Christian Bartelt (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Christian Bartelt
Jahrgang
1976
Berufliche Qualifikation
Zahnarzt
Ausgeübte Tätigkeit
Zahnarzt, selbstständig
Wohnort
-
Wahlkreis
Greifswald - Demmin - Ostvorpommern
Ergebnis
5,6%
Landeslistenplatz
keinen, Mecklenburg-Vorpommern
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Frage zum Thema Sport
09.08.2005
Von:

Wir appellieren an die Vernunft und das Demokratieverständnis unserer Politiker,
denn wir ersticken aktuell in völlig groteskem Bürokratenwahn.

Wie stehen Sie dazu, Herr Bartelt?

Wir Sportflieger sind doch nur so etwas wie "harmlose Radfahrer der Luft".

Natürlich kann theoretisch jederzeit auch ein betrunkener Radfahrer mitten in der Nacht durch einen plötzlich erlittenen Schlaganfall eine schreckliche Massenkarambolage verursachen.

Wer käme aber auf die völlig absurde Idee, deshalb prinzipiell bei allen Radfahrern einen regelmäßigen, bis über 1000,- Euro teuren und totalen Gesundheits-check anzuordnen nur um zu verhindern, dass vielleicht einer von Ihnen infolge einer Kolik, plötzlicher Kopfschmerzen oder ähnlicher gesundheitlicher Unvorhersehbarkeiten die Allgemeinheit schädigt und mit dieser wirklich verrückten Begründung das "überaus gefährliche Radfahren" zunächst einmal prinzipiell zu verbieten?

Genau diese, uns nur gängelnde Behördenwillkür, aber wird genauso an uns - erwiesen harmlosen - Segelfliegern derzeit regelmäßig und in ganz großem Stil vollzogen.

Der Irrsinn nennt sich "JAR-FCL 3 deutsch"
und wurde uns vom gottvaterähnlichen BMVBW - nach Falschübersetzung aus dem Englischen - rücksichtslos einfach verordnet.

Selbst eine Grippeimpfung oder simple Schwangerschaft führt nach wortwörtlicher Auslegung dieses irrealen Schwachsinns zu sofortigem Ruhen der Pilotenlizenz!

Die staatlichen Forderungen an die Gesundheit eines z.B. über 60-jähriger Segelfliegers sind in Deutschland - weltweit einmalig ! - durchaus vergleichbar mit jenen, die an einen jungen und gesunden Jumbo-Kapitän oder an einen Kampfjetpiloten gestellt werden, so eine Art "Marsflugtauglichkeit", die kaum einer in diesem Alter mehr erbringen kann. Die alten, erfahrenen Funktionsträger in unseren Vereinen drohen daher auszusterben und für die Jüngeren wird es einfach zu teuer ( bis 1200.- Euro für eine Erstuntersuchung! ), weil sie neuerdings eine perfekte - und damit völlig übertriebene - Gesundheit nachweisen müssen.

Wir empfinden dies als eine kulturlose, zutiefst misstrauische, ja überaus groteske Rücksichtslosigkeit gegenüber Minderheiten, welche zudem in ihrer Maßlosigkeit gegen bestehende Gesetze (BGG und OBG) verstößt, aber dennoch gegen alle Vernunft und Sachlichkeit von deutschen Behörden eisern verteidigt wird, obwohl dieser pure Unfug - durch wissenschaftliche Untersuchungen klar bewiesen - keinerlei ( NULL ! ) Sicherheitsgewinn bringt!

Aus diesen Gründen gibt es so etwas in den USA überhaupt nicht!

Welche Antwort von Ihnen darf ich zu diesem Thema an meine Vereinskameraden weitergeben?


Fliegerklub Wittstock
wohnhaft bei Anklam
Antwort von Christian Bartelt
bisher keineEmpfehlungen
24.08.2005
Sehr geehrter Herr !
Was ihre speziellen Belange, die Sportfliegerei betreffend angeht, habe ich als Laie natürlich nicht den kompletten Durchblick. Ich habe aber in meiner nächsten Verwandtschaft selbst einen Sportpiloten, der mir zumindest teilweise die von Ihnen geschilderten Dinge bestätigen konnte. Und selbst, wenn ich einiges wie zum Beispiel die von ihnen angegebenen Kosten für ein wenig hoch gegriffen halte, stimme ich in einem Punkt zu 100% mit ihnen überein! Wir ersticken nämlich tatsächlich im Bürokratiewahn, und dagegen muss generell etwas getan werden! Sei es in der Sportfliegerei oder in anderen Belangen! Ein interessanter Ansatz in diese Richtung ist zum Beispiel der Vorschlag der FDP, Gesetze mit einem Haltbarkeitsdatum zu versehen. Denn die meisten Gesetzestexte sind längst überholt und unnötig!

MfG Christian Bartelt
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Frage zum Thema Arbeit
10.08.2005
Von:
Eva

Sehr geehrter Herr Bartelt,

wir haben Sie (und andere Spitzenkandidaten des Wahlkreises) am 19.07. per Adresse FDP Schwerin zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema Arbeitslosigkeit in Ihrem Wahlkreis eingeladen, in der insbesondere auch Betroffene von Hartz IV zu Wort kommen sollen. Einladende waren unter anderem die IG Metall, der Arbeitslosenverband, Arbeitsloseninitiativen vor Ort, der demokratische Frauenbund, die Jungen Europäer und andere. Termin ist der 05.09. in Demmin. Die SPD, die CDU und die Linke/PDS haben ihr Kommen schon zugesagt. Sie haben bisher noch nicht reagiert. Sollen wir daraus schließen, daß Sie an diesem Thema nicht interessiert sind?

Mit freundlichem Gruß
Eva
Antwort von Christian Bartelt
1Empfehlung
11.08.2005
Sehr geehrte Frau

Ich werde ihrer Einladung sehr gerne folgen und hätte mich sicherlich auch schon früher bei Ihnen gemeldet. Ihre Einladung habe ich aber leider erst heute Nachmittag per email von der FDP Geschäftsstelle in Schwerin erhalten (sie ist im Übrigen noch an Herrn Otten adressiert, was vielleicht der Grund dafür ist, dass ich sie heute erst bekommen habe?!) und hätte sie auch spätestens morgen telefonisch über mein Kommen informiert. Ich hoffe doch, dass sie mir kein Desinteresse bei einem Thema dieser Brisanz und Wichtigkeit unterstellen wollen.

Mit freundlichem Gruß,
Christian Bartelt!
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Frage zum Thema Bürgerrechte
11.08.2005
Von:

Sehr geehrte/ Kandidat/in,

ich möchte Sie mit einem auf dem ersten Blick regionalem, auf dem zweiten Blick aber nationalem Problem vertraut machen und Ihnen dazu einige Fragen stellen. Möglicherweise ist Ihnen das Problem bekannt.

Es geht um das so genannte "Bombodrom". Auf einem ehemals sowjetischen Truppenübungsplatz in der Kyritz-Ruppiner Heide (100 km nördlich von Berlin) möchte das Verteidigungsministerium seit dem Jahre 1992 den größten Luft- Boden- Schießplatz (144 qkm) Europas einrichten. Geplant von der Bundeswehr sind bis zu 1700 Übungseinsätze jährlich, hinzukommen möglicherweise Übungseinsätze der Nato-Partner. Diese Einsätze bedeuten mehrmaliges Überfliegen (Tiefflüge unter 300 m, im Zielgebiet bis 30 m) des Müritz-Nationalparkes und anderer Naturschutzgebiete. Die Menschen in der Region kämpfen seit Beginn der Pläne dagegen und fürchten um ca. 2000!! Arbeitsplätze in der Tourismusbranche (Aussage der IHK zu Neubrandenburg). Viele Investoren stehen vor der Tür und möchten in den Tourismus investieren, warten aber eine endgültige Entscheidung der Gerichte und/oder Politik ab. In der Länderübergreifenden Region ist der Tourismus die einzige Branche mit positiven Erfolgsaussichten für die Entwicklung der Region und dem Arbeitsmarkt. Der Senat von Berlin sowie die Landesregierungen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben sich für eine zivile Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide ausgesprochen. Der militärische Nutzen des Boden-Luft-Schießplatzes wird mittlerweile selbst von Militärfachleuten in Frage gestellt. Weitere Informationen finden Sie unter www.freier-himmel.de oder www.freie-heide.de .

Nun meine Fragen:

1.) Wie würden Sie bei einer Endscheidung im Bundestag entscheiden, für die zivile oder militärische Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide?
2.) Würden Sie sich der Meinung Ihrer Fraktion anschließen oder einzig Ihrem Gewissen bei dieser Entscheidung folgen?
3.) Wenn Sie sich für die militärische Nutzung entscheiden würden, könnten Sie bei dem Gedanken, mehr als 2000 Arbeitsplätze vernichtet zu haben, ruhig schlafen?
4.) Können Sie angesichts der hohen Kosten die Verantwortung für den noch jahrelangen Gerichtstreit übernehmen?
5.) Wenn Sie sich für die zivile Nutzung aussprechen, wie wollen Sie den 13 Jahre langen Protest der Bürger in der Region unterstützen?
6.) Nehmen Sie den größten Bürgerprotest in der Bundesrepublik Deutschland ernst?

Mit freundlichen Grüßen


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