiane Blömeke
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage, die deutlich die Situation am Rügelsbarg beschreibt. Ich kann verstehen, dass Sie als Anwohner dort die zunehmenden Belastungen nicht mehr länger hinnehmen wollen und finde es gut, dass sie durch Öffentlichkeitsarbeit oder Aktionen (wie am Samstag die Aktion: Parken für den Rügelsbarg) auf die Problematik hinweisen.

Ich selber nutze den Rügelsbarg auch regelmäßig. Meistens als Fahrradfahrerin auf dem Weg zum Einkaufen oder zur U- Bahn/bzw. nach Hause. Es hängt dabei sehr von der Tageszeit ab, ob das Fahrradfahren dort mit "guten Gefühlen" begleitet ist, oder nicht, denn auf dem Fahrrad erlebt man den zunehmenden Verkehrsfluß und die überhöhte Geschwindigkeit, mit der manche dort die Straße nutzen, sehr bewusst.

Die von Ihnen geschilderten Punkte, die zu einem erhöhten Verkehrsfluss führen, kann ich alle bestätigen. In der Tat hat der Einkaufsverkehr durch die Supermärkte stark zugenommen. Die neue Ampelregelung auf Schleswig Holstein Seite trägt nicht zu einem verbesserten Verkehrsfluss bei, sondern führt dazu noch in Stoßzeiten zu einem Rückstau und der Umweltbelastung durch stehende Autos mit laufendem Motor, da die Rotphasen der Ampeln recht lang sind. Auch den zunehmenden Lasterverkehr kann ich bestätigen.

Und obwohl die neueste Verkehrszählung den dramatischen Zuwachs nicht in dem Sinne der Inititative bestätigt, halte ich politisches Handeln für eine Verkehrsberuhigung im Rügelsbarg dennoch für zwingend erforderlich. Manchmal darf es bei einer Entscheidung, ob Abhilfe nötig ist, nicht nur um Zahlen und Fakten gehen. Auch das subjektive Empfinden von Lärm muss berücksichtigt werden und Straßenlärm belastet die Anwohner oft mehr, als es sich in messbaren Zahlen niederschlägt. Aus diesem- und aus Gründen der Verkehrssicherheit- stehen die Grünen sowieso für eine generelle Temporeduzierung und fordern in Wohngebieten regelhaft Tempo 30.

Zu ihren Punkten will ich im Einzelnen Stellung beziehen:

1. Tempo 30 für den gesamten Rügelsbarg: wird von mir und der GAL auf jeden Fall unterstützt.

2. Bepflanzte Einbuchtungen/Fahrbahnverschwenkungen: Die Forderung nach Tempo 30 muss mit baulichen Maßnahmen einhergehen, da ein Verkehrsschild alleine hier wohl nicht zu dem gewünschten Erfolg führen würde. Die Straße ist einfach zu gerade und verlockt zum zügigen Fahren. Allerdings sehen wir Pflanzkübel zur Verkehrsberuhigung eher kritisch, da sie oft ein Unfallrisiko für Kinder darstellen .Ich bin aber davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit der Initiative, eine geeignete bauliche Maßnahme finden würden.

3. Einrichtung Iloh als gegenläufige Einbahnstraße: Die GAL fordert bereits seit langem die komplette Sperrung der Straße Iloh, da diese mitten durch das Naturschutzgebiet verläuft. Mit der Einrichtung einer Einbahnstraße würden wir unser eigentliches Ziel nicht mehr erreichen. Die Einrichtung einer Einbahnstraße im Iloh würden wir erst nach Prüfung anderer Varianten, die zur Verkehrsberuhigung des Rügelsbarg führen würden, in Erwägung ziehen..

4. Öffnung Bredenbekkamp: Ist aus meiner und aus Sicht der GAL ein umstrittener Vorschlag, der nicht nur einer guten Prüfung bedarf, sondern auch ein EInvernehmen mit Ammersbek, da die Öffnung der Straße im Entscheidungsbereich von Ammersbek liegt. Kritisch sehe ich den Vorschlag deswegen, weil der Bredenbekkamp in seinem Verlauf durch ein ökologisch wertvolles Gebiet verläuft. Wald, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Flussniederungen (Bredenbek und Bollengraben) Wiesen und Weiden befinden sich am Rande des Weges. Durch eine Öffnung der Straße und den damit verbundenen Autoverkehr würde die Natur hier großen Schaden nehmen. Möglicherweise wird die Situation anders zu beurteilen sein, wenn Hamburg auf den Wiesenflächen am Bredenbekkamp baut und auch Ammersbek sein Bauwahn weiter vorantreibt und ebenfalls die Flächen am Bredenbekkamp auf Schleswig Holstein Seite bebaut.

5. Durchfahrtsverbot für LKW: Ist grundsätzlich zu begrüßen .Es muss allerdings geprüft werden zu welchen Verlagerungseffekten es kommen kann.

6. Kurzes Stück Einbahnstraße: ein interessanter Vorschlag, der aber nur Sinn macht, wenn er in ein Gesamtkonzept eingebettet ist, das klärt, wie Zu- und Abfahrt von den Supermärkten dann erfolgen kann.

Sehr geehrter Herr , ihre Maßnahmen und meine Antworten machen deutlich, dass es hier eigentlich an etwas ganz anderem mangelt. Gerade am Rügelsbarg können wir deutlich sehen, dass ohne irgendeine Planung hier ein Eingriff in die Infrastruktur vorgenommen wird, der nachhaltige (hier negative) Folgen hat. Die Ansiedelung der Supermärkte ohne die Erstellung eines Verkehrskonzeptes ist ein grober Fehler. Leider bewegen wir uns hier immer im Grenzgebiet zu Schleswig Holstein, so dass die Lösung dadurch noch schwieriger wird.

Ich will mich aber gerne dafür einsetzen, dass wir gemeinsam mit den Ammersbekern, eine umfassende Verkehrsplanung erstellen können, die dann auch Ihre Vorschläge berücksichtigt. Ich halte es nicht für sinnvoll einzelne Maßnahmen hier rauszupicken, ohne dass es ein Gesamtkonzept gibt. Auch bei der Sperrung einer Straße, oder der Einrichtung von Einbahnstraßen müssen wir uns über die Folgen klar sein. Tempo 30 kann jedoch sofort eingerichtet werden. Wenn ich nach der Wahl die Interessen der Alstertaler und Walddörfer weiter vertreten kann, freue ich mich auf Gespräche mit Ihnen und den Ammersbekern, damit wir eine zufriedenstellende Lösung für die Verkehrsproblematik am Rügelsbarg finden können.

In diesem Sinne freundliche Grüße
Christiane Blömeke
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Frage zum Thema Kultur
21.01.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Blömeke,

ich habe gehört, dass der Volksmarkt ,der viermal jährlich auf dem Volksdorfer Wochenmarkt stattfindet und nicht nur bei uns, sondern bei allen Volksdorfern, sehr beliebt ist, nicht mehr so oft stattfinden soll.
Stimmt das? Wenn ja, können Sie mir sagen, welche Gründe das hat?
Der Volksmarkt ist nicht nur ein Treffpunkt für alle Menschen, sondern auch ein wirklich guter Flohmarkt, auf dem viele Menschen einkaufen . Er hat schon Tradition in den Walddörfern und für die Kinder ist es immer besonders schön dort zu verkaufen, weil die Stände auch umsonst sind. Wenn die Information stimmt, dass der Volksmarkt nicht mehr stattfinden soll, dann kann ich diese Entscheidung nicht nachvollziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christiane Blömeke
2Empfehlungen
25.01.2008
Christiane Blömeke
Sehr geehrter Herr ,

ja, Sie sind richtig informiert. In der Tat soll der beliebte Volksmarkt, der viermal im Jahr auf der Volksdorfer Wochenmarktfläche stattfindet, in seiner Anzahl reduziert werden. Gemeinsam mit meiner Fraktion teile ich Ihre Empörung über dieses Vorgehen der Behörde voll und ganz.

Der Volksmarkt in Volksdorf ist mehr als ein gewöhnlicher Flohmarkt. Er bietet nicht nur Kinderstände umsonst an, sondern hat auch immer kostenlose Flächen für kulturelle Initiativen oder Hilfsorganisationen. Der Volksmarkt ist ein Treffpunkt der Generationen und der Betreiber, Sigfried Stockhecke, sorgt im Anschluss an den Volksmarkt dafür, dass Bücher oder Kleidung für bedürftige Zwecke gesammelt werden. Rein kommerzielle Stände sind auf dem Volksmarkt nicht erlaubt, das gibt ihm den eigentlichen Charme eines wirklichen Gebrauchtflohmarktes. Aus diesen Gründen ist der Volksmarkt auch in das hamburgweite Programm der Agenda 21 aufgenommen, in das Projekte kommen, die sich durch besonderes soziales Engagement oder eine ökologische Nachhaltigkeit auszeichnen. Der Volksmarkt ist weit über die Grenzen Volksdorfs hinaus bekannt und beliebt und zu allen Terminen sowohl ausgebucht, als auch stark besucht.

Aus diesem Grund werde ich mich auch- gemeinsam mit den Grünen vor Ort- mit aller Kraft für den Erhalt des Volksmarktes in Volksdorf einsetzen. Es ist nicht einzusehen, dass der Volksmarkt bei all diesen positiven Vorzügen nicht mehr an vier Terminen stattfinden soll.

Grund ist übrigens die Anfrage eines rein kommerziellen Flohmarktes, der ebenfalls an einigen Sonntagen einen Flohmarkt in Volksdorf, dann aber im neu gebauten P&R Haus, abhalten will. Da laut Ladenöffnungsgesetz an einem Ort jährlich nur insgesamt vier Sonn- oder Feiertage für Flohmärkte zur Verfügung stehen, steht dieser rein kommerzielle Flohmarkt in direkter Konkurrenz zum Volksmarkt. Antragsteller des kommerziellen Flohmarktes ist übrigens Herr Barth - Völkel - ehemaliges Mitglied der Schill Partei.

Die GAL hat für die letzte Bezirksverammlung in dieser Legislatur einen Antrag eingereicht, mit dem sie das Bezirksamt auffordert dafür zu sorgen, dass die bisherige Qualtität und Anzahl der Volksdorfer Volksmärkte nicht durch rein kommerziell ausgrichtete Flohmärkte eingeschränkt wird. Außerdem wurde bereits vor einigen Jahren von den örtlichen politischen Gremien ein Kritierienkatalog erstellt, der Anforderungen an mögliche Flohmarktbewerber stellt. Im Mittelpunkt stehen dabei soziale Aspekte, sowie der Verzicht auf eine rein kommerzielle Ausrichtung. Bislang erfüllte nur der Volksmarkt diese Kriterien. In dem Antrag für die Bezirksversammlung fordert die GAL nun von der Verwaltung, dass diese Kriterien auch bei dem jetzigen neuen Bewerber zur Anwendung kommen. Dann wird sich wohl schnell herausstellen, dass ein rein kommerzieller Flohmarkt diese Kriterien nicht erfüllen kann.

Sehr geehrter Herr , Sie sehen, dass wir politisch alles versuchen, um den beliebten Volksmarkt zu erhalten. Ich halte es für zwingend erforderlich, dass die Verwaltung (das Bezirksamt) sich bereit erklärt an Lösungen mitzusarbeiten. Es darf nicht sein, dass der Volksmarkt durch Formalismus, Bürokratie und Gesetze zerstört wird. Lösungsmöglichkeiten sind denkbar - es muss nur der Wille vorhanden sein sie gemeinsam zu finden. Jede öffentliche Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern, die sich für den Erhalt des Volksmarktes aussprechen hilft dabei in der Sache.

Ich halte Sie gerne über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Es ist sicherlich eine Frage, die für viele Volksdorfer von Bedeutung ist. Fragen Sie also einfach gerne noch einmal nach.

Freundliche Grüße von
Christiane Blömeke
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