Christian Ahrendt (FDP)
Kandidat Bundestagswahl 2005
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. Besuchen Sie das aktuelle Profil.

Christian Ahrendt
Jahrgang
1963
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwalt, selbständig
Wohnort
-
Wahlkreis
Schwerin - Ludwigslust
Ergebnis
3,9%
Landeslistenplatz
1, Mecklenburg-Vorpommern
weitere Profile auf abgeordnetenwatch.de
Persönliche Website
www.fdp-schwerin.de
Fragen an Christian Ahrendt
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bildung
16.08.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Ahrendt,
Der derzeitige bundestag wird hauptsächlich vertreten von Anwälten und Lehrer. diese beiden Berufsgruppen bilden dieabsolute Mehrheit im Bundestag. Wenn diese beiden Gruppen einen repräsentiven Querschnitt unserer Bevölkerung bilden, müsste es in der BRD fast nur Anwälte und Lehrer geben. Daher halte ich die derzeitige
Häufung dieser beiden Berufe im Bundestag für nicht demokratisch. Ich bin der Meinung, dass genau diese ansammlung der Lehrer und Anwälte unserem Lande nur schaden können!
Wie denken Sie darüber?

Mit freundlichen Grüßen
H.
Antwort von Christian Ahrendt
1Empfehlung
17.08.2005
Christian Ahrendt
Sehr geehrter Herr ,

sie haben Recht. Es gibt Berufsgruppen, die überproportional im Deutschen Bundestag vertreten sind. Gleichwohl ist dies nicht undemokratisch, weil sich die jeweiligen Personen zur Wahl gestellt und die Wahl erfolgreich bestanden haben. Ob damit ein Schaden für unser Land verbunden ist, glaube ich nicht. Zunächst ist nicht gesagt, dass andere Berufsgruppen bessere Ergebnisse erzielt hätten, ferner stellt sich die Frage, warum Menschen aus anderen Berufsgruppen nicht ihre Chancen nutzen und sich zur Wahl stellen.
Da ich selbst Anwalt bin, will ich versuchen Ihnen zu beanworten, was ich meine im Bundestag als Angehöriger dieser Berufsgruppe leisten zu können. Ich selbst bin Seiteneinsteiger, d.h. ich habe keine Berufspolitikerlaufbahn absolviert. Aus meiner beruflichen Tätígkeit kenne ich zahlreiche Probleme, die die Menschen betreffen und ich bin der Meinung, dass ich einen Beitrag zur Lösung dieser Probleme leisten kann.
Voraussetzung ist natürlich, dass ich gewählt werde. Insofern fällt eher auf, dass wenige Selbständige im Bundestag vertreten sind. Dies resultiert meines Erachtens daraus, dass die Tätigkeit des Abgeordneten eine weitere selbständige Tätigkeit ausschließt. Viele dürften deswegen den Weg u einem Mandat scheuen, weil nach vier Jahren offensteht, ob man von seiner Partei wieder nominiert wird. Das man nach vier Jahren als Selbständiger nicht dort weiter machen kann, wo man aufgehört hat, gerade als Freiberufler, ist glaube ich nachvollziehbar. Dieser Spagat oder dieses Risiko ist eine
individuelle Entscheidung, die jeder für sich treffen muss und die meines Erachtens ein Grund dafür ist, dass wenige Selbständige und wenige Freiberufler im Bundestag vertreten sind.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Ahrendt
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bürgerrechte
24.08.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Ahrendt,

im Wahlaufruf der FDP MV wird für die bessere personelle Ausstattung unserer Gerichte und Staatsanwaltschaften plädiert. Ich bin der Meinung, das dieses mit einer gehörigen Portion Bürokratieabbau kompensiert werden könnte. Heute kann doch jeder jedes zur Anzeige bringen und unsere Anwälte, Gerichte usw.sehen darin eine Bestätigung ihrer Daseinsberechtigung. Meist werden die "großen" Straftaten jahrelang vor-und zurückbearbeitet und kleine Streitigkeiten, Verkehrsdelikte u.a. lähmen die Gerichtsbarkeit. Anwälte wird`s freuen, wie sagt man so schön, Kleinvieh macht auch Mist. Dann hätte ich noch eine persönliche Frage an Sie. Bisher habe ich immer FDP gewählt, leider kann ich mir über Sie kein Bild machen. In diesem Forum gibt es die Möglichkeit zur Selbstdarstellung und die Kenntlichmachung Ihrer politischen Ziele. Leider Fehlanzeige. Auch sonst kann ich nirgendwo einen Lebenslauf von Ihnen entdecken. Einen "noname"Kandidaten kann man doch nicht wählen, oder? Bitte antworten Sie mir, wo ich näheres über die Person des Spitzenkandidaten der FDP MV erfahren kann. Ich hoffe, Sie haben Verständnis für berechtigte Interessen Ihrer event. Wähler.

Mit freundlichen Grüssen
T.
Antwort von Christian Ahrendt
bisher keineEmpfehlungen
29.08.2005
Christian Ahrendt
Sehr geehrte Frau ,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Bürokratieabbau und Justiz gehören nicht zwigend zusammen, insbesondere führt ein Bürokratieabbau nicht zwingend zu einer Entlastung der Justiz. Denn beim Bürokratieabbau geht es in erster Linie um Vorschriften, die das tägliche Leben betreffen und die Menschen belasten. Ein Beispiel: Es kann nicht sein, dass ein kleiner Elektrounternehmer für einen kleinen Auftrag von 8.000 € einen Fragebogen von 32 Seiten ausfüllen muss, bevor er den Auftrag erhält. Es kann auch nicht sein, dass wegen bürokratischer Vorschriften eine Firmengründung in Deutschland 45 Tage, in Dänemark aber nur 4 Tage dauert. Werden hier Vorschriften abgebaut, führt dies noch nicht notwendig zu Erleichterungen für die Justiz. Viele Gerichtsverfahren dauern heute zu lange. Dies liegt nicht selten an der schlechter Personalausstattung der Gerichte. Insbesondere in Strafverfahren ist dies mißlich, weil dem Grundsatz, dass die Strafe der Tat "auf dem Fusse" folgen solle, durch eine lange Verfahrensdauer nicht genügt wird. Dennoch glaube ich, dass sich auch verschiedene Bereiche in der Justiz ändern sollten und sich die Justiz einer Modernisierung stellen muss. Dies gilt insbesondere für den zivilgerichtlichen Bereich.
Sie haben auch Fragen zu meiner Person gestellt. Ich darf Sie auf unsere Landesseite und unsere neue Seite www.stark-fuer-mv.de verweisen. Das wichtigste darf ich Ihnen an dieser Stelle schreiben: Ich bin 42 Jahre alt, verheiratet, habe zwei Töchter und lebe mit meiner Familie in Schwerin. Und, nicht erschrecken, ich bin Rechtsanwalt. Zu den wichtigsten politischen Zielen zähle ich für mich persönlich, die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit verbunden mit einer Stärkung der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Zweites wichtiges Thema ist die Familienpolitik. Es kommt darauf an, dass es uns in den nächsten Jahren gelingt, für Familien, insbesondere für Frauen, Beruf und Familie besser vereinbar zu gestalten. Wobei wir nicht vergessen sollten, auch ein gesellschaftliches Umdenken mit anzustoßen. Denn es darf aus gesellschaftlicher Sicht keine Rolle spielen, welcher Elternteil den Nachwuchs in der Erziehungszeit betreut.
Ich hoffe, Ihnen Ihre Fragen beantwortet zu haben, wenngleich dies nur mit
wenigen Sätzen geschehen kann.

Mit freundlichem Gruss

Christian Ahrendt
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bürgerrechte
01.09.2005
Von:
Max

Ich halte es für sehr wichtig die Demokratie weiterzuentwickeln in Richtung Demokratie (=Volksherrschaft). Denn ich denke, alle Bürger müssen direkteren Einfluß auf die Gesetzgebung haben, als es heute der Fall ist.
Heutige Demokratie in Deutschland sieht doch nur die Möglichkeit vor, einen Vertreter zu Wählen, aber es gibt zumindest auf Bundesebene keine DIREKTE Demokratie.
Die Schweiz könnte uns da ein gutes Beispiel sein, oder?
Wie stehen sie zum Thema Direkte Demokratie und Volksentscheid?

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Frage zum Thema Energie
07.09.2005
Von:

Wie stellen Sie sich eine NACHHALTIGE zukünftige Energieversorgung vor?

Kohle, Erdöl, Gas und Kernenergie weisen enorme Strukturdefizite auf, z.B. Proliferation (Iran), Terrorgefahr, ökonomische Abhängigkeit von unsicheren Partnerländern, militärische Konflikte (Irak) und sind volkswirtschaftlich TEURER als eine Vielzahl schon eingesetzter Alternativen. Billiges Erdöl und Uran werden in wenigen Jahrzehnten aufgebraucht sein, bei steigenden Preisen!? Der Klimakollaps stellt die mit Abstand bedeutendste Gefahr für die menschliche Zivilisation dar nur wird sich dieses Horrorszenario in wenigen Jahrzehnten NICHT mehr aufhalten lassen! Die Mär dass eine Anpassung günstiger sei als Vorsorge dürfte seit “Katrina” vom Tisch sein.

Erneuerbare Energien (EE) schaffen und sichern sehr viele Arbeitsplätze (pro Energiemenge um den Faktor 2 bis 3 mehr als die fossil-nuklearen). Nach Deutscher Bank und Goldman Sachs wächst der Weltmarkt für EE mit 20 – 30 % p.a. Deutschland hat in ALLEN relevanten Bereichen der EE eine globale Forschungs-, Technologie- und Marktführerschaft.

Dem EEG ist diese Spitzenposition zu verdanken, lt. MIT das (kosten)effizienteste Fördermodell der Welt. Die Unternehmen beginnen nun konsequent mit dem Export. Das ist doch genau die Boombranche nach der in Deutschland gesucht wird!

Zur FDP. Sie wollen ja Innovationen und Arbeitsplätze, nur findet man die bei EE nicht. Sie wollen nicht aus der Kernenergie raus: das werden Sie aber müssen, weil nämlich der Brennstoff ausgeht!? Sie wollen ein Quotenmodell für EE: nur das bringt in der Praxis nichts und ist teurer!? Sie reden von “Privilegien” im Baugesetzbuch: nur die gleichen haben die Kohle- und Kernkraftwerke!? Windenergie auf See sei unwirtschaftlich: bitte die Quelle einer unabhängigen Studie!?

Das EEG kostet einen Haushalt 1,50€ pro Monat!? Das Ziel ist eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder!?

Ich erwarte vernüftige und stichhaltige Argumente (ÜBERALL wo ein ? steht)!

Bisher ist noch keine Antwort eingetroffen. Um eine Nachricht zu erhalten, sobald eine Antwort eintrifft, tragen Sie sich bitte über die untenstehende Benachrichtigen-Funktion ein.
X
Beim Eintreffen einer Antwort benachrichtigen
Lesezeichen
Ihre Frage an Christian Ahrendt
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.