Carola Veit (SPD)
Kandidatin Bürgerschaftswahl Hamburg 2011
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Angaben zur Person
Carola Veit
Jahrgang
1973
Berufliche Qualifikation
Juristin
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wahlkreis
Landesliste
Landeslistenplatz
12, Stimmen (Liste): 5.945, über Liste eingezogen
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Das Essensgeld ist ja eigentlich kein Essensgeld, sondern war eine Gebührenerhöhung des CDU-Senats. Elternbeiträge für das Essen waren immer schon in den Kita-Gebühren enthalten!
Die Kitas erhalten ja auch nicht etwa die Einnahmen aus dem Essensgeld extra, um damit gut zu kochen, sondern dieses Geld geht in den allgemeinen Kita-Haushalt. (...)
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Frage zum Thema Familie
08.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Veit,

Wenn ich es richtig verstanden habe, möchte die SPD die Ganztagsschule in Hamburg einführen. Dabei ist auch an die Einrichtung eines (kostenlosen?) Hortsytems an den Schulen für die Altersgruppe bis 14 Jahren möglicherweise ab 2013 (?) oder sogar schon ab 2012 (?) gedacht. Ist dies so richtig? Oder betrifft die Zeitangabe (August 2012) ausschließlich den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz?

Wie wird sich die Einführung eines (kostenlosen) Hortsystems an den Schulen nach Ihrer Einschätzung auf die "freien" Träger von Kindertageseinrichtungen auswirken? Besteht die Gefahr von Fehlallokationen/ Fehlinvestitionen?

Viele Grüße aus Sasel,

Ihr

Antwort von Carola Veit
bisher keineEmpfehlungen
15.02.2011
Carola Veit
Sehr geehrter Herr ,

es gibt ja in Hamburg bereits Ganztagsschulen, auch im Grundschulbereich.
Das wollen wir ausbauen, bzw. insgesamt das Angebot einer nachmittäglichen Bildung und Betreuung (nach der Schule) deutlich ausweiten. Dazu werden wir in der Hälfte aller Grundschulen Ganztagsschulangebote oder zusätzliche Hortangebote ohne Abstriche an der bisherigen Betreuungsqualität einführen.
An den Planungen der sog. "Hortreform" von schwarz-grün halten wir so nicht fest, schon gar nicht mit dem angekündigten Zeitpunkt "2013", denn es hat sich gezeigt, dass es sich dabei um eine völlig unausgegorene Planung ohne pädagogisches Konzept, ohne räumliche Planung, ohne Perspektive und Vereinbarung mit den Hortträgern handelt. Die von Ihnen angesprochenen Auswirkungen sind ja zum Teil bereits jetzt zu beobachten und steuern auf jeden Fall in die falsche Richtung. Wir müssen unbedingt vermeiden, dass bereits jetzt bestehende Hortplätze, die wir ja dringend brauchen, abgebaut werden bzw. auch keine weiteren entstehen. Vielmehr müssen wir ein Szenario entwickeln, wie an möglichst vielen Schulen noch mehr Nachmittagsangebote zügig entstehen können. Ob das zunächst im Kita-Gutschein-System, unter der Hoheit der Schule oder in einer Kooperation entsteht, ist dabei ja relativ gleichgültig, sofern wir vergleichbare vernünftige Bedingungen vorfinden und alle Beteiligten eine Perspektive dabei haben. Für die Eltern ist eine hohe Betreuungsqualität und Bezahlbarkeit wichtig. Insofern wird es mit uns aber keinen "Großen Knall 2013" geben, was den Hortbereich angeht.

Für den Krippenbereich haben wir in unserem Regierungsprogramm sehr wohl eine Zusage gemacht, nämlich die, dass ab 2012 wir den allgemeinen Rechtsanspruch (der also unabhängig z.B. von Berufstätigkeit gilt) auf alle Zweijährigen ausweiten wollen. Das ist bildungs-, familien- und integrationspolitische ein wichtiger Schritt.

Mit freundlichen Grüßen,
Carola Veit.
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Frage zum Thema Soziales
08.02.2011
Von:

Sehr geehrte Frau Veit,

in Bezug auf die Kita-Gebühren eine Frage:
Warum soll eigentlich das Essensgeld abgeschafft werden? Zuhause müssten die Kinder doch auch Essen und es fallen Kosten für die Eltern an.

Dieses Wahlgeschenk leuchtet mir nicht ein, aber das Könnten Sie ja durch schlüssige Argumentation ändern.

Viele Grüsse
Antwort von Carola Veit
bisher keineEmpfehlungen
15.02.2011
Carola Veit
Sehr geehrte Frau ,

das Essensgeld ist ja eigentlich kein Essensgeld, sondern war eine Gebührenerhöhung des CDU-Senats. Elternbeiträge für das Essen waren immer schon in den Kita-Gebühren enthalten!
Die Kitas erhalten ja auch nicht etwa die Einnahmen aus dem Essensgeld extra, um damit gut zu kochen, sondern dieses Geld geht in den allgemeinen Kita-Haushalt. Weil es alle Eltern in gleicher Höhe trifft, haben wir diese versteckte Gebührenerhöhung schon immer als unsozial kritisiert und ihre Abschaffung gefordert. Mit der Erhöhung des Essensgeldes auf 21 € in der Kita, 42 € im Hort ist es nun noch schlimmer geworden, und tatsächlich gibt es Eltern, die deswegen ihre Kinder abmelden. Wir finden es aber wichtig, dass alle Kinder, die die Kita besuchen, dort auch täglich ein warmes Essen erhalten.
Dies ist der soziale Aspekt. Gleichzeitig ist die Abschaffung des Essensgeldes der Einstieg in die Reduzierung der Kita-Gebühren - für alle Familien.

Mit freundlichem Gruß,
Carola Veit.
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