Christian Lindner (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Christian Lindner
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
07.01.1979
Berufliche Qualifikation
Magister Artium Politikwissenschaft
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Wermelskirchen
Wahlkreis
Rheinisch-Bergischer Kreis
Ergebnis
8,6%
Landeslistenplatz
9, Nordrhein-Westfalen
Bei einem bedingungslosen Grundeinkommen befürchte ich, dass nicht wenige Antrieb und Leistungsbereitschaft verlieren. Zudem erhalten andere Transferzahlungen des Staates, die dieser nicht bedürfen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Soziales
12.03.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

angenommen, es gäbe bereits in Deutschland ein existenzsicherndes, bedingungsloses Grundeinkommen - was würde ihrer Vermutung nach die Mehrheit der Bürger tun?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Christian Lindner
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15.03.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

diese Frage ist mir zu kryptisch. Worauf wollen Sie hinaus?

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Soziales
13.03.2010
Von:
-

Sehr geehrter Herr Lindner,

bei der politischen Kampagne die von Guido Westerwelle um den Missbrauch von Hartz IV
angestossen wurde, muß dann aber bitte auch alles auf den Tisch des hohen Hauses. Es gibt Fragen,die noch nicht öffentlich erörtert wurden. Political correctnes?Ich bin gegen diese political correcctnes,aber immer für Wahrheit und klare Worte wie Guido Westerwelle.Die Wahrheit wird man in diesem Land ja noch sagen dürfen,sagt Herr Westerwelle ständig.Deshalb auch meine Frage nach der Wahrheit.
Es ist für unseren fast insolventen Sozialstaat alarmierend,dass Menschen aus Zuwandererfamilien doppelt so häufig Hartz IV beziehen wie Deutsche.Traurig, aber wahr.
(Quelle:BILD 20.Febr.2010,Bundes-Integrationsbeauftragte Maria Böhmer)
Ein Missbrauch von Sozialleistungen von Hartz IV würde auch vorliegen, wenn die bestehende Ausländergesetzgebung nicht korrekt zur Anwendung kommt.Sehen Sie das genauso? Die Ausländergesetzgebung sieht nach meinem Kenntnisstand vor,dass bei uns lebende Ausländer,die nachweislich ihren Lebensunterhalt n i c h t dauerhaft aus eigenem Einkommen bestreiten können,wieder in ihre Heimatländer zurückkehren müssen.
Kommt dieses Gesetz so wie es vom Gesetzgeber vorgesehen war durchgreifend und korrekt zur Anwendung? Wenn nein,warum nicht wenn es dieses Gesetz doch gibt?Wie viele ausländische Mitbürger mußten in den letzten Jahren aufgrund dieses Gesetzes wieder in ihre Heimatländer
zurück?Vermutlich wurde dieses Gesetz geschaffen ,um eine Zuwanderung in unsere Sozialkassen einzuschränken.Also damit ein Missbrauch von Sozialleistungen gesetzlich unterbunden werden kann.Ich finde das ist völlig legitim und nicht etwa ausländerfeindlich.
Ich bitte als gebeutelter Steuerzahler um Ihre Stellungnahme.

Mit freundlichem Gruß
-
Antwort von Christian Lindner
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28.04.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr

die Hartz IV-Regelungen gelten für alle Bürger dieses Landes gleichermaßen.

Ausländer, die zur Arbeitssuche nach Deutschland einreisen, haben keinen Anspruch auf Sozialleistungen. Jedoch haben kurzfristig in Deutschland beschäftigte Arbeitnehmer aus anderen EU-Staaten Anspruch auf Sozialleistungen - dies geht aus einem Grundsatzurteil des Europäischen Gerichtshofs vom Juni 2009 hervor.

Was die von Ihnen gewünschten Informationen zur Anwendung der Ausländergesetzgebung anbelangt, bin ich der falsche Ansprechpartner; die Zuständigkeit liegt hier beim Bundesinnenministerium.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lindner
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.03.2010
Von:
Ali

Sehr geehrter Herr Lindner,

ich bin ein 19 jähriger Schüler, der sich nun seit ca. 3 Jahren mit der deutschen Politik beschäftigt.
Ich habe von allen Abgeordneten an die ich meine Fragen richten könnte Sie ausgewählt, weil ich mir von ihnen ein gewisses Verständnis für die Belange der Jugend in diesem Land erhoffe.

Glauben Sie wirklich der Überschuldung der Bundesrepublik mit Steuersenkungen entgegenwirken zu können?
Wie stehen Sie dazu dass auf unsere Generation eine Schuldenlast zukommt, die erahnen lässt, dass unsere Kommunen, deren Finanzlage jetzt schon desolat ist, in Zukunft überhaupt keinen Spielraum mehr für öffentliche Investitionen haben?
Welche Maßnahmen möchten Sie umsetzen um den Staat auch in Zukunft handlungsfähig zu halten oder plädieren Sie dafür weitere staatliche Leistungen zu privatisieren?

Wie stehen Sie zum Thema politischer Korruption in Deutschland?
Warum werden geltenden internationale Abkommen gegen Korruption von Deutschland seit Jahren nicht umgesetzt? Warum steht nur der reine Stimmenkauf unter Starfe und nicht auch anderweitige Beeinflussung von Volksvertretern? Denken Sie nicht dass in einer Zeit in der wir unbestreitbar eine immer stärke Verquickung von Wirtschaft und Politik erleben striktere Regularien Abhilfe verschaffen könnten und wenn ja an welche Maßnahmen denken Sie?

Die Handlungsschwäche der Bundesregierung grade in diesen beiden Themenbereichen trägt doch massiv zur Politikverdrossenheit in unserem Land bei und allein die Möglichkeit des Vorwurfs der politischen Korruption diskreditiert doch unser demokratisches System als ganzes! Sehen Sie durch das Handeln ihrer Kollegen keine Gefahren für die Zukunft unserer Demokratie oder mussten Sie durch ihre poltische Praxis schon lange feststellent, dass Sie keine echten Volksvertreter mehr sind?

Ich weiß dass sich das anmaßend liest, aber leider gewinne ich durch meine Beobachtungen der poltischen Klasse den Eindruck dass sie nicht mehr im Interesse der Bürger handeln und das über Parteigrenzen hinweg...
Antwort von Christian Lindner
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16.04.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr Ali,

das Problem ist, dass Politiker in den vergangenen Jahren konsequent mehr Geld ausgegeben haben, als die Bürger erwirtschaften konnten. Dabei steigen die Steuereinnahmen kontinuierlich: 2005 flossen rund 452 Mrd. Euro an den Staat, 2009 waren es bereits 524 Mrd. Euro und 2013 werden es voraussichtlich 575 Mrd. Euro sein. Das ist ein Plus von knapp 30 Prozent, ohne dass damit eine vergleichbare Entwicklung bei den Reallöhnen verbunden wäre. Das halte ich persönlich für unfair; es muss uns gelingen, die Bürger zu entlasten und endlich den Kreislauf des Schuldenmachens zu durchbrechen.

Unser erklärtes Ziel ist es, den Haushalt mittelfristig zu konsolidieren. Das gilt sowohl für den Bund, als auch für die Bundesländer und die Kommunen. Dass wir dabei durchaus erfolgreich sind – erfolgreicher als andere Parteien –, zeigen die Beispiele aus den Bundesländern, in denen die FDP mitregiert. Nehmen Sie NRW: Dort stellt Schwarz-Gelb seit 2005 die Regierung. Zwischen 2006 und 2010 wurden dort rund ein Drittel weniger Schulden gemacht, als von Rot-Grün zwischen 2001 und 2005. Während jedoch die Jahre 2001-2005 wirtschaftliche Boom-Jahre waren, hatte (und hat) Schwarz-Gelb mit der größten Wirtschaftskrise seit den 1920er Jahren zu kämpfen. Ohne diese Krise hätte NRW bereits 2008 – erstmalig seit 35 Jahren – wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen können.

Die Grundlage dafür ist eine Politik, die wir nun seit Herbst 2009 auch im Bund verfolgen: Ein Dreiklang aus konsolidieren, gezielt investieren und die Bürger – allen voran die kleinen und mittleren Einkommen – entlasten, um so die Konjunktur zu stimulieren. Mit einer konsequenten Umsetzung dieser Politik wird es uns gelingen, da bin ich optimistisch, den Bundeshaushalt mittelfristig wieder auf die Beine zu stellen; von einem ausgeglichenen Haushalt noch in dieser Legislaturperiode gehe ich jedoch realistischerweise nicht aus.

Erste Maßnahmen wurden bereits in die Wege geleitet: So wurden zu Beginn des Jahres Unternehmen und Familien um rund 8 Mrd. Euro entlastet; zugleich wurde die Neuverschuldung im Haushalt 2010 um knapp 6 Mrd. Euro gegenüber den Plänen der Vorgängerregierung reduziert. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung, dem in den kommenden Jahren weitere Folgen werden.

Ihre Einschätzung zur "politischen Korruption" in Deutschland teile ich nicht. Deutschland ist seit vielen Jahren Vorreiter beim internationalen Kampf gegen jede Form der Korruption, sowohl in der Politik als auch in der Wirtschaft. Die Interaktion von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist in einer Demokratie nicht Verwerfliches, im Gegenteil, sie ist ein zentraler Bestandteil ihres Wesens.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Soziales
15.03.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Linder,

dann versuche ich´s nochmal: Angenommen, es wäre bereits in Deutschland ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt worden (jeder Bürger würde lebenslang und bedingungslos soviel Geld vom Staat erhalten, dass seine Grundbedürfnisse wie Wohnen, Nahrung, Kultur gedeckt sind) - wie würde sich ihrer Vermutung nach die _Mehrheit_ der Menschen verhalten? Würde die Mehrheit der Menschen anderes tun als ohne Grundeinkommen? Wenn ja, was?

Mit freundlichen Grüßen,
Antwort von Christian Lindner
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15.03.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

bei einem bedingungslosen Grundeinkommen befürchte ich, dass nicht wenige Antrieb und Leistungsbereitschaft verlieren. Zudem erhalten andere Transferzahlungen des Staates, die dieser nicht bedürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Kinder und Jugend
15.03.2010
Von:
Tim

Sehr geehrter Herr Lindner,

Wir haben in der Schule über die Gleichberechtigungen von Frauen und Männern gesprochen und daraufhin auch über die Berechtigungen von Jungendlichen. Dort haben wir einen Text gefunden, der erklärt das Jugendliche Mädchen ab 16 einen 18 oder über 18 jährigen heiraten dürfen.

Meine Fragen dazu sind, ob die Erziehungsberechtigung der Eltern dann wegfällt oder auf den Ehemann in dem Fall übergeht und warum ein jugendlicher Junge ab 16 Jahren eine Frau die 18 oder älter ist nicht heiraten darf ? Das kann man ja nicht als Gleichberechtigung nehemen.

Ich bedanke mich schon im voraus für ihre hilfe.

Mit freundlichen Grüßen Tim
Antwort von Christian Lindner
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16.03.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

das Bürgerliche Gesetzbuch macht hier keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau, siehe Ehemündigkeit §1303: www.gesetze-im-internet.de

Wichtig ist nur, dass einer der Ehepartner volljährig ist. Tipp fürs nächste Mal: Dergleichen kann man (vor allem als Schüler) auch selbst recherchieren.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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