Christa Goetsch (GRÜNE)
Kandidatin Bürgerschaftswahl Hamburg 2008
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Christa Goetsch
Jahrgang
1952
Berufliche Qualifikation
Pädagogin
Ausgeübte Tätigkeit
Studienrätin (beurlaubt), Fraktionsvorsitzende der GAL-Bürgerschaftsfraktion
Wohnort
-
Wahlkreis
Altona , Listenplatz 1, Stimmen (Wahlkreis): 21.831, 15,8%
Landeslistenplatz
1
Wir wollen die Fächervielfalt an der Uni Hamburg erhalten und haben uns stets gegen die von Senator Dräger veranlasste Reduzierung bei den Geistes- und Kulturwissenschaften ausgesprochen. Gerade die Orchideenfächer machen den Reiz der Universität Hamburg aus. (...)
 
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www.christa-goetsch.de
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Frage zum Thema Bürokratie / Verwaltung
20.01.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Goetsch,

wie stehen Sie zum Nordstaat, insbesondere zum Zusammenschluss von Hamburg mit Schleswig-Holstein?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christa Goetsch
bisher keineEmpfehlungen
25.01.2008
Christa Goetsch
Sehr geehrter Herr ,

Hamburg hat eine ganz eigene, über die Jahrhunderte gewachsene Identität. Das macht Hamburg so einmalig und kaum eine Hamburgerin oder Hamburger wäre wohl bereit, hanseatische Eigenheiten aufzugeben und sich künftig als "NordstaatlerIn" zu bezeichnen. Und die Schleswig-Holsteiner im übrigen auch nicht. Darum geht es bei der Nordstaatendebatte auch nicht. Es geht viel mehr darum zu überlegen, in welchen Bereichen sinnvolle Kooperationen zwischen den norddeutschen Bundesländern aufgebaut, ausgebaut und verbessert werden könnten. Dies hielte ich zum Beispiel im Bereich der Verkehrsinfrastruktur, der Energieversorgung oder auf dem Gebiet der Wissenschaft und Forschung für äußerst sinnvoll.

Mit freundlichen Grüßen
Christa Goetsch
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Frage zum Thema Innere Sicherheit und Justiz
20.01.2008
Von:

Liebe Frau Goetsch,

Sie scheinen meine Frage vom 15. Januar zu ignorieren, da Sie später gestellte Frage bereits beantwortet haben. Kann ich davon ausgehen, dass Sie sich mit ähnlichem "Ehrgeiz" an die Umsetzung Ihrer Wahlversprechen machen werden? Glauben Sie wirklich, dass ein(e) PolitikerIn ihm (oder ihr) unangenehme Fragen lieber durch Aussitzen und Ignorieren begegnen sollte?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christa Goetsch
bisher keineEmpfehlungen
25.01.2008
Christa Goetsch
Sehr geehrter Herr ,

in der Tat komme ich zur Zeit kaum mit dem schriftlichen Beantworten der Fragen hinterher, da ich selten vor meinem PC sitze und viel in der Stadt unterwegs bin und direkt vor Ort, in Veranstaltungen und Diskussionen den innen und n Rede und Antwort stehe. In einer ruhigen Minute widme ich mich dann auch gerne den hier gestellten Fragen, gehe dabei aber nicht streng chronologisch vor. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, kommen Sie doch gerne einmal persönlich an meinem Stand vorbei, das nächste Mal stehe ich am Samstag, den 26.1. von 11.00-13.00 Uhr in Bergedorf am Sachsentor.

Mit freundlichen Grüßen
Christa Goetsch
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Frage zum Thema Bürokratie / Verwaltung
21.01.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Goetsch ,

da Ihr Wahlkreis Altona ist.In dem die GAL schon seit längerer Zeit mit der CDU koaliert ,interessiert mich wie Sie Ihre bisherige Zusammenarbeit mit der CDU in Altona beurteilen. Was haben Sie von Ihren Zielen gegen die CDU durchsetzen können?

Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Christa Goetsch
1Empfehlung
29.01.2008
Christa Goetsch
Lieber Herr ,
schwarz-grün auf der Bezirksebene in Altona hat in der jetzt auslaufenden Legislatur ganz ordentlich geklappt , wobei sich die Erfahrungen solcher Bezirkskonstellationen natürlich nicht direkt auf die Landesebene übertragen lassen. In mehreren Punkten konnten wir unseren Altonaer Kooperationspartner unseren Zielsetzungen überzeugen (auch wenn dieser Prozess des Überzeugens zugegebenermaßen manchmal etwas länger gedauert hat), so dass er diese mitgetragen hat.

Dazu gehört an oberster Stelle der Ersatz für das abgerissene Bismarckbad. Dieses attraktive Familienschwimmbad in Altona-Altstadt, das im Sommer 2008 fertiggestellt wird, haben wir durchgesetzt.
Die Große Bergstrasse ist nach langem, zähen Ringen endlich zum Sanierungsgebiet erklärt worden. Ein grüner Erfolg, denn endlich stehen Gelder bereit, um diesen Bereich durch Umgestaltung aufzuwerten.
Als weiteren rein grünen Erfolg dürfen wir mit Fug und Recht den Erhalt der Bauwagenplätze für uns verbuchen.

Und außerdem wurde eine grüne Herzensangelegenheit durchgesetzt: Die Erweiterung des Naturschutzgebietes Schnakenmoor um Rund ein Drittel seiner Größe in 2006.
Es gibt noch weitere grüne Erfolge, die Entstehung einer Wohngemeinschaft für Demenzkranke oder die Einrichtung einer "Interkulturellen Beratungsstelle für Opfer von häuslicher Gewalt" ..Die Liste ließe sich noch weiter verlängern.

Mit freundlichen Grüßen
Christa Goetsch
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Frage zum Thema Bildung
21.01.2008
Von:

Die CDU-Regierung hat in den letzten Jahren trotz steigender Schülerzahlen die Anzahl der Lehrerstellen um etwa 1000 Stellen gekürzt. Weiterhin wurden die Klassen vergrößert und die Lehrpläne ausgedünnt, so dass Schule zu einem Billigmodell verkommen ist.
Was werden Sie unternehmen, damit die Bildungspolitik in Hamburg wieder zu einer Erfolgsgeschichte werden wird?
Antwort von Christa Goetsch
11Empfehlungen
28.01.2008
Christa Goetsch
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage. Die GAL hat in den letzten Jahren mit viel Engagement versucht genau herauszufinden, wie viele Lehrerstellen aus dem Schulssytem gekürzt wurden. Auch wenn die exakte Zahl selbst von der Schulbehörde nie genannt werden konnte, so haben wir recherchiert, dass zwischen 2001 - 2006 ca.700 Stellen gestrichen wurden. Weitere 200 fehlen, da im gleichen Zeitraum die Zahl der SchülerInnen gestiegen ist. Fazit: Tatsächlich fehlen den Schulen ca. 900 Stellen. Öffentlich zugegeben hat die CDU bisher zumindest den Abbau von 680 Stellen. Interessant ist, wie die CDU heute versucht, diesen Kahlschlag dem früheren rot-grünen Senat in die Schuhe zu schieben. In einem Interview äußerte sich Sozialsenatorin Schnieber-Jastram im Hamburger Abendblatt (21.01.2008) wie folgt: "Wir haben eine ganze Reihe von Maßnahmen ergriffen, damit diese Quartiere wieder Tritt fassen können, zum Beispiel den Ausbau der Ganztagsschulen, Sprachunterricht, die Reduzierung der Klassenfrequenzen in den Grundschulen. Das sind Dinge, die erst in den vergangenen sechs Jahren geschaffen wurden und die nicht von heute auf morgen greifen können. Man muss klar sagen: Wir haben die Zustände in diesen Stadtteilen von Rot-Grün geerbt." Dazu einige Fakten: 1. Beispiel - Sprachförderung: Zwar gibt es ein neues Konzept zur Sprachförderung und viele Maßnahmen, die sind aber nicht ausfinanziert! Für die verschiedenen Sprachförderprogramme (z.B. PLUS, DaZ) wurden bis 2005 ca. 200 Lehrerstellen gekürzt. 2. Beispiel - Ganztagsschulen: Der überwiegende Teil der Ganztagsschulen lag bisher in so genannten sozialen Brennpunkten. Diesen Schulen wird seit der Umsetzung des CDU-Ganztagsschulkonzepts im Schuljahr 2005/06 schrittweise 60% der Mittel für den Ganztagsbetrieb entzogen. Das sind ca. 80 LehrerInnen weniger oder eine Budget-Einsparung von ca. 5,1 Mio Euro. 3. Beispiel - Klassenfrequenzen an Grundschulen: Zwischen 2001 - 2006 hat die CDU die durchschnittlichen Klassenfrequenzen in den 1. Klassen von 24 auf 27 Kinder angehoben. Klassen von über 29, 30 SchülerInnen sind in den Grundschulen heute Alltag. Damit hat die Schulbehörde 90 Stellen eingespart. Doch nicht genug: Im selben Zeitraum wurden 80 Stellen für Teilungsstunden in Grundschulklassen abgebaut. In einer Teilungsstunde sind statt einer, zwei LehrerInnen in der Klasse. Teilungsstunden sind besonders dort wichtig, wo schwierige SchülerInnen eine Aufteilung großer Klassen nötig machen, um individueller fördern zu können.

Sie fragen nun auch danach: Was will denn die GAL besser machen? Selbstverständlich darf Schulpolitik nicht unter der Regie des Finanzsenators stehen. Wir meinen: 1. Es hängt von der jeweiligen Reform ab, ob sie kostenneutral umgesetzt werden kann oder nicht. 2. Alle Ausgaben für Bildung und Schule müssen realistisch gegenfinanziert sein. 3. Gute Bildung hat ihren Preis! Daher wird der anstehende Umbau des Schulsystems in Hamburg nicht kostenneutral zu machen sein. Die GAL hat für ihre Verränderungspläne ein Paket geschnürt:

Zum einen wollen wir mit dem Konzept "9 macht klug" eine Neue Hamburger Schule nach skandinavischem Vorbild einführen. Alle Kinder - schnelle und langsamere, starke und schwächere - lernen gemeinsam bis zur 9. Klasse. Das Gymnasium oder eine Berufsausbildung schließen sich an. Bei "9 macht klug" wird niemand frühzeitig aussortiert, nur weil die Eltern arm sind. Die Neue Schule für alle ist leistungsstärker und gerechter - das zeigen Erfahrungen aus anderen Ländern. Sie ist eine Ganztagsschule mit einem klugen Rhythmus aus Lernen und Angeboten für Musik, Theater, Spiel und Bewegung. Den 45-Minutentakt gibt es nicht mehr. Statt Sitzenbleiben oder Nachhilfe erhalten die Kinder Aufbautraining. Für alle Schulen gibt es einheitliche Qualitätsstandards - sie wirtschaften aber autonom und sind im Stadtteil verankert. Der Umbau soll nach zwei Jahren Vorbereitung innerhalb von acht Jahren vollzogen werden. Zum andern wollen wir:

  • Kostenloses Bildungsangebot für alle Kinder ab dem 5. Lebensjahr (Aufwendungen jährlich ca. 15 Mio. Euro).

  • Keine Grundschulklasse über 25 Kinder und in Brennpunkten keine Klasse über 20 Kinder: Kleine Klassen sind keine Erfolgsgarantie für das Lernen - aber eine zentrale Erfolgsvoraussetzung. (Aufwendungen ca. 2 Mio. Euro)

  • Der schrittweise Ausbau von Ganztagsschulen wird ausreichend finanziert. Damit in allen Stadtteilen, in denen es besondere soziale Problemlagen gibt, ausreichend Ganztagsgrundschulen angesiedelt sind, müssen zusätzlich 20 Grundschulen zu Ganztagsschulen ausgebaut werden (Aufwand jährlich auf ca. 8 Mio. Euro; für den Ausbau und die zusätzliche Ausstattung der Schulen fallen nochmals 5 Mio. Euro Investitionskosten an).

  • Sitzenbleiben wird abgeschafft: Die gewonnenen finanziellen Mittel (ca. 22 Mio. Euro/ca. 380 Lehrerstellen) werden dafür eingesetzt, die konzeptionelle Gestaltung und Umsetzung der Bildungsgänge ohne Wiederholer/-innen zu unterstützen und den Schulen ohne Sitzenbleiber/-innen die dadurch freiwerdenden personellen Ressourcen für die individuelle Förderung zur Verfügung zu stellen.

Für die Umsetzung des Schulkonzepts "9 macht klug" werden weiter Investitionen in das Schulsystem nötig sein. Hierzu gehört sowohl das Ziel, auch in den weiterführenden Schulen ab der 5. Klasse keine Lerngruppen/Klasse über 25 SchülerInnen mehr einzurichten, als auch ein Weiterbildungs- und Entlastungsprogramm für die LehrerInnen - diese sind für uns schließlich die entscheidenden AkteurInnen im Umgestaltungsprozess.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage ausreichend beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
Christa Geotsch
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Frage zum Thema Umwelt
22.01.2008
Von:

Sehr geehrte Frau Goetsch,
Ihre Antwort an Herrn Bürger ist mehr als unbefriedigend, denn de facto hat sich die Situation der Hundehalter mit dem Gesetz verschlechtert, da der Leinenzwang in den Grünanlagen vor Inkrafttreten niemals durchgesetzt wurde, sondern freilaufende Hunde jahrzehntelang toleriert wurden.
Und auch Ihre Empfehlung, den sog. Hundeführerschein zu machen, bringt nicht in allen Bezirken den gewünschten Erfolg, da sich gerade Ihre Parteikollegen, beispielsweise Susanne Egbers im OA Lokstedt, mit der Umsetzung der Globalrichtlinie schwer tun und immer neue Ausflüchte anbringen, um ja kein weiteres Stückchen Grün für geprüfte Hunde freizugeben.
Was also, liebe Frau Goetsch, werden Sie unternehmen, damit den Haltern geprüfter Hunde beispielsweise im Bezirk Eimsbüttel die gleichen Freiheiten eingeräumt werden wie in Wandsbek?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christa Goetsch
6Empfehlungen
29.01.2008
Christa Goetsch
Sehr geehrte Frau ,

auf Ihre Nachfrage möchte ich gerne versuchen, noch einmal zu verdeutlichen, was ich in meiner Antwort an Herrn Bürger gesagt habe. Dies entspricht im Übrigen auch der Position, die die GAL in ihrer Antwort auf die Wahlprüfsteine Ihres Vereins Hundelobby e.V. dargestellt hat. Dass der Leinenzwang, wie er vor Inkrafttreten des neuen Hundegesetzes gegolten hat, nicht konsequent durchgesetzt worden ist, halte ich für kein stichhaltiges Argument. Das Verhältnis zwischen Hundehaltern und anderen Nutzern von Grünanlagen war 2005 eben nicht mehr unproblematisch, sonst hätte die Bürgerschaft sich nicht damit befassen müssen, ein Hundegesetz zu erarbeiten. Angesichts der bestehenden Konflikte und der Sensibilisierung der Öffentlichkeit wäre die einzige Alternative zu einer neuen Regelung gewesen, die geltende konsequent anzuwenden. Damit wären die Hundehalter aber schlechter gefahren als mit dem neuen Hundegesetz.

Ihre Forderung nach gleichen Verhältnissen in allen Bezirken erscheint mir realitätsfern.

Eimsbüttel ist von allen Hamburger Bezirken der mit der schlechtesten Grünversorgung, die Verhältnisse dort sind mit denen in Wandsbek nicht vergleichbar. Auch andere Gruppen - Kinder und deren Eltern, Erholungssuchende - haben berechtigte Ansprüche auf die Nutzung des öffentlichen Grüns. Gerade weil die Verhältnisse in den Bezirken so unterschiedlich sind und weil es bei der Abwägung zwischen verschiedenen Interessen auf Vor-Ort-Kenntnisse ankommt, ist es richtig, dass die Kompetenz dafür bei den Bezirken liegt. Meinen Kolleginnen und Kollegen in den Bezirksversammlungen traue ich zu, dass sie dabei zu sachgerechten und angemessenen Entscheidungen kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Christa Goetsch
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Ihre Frage an Christa Goetsch
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