Christian Stratmann (FDP)
Kandidat Bürgermeisterwahlen Nordrhein-Westfalen 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Christian Stratmann
Jahrgang
1951
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Stadt
Essen
Ergebnis
5,8%
(...) Leider gibt es immer mehr junge Menschen, die die Folgen von Kaufverträgen nicht absehen können. (Verschuldungsgefahr, Rechnungen für Handys und neue Mediendienste) Der Verbraucherschutz sollte in Essen auf dem Lehrplan einer jeden Schule stehen. (...)
 
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Frage zum Thema Verwaltung und Föderalismus
03.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Stratmann,

ich möchte die Fragestellung von Herrn Boner www.abgeordnetenwatch.de mal aufgreifen. Denn was Sie als \"wenig substantiell\" und \"Spitzfindigkeiten\" abtun, hat durchaus einen Kern, der viele Rückschlüsse auf Sie als Kandidaten zulässt, die insbesondere die rund 8.000 Beschäftigten und Beamten der Stadtverwaltung (allesamt natürlich auch Wähler) interessieren werden: Wie werden Sie als Chef der Verwaltung sein?

Daraus ergeben sich für mich folgende Anschlussfragen, die dem Ganzen noch etwas mehr Substanz geben werden:

Wie wollen Sie führen und motivieren?
Wie werden Sie mit der Überalterung der Verwaltung umgehen?
Werden Sie den Sinnspruch Ihrer Partei, \"Privat vor Staat\", auch ausfüllen wollen, wenn Sie plötzlich Teil vom Staat sind und für einen ausgeglichenen Haushalt sorgen sollen?
Wie stehen Sie zu sozialen Errungenschaften wie dem Essener Konsens oder dem Bündnis für Arbeit?
Wie verstehen Sie Ihre Rolle bei den städtischen Beteiligungen?

In der Hoffnung auf eine substantielle Antwort ohne Spitzfindigkeiten verbleibe ich

mfG

S.
Antwort von Christian Stratmann
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10.08.2009
Christian Stratmann
Sehr geehrte Frau ,

in Ihrem Schreiben kann ich keine "Spitzfindigkeiten" erkennen, sondern ernste Fragen, die ich gerne beantworte, soweit es mir möglich ist:

Ich werde als Chef der Verwaltung genauso sein, wie ich es in meinem ganzem Berufsleben war und bin: kooperativ, impulsiv ( im Sinne von: Impulse geben), motivierend, entscheidungsfreudig, beratungsfreudig, aber auch konsequent und durchsetzungsfähig. Wie mit der "Überalterung umzugehen" ist, kann ich im Moment nicht einschätzen - dazu fehlen mir die Fakten und Hintergründe. Der Grundsatz "Privat vor Staat" gilt nur dort, wo es Sinn macht. Und überall macht es keinen Sinn, weil ein Staat eben kein Privatunternehmen ist. Der Staat sind wir alle! Beispiel Bereich Kultur: Es gibt kulturpolitische Aufgaben des Staates, die nicht privat gestaltet werden können. Ich bin also auch Anhänger der "subventionierten" Kultur, da dort wichtige gesellschaftspolitische Aufträge erfüllt werden müssen. Aber es gibt trotzdem Sparten, die durchaus auch privatisiert werden können. Es gilt eben nicht nur Schwarz und Weiss. Den Essener Konsens, das Bündnis für Arbeit und auch "Paten für Arbeit" halte ich für wichtig. Aber aber auch dort gilt: genau hinschauen und differenzieren.. Die Rolle des OB bei den städtischen Beteiligungen ist jeweils klar definiert und muss entsprechend wahrgenommen werden. Ich werde es mir allerdings nicht nehmen lassen, zu gegebener Zeit erheblich genauer hinzuschauen. Ein Satz noch zur Stadtverwaltung und deren Mitarbeiter: Ich habe sehr viele Erfahrungen im Umgang mit der Stadtverwaltung besonders hinsichtlich der Übernahme des ehemaligen Amerikahauses gemacht. Im Zuge dieser Verhandlungen habe ich, zugegebenermaßen entgegen meinen damaligen Erwartungen, äußerst positive Eindrücke gewonnen. Ich habe aufgeschlossene Mitarbeiter kennengelernt, sachorientiert und flexibel - insgesamt erfreulich. Natürlich wird es auch Mitarbeiter geben, die das nicht sind....grundsätzlich stehe ich der Stadtverwaltung aufgrund dieser Erfahrungen aber sehr positiv gegenüber und bin zuversichtlich, dort eine Fülle von kreativen und motivierten Mitarbeitern vorzufinden. Vielleicht auch bisher "unentdeckte Talente", die es zu fördern gilt.

Mit besten Grüßen

Christian Stratmann
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
12.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Stratmann,

Die Förderung von Kindern und Jugendlichen auf breiter Basis und dennoch spezifisch, sind für die Perspektiven einer Stadt wesentlich. Diese neue, kommende Generation wird wesentliche Bereiche in der nahen Zukunft gestalten und erschaffen, in denen wir wiederum, dann als ältere Menschen, gut mit-leben wollen.

Welche praktischen Förderungsmassnahmen und strukturellen Veränderungen halten Sie, in den Bereichen der Erziehung, Gesundheit, Ethik, politische Bildung, Stärkung sozialer Kompetenzen, für die Kinder und Jugendlichen in der Stadt Essen, für wünschenswert und wären insbesondere notwendig?

Mit freundlichen Grüssen

Antwort von Christian Stratmann
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20.08.2009
Christian Stratmann
Sehr geehrter Herr ,

genau wie Sie bin ich der Ansicht, dass die Förderung von Kindern und Jugendlichen entscheidende Weichen für die Zukunft unserer Gesellschaft stellt. Ihr gebührt daher besondere Aufmerksamkeit politischen Handelns.

Die FDP Essen setzt direkt bei der frühkindlichen Bildung an. Es muss ein umfangreiches Betreuungsangebot erzielt werden, dass sich durch flexible Betreuungszeiten sowie vielfältige Angebote in den Bereichen Mehr- sprachigkeit und kulturelle Bildung auszeichnet. Bereits in Kindergärten und Kitas müssen erste wichtige Grundsteine in den Bereichen Erziehung und Bildung gelegt werden. Daher liegt mein Fokus auf der Ausweitung dieser Betreuungseinrichtungen in Essen

Wie von Ihnen gefordert, setzt sich die FDP in Essen im Bereich BIldung für strukturelle Veränderungen und praktische Fördermaßnahmen in Essen ein. Als Beispiel sei hier unser Vorstoß zu nennen, die gymnasiale Oberstufe entscheidend zu stärken und andererseits Gesamtschuloberstufen sukzessive auslaufen zu lassen. Wichtig ist der Ausbau von Modellen, die die Verzahnung von Schulen und Betrieben intensivieren. Denn insbesondere an Hauptschulen muß der Bezug zur betrieblichen Praxis verstärkt werden. Durch eine solche Verzahnung werden überdies auch wichtige Kernkompetenzen wie beispielsweise auch die von Ihnen angesprochene soziele Kompetenz gestärkt.

Auch muss der Fokus unbedingt auf die Qualität des Unterrichts gelenkt werden. Hier setze ich mich für neueste Multimedia und IT ein. Die FDP will in Essen zukunftsorientierte Politik betreiben und den zukünftigen Generationen ermöglichen, ihre Chancen und Potenziale optimal auszuschöpfen. Was die Unterstützung der Schulen betrifft, so möchte auch hier die FDP mittels des Sponsorings neue Wege gehen.

Wir stehen für einen bedarfsgerechten Ausbau von Ganztagsangeboten an allen Schulformen. Auch hier ist es wichtig, ein vielfältiges wertvolles Angebot zu ermöglichen. Auch diesen Punkt haben wir in unserem FDP-Bürgerprogramm festgehalten.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Stratmann
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
14.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Stratmann,

wie stehen Sie zu den Planungen die neue Polizeiausbildung, Hundertschaft ... nach Rüttenscheid zu verlegen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christian Stratmann
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17.08.2009
Christian Stratmann
Sehr geehrter Herr ,

die Essener Liberalen hätten den Standort "Alte Polizeischule an der Norbertstr." bevorzugt. Unstrittig ist, dass dringend eine neue Unterkunft benötigt wird. In diesem Zusammenhang sucht die Behörde einen geeigneten Standort, der auch die Belange der z.Zt. in der Polizeischule untergebrachten Dienststellen berücksichtigt. Als Vertreter der Kommune ist es für mich wichtig, dass die Belange der Essener Bürger und der Polizei ausreichend berücksichtigt werden. Dies erscheint an beiden Standorten möglich.

Mit besten Grüßen

Christian Stratmann
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
25.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Stratmann,

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Verbraucherprobleme in Essen und was würden Sie als Oberbürgermeister zur Verbesserung des Verbraucherschutzes tun?

Mit freundlichen Grüßen


Leiterin der Beratungsstelle
Antwort von Christian Stratmann
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30.08.2009
Christian Stratmann
Sehr geehrte Frau ,

mir erscheint es zunehmend wichtig, bereits Jugendliche für Fragen des Verbraucherschutzes zu sensibilisieren. Leider gibt es immer mehr junge Menschen, die die Folgen von Kaufverträgen nicht absehen können. (Verschuldungsgefahr, Rechnungen für Handys und neue Mediendienste) Der Verbraucherschutz sollte in Essen auf dem Lehrplan einer jeden Schule stehen. Wichtige Inhalte der Zukunft werden die Beratung in der neuen Medienwelt mit ihren zunehmend unübersichtlichen Angeboten an Diensten und Spielen sein - aber natürlich auch die Aufklärung der Verbraucher über Risiken bestimmter unsicherer Finanzprodukte. Niemand sollte hier leichtsinnig sein Geld verlieren.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Stratmann
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Frage zum Thema Finanzen
27.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Stratmann,

Patrik Köbele, Ratsherr der DKP, hat meines Wissens bisher wohl als einziges Ratsmitglied sein Ratseinkünfte veröffentlicht.
Wann werden Sie es tun?

Mit freundlichem Gruß
Antwort von Christian Stratmann
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28.08.2009
Christian Stratmann
Sehr geehrter Herr ,

ich bin nicht Mitglied des Rates der Stadt Essen. Daher beziehe ich auch keine Einkünfte aus einer solchen Tätigkeit.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Stratmann
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Ihre Frage an Christian Stratmann
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