Christian Lindner (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Christian Lindner
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
07.01.1979
Berufliche Qualifikation
Magister Artium Politikwissenschaft
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Wermelskirchen
Wahlkreis
Rheinisch-Bergischer Kreis
Ergebnis
8,6%
Landeslistenplatz
9, Nordrhein-Westfalen
(...) "[Ich] wäre mit Laufzeitverlängerungen einverstanden, wenn ein wesentlicher Teil der zusätzlichen Gewinne der Stromkonzerne für den Ausbau erneuerbarer Energien eingesetzt werden."

Das Ergebnis: 73 Prozent Zustimmung; 25 Prozent Ablehnung. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Umwelt
09.02.2010
Von:

Warum wollen Sie die Laufzeiten von Atomkraftwerken verlängern ?
Wissen Sie nicht, dass die Gewinnung von Atomenergie überhaupt nicht umweltfreundlich ist?
Der Abbau spaltfähigen Materials und die Anreicherung erfordert Unmengen an Energie im Vorfeld der Kernspaltung. Die Entsorgung der AKW-Abfälle ist in keiner Weise langfristig gesichert und kostet auch Unmengen an Polizeieinsätzen bei berechtigten Aktionen der Atomgegner. Die Bevölkerung ist verunsichert und keineswegs auf Seiten der FDP in Fragen Atomenergie.

Bitte überdenken Sie Ihre Einstellung


Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Christian Lindner
2Empfehlungen
16.02.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke ist für die FDP nicht Selbstzweck – sondern ausschließlich Mittel zum Zweck. Wir wollen eine Energieversorgung, die erstens das Klima schont; die zweitens sicher und verlässlich ist; und die drittens die Stromkunden nicht durch unkontrolliert steigenden Preise belastet. Mit einer zeitweisen Allianz von Erneuerbaren Energien und der auslaufenden Kernenergie erreichen wir dieses Ziel am besten. Einen wesentlichen Teil der zusätzlichen Gewinne der Energieversorgungsunternehmen wollen wir abschöpfen, um dadurch die Energiewende zu finanzieren, ohne die Stromkunden dafür in Anspruch zu nehmen. Prognosen gehen davon aus, dass durch ein Jahrzehnt längere Laufzeiten bis zu 50 Milliarden Euro gewonnen werden können, um das Stromnetz intelligent neu zu gestalten, Speichertechnologien zu entwickeln und die Praxistauglichkeit der Erneuerbaren insgesamt zu erhöhen. Darüber hinaus tragen wir dafür Sorge, dass Kernkraftwerke den modernsten Sicherheitsstandards entsprechen: Anlagen, welche die strengen Auflagen nicht erfüllen, werden abgeschaltet.

Was schließlich die von Ihnen angesprochene Umweltverträglichkeit der Atomenergie anbelangt, so möchte ich Sie darauf hinweisen, dass der CO2-Ausstoß eines Kernkraftwerkes im Betrieb – im Gegensatz zu den anderen fossilen Energieträgern – gleich Null ist; im internationale Vergleich sind die deutschen Atomkraftwerke zudem nicht nur die sichersten der Welt, sondern zugleich auch die umweltfreundlichsten. In der Frage der Endlagerung plädieren wir dafür, die Erkundung des Salzstocks Gorleben zügig und ergebnissoffen fortzusetzen, um eine abschließende Aussage über die Eignung des Standortes treffen zu können. Zugleich setzen wir uns dafür ein, die Trennung und Transmutation von nuklearen Abfällen weiter zu erforschen und die daraus resultierenden Ergebnisse nutzbar zu machen.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Soziales
10.02.2010
Von:

Was sollte Ihre Äußerung am 10.2.10 bzgl. der Erhöhung der Hartz IV Sätze?
Dass, wenn diese erhöht werden, die Menschen nicht mehr arbeiten würden?
Ich fühle mich persönlich angegriffen.
Ich bin jetzt 53, arbeite (bis auf 12 Jahre Kindererziehung für 4 Kinder) seit meinem 15 Lebensjahr ohne Unterbrechung. War also noch nie arbeitslos.
Was berechtigt Sie zu solcher Äußerung?
Man sollte nicht alle Politiker über einen Kamm scheren, also auch nicht alle arbeitslosen.
Ich nehme mal an es ist ihre jugendliche Unerfahrenheit die Sie zu solchen Äußerungen veranlasst.
Anders kann ich mir solch einen hahnebüchenden Blödsinn nicht vorstellen.
Jedenfalls kann ich mir nach div. Vorfällen gut vorstellen dass die FDP bei der nächsten Wahl nicht mehr so gut abschneiden wird.
Wenn sie überhaupt so lange durchhält.
Ein bisschen mehr Respekt vor Menschen würden auch Ihnen, trotz jung an Jahren, gut zu Gesicht stehen.
Ich erwarte eigentlich, sollten Sie den Mut haben, eine öffentliche Entschuldigung von Ihnen.
Glaube aber nicht daran.
Antwort von Christian Lindner
4Empfehlungen
11.02.2010
Christian Lindner
Sehr geehrte Frau ,

hier liegt eine Verwechslung vor. Sie meinen meinen Kollegen, den Abgeordneten Dr. Martin Lindner. Einige Journalisten unterlagen wie Sie diesem Irrtum.

Sie bringen die mir fälschlicherweise zugeschriebene Formulierung in einen Zusammenhang mit meiner angeblichen "jugendlichen Unerfahrenheit". Der Kollege Dr. Lindner ist 45 Jahre alt und Vater von sechs Kindern. Politische Positionen sollte man also von Personen getrennt bewerten, um nicht Irrtümern zu unterliegen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lindner
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Frage zum Thema Gesundheit
11.02.2010
Von:
Max

Sehr geehrter Herr Lindner,

die FDP spricht immer von Steuersenkung, was meinen Sie dazu wenn endlich die MwSt auf Medikamente und Hilfsmittel gesenkt würden?
Kämme diese Maßnahme für die Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Rentner und Geringverdiener zu gute damit der Krankenkassenbeiträge gesenkt werden können.
Oder wollen Sie dass wiederum Arbeitnehmer, Rentner und Geringverdiener von einer Steuersenkung ausgeschlossen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Max
Antwort von Christian Lindner
bisher keineEmpfehlungen
18.02.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Eine grundlegende Durchsicht des Umsatzsteuersystems steht auf der Agenda. In diesem Zusammenhang werden auch Pharmaprodukte thematisiert werden. Für Details würde ich Sie allerdings bitten, meine Kollegin Ulrike Flach zu kontaktieren. Sie ist die Gesundheitspolitische Sprecherin der FDP.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Soziales
11.02.2010
Von:
Max

Sehr geehrter Herr Lindner,

ich habe gestern, als ich in den Medien auch Ihre Reaktion auf das aktuelle Urteil des BVG zu Hartz-IV gelesen habe, auch Ihren Kommentar vernommen: "Ich möchte nicht, dass wir über ein neues System Anreize schaffen, dass man übers Kinderkriegen Geld verdienen kann. Sonst gehen wir als Gesellschaft vor die Hunde." Ich war und bin entsetzt.

Können Sie nachvollziehen, dass einige - ich auch - da eine Tendenz zur Volksverhetzung sehen (z.B. www.gegen-hartz.de )?

Meinen Sie das wirklich, oder werden Sie diese Äußerungen richtigstellen bzw. zurücknehmen?

Mit freundlichen Grüßen,

Max Glogger
Antwort von Christian Lindner
bisher keineEmpfehlungen
12.02.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr Glogger,

hier liegt eine Verwechslung vor. Das angeführte Zitat stammt nicht von mir, sondern von meinem Kollegen, dem Abgeordneten Dr. Martin Lindner. Einige Journalisten unterlagen wie Sie diesem Irrtum.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Soziales
12.02.2010
Von:

Warum stehe ich trotz Arbeit schlechter da mit meinen drei Kindern als eine Hartz 4 Empfängerin. Ich verdiene Netto 750Euro monatl bei 120 Stunden im Monat. Habe mit dem Kindergeld zusammen 1280 Euro zur Verfügung. Ich habe drei Kinder 17Jahre, 15 Jahre 50% behindert und 1 Jahr. Es gehen 600 Euro Miete monatl ab. 200 Euro Betreuungskosten sowie 200 Euro Benzingeld. Somit leben wir von 280 Euro zu viert. Eine Hartz 4 Empfängerin würde 1430 Euro mit Ihren drei Kindern bekommen und hat noch nicht einmal Betreuungskosten sowie Benzinkosten. Hartz 4 ergänzend hätte ich nur in Form eines Darlehen bekommen. Das ist ungerecht. Warum werden arbeitende alleinerziehende Frauen nicht bei Bedarf mit einem Bonusgeld wie zB. Benzingeld und Betreuungskosten unterstützt. Wieder einmal hat hier in Deutschland eine nicht arbeitende sehr grosse Vorteile. Ich bin für mein Fall jedenfalls ziemlich sauer auf Hartz 4 Empfänger.
Antwort von Christian Lindner
2Empfehlungen
17.02.2010
Christian Lindner
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Frage.

Es gibt in Deutschland das sogenannte Lohnabstandgebot. Dieses besagt, dass Einkommen, die als Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld gewährt werden, deutlich unter den Einkommen liegen sollen, die in den unteren Lohngruppen am Arbeitsmarkt erzielt werden können. Leider ist dies in der Realität häufig nicht der Fall. Die FDP setzt sich für die Wahrung des Lohnabstandgebotes ein, ohne dabei die Menschen zu benachteiligen, die unverschuldet in Not geraten sind und ein Anrecht auf die Unterstützung durch die Gesellschaft haben.

Gleichwohl erschließt sich mir die Schilderung Ihrer finanziellen Situation nur mit Einschränkungen. Auf Grundlage Ihrer Angaben hätten Sie nach meinen Berechnungen Anrecht auf Ergänzungsleistungen. Ich würde Ihnen daher raten, Ihr Arbeitsamt zu kontaktieren, um etwaige Ansprüche zu klären und gegebenenfalls geltend machen zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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