Christel Teichmann (PIRATEN)
Kandidatin Landtagswahl Baden-Württemberg 2011
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Angaben zur Person
Christel Teichmann
Geburtstag
-
Berufliche Qualifikation
gelernte IT-System-Kauffrau
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Waldshut , Stimmen (Wahlkreis): 1.300
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Frage zum Thema Familie und Soziales
15.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Teichmann,

in den Medien liest man regelmäßig, die PIRATEN seien eine Männerpartei.

Wie empfinden Sie das und was hat Sie als Frau dazu bewogen, ausgerechnet in die Piratenpartei einzutreten? Fühlen Sie sich dort trotz der "männlichen Übermacht" wohl, und wie hoch ist überhaupt die Frauenquote in der Piratenpartei?

Schöne Grüße

Antwort von Christel Teichmann
1Empfehlung
21.02.2011
Christel Teichmann
Hallo Herr ,

als ich der Piratenpartei beigetreten bin ging es für mich nicht um die Frage nach irgendwelchen Quoten. Die Inhalte (auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch etwas begrenzt waren) und ihr Auftreten haben mich überzeugt. Es war auch die wirklich erste Partei die mich als Mensch in der heutigen Informationsgesellschaft angesprochen hat. Bei vielen anderen Parteien merkt man einfach das zwar halbherzige Maßnahmen geplant aber nicht durchdacht sind (Bsp. Internetzensur). Jemand der auch nur etwas Ahnung hat muss dabei einfach nur den Kopf schütteln und sich fragen ob das nicht Politik und Denkweise von gestern ist.

Ehrlich gesagt kann ich Ihnen nicht mal sagen wie hoch aktuell die "Frauenquote" in der Partei ist. Aber ähnlich wie bei den Piraten läuft es noch in vielen IT-lastigen Bereichen, dass die Frauen dort noch etwas zurückhaltend sind. Als Frau, die in diesen Bereichen beruflich wie privat unterwegs ist kenne ich das. Aber ich denke die Zeiten ändern sich und der weibliche Anteil nimmt meiner Meinung nach zu.

Am Ende sind es nicht die Quoten die zählen, sondern Ideen und Visionen, welche die Chancen unserer Zeit sehen und nutzen.


Piratige Grüße

Christel Teichmann
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Frage zum Thema Gesellschaft
18.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Teichmann,

oft bekomme ich nur Antworten, die eher nach Parteiprogramm als nach eigenen Ideen und Visionen klingen.

Deshalb möchte ein paar offene Fragen an Sie richten, die den Kandidaten stelle, bevor ich zur Wahl gehe, sind folgende:

1. Was ist Ihre Vision für unsere Gesellschaft und unser Bundesland Baden-Württemberg?
2. Welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele möchten Sie als Landtagsabgeordneter verfolgen?
3. Welche Ideen werden Sie einbringen?
4. Politker gelten oft als käuflich und anfällig für Lobbyisten jeder Art. Wie stehen Sie zum Thema Parteispenden von Firmen?

Freundliche Grüße

Antwort von Christel Teichmann
bisher keineEmpfehlungen
22.03.2011
Christel Teichmann
Sehr geehrter Herr ,

natürlich könnte man zu Ihrer Frage das Parteiprogramm zitieren. Jede Partei sollte auch einen Leitfaden haben auf den man bauen kann, wenn man den entsprechenden Kandidaten wählt.

Sie stellen 4 Fragen aber im Grunde sind es für mich zwei Bereiche. Ziele und Visionen einerseits und das Thema des käuflichen Politikers auf der anderen Seite. In diesem Sinne möchte ich Ihre Frage auch beantworten, man möge es mir verzeihen ;)

Zum Ersten: Ideen, Vision und Ziele lassen sich für mich nicht trennen. Ich denke es sollte auch nicht nur darum gehen was in Baden-Württemberg möglich ist. Visionen sind besonders interessant wenn sie sich vervielfältigen lassen (wir Piraten nennen das gern ´raubmordkopieren´) und dadurch wachsen und eine Eigendynamik entwickeln können. Daher würde ich mich nicht von vornherein einschränken.

Wenn man sich das allseits beliebte Thema S21 ansieht, dann geht es mir vor allem darum, dass man sich nicht nur begrenzt auf BW für mehr Möglichkeiten des einzelnen ausspricht. Die Transparenz und die Möglichkeit zur direkten Demokratie in Bezug auf politischen Vorgänge und Entscheidungen ist ein Thema das ganz Deutschland angeht.

Die Ideen die ich gern konkret verfolgen würde beginnen eher im kleinen Maßstab, weil ich glaube das man oft am meisten erreicht wenn man mit kleinen Schritten beginnt. Dazu gehören Ideen wie die Förderung sozialer Netzwerke in den Gemeinden, z.B. indem man ein Portal im Sinne von ´Wer hilft Wem´ auf die Beine stellt. Besonders in unseren ländlichen Gemeinden (aus der ich auch komme) liegen hier noch viele Potentiale brach. Es geht um einfache Dinge durch die Jugendliche sich einbringen können um vielleicht etwas Taschengeld hinzu zu verdienen und ältere Leute im Gegenzug Hilfe bei Tätigkeiten wie Einkauf oder Gartenpflege bekommen. Auch Berufstätige (oft auch Alleinerziehende oder Singles) sind oft froh wenn sie jemanden haben der mal mit dem Hund laufen geht oder kurz nach dem Kind sehen kann. Da gibt es so vieles was die Menschen näher zusammen bringen würde und das Miteinander stärkt. Aber auch die andere Seite muss mehr auf die Menschen ihrer Gemeinde zugehen. Ich rede hier von politischen Vertretern und Ämtern. Als Berufstätige fällt es mir selbst oft schwer Behördengänge innerhalb der Öffnungszeiten zu absolvieren oder Dinge telefonisch zu klären. Ein erster Ansatz wäre evtl. die Einrichtung eines Blogs auf dem man allgemeine Fragen und Nachrichten hinterlassen kann. Hier kann man zu jeder Zeit schreiben oder einfach nachsehen ob bereits jemand die gleiche Frage gestellt hat. In diesem Bereich gibt es sicher noch einiges das sich verbessern lässt.

Zum Zweiten: Meinung gegen Geld
Dieses Thema ist meiner Meinung nach ein No-Go. Es gefährdet die Unabhängigkeit der Parteimeinung. In der Politik wird es immer ein Spannungsfeld zwischen den Meinungen und Interessen verschiedener Gruppen geben. Nur sollte es dabei um ein sachliches Abwägen und Diskutieren gehen und nicht um den größten Sponsor im Hintergrund. Interessant zu diesem Thema wäre noch die Initiative 108e [ 108e.de ] zu erwähnen die sich hier engagiert und von den Piraten unterstützt wird.

In diesem Sinne wünsche ich frohes Wählen und man möge mir meinen nicht immer zu 100% politik-tauglichen Schreibstil entschuldigen.

Piratige Grüße
Christel Teichmann
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Frage zum Thema Arbeit und Wirtschaft
08.03.2011
Von:

Als letzte Frage von meiner Seite möchte ich allen Kandidaten des Wahlkreises Waldshut heute eine Frage zur Wirtschaftspolitik stellen.

Aus meiner Sicht tendierte in den letzten 20 Jahren die Marktwirtschaft in Deutschland weg von der Sozialen Marktwirtschaft im Sinne von von Alfred Müller-Armack und Ludwig Erhard hin zur Neoliberalen Marktwirtschaft. Offen sichtbar wurde dies in den Auswüchsen der Finanzkrise. Zu viel Geld war im Umlauf, das an spekulativen Märkten ohne Bindung zum Grundgeschäft (z.B. Rohstoffe, Realwirtschaft, Immobiliengeschäft usw.) verspielt wurde. Neoliberal gedacht, hätte man die Betroffenen leer ausgehen und Pleite gehen lassen müssen. Wer zockt, sollte aus meiner Sicht dafür gerade stehen. Wie gerecht es war, die Verluste zu sozialisieren und auf die Gemeinschaft umzulegen, darüber muss m.E. noch gestritten werden.

Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung, der zunehmenden Globalisierung (auch des Wunsches nach Freiheit und Wohlstand, wie in Nordafrika) und der endlichen Ressourcen (Rohstoffe, Landfläche, Wasser usw.) warnen einige Wirtschaftswissenschaftler vor ungebremsten Wirtschaftswachstum und sprechen sogar schon von der Postwachstumsgesellschaft ( www.postwachstum.de ).

Die bürgerlichen Parteien predigen aber immer noch den Zwang zum Wirtschaftswachstum als einziges Instrument, Wohlstand für viele zu schaffen. Haken ist unter andem aber auch die Messbarkeit des Wirtschaftswachstums und des Wohlstandes. Das Wirtschaftswachstum wird Stand heute an fragwürdigen Parametern gemessen. Zum Beispiel am Bruttoinlandsprodukt, dass aber nicht nur bei guter Produktionsauslastung sondern dass auch undifferenziert bei Naturkatastrophen und gnadenloser Ausbeutung der Menschen und der Natur sehr hoch ist (wie z.B in China).

Welches Wirtschaftssystem favorisieren Sie? Welche Ideen haben Sie oder Ihre Partei , wie man ein dieses System verbessern kann? Oder streben Sie ein komplett anderes Wirtschaftssystem an?
Antwort von Christel Teichmann
4Empfehlungen
23.03.2011
Christel Teichmann
Hallo nochmal Herr ,

das die Menschheit über ihre Verhältnisse lebt und wir im Grunde schon heute mehr als eine Erde bräuchten ist traurig aber ändert im Moment nicht viel an den Fakten.

Alles ist heute durch die Bank weg auf Wirtschaftswachstum ausgerichtet. Aber wohin führt uns das? Zu mehr Arbeitsplätzen? Nein. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Der Faktor Mensch wird immer mehr rationalisiert. Gerade die einfacheren Tätigkeiten werden zunehmend automatisiert oder wegrationalisiert.

Meine favorisierte Idee liegt im bedingungslosen Grundeinkommen. In dieser Vision steckt sehr viel Potential. Wenn man sich die heutige Arbeitsverteilung und das Einkommen ansieht, ist es nur eine Frage der Zeit wie lange sich das aktuelle System noch tragen kann, insofern es sich nicht eigentlich schon selbst überlebt hat. Wenn man sich die Lage im Groben ansieht, haben 4 von 10 Menschen ein Erwerbseinkommen. Der Rest lebt von Transfereinkommen, das wären in dieser Rechnung etwa 3 Kinder und Jugendliche, 2 Rentner und ein Arbeitsloser. D.h. bereits jetzt lebt über die Hälfte der Menschen ohne ein eigenes Einkommen zu erwirtschaften.

Man denkt sich, dass Leistung doch bezahlt werden muss und das sich das Ganze widerspricht. Aber wenn man sich die Zahlen ansieht würde man feststellen, das es heute fast doppelt soviel unbezahlte Arbeitsstunden als bezahlte gibt. Das sind Menschen, die sich z.B. um Kinderbetreuung zuhause kümmern, Verwandte pflegen oder ehrenamtlich tätig sind, all diese Arbeit stellt eine Leistung dar, die nicht in diesem bisherigen Schema gewürdigt wird.

Man muss auch davon wegkommen zu denken, es wäre die Aufgabe der Wirtschaft für Arbeit zu sorgen. Das ist Nonsens. Es ist ihre Aufgabe die Bedürfnisse seines Kunden zu decken. Dazu wird optimiert und die Produktion effektiver gestaltet. Und was bedeutet das? Natürlich das am Ende weniger Menschen in einer kürzeren Zeit die Arbeit erledigen können als zuvor.

Ein Thema über das man noch stundenlang schreiben und diskutieren könnte. Aber ich denke fürs Erste gibt es einen kleinen Einblick. Wer mehr wissen möchte einfach die Links studieren/ansehen oder ne Runde googeln ;)

Ein paar Links
[* tinyurl.com *]
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Piratige Grüße
Christel Teichmann
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Frage zum Thema Umwelt und Landwirtschaft
24.03.2011
Von:

Guten Tag

Würden Sie mir freundlicherweise Ihre Position bezüglich der Jagd und etwaigen Reformbedarfs des Landesjagdrechts erläutern?

Besten Dank im Voraus!
Antwort von Christel Teichmann
bisher keineEmpfehlungen
27.03.2011
Christel Teichmann
Hallo Herr aus dem schönen Todtmoos,

leider muss ich mich zu diesem Thema etwas kurz fassen. Meiner Meinung nach ist dieser Bereich einerseits wichtig andererseits besteht Reformbedarf. Hier fährt man schon lange in alten Bahnen. Der Jäger von damals ist nicht mehr ganz das was wir heute brauchen. Ein paar interessante Positionen dazu findet man z.B. auch beim Nabu [ www.nabu.de ]. Man muss sich hier auf jeden Fall mit verschiedenen Vertretern zusammensetzen um das richtige Konzept zu entwickeln.



Piratige Grüße
Christel Teichmann
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