Carl-Eduard Graf von Bismarck (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Carl-Eduard Graf von Bismarck
Jahrgang
1961
Berufliche Qualifikation
Bankkauffmann, Studium Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Handel
Ausgeübte Tätigkeit
MdB, Unternehmer
Wohnort
-
Wahlkreis
Herzogtum Lauenburg - Stormarn-Süd
Ergebnis
44,4%
Landeslistenplatz
7, Schleswig-Holstein
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Frage zum Thema Arbeit
22.08.2005
Von:

Besonders in den letzten Jahren haben viele Unternehmen ihren Mitarbeitern Weihnachts- und Urlaubsgeld zusammengestrichen und ihnen Lohnverzicht und Mehrarbeit aufgezwungen, ohne dass die dadurch erzielten Kostensenkungen zu mehr Arbeitsplätzen geführt haben; stattdessen hat man sie als zusätzliche Gewinne in die eigene Tasche gesteckt.

Welchen Beitrag wollen und können Sie als potentieller Bundestagsabgeordneter leisten, dass mit den von der Union geplanten Senkungen der Lohnnebenkosten nicht ebenso verfahren wird?

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Frage zum Thema Föderalismus
22.08.2005
Von:

Wie stehen Sie zu den immer lauter werdenden Stimmen, die eine deutliche Reduzierung der Zahl der Bundesländer fordern? Wie stehen Sie zu dem geforderten Nordstaat, und was können und wollen Sie zu seiner Verwirklichung tun?
Antwort von Carl-Eduard Graf von Bismarck
1Empfehlung
15.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage. Für eine Länderehe der Hansestadt
Hamburg und dem nördlichsten Bundesland sehe ich, wie unser Landesvater
Peter Harry Carstensen und Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust, eine
"realistische Perspektive". Bis 2020 könnte der Nordstaat Realität
werden. Zunächst sollten sich die Parlamente in Hamburg und Kiel
allerdings besser vernetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Carl-Eduard von Bismarck
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Frage zum Thema Bürgerrechte
22.08.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Carl-Eduard Graf von Bismarck,

Argentinien hat im Dezember 2001 die Zahlung auf in Deutschland und zwar über die Banken verkauften Anleihen eingestellt.
Viele Deutsche haben die Anleihen zur Alterssicherung erworben. Die Anleihen unterliegen z. T. auch dem deutschen Recht.

Im Januar 2005 hat Argentinien von vielen Rechtsanwälten ausgearbeitete und lange geheim gehaltene neue Anleihebedingungen vorgelegt. Danach durfte man in wenigen Tagen und "freiwillig" an einem Umtausch der alten Anleihen in neue Anleihen teilnehmen. Bei diesem sogenannten freiwilligen Umtausch sollten die Rentner und andere Anleiheninhaber auf 75 % des ehemaligen Anleihenwertes und jahrelang nicht geleistete Zinszahlungen verzichten. Verzichten sollten sie aber auch auf das deutsche Recht.

Obwohl der Umtausch formell freiwillig war, drohte die argentinische Regierung offiziell mit den Worten: "Wer nicht tauscht bekommt gar nichts!"

Und so hat sich das Land bis heute auch gegenüber den Deutschen verhalten. Diejenigen, die mit der Änderung ihrer Rechtsstellung und einer über 75 %igen Enteignung nicht einverstanden waren, haben bis heute keinerlei Zahlung erhalten.
Argentinien hat sich vielmehr auf einen sogenannten Staatsnotstand denjenigen gegenüber berufen, die rechtliche Schritte eingeleitet hatten, obwohl das Land andere Gläubiger voll und ganz bedient. Das Bundesverfassungsgericht hat über diese Frage zu entscheiden. Doch seit Jahren gibt es kein Urteil und die Kläger bekommen keinen vollstreckbaren Titel, obwohl Argentinien willkürlich den Staatsnotstand erklärt hat und sich auch nur gegenüber bestimmten Gläubigern darauf beruft. Gleichzeitig hat Argentinien pfändbares Vermögen beiseite geschafft.

Die Herren Dr. Néstor Kirchner (Staatspräsident von Argentinien) und Dr. Roberto Lavagna (Wirtschaftsminister von Argentinien) haben sich aus meiner Sicht wegen Nötigung (§ 240 StGB), Erpressung (§ 253 StGB), Unterschlagung (§ 246 StGB), Betrug wegen Vermögensschädigung in Bereicherungsabsicht (§ 263 StGB), Gläubigerbegünstigung (§ 283c StGB) und anderem strafbar gemacht.

Trotz dieser Schädigung von deutschen Investoren durch kriminelle argentinische Elemente hat die CDU sich in keiner Weise für die deutschen Bürger eingesetzt. Stoiber hat sogar den kriminellen Kirchner empfangen, offensichtlich ohne das kriminelle Verhalten zu rügen und sich so, nach meiner Ansicht, mit dem kriminellen Verhalten einverstanden erklärt. Jedenfalls ist nichts darüber bekannt geworden, dass die CDU/CSU den deutschen Investoren beigestanden hätte. Die CDU hat zugesehen, wie unter fadenscheinigen Vorwänden Verträge durch Argentinien gebrochen und viele Investoren in unendliches Leid gestürzt wurden.

Wie wollen Sie sich dafür einsetzen, dass dieser außerordentlich negative Eindruck von der CDU beseitigt, das Mafiaverhalten Argentiniens bestraft und die Deutschen nicht willkürlich enteignet werden?

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Frage zum Thema Wirtschaft
08.09.2005
Von:
F.

Guten Tag, Herr von Bismarck,

was spricht aus Ihrer Sicht dafuer (oder auch dagegen), dass sich eine kleine Firma statt im Osten Hamburgs (zB. Meiendorf) lieber im Kreis Stormarn (zB. Stapelfeld oder Braak) niederlassen sollte?

Sind die geringere Steuerbelastung (zB. Gewerbesteuer-Hebesatz) oder auch die guenstigeren Grundstueckspreise (sollte man neu bauen wollen) ausserhalb Hamburgs (Vergleich zB. HH-Hoeltigbaum zu Siek) schon genug Argumente, oder haben Sie weitere (ggf. noch bessere) Pluspunkte, die Sie in die Waagschale werfen koennten?

Ich freue mich auf Ihre Antwort,

mfg

pfl.
Antwort von Carl-Eduard Graf von Bismarck
bisher keineEmpfehlungen
15.09.2005
Guten Tag, Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Frage, die ich gerne beantworte. Für ein unternehmerisches Engagement in der Region Südstormarn sprechen in meinen Augen einige gewichtige Gesichtspunkte.

Neben den von Ihnen bereits erwähnten finanziellen Vorteilen (niedrigere Gewerbesteuer und zum Teil günstigere Grundstückspreise) spricht vor allem auch die Verkehrsinfrastruktur der Region für eine Firmenansiedlung. Neben der Autobahnanbindung über die A1, A24 und die A21/B404 gibt es gute Bahnverbindungen nach Hamburg (teilweise im 20 Minuten-Takt) und nach Lübeck.

Das Kaufkraftaufkommen der Region ist hoch und damit auch für Unternehmen - sei es direkt oder indirekt - interessant. Die Möglichkeiten der Kinderbetreuung sind gut und erhöhen damit auch die Standortattraktivität für Arbeitnehmer. Eine Ansiedlung in Südstormarn kann darüber hinaus Vorteile des attraktiven Wohnens und Arbeitens in ländlicherer Umgebung mit Vorteilen der Stadt verbinden.

Als selbstständiger Unternehmer möchte ich Sie zu einem solchen Engagement ermutigen. Mit der Politik der CDU/CSU werden wir zudem die Rahmenbedingungen für kleine und mittelständische Unternehmen verbessern und lähmende Bürokratie abbauen. Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne unter carl-eduard.bismarck@bundestag.de zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen,

Carl-Eduard von Bismarck, MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
12.09.2005
Von:

Guten Tag, Herr VON Bismarck.

Ich sehe, sie haben bisher noch nicht geantwortet, grinsen aber immerhin nett von den Wahlplakaten.

Ich habe mich mit Ihrem Regierungsprogramm auseinandersetzen müssen (Referat). Und nun habe ich zwei Frage an Sie.. Vielleicht beantworten Sie die ja.
1.) Gesundheitsprämie
Wie kann man, wie sie in Ihrem Wahlprogramm, bei der Gesundheitsprämie von dem Solidaritätsprinzip sprechen?! Ihre Partei nannte Ende 2004 Zahlen, die sie allerdings (aufgrund eines lautes Aufschreis) schnell wieder zurückzog. Laut einem Vertreter Ihrer Jungen Union gelten diese Zahlen noch. Nun, um es auf den Punkt zu bringen: Alle Leute bezahlen gleich viel. Und staatliche Zuschüsse bekommen nur die, die unter 850€/Monat verdienen. Will heißen, jmd der z.B. 900€ verdient, bezahlt genausoviel wie jemand, der 10.000€ verdient. Wo ist das solidarisch?!
Als ich das den Herrn von der Jungen Union fragte, wußte er plötzlich nicht mehr Bescheid und bezeichnete die Gesundheitsprämie als kompliziert.

2.) Mehrwertsteuererhöhung
Sie erzählen, dass sie damit dies und das und jenes damit gegenfinanzieren wollen. Schön und gut. Erhöhen Sie die Mehrwertsteuer um 2%, nehmen Sie dadurch etwa 16 Mrd. Euro ein. 15 Mrd. brauchen Sie, um das alles zu finanzieren. Problem: Die Länder kriegen die Hälfte. Und Sie als (eventuelle) Bundesregierung haben auf diese 8 Mrd. Euro keinen Einfluß. Also: Wo möchten Sie das Geld hernehmen??

Wieso planen Sie Finanzlöcher? Wieso lügen Sie die Menschen bewußt an?
Ich wäre für eine DIREKTE Antwort, direkt zum Thema dankbar.
Antwort von Carl-Eduard Graf von Bismarck
bisher keineEmpfehlungen
15.09.2005
Sehr geehrte Frau ,

Ihre Zweifel an der Solidarität unserer Gesundheitsprämie möchte ich mit folgenden wesentlichen Eckpunkten versuchen auszuräumen:
  • die Krankenkassen erhalten für jeden Versicherten als kostendeckenden Beitrag eine Gesundheitsprämie
  • die Gesundheitsprämie setzt sich zusammen aus der persönlichen Gesundheitsprämie des Versicherten und einem Arbeitgeberanteil
  • der Arbeitgeberanteil wird dauerhaft begrenzt
  • die soziale Balance bleibt gewahrt: niemand zahlt mehr als 7 % seines Einkommens für die persönliche Gesundheitsprämie
  • die Kinder sind beitragsfrei versichert.

Die SPD behauptet, bei der von der CDU geplanten solidarischen Gesundheitsprämie würden Bankdirektor und Busfahrerin das Gleiche zahlen. Die Beiträge richteten sich nicht nach dem Einkommen. Richtig ist: Die SPD stellt bewusst falsch dar, wie die solidarische Gesundheitsprämie funktioniert. Eigentlich ist es ganz einfach: Gesundheitskosten des letzten Jahres geteilt durch die Zahl der Versicherten ergibt die individuelle Gesundheitsprämie. Liegt sie höher als 7 Prozent des Einkommens, wird der Rest automatisch aus einem Fonds bezahlt, in den die Arbeitgeber einzahlen müssen. Beispiel: Wer 1.000.- Euro verdient, bezahlt 70.- Euro Gesundheitsprämie. Der Rest (derzeit etwa 35.- Euro) wird zugeschossen. Wer 3.500.- Euro verdient, zahlt die volle Prämie und erhält keinen Zuschuss. Die Prämie ist also durchaus einkommensbezogen. Im übrigen: Schon heute zahlt jeder Arbeitnehmer 7 Prozent Krankenversicherungsbeitrag; zum Zeitpunkt der Umstellung auf die Prämie ändert sich für die Versicherten gar nichts; aber bei den Krankenkassen kommen in jedem Fall kostendeckende Beiträge an. Beispiele: Schichtarbeiter, verheiratet, 2.916.- Euro Monatsbrutto. GKV-Beitrag heute 7,1 Prozent = 204.- Euro. Prämie (auf der Zahlengrundlage von 2004): 2 X 109.- Euro, aber nicht mehr als 7 Prozent = 203.- Euro. Keine Mehrbelastung! Krankenschwester, ledig, 2.300.- Euro Monatsbrutto. GKV-Beitrag heute 7,1 Prozent 163.- Euro. Prämie: 109.- Euro. Entlastung um 54.- Euro!

Zudem soll die Einführung der Gesundheitsprämie zeitnah im Zusammenhang mit der Steuerreform erfolgen. Die nähere Ausgestaltung der solidarischen Gesundheitsprämie insbesondere im Hinblick auf deren Höhe, den Zuschussbedarf für Geringverdiener und das zur Verfügung stehende Volumen aus Steuermitteln wird auch davon abhängen, wie die Einzelheiten einer Steuerreform und die zum Zeitpunkt der Einführung der Prämie bestehende finanzielle Lage der gesetzlichen Krankenversicherung sein werden.

Zur Frage der Mehrwertsteuererhöhung:

Wesentliche Ursachen für die dramatische Lage auf dem Arbeitsmarkt und die eklatante Wachstumsschwäche sind die Überregulierung des Arbeitsmarktes und die Tatsache, dass wir weltweit mit die höchsten Lohnkosten haben. Neben mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt geht es somit um eine Senkung der Lohnkosten. Wir senken die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung um insgesamt 2 Prozentpunkte auf 4,5 Prozent. Um dies solide und ohne neue Schulden zu finanzieren, erhöhen wir im Gegenzug den Normalsatz der Mehrwertsteuer von 16 auf 18 Prozent. Der reduzierte Satz bleibt unverändert.

Unsere Vorgehensweise bedeutet eine Absenkung der Lohnkosten und etwa 1,6 Prozent mehr Netto für den Durchschnittsverdiener. Es bleibt damit auch unter Berücksichtigung der Mehrwertsteuererhöhung mehr Kaufkraft beim Arbeitnehmer.

Neben der Entlastungswirkung für die Arbeitnehmerhaushalte bewirkt unsere Vorgehensweise durch die positive Beschäftigungswirkung bessere Perspektiven für bislang Arbeitslose oder Berufsanfänger auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Für die Rentenkasse bedeutet mehr Beschäftigung steigende Einnahmen. Dies ist gerade für die Rentner eine gute Nachricht – lässt sich doch so die künftige Entwicklung der Renten besser gestalten als es ohne diesen Beschäftigungseffekt der Fall wäre

Mehr Beschäftigung bedeutet auch mehr Steuereinnahmen. Dies kann einen Beitrag zur Sanierung der Staatsfinanzen leisten, so dass wir auch kommenden Generationen eine gestaltbare Zukunft einräumen können. Eindeutig mehr belastet werden Importe und die aus Kapitaleinsatz resultierende Wertschöpfung– die zwar durch die höhere Mehrwertsteuer belastet aber nicht durch die Senkung der Lohnzusatzkosten entlastet werden.

Weitere Informationen zu unserem Regierungsprogramm finden Sie übrigens auch unter www.regierungsprogramm.de oder auf den Seiten der CDU/CSU-Fraktion unter www.cducsu.de

Mit freundlichen Grüßen

Carl-Eduard von Bismarck
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Ihre Frage an Carl-Eduard Graf von Bismarck
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